Wie war euere schulzeit?

Nachdem bei mir das ADHS festgestellt wurde und ich nun alle unterlagen aus meiner Kindheit von div. Kliniken etc. Erhalten habe, bin ich ziemlich schokiert wie ich mich in der Schulzeit verhalten habe.

In vielen berichten von der Schulzeit wurde immer wieder erwähnt, das ich sehr oft schulsachen vergessen habe: mäpchen, mattebuch, hausaufgsben etc. Sobal es mir auffiel hatte ich laut der berichte oft (Wörtlich geschreiben im Bericht)
„Heulkrämpfe“.

Auch habe ich wohl öfters meinen kopf auf den schultisch geknallt.

Auch das sozialverhalten war sehr beinträchtig, ich habe wohl oft andere kinder geärgert, sobald ich zurückgeärgert wurde konnte ich das aber nicht verkraften.
Ich habe wohl auch viele ausdrücke verwendet.

Auch merkte man die Konzentrations schwächen, vorallem in Mathe und deutsch habe ich immer sehr grose flüchtigkeits Fehler gemacht, oder hatte sehr „obskure“ rechnenwege die von der lerern oft nicht nachvollzogen werden konnten.

Im zuge dessen litten auch meine nothen immer wieder.

Und selbst bei teils leichten fragen, wusste ich machmal keine antwort, dennoch viel mir oft später die richtige antwort ein, da war es aber schon zuspät. Dies waren immer sachen die ich eigentlich wusste.

Auch war ich sehr erschrecken über weitere berichte, nachden ich mir auszeiten im schrank der schule genommen habe um mich zu beruhigen.

Ebenso störte ich oft den Unterricht mit (wörlich im bericht geschrieben)

Vielen unnötigen Deteil fragen.

Dies führe alles dazu das ich aus dem schulausflug ausgschlossen wurde, und win in dem berichten erwähnt waren die anderen schüler froh das ich nicht dabei war.

Das hatte mir wehgetahn als ich das im bericht gelesen habe.

(Wobei ich sagen muss dasn ich mich daran nicht oder nur kaum erinern kann.)

Besserung kahm nur als ich ein eine sonderpädagogische klase mit gerade einmahl 5 schülern kahm, so habe ich auch nur einen abschlus in der sonderschule bekommen.

Wie war das bei euch ?

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Ich war auf der Grundschule und dann Gesamtschule. Ohne eine Klasse wiederholen zu müssen. Aber ich habe nie gelernt. Keine Ahnung wie ich die FOR geschafft habe :grinning_face:

Aber ich war auffällig unkonzentriert, verträumt, habe oft gestört, Konflikte gesucht und wurde viel gemobbt.

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  • Ich war Klassenbeste im Hausaufgaben und Arbeitsmaterial vergessen.
  • Mein Sportzeug habe ich morgens immer schon untergezogen, damit ich es nicht vergesse - als hyperaktives Energiebündel war Sport mein Lieblingsfach.
  • Ich habe im Unterricht meist nebenbei irgendwas anderes gemacht (z.B. noch schnell die Hausaufgaben für die nächste Stunde oder ein Gedicht lernen, irgendwas kritzeln, mit dem Vordermann Käsekästchen spielen…) und trotzdem noch genug mitbekommen, um gute Noten zu schreiben. Die Lehrer haben es mir durchgehen lassen - weil ich sonst gequatscht hätte. :joy:
  • Die meisten aus meiner Klasse konnten mich nicht leiden, fanden mich komisch und haben mich geärgert.
  • In der 3. Klasse habe ich in der Pause einen Klassenkameraden verprügelt, der 1,5 Köpfe größer war als ich und deutlich schwerer und mich seit der 1. Klasse nur geärgert hat. An dem Tag ist das Fass übergelaufen. Die ganze Klasse hat zugeschaut - keiner hat es gewagt, dazwischen zu gehen oder einen Lehrer zu holen. Zum Unterrichtsbeginn saß der Junge heulend auf seinem Platz und als die Lehrerin ihn frage, was er hätte: „Nichts.“ Erstaunlicherweise haben alle die Klappe gehalten - keiner hat mich verpfiffen. Entweder hatten sie Angst, dass sie die nächsten sind oder sie wollten ihren Kumpel nicht beschämen, weil er sich nicht gegen das kleinste Mädchen der Klasse wehren konnte. Danach hat sich jedenfalls keiner mehr an mich ran getraut - ich wurde zumindest toleriert und ansonst in Ruhe gelassen.
  • in meinen Zeugnissen wurde mir durchgängig bescheinigt, dass ich mehr könnte, wenn ich nur wollte und zu Hause fleißiger wäre.
  • außerdem sollte ich mich nicht so schnell ablenken lassen und auch in den Fächern mitarbeiten, die mich nicht interessieren.
  • Ich habe Schule ab dem 1. Tag gehasst und frage mich immer noch, wie ich das 12 Jahre lang überlebt habe.
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Stimmt Schusselflummi, daran kann ich mich noch erinneren, ich habe oft im der schule nebenbei was gekritzelt.

