welche Medikation würdet ihr am ehesten empfehlen bei folgenden Hauptsymptomen: starke innere Unruhe, gehetzt und getrieben sein tagsüber und auch im Schlaf - d.h. stressige Träume und während der halbbewussten Aufwachphase schon parallel mehrere gedankliche Marathons laufen, sodass ich beim Aufwachen den Tag schon wieder beenden könnte? Außerdem dauerhafte Erschöpfung.
Ich habe eine Diagnose und morgen den ersten Termin beim Psychiater zwecks Medikation. Möchte gerne gut informiert hingehen.
Ich hatte bereits mehrmals die Gelegenheit, Medikinet 10 bzw. 20mg sowie Elvanse 30mg auszuprobieren. Medikinet hat außer Wachheit / leicht beschleunigtem Herzschlag nichts verändert. Elvanse hat mir geholfen, tagsüber emotional ausgeglichener und etwas weniger reizüberflutet zu sein. An der oben beschriebenen, sehr unangenehmen inneren Unruhe / kognitiven Hyperaktivität nachts und morgens hat es nichts verändert, ggf. sogar verstärkt und ich konnte schlechter einschlafen. Ein Steady-State war aber sicher noch nicht erreicht nach zwei Tagen Einnahme hintereinander.
Deshalb freue ich mich über eure Erfahrungswerte oder Hinweise für das kommende Gespräch mit dem Facharzt.
Ich nehme momentan Atomoxetin 40mg + Elvanse 20mg und mir hilfe das u.a. auch bei den von dir beschriebenen Symptomen. Wobei ich Atomoxetin erst 3 Wochen nehme, bis die volle Wirkung einsetzt dauert es ca 6 Wochen.
Wahrscheinlich wird dein Arzt bei dir nicht direkt mit 2 Medikamenten starten, aber ich persönlich würde dir erstmal zu Elvanse raten.
Wer Medikamente , die unter BTM laufen an andere weitergibt / nicht sicher vor Zugriff anderer Personen lagert, macht sich strafbar.
Wer unerlaubt BTM Medikamente besitzt und/oder konsumiert auch.
bedarf es eigentlich auch mit Diagnose einer medizinische Abklärung ob diese Medikamente überhaupt in Frage kommen.
Sollte dir ein Arzt die Gelegenheit zu den Medikamenten gegeben haben ist es natürlich was anderes.
Es ist schwierig zu sagen welches Medikament das richtige sein kann, weil es eben individuell ist.
Letztendlich kann man es eh erst sagen wenn man richtig eindosiert hat.
Du hast jeweils erst kurz mal ausprobiert und beides hat irgendwie gewirkt , was in dem Sinne zwar was positives ist, aber noch nicht aussagekräftig genug.
Es ist ja schwer zu sagen wie dein Arzt alles rundum Medikation handhabt und wieviel Expertise er hat , leider ist das auch sehr individuell. Manche Ärzte finden gut vorinformierte Patienten hilfreich , manche sind davon genervt. Manche sehen „illegale“ Eigenmedikationsveruche sehr kritisch andere nutzen gerne die Vorerfahrung weil es hilfreiche Hinweise bringen kann.
Manche Ärzte haben einen eher engstirnigen Plan von Eindosierung egal was der Patient mitteilt und weichen davon nicht ab, andere Ärzte sind da flexibler.
Ich würde an deiner Stelle nicht mit der Tür ins Haus fallen sondern erstmal schauen wie der Arzt so tickt und was er für Ideen hat und dann schauen was du an Vorwissen mit reinbringst.
Ich musste bei meinem ersten Arzt erstmal seine Vorgaben brav mitgehen und später war dann individuell vieles möglich.
Wie gesagt , Medikamenten Art und Dosis sehr individuell und was für den einen funktioniert hätte für den anderen fatale Wirkung.
Danke dir! Es tut gut zu lesen, dass auch andere diese Symptomatik bei ADHS erleben und ich nicht einfach „verrückt“ bin. Ich habe weder eine Angststörung noch PTBS und konnte es mir bisher einfach nicht erklären.