Früher hätte ich gerne mehr Hobbys gehabt, ging aber nicht, weil wir 4 Kinder waren, Mama alleinerziehend und da war es finanziell einfach nicht möglich. Jetzt sage ich, zum Glück war es so 
Dann kam ne Zeit, wo ich meinte, Party und Substanzen wären das A und O , somit wieder kein Geld für Hobbys ( aber auch keine vollen Schränke)
Dann wurde ich Mutter und war so eingespannt ( und überfordert) , dass ich gar keine Zeit hatte für Hobbies ( dachte ich damals ) bzw konnte mich dazu noch nicht mal aufraffen.
Vor circa 8/9 Jahren habe ich mir dann mal darüber Gedanken gemacht und versucht, herauszufinden,was mir Spaß machen könnte. Da hab ich dann auch ein paar Dinge ausprobiert, ein paar Wochen/ Monate gemacht und dann war das Interesse nicht mehr da. Joar, da kam auch ein bisschen was zusammen.
Mittlerweile weiß ich zumindest, dass ich Hobbies habe, die phasenweise oder Jahreszeiten abhängig sind…im Frühjahr/Sommer/Herbst mit im Garten wuseln, zur Obsternte Marmelade einkochen, im Winter Kerzen gießen. Da ist es dann auch okay,dass sie Sachen bis " zur nächsten Saison" lagern.
Das einzige Hobby, welches ich jetzt seit 31 Jahren habe und wirklich so gut wie täglich mache, ist Bücher lesen. Da hab ich nie das Interesse dran verloren und fehlt mir sogar was, wenn ich das ein paar Tage nicht machen kann
Und ich weiß nicht, ob es ein Hobby ist oder schon doch psychisch auffällig ist… ich sammle Dinge, die die Verwandtschaft/ Freundeskreis ausmisten, weil ich ungern sehe, wenn Sachen so schnell weggeworfen werden. Ich versuche sie dann immer noch zu verkaufen oder zu verschenken… In Spitzenzeiten hatte ich dann aber auch bestimmt 20 Umzugskartons voll hier in der Wohnung stehen gehabt ( und dann natürlich den Überblick verloren
) seit ich aber 8 Wochen gut eingestellt bin, kann ich mich wieder daran setzen und das alles unter die Leute zu bekommen