Ich konnte vor der Grundschule bereits lesen und schreiben, kannte mich mit Dinosauriern aus und schrieb seitenweise Geschichten, die ich selbst illustrierte. Mein Interesse galt Sprachen und Naturwissenschaften, in allem fand ich eine Möglichkeit des intrinsischen Rollenspiels. Ich hab das Skelett des Menschen nicht gelernt weil ich in der Schule war, sondern weil ich Archäologin war, die wichtigen Hinweisen auf der Spur war. Ich liebte Rätsel und alles was mit dem Thema Abenteuer einherging.
Aber ich hasse sich wiederholende Aufgaben. Mathebuch, Aufgabe 7 a-g. Alle Nomen rot, alle Verben blau unterstreichen. Da ich mir auf der Montessorischule einigermaßen aussuchen konnte wie ich meinen Vormittag gestaltete, vermied ich diese Aufgaben tunlichst. Meine Lehrerin attestierte mir Lernfaulheit und dass ich nie das Abi schaffen würde.
Das Abi aufm Gymnasium hab ich trotzdem, aber derartiges Lernen fiel mir immer schwer. Vor allem Mathe, Chemie und Physik, zumindest solange es theoretisch blieb. Bei Versuchen war ich wieder begeistert. Es zeichnet sich ein Muster.
Da ich obendrein ein Nerd bin und mit Nietengürteln und schwarzem Nagellack rumlief, wurde ich gemobbt.

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Schulzeit…

• eher Außenseiter, hatte aber immer 2-3 gute Freunde…
• so gut wie nie Hausaufgaben gemacht oder Bücher gelesen, die man im Unterricht besprochen hat…
• Sachen vergessen mit zur Schule zu nehmen? Nie! Weil ich zuhause nie was aus der Schultasche rausgenommen habe :sweat_smile: - die ist einfach in der Ecke gelandet.
• verträumt, habe dem Unterricht nie wirklich folgen können (daher auch mündlich immer sehr schlechte Noten, habs aber irgendwie schriftlich wieder rausgeholt)
• immer sehr viele Flüchtigkeitsfehler, konnte mich halt nie richtig konzentrieren
• hatte gute Noten in Sport und vor allem Kunst
• habe immer meine Heft vollgekritzelt
• Abi bestanden, aber Ultra schlecht, weil ich einfach nicht genug gelernt habe (und zu der Zeit viel gekifft habe)
• Schule war nie mein Ding. Zeit absitzen. Dabei ging früher die Schule nur bis Mittags, jetzt geht das ja teilweise bis 15/16 Uhr…!? Die Hölle!

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Hallo @Darkwolf , also ohne jetzt ehrlich gesagt gross Lust darauf zu haben was in meiner Schulzeit alles Scheisse war, und ohne sämtliche Sachen aufzuzählen wo hier z.T. von Dir selbst und anderen vor mir hier aufgezählt wurde, wie z.B. das ich ständig irgendwelches Zeug vergessen habe, seien das Bücher, Hefte oder der Turnsack und ect., oder dann natürlich die Hausaufgaben, oder wenn ich in die Klasse rein kam und die anderen bereits mit der Mathe Prüfung begonnen hatten, weil ich solche wichtigen Sachen natürlich auch regelmässig vergessen hatte, und dann total überrascht und völlig geschockt im Klassenzimmer ausrief: „WAS?, heute ist eine Mathe Prüfung?, aber ich habe ja garnicht gelernt!, was soll ich denn jetzt machen?, muss ich die jetzt etwa mitschreiben?“.

Naja das ich das dann natürlich „trotzdem musste“ ist ja wohl klar, oder?, und das ich so eine Prüfung dann vor lauter Schock und Aufregung jedesmal total versemmelt habe ist ja wohl auch logisch, und das ich mich für solche Momente jedesmal selbst gehasst habe ist ja auch klar, oder?.

Wie auch immer, auf den Punkt gebracht würde ich rückblickend sagen, ich habe meine Schulzeit mehrheitlich gehasst und war froh als ich den ganzen Scheiss endlich hinter mir hatte.

