Was ist denn dein Problem bzw. was stört dich bei deinen Medikamente?
Was nimmst du?
Als ich in 2024 mit Methylfinidat Al gestartet bin war das schon irgendwie:
oh was ist das, ich war so wie von dir quasi beschrieben, weil schlagartig wie auf Knopfdruck war ich quasi so sortiert, strukturiert, „erholt“ wie nach 4 Wochen Urlaub, habs freitags das erste mal genommen, ich hab beim Zumba keinen Sprachdurchfall mehr gehabt (Sprechzwang wo gnadenlos jeder Mist der durch das Gehirn läuft sofort ausgespuckt/ausgesprochen wird nur um was gesagt zu haben und einfach nicht aufhören können - krankhaft zwanghaft), ich bin dort weder nervig noch unangenehm aufgefallen, aber meine Überlegungen sind schlecht verlaufen. Alles was ich automatisch über 7 Jahre Sumba gelernt hatte konnte ich nicht mehr abrufen, körperlich war ich faktisch in den Beinen nicht mehr so kraftvoll und schnell wie ohne. Hat bestimmt 1/2 Jahr gedauert, die Impulsivität war komplett weg, dieses ständig 60 Dinge gleichzeitig machen oder max 2 min zu sitzen und dann wieder aufspringen war weg, ich hab nicht mehr irgendwas liegen lassen oder ständig nach allem suchen müssen was ich eben noch in der Hand hatte und irgendwo in der Wohnung beim gehen oder vorbeigehen hingelegt/ eingeräumt habe und dadurch ohne Medi nicht mehr wiedergefunden hatte. Ostern war mit meinen Eltern super, angenehm und völlig entspannt, ich hatte aber plötzlich ein Zeitproblem weil ich mit der Einnahme kein Zeitgefühl mehr hatte, weil sich meine Aktionsgeschwindigkeit/ Ausführungsgeschwindigkeit verändert hatte passte die geschätze/ eingeplante Zeit einfach nicht mehr (ich nenne das mein Raumzeitgefüge) hat überhaupt nicht mehr funktioniert. Ich war immer zu spät - gnadenlos selbst mit 2 std Puffer, dochauf kurzen strecken machte mir Autofahren wieder Spaß.
Nach Ostern hab ich einen Knoten bei meiner Katze gefühlt und zum Tierarzt → ich war besorgt aber klar, keine Panikattcke, ich wurde nicht gereizt, ich wurde auch nicht agressiv und hab auch nicht Tag geträumt obwohl ich mir Sorgen machte und Szenarien durchgespielt habe. Einen Tag später ging es zur Tierklinik, klar angespannt aber klar, nicht panisch, nicht hysterisch und da viel mir das erste mal auf, das mir die Autofahrt zur Klinik sehr leicht gefallen war. Ne Strecke von 100km auf der Autobahn und viele Autobahnkreuze - wow Autofahren kann so leicht, so unanstrengend sein, plötzlich fand ich es nicht extrem schwer die Fahrgeschwindigkeiten und die Abständen der anderen Verkehrsteilnehmer einzuschätzen oder einzuordnen. Ich dachte wieder zu Hause. wow so schön, so angenehm, so viel Spaß hatte mir Autofahren lange nicht mehr gemacht. Meine Mutter hatte schon viele Jahre ‚behauptet‘ ich wäre immer so gerne Auto gefahren und hätte immer so viel Spaß daran gefunden. Das war über 20 Jahre weg und Autofahren war Horror, Extremleistung wie 3 Marathons hintereinander - plötzlich war die Erinnerung da und fahre seit dem wieder gerne Auto. Auch der Befund in der Klinik, am nächsten Tag die große Op waren anfespannt aber ich hab mich nicht in den Panikschleifen hochgeschraubt bis in mega Panikattcken, ich konnte mich auch am Tag der Op ablenken, zum Sport und nicht diese extreme Schwermut die dich zu Boden zwingt weil sie sich mit den Panikattcken auf dich legt als würde sich das Gewicht eines Flugzeugs Airbus A380 auf dich legen um dir alle Kraft Energie und Lebensmut zu rauben. Ohne Medis ich wäre durchgedreht und wäre wahrscheinlich jeden Menschen in meiner Nähe hart angegangen, hätte auch sein können das ich vor Depressionen mich einfach zum Sterben ins Bett gelegt hätte und wäre nicht mehr aufgestanden.
Ich will jetzt nicht noch mehr zu dem Thema schreiben aber der Weg ging über 1 Jahr. Achso in der Uni konnte ich die Klappe halten statt ständig reinzubrüllen, war sehr konzentriert, hatte ein Chaos und keine Überforderung im Kopf und hab dort kein Chaos verbreitet, keine Konflikte gehabt etc.
