Wechsel von Medikinet vor nächstem Termin

Guten Tag alle miteinander,

ich befinde mich seit Anfang Mai wieder in ADHS Behandlung durch einen neuen Arzt und wurde trotz früherem Erfolg mit Elvanse erstmal wieder auf Medikinet Adult eingestellt, aktuell bei 3x15mg, da die Wirkung bereits nach 3-4 Stunden abfällt.

Die Wirkung am Morgen zeigt zwar große Wirkung, aber die nachfolgenden Dosierungen helfen leider kaum und die Nebenwirkungen auf Stimmung + der Crash sind für mich eigentlich nicht länger tragbar.

Während meiner Prüfungsphase habe ich zudem aus der Verzweiflung heraus ab und an eine Kapsel mehr genommen, was dennoch nicht wirklich Abhilfe schaffte. Mir ist natürlich bewusst, dass ich das nicht hätte tun sollen, und bereue das ganze nun auch.

Mein Arzt hat mir beim letzten Termin vor 3 Wochen aufgrund von 4-wöchigem Urlaub gleich zwei Packungen aufgeschrieben, um Anfang September wieder in den Kontrolltermin zu kommen, aber leider ist der Zustand nicht mehr wirklich aushaltbar und nun frage ich mich, ob jemand von euch schon mal einen Monat früher angerufen hat, um eine Medikationsänderung auf zum Beispiel Concerta zu probieren? Ist das vom Arzt gewollt, oder soll ich den Monat aushalten? Mein Arzt hat schon beim letzten Termin erwähnt, dass im Falle ein Wechsel auf Concerta auch möglich wäre, nur weiß ich nicht wie sich das verhält,wenn mein Rezept ja eigentlich noch bis September gilt und ich dann über eine Packung noch zuhause liegen habe.

Auch stellt sich mir die Frage: kann es mir zum Verhängnis werden mit dem eigenen Rumprobieren, zum Beispiel dass er vor dem Wechsel die genaue Anzahl von meinem Medikament sehen möchte? War das schon mal der Fall bei jemandem? Denn die Therapie ist mir äußerst wichtig und ich hätte große Angst, meinen Platz zu verlieren.

Ich hoffe ihr könnt mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen. Danke !

ißt du vor jeder Einnahme eine reichhaltige Mahlzeit?

Bist du sicher das du den richtigen Zeitpunkt für die nächste Dosis triffst?

Kommt mir nicht so vor.

Wie lange wirkt bei dir eine einzige Kapsel?

Es gibt 2 Szenarien die ich mir vorstellen kann

a) du nimmst zu früh die nächste Dosis nach, da die vorherige Dosis noch gut lange wirkt könntest du überdosiert sein und crashen weil ebzu viel Restwirkung da ist

b) du nimmst zu spät „auf gutGlück“ nach was dann aunicht richtig funktionieren kann, denn ein Rebound muß quasi vor dem Eintreten abgefangen werden damit dieser verhemindert werden kann.

Dazu ist es gut und wichtig zu wissen wie lange es dauert bis die Kapsel nach der Einnahme voll angeflutet ist.

Das würde bedeuten wenn wir annehmen 1 Kapsel wirkt 4 std und nach Einnahme der 45 min bis sie voll angeflutet ist bedeutet das du 3 std 15 min nach der Einnahme die nächste Kapsel nachnehmen müsstest um lückenlos und ohne Rebound und Crash und ohne Wirklöcher bestens versorgt zu sein. So 10 bis 15 min früher macht oft nichts aus, ist aber keine Garantie sonst müsstet du das an deinem Körper selbst testen

Was mir aber auch noch einfällt was sein könnte ob alleine oder in Kombination
Wenn du nichts, zu lange nichts ißt und meistweil du keinenHungerverspürst wäredas egal, dann könnte dein Körperauch deutlichdie roteKartezeigenweil du ggf. stark unterzuckerst, mit Schwei, starkem Unwohl sein, Unruh, Nervosität auch andere Symptome

Ich esse ehrlich gesagt immer direkt nach der Einnahme. Ich weiß, normalerweise sollte ich erst nach dem Essen die Dosis einnehmen, jedoch ist die Effektivität direkt davor für mich bisher am besten. Auf sehr vollen oder leeren Magen wirkt das Medikament leider absolut nicht zufriedenstellend gegen die Symptomatik, da müsste vielleicht eine höhere Einzeldosis her(und dafür immer erst auf absolut vollen Magen) aber was Dosis erhöhen angeht ist man mit 60mg täglich ja schon recht nah an der Grenze. Vielleicht würden dann aber auch 2x30mg + eine sehr kleine Dosis am Abend reichen, eventuell sogar unretardiert.

Tatsächlich habe ich aber nicht gedacht, dass es wichtig ist die nächste Dosis noch vor Eintritt des Rebounds zu nehmen, bzw. dachte ich dass es auch reicht die Einnahme auf den Eintritt des Crashes zu schieben. Darauf werde ich nun gezielter achten, danke.

Nur frage ich mich dennoch, ob ich das Ganze schon weit früher als zum nächsten Termin beim Arzt ansprechen kann, oder ob eine Anpassung der Medikation zwischendrin unwahrscheinlich ist.

Du machst dir glaube ich zu viele Gedanken. Die Frage ist, wie viel ab und an eine Kapsel mehr ist. Ich vermute, du wirst es plausibel erklären können.

Ansonsten, ob der Arzt zwischendurch Zeit hat, wird er bzw. seine Angestellte dir besser sagen können als wir.

Den Crash kannst du durch rechtzeitiges Nachnehmen und eine kleine Dosis zum Schluss abmildern, wie dir auch @Kathy schon geschrieben hat.

vielleicht mache ich das, ja.

Ist es denn gängig bzw. wahrscheinlich, dass der Arzt eine Kontrolle der noch vorhandenen Menge durchführt bzw. er es sehen will? Oder ist das Schwachsinn ohne konkreten Verdacht auf irgendeinen Missbrauch oder ähnliches?