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Ich sollte eigentlich in die Vorschule weil noch so klein und so zart. Aber ich war motorisch fit und war da schon nicht auf den Mund gefallen . :zany_face:

Hatte noch paar Tagen die Schnauze schon voll und wollte wieder zurück in den Kindergarten.

Konzetration, Unruhe, Hibbelig , Flüchtigkeitsfehler , anderen ablenken , zu viel Quatschen, dazwischen reden waren so Aussagen über mich .

Aber auch freundlich, humorvoll, kreativ , sozial und aktivierend und der KlassenKasper.

Im Bezug zu fehlenden Materialien und Hausaufgaben, zu spät kommen etc… hat die Lehrer mich irgendwann mehr oder weniger aufgegeben .

In der 8ten sitzengeblieben. Das war gut für mich , denn ich fühlte mich dort irgendwie richtiger, die alte Klasse war schon viel weiter.

Ich war immer in vielen AGs und bei Schulaktionen aktiv und habe dadurch auch viele positive Erinnerungen an meine Schulzeit. Das gleich viel negatives aus.

Mit so alten strengen Lehrerautoritäten bin ich immer angeeckt weil ich keine Angst hatte und in Konfrontation ging.

Bei tollen Lehrpersonen hatte ich immer besser Noten.

Deutschaufsätze waren immer inhaltlich gut aber oft nicht ganz fertig geworden und zu viele Rechtschreibfehler.

Mal wurde ich „gemobbt“ mal habe ich leider auch gemobbt …aber ich hatte auch ein schlechtes Gewissen was sich dann meldete.

Ich hatte das Glück dass ich zwar viel Quatsch gemacht habe aber auch immer dazu stand weil ich nicht Lügen konnte das man mich irgdwie trotzdem ernst nahm.

Einmal wurde richtig Scheiße gebaut in unsere Schule und ein Lehrer wollte mir eins auswischen und mir mit angeblichen Beweisen diese Tat unterjubeln und die Direktorin hat einfach mir geglaubt. Das werde ich bis heute nicht vergessen :face_holding_back_tears:

Mir war Schule immer zu viel und zu anstrengend und ein Rötsel weil ich irgendwie nicht dumm und mich doch zugleich zu doof fühlte.
Das stundenlang rumsitzen müssen war der Horror ,
Das frühe aufstehen auch.

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In der Grundschule bekam ich aufgrund meiner Sprachstörung Logopädie und in der Schule Förderunterricht und Integrationsunterricht. Ich erinnere mich, dass ich mich zwar an sich gut mit den Jungs in der Klasse verstand, aber nie wirklich Teil von ihnen war. Ich hatte dennoch ein paar Freunde, mit denen ich auch nach der Schule oder dem Hort oft abhing.
Aber ab einem bestimmten Alter fand ich den Gameboy und die unzähligen Spiele dort einfach interessanter und weniger stressig. Also zog ich mich sozial etwas zurück. Die 4. Klasse fand ich dann echt toll, weil jemand in unsere Klasse kam, mit dem ich mich super verstand und wir unter den Jungs unsere ganze Zeit mit Nintendo, YuGiOh, Pokemon, Naruto usw. verbrachten.
Schule hat mich nicht so wirklich interessiert. Ich habe die Sachen dort halt mitgemacht. Zwar konnte ich dem Unterricht nicht immer folgen, aber irgendwie bekam ich dann dennoch durchschnittlich bis gute Noten - auch aufgrund der guten Unterstützung. Ritalin sollte ich deswegen dann nicht nehmen.

Im Gymnasium hat sich dieses Problem fortgesetzt. Ich konnte einfach nicht wirklich lange konzentriert bleiben. Aber Zuhause konnte ich es dann aufholen, so dass meine Noten im Gesamten durchschnittlich waren.

Das änderte sich dann als mir mit 13-14 eine Freundin sagte, dass sie mich intelligent finde. Zuvor dachte ich wirklich, dass ich dumm sei und nichts daran ändern könne. Teilweise habe ich mich dann in interessante Fächer so hineingefuchst, dass ich in dem jeweiligen Bereich dann auch den Klassenbesten überholte.

