Wie egoistisch bin ich? Gedanken zur Welt

Das ist aber auch ein sehr komisches Szenario von dir.

Realistisch ist ja eher ein sinkender Konsum, kein Verbot von jetzt auf gleich. Und ja, diese Arten würde es nicht mehr geben… na und? Sie existieren doch sowieso nur um ausgebeutet zu werden, das ist doch ein irres Argument zu sagen, dass diese Existenz in irgendeiner Weise positiv ist?

Bei einem sinkenden Konsum werden auf Dauer weniger gezüchtet und getötet, bis irgendwann keins mehr. Finde solche komplett unrealistischen Szenarien irgendwie eine weitere Argumentation, nicht wirklich hinschauen zu müssen und sich selbst noch Argumente liefern zu können, wieso man etwas tut.

Naja, doch. Weniger Gründe, Tiere auszubeuten und zu töten. Das ist doch so eine verquere Logik, dass man jemanden auf diese Welt holt, damit er leidet, gefoltert wird und am Ende getötet und dort auch noch einen Sinn drin sieht…?

Aber mir solls hier gar nicht um Veganismus oder so gehen, ich wollte es nur als Beispiel anführen weshalb deine Denkweise mit dem Kreuzfahrtschiff nicht sehr sinnig ist. Also bevor das hier ein Aufreger-Thema wird, das ist nicht meine Absicht.

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Unsere Jungs haben sich als sie klein waren immer beschwert,das wir nie coolen Urlaub gemacht haben.
Alle anderen Kinder sind jedes Jahr in den Süden geflogen und hatten dort einen all Inklusive Urlaub
Da ich aber am liebsten im Urlaub etwas aktives mache und mir nach 2 Tagen Urlaub am Strand schon die Decke auf den Kopf fällt
Haben wir allerdings erst als die Kinder 3 oder 4 Jahre alt waren Urlaub in Deutschland gemacht
Wir haben uns eine Wohnung gemietet und von da aus Ausflüge gemacht
Als die Jungs dann im Grundschulalter waren haben wir Urlaub mit einem Wohnmobil gemacht welches wir uns gemietet hatten.
Ich liebe Urlaub bei dem man spontan seine Sachen einpacken kann und an einen anderen Ort fahren kann.
Meine Mann könnte ich dann auch davon überzeugen wie viel man von der Welt sehen kann .
Ich finde es einfach toll eine Umgebung alleine zu entdecken.
In meiner Jugend habe ich mal einen Urlaub mit geführten Städtetouren gemacht und ich fand das überhaupt nicht schön
Man wurde mit dem Bus von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gekarrt
Und es gab ein Essen mit der ganzen Gruppe in einem schlechten Restaurant
Deutsches schlechtes Essen in Griechenland
Nein danke nie wieder
Außerdem gibt es in unserem Land noch so viel neues zu entdecken
Wenn Fliegen umweltfreundlicher wird würde ich aber durchaus noch mal eine Flugreise machen

Du hast hier ein paar überzogene Annahmen formuliert und lässt wichtige Aspekte außer Acht, meiner Meinung nach

Zb .Die Annahme, dass alle Tiere sofort getötet würden, wenn der Fleischkonsum verboten wird, ist übertrieben. Es ist wahrscheinlicher, dass der Prozess der Reduzierung der Tierbestände schrittweise erfolgt.

Auch die Idee, dass alle diese Tiere sofort aussterben würden, ignoriert Alternativen zB die Möglichkeit von Schutzprogrammen (u.a.Lebenshöfe), die sich um diese Tiere kümmern könnten.

Aus der Sicht der Tiere ist das vermessen. Du kennst die Lebensumstände der Tiere doch gar nicht die kälbchen werden zum Beispiel sehr schnell von den Müttern getrennt das ist ganz ganz schlimm

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Jetzt kann ich sagen, was mich hieran so gestört hat:

Es fühlt sich an, als würde man ein Übel wieder gut machen wollen, indem man irgendwo anders etwas Gutes tut. Und einzig aus dem Grund, das eigene Gewissen rein zu waschen.