Die Noten sind trotz Chemo und verschlechternden Verlauf meiner Katze (War ein und alles - niemand war mir jemals näher oder auch nur ansatzweise so wichtig) plötzlich die Klausuren mit 1 geschrieben statt 2- weil ich nichts mehr beim Lesen der Aufgabenstellung falsch verstanden habe oder verwechselt habe Das hat mich oft geärgert das ich oft über die Note enttäuscht war und wenn ich meine abgegebenen Aufgaben zu Hause in Ruhe durchgelesen habe, wie ich so einen Blödsinn schreiben kann, wie konnten mir gewisse Fehler unterlaufen, wie konnte es geschehen das ich vieles einfach nicht aufgezählt oder erwähnt habe… War ich abgestresst zur Klausr wegen Zugverspätung oder sehr abgehetzt aber pünktlich in die Klausur wurde es echt wild, wo ich oft dachte, wie kann dir sowas passieren, du bist doch so alt, da mußt du es doch auf die Kette kriegen dich in der Klausur zu konzentrieren und mal kurz nur das wesentliche schreiben. Ohne Medis hatte ich immer Romane geschrieben um ja alles erwähnt und mit reingepakt zu haben, damit ich möglichst alle Punkte mitnehmen kann und nicht zu viele verliere. Mit Medis war das weg.
Dann gabs Ritalin weil das andere mal nicht lieferbar war und hatte viel viel weniger Nebenwirkungen, wie beim Al. Beim Al waren aber eh die Erlebnisse/Erfahrungen die alle Nachteile überstrahlten bzw. die ich in Kauf nehme bzw. wo mir klar ist du nimmst ein BTM das hat halt eine ganze Weile auch Nebenwirkungen. Das war ok. Dann gab es Ende Oktober Corona und ab da ging es bei mir stark abwärts mit Long Covid und es gab ganz schwere Depressionen, die über Weihnachten so eskalierten, daß ich das Ritalin von der Dosis halbierte was gegen die Depressionen half aber die Ergebnisse waren deutlich schlechter so das ich dann im Februar 2025 nach den Klausuren und dem Durchfallen durch alle Klausuren (vorher noch nie durch eine Klausur gefallen) einen Wechsel auf Elvanse vollzog.
Damit bin ich aber innerlich von 10 Monaten nicht wirklich zurecht gekommen und das Jahr war aus meiner Sicht mit allen Pflichten und allem was ich tat eine Vollkatastrophe so daß ich Elvanse Anfang Dezember absetzte und mit Microdosen Ritalin versuchte die extreme Müdigkeit und Erschöpfung ohne Stimulanz abzufedern. Da es psychisch mit Elvanse ne Katastrophe war war auch Ritalin in Microdosen überhaupt nicht förderlich und ich hab dann irgendwann alles weggelassen.
Wenn versuche ich es noch mal mit Microdosen Ritalin bei mir scheint doch weniger mehr zu sein, obwohl mich auch Maximaldosierungen nicht umhauen, aber geringer bringt mehr Vorteil.
Achso im Jnli 2024 hatte ich gegen Prokrastination und Ritalin eine Lösung suchte und Medikinet verordnet bekam. Davon bekam ich nur Benehmens und Verhaltenstourette, ich war nur agro und ständig genervt im Rebound und zwischen den Wirkphsen der beiden wo die soforfreisetzende Dosis ausklingt und die verzögert freisetzende Dosis anflutet war es viel leichter wie im Rebound doch das war ich so nicht, so war ich auch nie und nach 1 Woche war klar das Medikinet und ich überhaupt nicht zusammenpassen.
Aber so wie du deinen Text gewählt hast könnte ich mir folgende Möglichkeiten vorstellen, das du so fragst
Du hast die richtige Dosis noch nicht gefunden, du hast ggf. nicht das richtige Medikament vom richtigen Herstellers gefunden.
Selbst wenn Generika von Ritalin oder Concerta alle gleichen wirken sollen tuen sie das nicht unbedingt weil schon jeder hersteller ein etwas abweichendes Retardierungsverfahren verwende, das kann sein, daß er wegen günstigerer Preise nicht ganz so feine Waagen in den Maschinen hat die z.B. nur 6 statt 8 stellen hinter dem Komma eines Grammes abwiegen, weil es günstiger ist in der Beschaffung, es kann sein, das er bewußt bei 5 oder 10% Abweichung den Wirkstoff verringert weil es erlaubt ist, das ja auch so schriftlich geregelt hat und explizit lt. Tolleranz darf und Geld einspart, er kann andere Trägersubstanzen verwenden oder andere Trägersubstanzkombinationen verwenden, die in deinem Körper so nicht ausreichend genug metabolisiert werden kann oder falls es zu viel ist du zu gut metabolisierst, der Körper einige Trägersubstanzen nich gut verträgt oder noch andere Möglichkeiten. Ich empfinde ob bei Stimulanzien oder anderen Medikamenten große Unterschiede bei Wirkung und Verträglichkeit bei Medikamenten. Fa. Heumann bin ich spannenderweise bisher auf jedes Medikament hochallergisch gewesen