Was sind Anzeichen für Überdosierung MPH Medikinet (unretardiert)?

Hallo zusammen,

Ich weiß, ich bin vermutlich einfach zu ungeduldig. Das schon mal vorweg. :smiley:

Die Medikamente nehme ich jetzt in der vierten Woche und habe die Dosissteigerung meines Neurologen befolgt. Aktuell bin ich bei 1 1/2 Tabletten von 10 mg Medikinet (unretardiert) morgens und einer am Mittag. Da es sich ja um ein unretardiertes Medikament handelt, habe ich im Prinzip zweimal am Tag einen Rebound, da ja die Wirkung nicht sonderlich lang anhält. Daher Frage Nr. 1: Ist es in Ordnung eigenmächtig die Abstände zu verkürzen und die Tagesdosis anders aufzuteilen? Wenn ich allerdings morgens nur eine Tablette nehme ist die Wirkung meistens zu schwach (schwankt auch etwas jeden Tag). Meinen Neurologen kann ich leider nicht so einfach fragen und habe den nächsten Termin erst im April.

Jetzt aber zur viel wichtigeren Frage für mich: Ich soll ja momentan noch jede Woche erhöhen (laut Arzt auf bis zu 2-2-1) bis es zu viel ist. Aber woran merkt man konkret dass es zu viel ist? Was sind Symptome und wie fühlt man sich? Habe auch jetzt schon das „Problem“, dass nicht jeder Tag sich gleich anfühlt, kommt auch ein bisschen drauf an was ich so mache. Und der ganze Tag ist mit unretardiertem Medikament ja eh nicht abgedeckt. Und wenn die Wirkstoffmenge bei retardiertem Medikament das doppelte ist, sind dann 40 mg jeweils morgens und mittags nicht sehr viel bei 52 kg Körpergewicht? Die Eindosierung mit unretardiertem soll ja eben auf einen Umstieg hinauslaufen soweit ich das verstanden habe.
Irgendwo hab ich auch gelesen, dass Erwachsene mit dem vorwiegend unaufmerksamen Typ (was vermutlich bei mir der Fall ist, ich warte noch auf den ausführlichen Bericht) tendenziell eine höhere Dosis Medikinet brauchen als die vorwiegend Hyperaktiven. Ist da was dran? Habe auf die Schnelle nichts gefunden.
Ich bin noch Studentin im „Fernstudium“ und deswegen sieht jeder Tag bei mir ein bisschen anders aus, was einen Vergleich der Medikamenten-Wirkung auch ein bisschen schwieriger macht. Also wann und wie spüre ich denn eine Überdosierung? Weil eine Erhöhung auf 2x10mg morgens kommt mir irgendwie doch sehr viel vor.

Danke für’s Lesen und ich bin gespannt eure Erfahrungen/Einschätzungen dazu zu hören! :slight_smile:

Hey
Hier findest du etwas über überdosierung

Auf der Seite findest du auch sonst viel interessantes
Du kannst die Zeiten anspassen, wenn du merkst die Wirkung nimmt ab, ist es meist schon etwa spät. Darum hilft dokumentieren.

Hier findest du eine Umrechnungstabelle
https://www.adhspedia.de/wiki/Umrechnungstabelle_Medikamente
Lg

Hallo @LeaSchmea,

du hast die erste Frage doch weiter unten beantwortet - dein Arzt sagt selbst, dass du bis zu dreimal am Tag nehmen darfst. Den Abstand solltest du so gestalten, dass keine Lücke entsteht, d. h. nachnehmen eine halbe Stunde bevor die Wirkung nachlassen würde. Bis zum Mittag warten und zwei Rebounds in Kauf nehmen ergibt keinen Sinn. Und wenn du eineinhalb Tabletten als erste Dosis brauchst, wäre es natürlich auch nicht sinnvoll weniger zu nehmen.

20 mg auf einmal sind schon eine Menge, wenn du noch steigern willst geh doch erstmal auf 17,5 mg. Wenn es zu viel ist merkst du es schon, das ist unangenehm.

Und wenn die Wirkstoffmenge bei retardiertem Medikament das doppelte ist, sind dann 40 mg jeweils morgens und mittags nicht sehr viel bei 52 kg Körpergewicht?

Nach dem Gewicht geht es nicht. Und vor allem, falls (!) du irgendwann morgens eine 40-er Kapsel nehmen würdest, heißt das noch lange nicht dass du mittags auch eine brauchst, dann tun es wohl auch 30 oder 20.