Ich fing mit dem Lesen an, weil ich mich in den Gedanken von Schriftstellern im frühen 20. Jahrhundert mehr wiederfand als im Gespräch mit Gleichaltrigen. Meine Konzentration wurde dadurch besser. Auch mein Interesse für verschiedenste Themen vergrößerte sich. Ich ging selbstständig oft spazieren, machte Sport und beschäftifte mich mit gesunder Ernährung.
Jedoch sagten mir meine Schwestern, ich solle bis zum Abitur nicht so viel tun. Nur das Abitur zähle. Also benutzte ich die 10. Klasse viel um mich mit Lerntechniken vertraut zu machen und fand so ungefähr heraus, wie ich mein Gehirn dazu bringe, sich Sachen zu merken. Im Abitur hatte ich dann durch mein Engagement eine ganz gute Note.

Auf Partys, Feste usw. ging ich dennoch nicht gerne. Auch traf ich mich vergleichweise wenig mit anderen. Ich fühlte mich dort oft Fehl am Platz. Meine späte Kindheit und gesamte Jugend würde ich als sehr einsam bezeichnen. Teilweise traf ich in den Sommerferien nur einmal einen Freund und beschäftigte mich sonst nur mit mir selbst. Dafür stand ich dann teilweise um 5 auf und ging schwimmen/joggen oder las den ganzen Tag. Die später folgende Depression hat sich da schon abgezeichnet, aber hatte so gut, wie keine Möglichkeit sich zu manifestieren. Das holte sie später dann aber auf jeden Fall nach.

Mathe hab ich nie gerafft, Mitschüler braucht man nicht…Mobbing mit Hilfe der Lehrer…
Hausaufgaben waren für mich immer eine Qual…

Am Anfang schien alles gut zu sein. Ich hatte mich auf die Schule gefreut und hatte Spaß daran. Nur mit den Mitschülern kam ich nicht so zurecht. Ich wusste oft nicht, wie ich mit ihnen umgehen sollte, und manche verhielten sich mir gegenüber sehr ablehnend.
Ich hatte einen besten Freund, der wirklich clever war, und ich wollte gerne so gut sein wie er. Nein, ich wollte so sein wie er. Ich machte seine WItze nach, machte seine Kleidung nach, nur seine Schulnöten machte ich irgendwie nicht nach. Er war überall gut drin. Ich nicht. Und ich weiß nicht, ob er mich so mochte wie ich ihn. Meine Eltern, besonders meine Mutter verglichen mich öfter mit ihm, wiesen darauf hin, was er für gute Noten hätte, usw.
Ich war nun nicht schlecht, gemessen an den späteren Jahren, aber lange nicht so gut wie er. Es viel mir schwer mit anderen Kindern zu spielen oder in Kontakt zu treten. Einige fanden mich seltsam und lehnten mich ab, zu anderen suchte ich keinen Kontakt, weil sie sich mit Themen beschäftigten, die ich nicht mochte. Fußball zum Beispiel. Ich mochte Fußball nicht, also warum sollte ich den Kontakt zu ihnen suchen? Es blieben ja noch andere Kinder. Aber keine Mädchen. Irgendwie war eine seltsame Klassendynamik in der Grundschule. Jungs spielten nicht mit Mädchen und sie nicht mit Jungs. Also tat ich es auch nicht. Außerdem waren von denen sowieso viele gemein zu mir, verhielten sich herablassend.
Außerdem wurden Gerüchte in die Welt gesetzt, ich wäre in ein bestimmtes Mädchen in der Klasse verliebt, was tatsächlich nicht der Wahrheit entsprach. Ich hatte keinerlei Interessa an ihr, aber auch wenn ich beteuerte, dass ich nicht in sie verleibt war, ließen die Hänseleien nicht nach. “MamoChan und *****ja … sind ein verliebtes Ehepaar!”” Das hat mich immer wieder furchtbar stark aufgeregt und mich stark belastet. So sehr, dass ich später Probleme hatte, Mädchen anzusprechen, als ich Jahre später Interesse an jemanden entwickelte.
In der zweiten Klasse gab es eine Lehrerin im Heimat und Sachunterricht, die mich wohl nicht sonderlich mochte, denn sie kritisierte mich nicht nur häufig, sondern auch herablassend und führte mich der Klasse vor. Als Beispiel hielt sie jeweils die Arbeit von meinem besten Freund und mir empor und fragte die Klasse, was denn besser aussehen würde. Wir mussten nur mit Wachstiften ein Verkehrsschild ausmalen, aber er malte halt sauber, und ich hielt die Linien öfter nicht ein und hinterließ große Lücken.
In der dritten Klasse kam ein neuer Schüler, der größer und stärker war als ich. WIr freundeten uns irgendwie an, aber auf der anderen Seite hatte er es auf mich abgesehen, ärgerte mich immer wieder und war gemein zu mir. Da er mir körperlich überlegen war, konnte ich mich auch nicht wehren.
Ach ja, da meine Leistungen in der Schule zu wünschen übrig ließen, bekam ich Deutschförderunterricht.
Und bevor ich es vergesse, die Fahrtern mit dem Schulbuss waren die reinste Qual. Morgend war meine Haltestelle die vorletzte, was bedeutete, dass der Bus bereits ziemlich voll war. Alle Sitzplätze waren vergeben, und es blieb nur der schmale Gang übrig. Wer keinen Sitzplatz hatte, drängelte sich in den Raum vor der hinteren Tür oder dem Bereich, der für Kinderwagen oder Rollstühle vorgesehen war. Nur waren diese Bereiche oft auch schon besetzt. Und spätestens bei der letzten Haltestelle vor der Schule wurde es dann so voll, dass der Busfahrer eine Durchsage machte: “Bitte ganz nach hinten durchgehen”
Und da waren dann die “Großen”. Die oberen Jahrgänge, die die hinteren Sitzplätze besetzten und es auf alle Kinder abgesehen hatten, die in ihre Nähe kamen. Man wurde geärgert, man sie schnipsten einem immer wieder an den Ohren, klaute Sachen aus dem Ranzen oder hielten einen dann fest. Es war furchtbar, und das tagtäglich.