Eigentlich sollte es natürlich egal sein, gespendetes Geld ist Geld - egal mit welcher Intention es gespendet wurde. Es hat mich nur enorm irritiert, so als könne man etwas ausgleichen oder okay machen oder legitimieren, wenn man irgendwo anders etwas Nettes macht. Vielleicht ist das ja nachvollziehbar :grimacing:

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Ich finde deinen Einwand absolut nachvollziehbar.

Ich glaube man kann es etwas trennen etwas trennen.

Spende ich so aus mir heraus weil ich Spenden will kommt diese Spende aus dem Herzen .

Spende ich weil ich vorher was getan habe wo sich mein Gewissen gemeldet hat , dann will ich mir ein gutes Gefühle im Herz damit erkaufen .

Vielleicht ist es dann ehrlicher das schlechte Gewissen zu behalten und an den anderen Stelle aus freiem Herzen weiter zu spenden .

Letzendlich, was bringt das gespende wenn die Misstände sich nicht ändern .?
Vielleicht hilft es ja doch mehr auf bedingte Dinge zu verzichten .

Es ist täglich der Apfel im Paradies mit dem wir zu kämpfen haben , weil er uns immer wieder lockt mit seiner schönen Farbe und dem süßlichen Duft. Es ist das Sinnbild von Konsum.

Man konsumiert so schnell , weil man es gewohnt ist und vieles automatisiert .

Musste mich heute so zusammenreißen.
Mir fehlt löslicher koffeinfreier Kaffee. Hier vor Ort gibt es keinen in BIO und als Transfair. Ich musste mich so zusammenreißen nicht den herkömmlichen zu kaufen nur weil ich jetzt ein paar Tage ohne bin.

Doch die Menschen werden auf den Plantagen so ausgebeutet , dass es keine Rechtfertigung gibt nicht ein paar Tage zu verzichten.

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Deswegen hab ich ja geschrieben, dass die Lebensumstände der Tiere dringend verbessert werden müssen, damit das Leben, was ihnen bleibt, dann auch wirklich lebenswert ist. Wenn Fleisch z. B. nicht mehr unter 20 € / Kilo verkauft werden darf und auf Billig-Importe aus Massentierhaltung entsprechende Zölle erhoben würden (sie ganz zu verbieten ist glaube ich rechtlich unmöglich) , hat sich die jetzige Tierquälerei mit den viel zu engen Ställen etc. eh erledigt. Bei dem Preis würden die Verbraucher mehr Wert auf gute Qualität legen, und die ist bei artgerecht aufgewachsenen Tieren einfach viel besser. Der Konsum würde ebenfalls sinken, weil sich die meisten dann nicht mehr so viel Fleisch und Wurst leisten können.

Das der Tierbestand bei einem sofortigen Verbot allmählich abnehmen und die noch vorhandenen Tiere dann eben eines natürlichen Todes sterben würden ist leider unrealistisch. Landwirtschaft ist halt in 1. Linie Wirtschaft und die Tiere soviel wert wie der Erlös, den sie bei Verkauf bringen würden. Kein Landwirt investiert auch nur 1 Cent in seine Tiere, wenn er sie nicht zu Geld machen kann. Selbst wenn er wollte, das kann er sich finanziell gar nicht leisten.

Ja, vielleicht kommen ein paar auf irgendwelchen Tierfarmen unter. Aber dem Großteil würde ziemlich schnell der Garaus gemacht werden.

Also die Lebensumstände zu verbessern mag ja auf den ersten Blick gut sein, es ändert nichts an dem Fakt, dass die Tiere leben um getötet zu werden. Fühlende, schmerzempfindende Lebewesen. Und es geht ja auch zB um solche Dinge wie @Lea schrieb, dass Kühen ihre Kälber genommen werden, damit wir deren Muttermilch trinken können. Das ist grausam, es sind fühlende Lebewesen - genau wie dein Hund und meine Katze. Keine Haltebedingungen der Welt ändern das!