Die Grundschulzeit war eigentlich noch ganz ok gewesen. Dann kam der Wechsel auf die weiterführende Schule. Obwohl ich eine Hauptschulempfehlung hatte, wurd eich auf der Realschule angemeldet, denn für meinen geplanten beruflichen Werdegang brauchte ich schließlich mindestens einen Realschulabschluss.
Der Wechsel war nicht leicht. Mein bester Freund von damals war natürlich aufs Gymnasium gekommen. WIr sahen uns noch manchal im ersten Jahr, dann nicht mehr. Aber alle Dinge, die ich im sozialen Umgang mit anderen als bewährt eingeordnet hatte, funktionierten nicht mehr. Es galten neue Regeln im Umgag mit anderen und ich stand wieder ganz am Anfang. Hier hatte ich keinen besten Freund wie in der Grundschule, aber mit der Zeit immerhin einige Mitschüler, mit denen ich ganz gut auskam. Und jede Menge andere.
Da schon auffiel, dass ich irgendwie komisch war, verhielten sich einige sehr ablehnend. Ich wurde nie beim Vornamen genannt, sondern immer nur beim Nachnamen, was mich sehr störte. Ich versuchte Anschluss zu finden, verabredete mich auch mit anderen, hatte aber immer das Gefühl nie dazuzugehören. Es war seltsam, und ich habe Probleme es in Worte zu fassen.
Irgendwann in der 5. Klasse traute ich mich, zwei Mädchen zu fragen, ob ich bei ihrem Spiel in der Sandkiste mitmachen dürfe. Und wir spielten dann häufiger in den Pausen. Leider sorgte das auch wieder dafür, dass bald in der Klasse die Runde machte, wir wären ineinander verliebt. Stimmte auch diesmal nicht, aber die ganze Klasse machte mit und machte Sprüche bis in die 10. Klasse. Diesmal entwickelte ich nach einigen Jahren, etwa mit 14 oder 15 Jahren wirklich Interesse an jenem Mädchen. Ich mochte sie und hatte mich irgendwann tatsächlich verliebt. Aber ich habe sie in der Schule nie diesbezüglich angesprochen. Erstens wusste ich nicht wie und zweitens hatte ich Angst, was die anderen aus unserer Klasse sagen würden.
Kleiner Spoiler: Wir kamen nie zusammen, hatten aber etwa zwei oder drei Jahre nach unserem Schulabschluss ein paar Dates. Es hatte Spaß gemacht, und vielleicht wäre auch eine Beziehung entstanden, aber obwohl die Verabredungen aus meiner Sicht sehr gut tiefen, trate ich mich nicht, ihr meine Gefühle zu offenbaren. Wenn es Signale ihrerseits gab, habe ich sie nicht verstanden. Das war schon immer ein Problem von mir. Aber zurück zur Schulzeit.
Ich galt aber allgemein schon als etwas seltsam und aufbrausend. Man ärgerte mich oft und reizte mich. Wenn man mich ärgerte, kamen mir oft die Tränen, was von Mitschülern oft provoziert wurde um sich dann über mich lustig zu machen.
Der Ratschlag meiner Mutter, ich solle sie doch “ignorieren” funktionierte übrigens nie. Im Gegenteil, sie fühlten sich oft dazu herausgefordert mich weiter zu triezen. Zwar versuchte ich immer, mir nichts anmerken zu lassen, aber wohl erfolglos, und irgendwann war so viel Wut in mir aufgestaut, dass sie sich plötzlich entlud und ich gleich auf mehrere gleichzeitig losging. Natürlich zog ich dabei immer den kürzeren.
AUf dem Schulhof wurde man von den Großen gepiesakt. Manchmal wurde ich nur geärgert, manchmal getreten, manchmal nur festgehalten und weggedrängt, um mich außer Sichtweise einzuschüchtern oder aber es kamen Schüler aus oberen Klassenstufen, die mich an den Armen packten, wegtrugen und dann in einem großen Kreis hin und herschubsten.
Was die schulischen Leistungen angeht, wurde es ab der 5. Klasse schwieriger. Zwar hatte ich noch Spaß und Freude an Fächern wie englich und Geschichte, aber ich war nicht gut. Meine Mappen waren unordentlich und schlecht geplfegt, meine Noten wurden schlechter und ich vergaß immer öfter die Hausaufgaben. Das war nichtmal Absicht, denn ich vergaß sie wirklich. Erst am nächsten Tag viel auf, dass wir noch Hausaufgaben auf hatten. Und ja, ich hatte ein Hausaufgabenheft, um die jeweiligen AUfgaben dort zu notieren. Nur vergaß ich auch, es zu führen.:downcast_face_with_sweat:
Am Unterrichtsstoff hatte ich noch freude und Interesse, aber die Schule slebst bereitete mir immer mehr Unbehagen und so tat ich immer öfter so, als wäre ich Krank, nur um nicht hinzumüssen. Allein der Gedanke in die Schule zu müssen, war furchtbar.
Nachtrag zum Thema Hausaufgaben: Anfangs machte ich sie noch mehr oder weniger. Wenn meine Eltern mir dabei halfen, gab es oft Ärger, weil ich nicht so arbeitete, wie sie es sich vorstellten. Meine Mutter wurde oft ungeduldig und ich nehme an, sie hatte selbst Probleme mit der Impulskontrolle, denn oft schlug sie nach einer ganzen Zeit zu. Das trug auch dazu bei, dass ich Hausaufgaben vor mich herschob oder heimlich nachts bzw. sehr früh morgens machte. Und irgendwann kaum noch.
Neben dem Problem im sozialen Bereich und meiner schlechten Impulskontrolle träumte ich oft im Unterricht, sebst wenn ich glaubte dem Unterricht zu folgen. Irgendwann wachte ich auf und stellte fest, dass ich gedanklich woanders war.
Meine Leistungen wurden von Jahr zu Jahr schlechter, aber dennoch habe ich es irgendwie geschafft, kein Jahr zu wiederholen.
In der 7. Klasse kamen neue Schüler in die Klasse, einer davon wurde mein Sitznachbar mit dem ich mich ganz gut verstand, aber nach der Schule haben wir uns dennoch nicht oft verabredet. Den zweiten neuen Mitschüler konnte ich nicht einordnen. Wir hatten uns zwar öfter verabredet, verbrachten Zeit auf dem Schulhof, aber er war nur nett zu mir, wenn eine bestimmte Gruppe, zu der er gehören schien, nicht anwesend war. Sobald die auftauchten, gingen er und dessen “Freunde” auf mich los. Aus heutiger Sicht würde ich das schon deutlich als Mobbing ansehen. Ich hatte ihn deswegen sogar mal angesperochen, als wir uns alleine getroffen hatten und auch gesagt, dass ich das nicht gut fand. Er versprach sogar Besserung, nur um mich beim nächsten Aufeinandertreffen genau damit zu verspotten. Ich glaube, er verließ die Schule ein Jahr später, und ich fühlte mich damals erleichtert.
Zwei weitere Schüler hatten einen großen Einfluss auf mich. Einer war aus einer anderen Stadt hinzugezogen, war sogar recht cool und hatte mich soweit ich mich erinnere nie wirklich böswillig geärgert. Nur scherzhaft aufgezogen. Ihn hatte ich mir auch zum VOrbild genommen, weil er irgendwie sofort mit allen Leuten klar kam, sofort Anschluss fand und wohl einer der “coolen” Leute war.
Der andere war eine Klassenstufe über mir und bekam wohl mit, dass ich eine Nintendo Konsole hatte. Plötzlich war er mein Freund und jede Woche da um zu zocken. Und er nahm mich mit in seine “Gruppe”, die mich aber alle nicht mochten und es auch zeigten. Trotzdem hatte er mir viele Dinge aus dem sozialen Bereich erklärt und was noch wichtiger war, es hielt mir morgens im Schulbus einen Platz frei, da er sehr früh einstieg. Ich hatte schon Angst vor dem Zeitpunkt, wenn er die Schule verlassen würde und ich dann das letzte Jahr an der Schule wieder den “Großen” im hinteren Ende des Busses ausgeliefert war.
In der Schule hatten mir verschiedene Lehrerwechsel zu schaffen gemacht. Meine Leistungen wurden schlechter, obwohl ich mich wirklich anstrengen wollte. Ich war sehr wissbegierig und stellte viele Fragen. Nur halt meist nicht zum jeweiligen Thema.
Meine Fehlzeiten verringerten sich sehr stark, weil ich mich in jenes besagte Mädchen verliebt hatte und möglichst viel Zeit in ihrer Nähe verbringen wollte. Auch wollte ich mich in der Schule verbessern, um vor ihr gut dazustehen.