Dein Szenario mit dem sofortigen Verbot ist absurd, sorry. Wieso ein fiktives, unrealistisches Szenario als Argument hernehmen? Wenn wir in der Realität bleiben, bleiben einem eigentlich keine Argumente, weiter Produkte von Tieren zu konsumieren. Jedenfalls habe ich noch nie ein gutes gehört.

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Liebe Zoi, wenn ich von „Artgerechter Haltung“ schreibe ist damit natürlich auch gemeint die Kälber bei der Mutter zu lassen, bis sie nicht mehr gesäugt werden müssen. Alles andere ist widernatürlich und damit nicht artgerecht bei Säugetieren.

Dann gibt es aber keine Milch mehr für die Menschen. Und Kalbfleisch ist ja auch sehr beliebt, leider. Es gibt keinen ethischen Weg, Tiere auf diese Welt zu holen damit man sie unnötigerweise töten und verarbeiten kann - ist meine Meinung.

Aber eigentlich ging es hier nicht um Veganismus, ich hatte es nur als Beispiel nehmen wollen :grimacing:

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Da du den Verzehr tierischer Produkte ablehnst, sollte es doch kein Problem sein, wenn es keine Milch mehr gibt, oder? :wink:Mal abgesehen davon ist es falsch, die heute gezüchteten Hochleistungskühe würden genug Milch für ihre Kälber und den Menschen „produzieren“. Deswegen ist Milch ja so billig: Es gibt zuviel davon und der Grund,warum man die Kälber von den Kühen trennt ist nicht, dass die Milch sonst nicht reicht sondern das es absurde Hygienevorschriften gibt. Man befürchtet durch das Säugen könnten Keime und andere Krankheitserreger in der Milch landen.

Die Umstellung von Fleischerzeugung auf reine Milchviehhaltung hätte aber ein anderes Problem: Bullen geben keine Milch, sie wären dann reine Samenspender. Und da du für ca. 20 Kühe nur 1 Bullen brauchst, die Geburtenrate aber so 50/50% sein dürfte, kannst du dir ungefähr vorstellen, was mit den jeweils anderen 19 Jungbullen direkt nach der Geburt passieren würde. Ein Blick auf das, was mit den männlichen Küken passiert, reicht.

Ja, also du brauchst mir keine Argumente bringen. Es hat ja einen Grund, wieso ich vegan lebe und es für mich keine Grauzone von sog. „artgerechter“ Haltung gibt. Ich lehne das komplette System ab und bin auch nicht interessiert an Kompromisslösungen, wie man dann z.B. Milchkühe nur noch ein bisschen ausbeuten könnte oder was sich lohnt und was nicht.

Für mich ist es ethisch und moralisch verwerflich, das alles zu tun. Deshalb möchte ich kein Teil davon sein :slight_smile: Und wie du ja selbst begründest, lohnen sich wirtschaftlich solche „Lösungen“ nicht mal… es ist von vorne bis hinten Augenwischerei, da in Abstufungen zu denken. Bei anderen Themen tun wir das ja auch nicht, da ist es auch nicht in Ordnung Schwächere ein kleines bisschen auszubeuten oder zu quälen/töten.

Ich bin davon überzeugt, aber möchte hier auch nicht andere damit blöd anmachen. Die kognitive Dissonanz kenne ich ja selbst sehr gut, ich war vorher viele Jahre lang vegetarisch „wegen den Tieren“. Mir war irgendwann sehr bewusst, dass ich mich da doch stark selbst belüge, weil es komplett inkonsequent von mir ist und der bequeme Weg, um ja doch nicht sooo viel ändern zu müssen.
Tatsächlich war die Veränderung dann gar nicht so kompliziert wie befürchtet und ich bin darüber sehr froh und fühle mich wieder mehr vereint mit meinem moralischen Kompass.

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Zoi! Zoi! Zoi! Whoooohoo :adxs_anfeuer:

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