Da vorgesehen war, dass ich meine Fachhochschulreife machen sollte, mussten meine Noten dementsprechend gut sein. Waren sie aber nicht. Es gab großen Ärger, aber ich erreichte den Notendurchschnitt nicht, der für die geplante weiterführende Schule vorgesehen war. Und so mussten meine Eltern in den sauren Apfel beißen und mich auf eine Privatschule schicken.
Ich hatte große Angst davor auf diese Schule zu kommen, zumal sie in einer größeren Stadt war. Aber die folgenden zwei Jahre waren die schönsten Jahre meiner Schulzeit. Trotz aller Probleme.
Gleich am ersten Tag verzweifelte ich an Englisch. WIr hatten tatsächlich einen irischen Englischlehrer und ich merkte, dass ich nichts wusste.
Es gab so viele unbekannte Gesichter, so viele schlaue Köpfe, und ich kam mir wirklich dumm vor. Auch dort gab es wieder Gruppen von Schülern und Schülerinnen, die sich mir gegenüber feindselig verhielten. Ein Mädchen lästerte über mein Aussehen, rief deutlich im Unterricht heraus, wie ekelhaft meine Körperbehaarung sei und wie fett ich doch sei. Unter anderem führte auch das dazu, dass ich eine ganze zeitlang von heute auf morgen aufhörte zu essen bzw. nur wenig aß. Dadurch verlor ich über 20 Kg und fühlte mich zum ersten Mal etwas wohler in meinem Körper. Ich hatte sogar Hoffnung eine Freundin zu finden, da ich nicht mehr fett war.
Ein unge lästerte ebenfalls oft über mich und eine zeitlang beschimpfte er mich, vermutlich wegen meines Verhaltens und meiner Interessen, als infantil. Das ärgerte mich solange, bis er damals in unserem EDV-Raum der Schule die Bildschirmschoner so einstellte, dass über jedem Bildschirm der Text “MamoChan ist infantil” lief. Die Wirkung war ganz anders als gedacht, da ich in einem klaren Moment die Ironie der Situation erkannte und ihn seitdem ignorieren konnte.
Was in diesen zwei Jahren aber wirklich von Bedeutung war, ich traf zwei der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ein Mädchen, das zu einer wirklich guten Freundin wurde. Die erste, die ich als echte Freundin bezeichnen konnte. Wir verbrachten fast jeden Tag zusammen, unternahmen viel gemeinsam und wir lernten zusammen. Durch sie lernte ich zu lernen. WIr trafen uns bei ihr und machten Hausaufgaben. Dadurch wurde ich kein Überflieger, meine Mathenote wurde nie besser als eine 3, aber ich schaffte den Abschluss aus eigener Kraft. Und ich hatte endlich Menschen gefunden, mit denen ich gerne Zeit verbrachte.
Der zweite wurde mein bester Freund. Zuerst hatte ich Angst vor ihm, aber er nahm mich sozusagen unter seine Fittiche. Oft hingen wir zu dritt herum, aber unternahmen auch oft zu zweit etwas. Er war größer und stärker als ich und er machte oft Sprüche und zog mich auf, aber im Gegensatz zu anderen Mitschülern von früher, war er dabei nicht gemein. Er war der zweite Mensch, den ich wirklich als echten Freund bezeichnen konnte. Selbst nach der Schulzeit blieben wir immer mehr oder weniger in Kontakt. Es ging soweit, dass ich vor ein paar Jahren sogar sein Trauzeuge sein durfte.
Diese beiden Menschen haben mich damals durch meine Schulzeit gebracht und mein Leben zum positiven verändert.
Als ich die Schule verließ, begann ich eine Ausbildung im elterlichen Betrieb. Und durch all die Dinge, die ich von meinen beiden Freunden im sozialen Bereichen gelernt hatte, war ich bereit, mich neuen Aufgaben zu stellen. Durch diese beiden Jahre schaffte ich es dann, später neue Menschen, darunter sogar meine Frau, kennenzulernen.
In der Berufsschule hingegen blieb ich Außenseiter. Ich verstand die Gruppendynamiken und Regeln nicht so wirklich und wollte eigentlich auch gar nicht Teil davon sein, weil es mirseltsam vorkam.
Fachlich war ich komplett unterfordert. Zum ersten Mal musste ich mich nicht anstrengen um eine Note 1 oder 2 zu erreichen, und so nahm ich die Berufsschule auch nicht besonders ernst. Stattdessen schrieb ich im Unterricht Kurzgeschichten oder Drehbücher.
Im Studium holten mich meine Probleme dann wieder ein. Zwar fand ich irgendwie Anschluss, aber nie “so richtig”. Ich war eher dabei als mittendrin. Da man sich dort komplett selbst organisieren musste, war ich völlig überfordert. Während andere sagten, dass sie für Klausuren nichtmal lernen mussten, hatte ich immense Probleme mich auf den SToff zu konzentrieren, Hausarbeiten zu machen, den Stoff zu sortieren oder den Vorlesungen zu folgen. AUch schaffte ich manche Prüfungen erst im dritten Anlauf. Bis mein Schwager mich dann überredete, das Studium abzubrechen.
Ja, das war so ziemlich meine Schulzeit.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel erzählen würde.

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Ich kann nicht genau sagen, wann ich angefangen habe zu masken, aber ich vermute davor:

Grundschule:

Ich hatte immer gute Noten. Mathe top! Deutsch…ok. Hausaufgaben musste ich vom Tagheim aus machen.

Mein Ziel: Ich muss studieren!

Ich hatte eine beste Freundin und der Rest zog irgendwie an mir vorbei. Ich hab hart auf die soziale Hackordnung geachtet und wenn Lehrer/Autoritäten gesagt haben “Spring.”, hab ich nur gefragt, “Wie hoch?”. Ich hab mich regelmäßig geprügelt, damit anderen wissen, dass ich stark bin und man sich nicht mit mir anlegt. (Ging -wie alles andere- in dieser abgefuckten Schule unterm Radar durch). Mir war jeden Morgen schlecht vor Angst in die Schule zu gehen.

Gymnasium:

Die 5.Klasse musste ich gleich wiederholen. Neue Schule, neue Menschen, andere Fächer? I don’t think so!

Da habe ich zu dem Wunsch zu Studieren die nächsten Motivation bekommen: Katastrophale Versagensängste. Ich bin verantwortlich dafür, dass sich niemand ärgert und ich nicht auffalle.

Weiterhin wird immer auf Hackordnung geachtet. Ich prügel mich nicht mehr, weil ich ja ein Mädchen darstellen muss. Ich habe eine kleine feste Freundesgruppe.

Sobald ich in einem Fach lernen muss sinken die Noten, werden aber durch die Fächer ausgeglichen, bei denen ich’s nicht muss.

Hausaufgaben, genau wie Lernen, sind ein Alptraum. Ich kann’s einfach nicht. Deutsch löst Mathe ab, als die Rechtschreibung nicht mehr zählt und ich in Mathe hätte lernen müssen. Trotzdem unter jedem Text: “Schöner, kreativer Text. Aber Rechtschreibung existiert!!!” Ich werde Mathe immer lieben und jetzt hole ich es mir zurück: Ohne Druck, Zwang und Angst!

Das Jahr vor dem Abitur war eine Form von Hölle. Meine Mutter hat mir irgendwann die Lehrbücher weggenommen, weil ich absolut abgedreht bin ohne wirklich etwas zu lernen. Ich war völlig fertig.

Guter ABI-Schnitt.

Und jetzt bin ich frei! Gehe als Aupair nach Neuseeland, dann studier ich!!!

Netter Versuch!

In Wirklichkeit bin ich nach einem Jahr völlig zusammen gebrochen. Ich glaube, ich konnte einfach nicht Masken, mir selbst Struktur geben und mein Sozialleben organisieren.

Ich hab Schulsport so sehr gehasst, dass es 17 Jahre gedauert hat bis ich erkannt hab, dass ich Sport liebe, wenn ich so den sozialen Aspekt und den Ehrgeiz weglasse.

Dieser Thread hat therapeutische Wirkung. Das auskotzen hilft.

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