Ich bin mit 39 mit ADHS diagnostiziert worden. Vieles ergibt jetzt Sinn. Aktuell höre ich wieder vermehrt von meinem Mann und meiner Mutter folgendes: Du nimmst alles so persönlich, man kann dir gar nichts sagen (mangelnde Kritikfähigkeit), ich muss bei dir so aufpassen, was ich sage… Diese Sätze höre ich so oder so ähnlich schon mein ganzes Leben lang.
Nun habe ich mich gefragt, ob das mit ADHS zusammenhängen kann? Ich lese immer wieder von RSD und finde mich da voll wieder.
Ich reagiere bei Ablehnung / Kritik sehr stark, fühle mich als ganzer Mensch in Frage gestellt, empfinde es als geradezu vernichtend kritisiert zu werden und reagiere sehr oft mit Wut. Diese Wut ist wie eine Lawine, die über mich hinweg rollt. Ich bin dieser Lawine komplett ausgeliefert und kann nichts dagegen tun, geschweige denn sie aufzuhalten.
Was kann man da machen? Zum einen gegen die Wut, zum anderen würde ich gerne verstehen, inwieweit meine nicht Kritikfähigkeit bzw. dieses “auf Zehenspitzen um mich herum laufen" mit ADHS zu tun hat.
Eigentlich hast du dir, ob es mit ADHS zusammenhängt, ja bereits selber erklärt 
Hier gibts einiges dazu zu lesen, falls du magst.
https://www.adxs.org/de/page/44/rejection-sensitivity-kraenkbarkeit-angst-vor-zurueckweisung-als-spezifisches-adhs-symptom#content-1-rejection-sensitivity-rs
Über Jahre antrainierte ungünstige Verhaltensmuster wird man leider nicht so leicht wieder los.
Manchen hilft bereits das Verständnis darum, mit der Zeit etwas daran zu verbessern. Ansonsten würden sich Mindfulness-basierte Strategien und allgemein Verhaltenstherapie anbieten.
Das Umfeld könnte man auch darüber aufklären, damit es verstehen lernt, woher es kommt und was es vielleicht selbst verbessern könnte.
Wird Kritik ein wenig sanfter und konstruktiver formuliert, kann der Ausgang einer Situation schon wesentlich entspannter und weniger triggernd sein.
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Das hängt mit ADHS zusammen, geht mir genau so.
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Mir geht es genauso, allerdings fast nur bei Menschen die mir etwas bedeuten.
Aber da kann es schon extrem sein. Schon eine Kleinigkeit und ich Stelle meine gesamtes Leben und meine Existenz in Frage.
Und umgekehrt kann ich mit Lob auch überhaupt nicht umgehen.
Das ist mir so extrem unangenehm. Ich denk mir immer, ich hab nur Glück gehabt, oder so gut war/bin ich gar nicht. Würden die mich besser kennen, dann würden die das nicht sagen…
Ich kann also weder Lob noch Kritik ab 
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das wutproblem habe ich auch ganz massiv, ich kann das super gut nachvollziehen.
bist du schon auf medikamente eingestellt ? das hat es bei mir um einiges besser gemacht. wenn ich allerdings meine periode habe… da wirken die medis so gut wie gar nicht und ich bin ein monster. ein falsches wort und mich überrollt eine unbändige wut, die so krass ist, dass ich am liebsten irgendwas kaputt machen will. das gefühl ist so stark, dass meine welt einmal gefühlt zusammenbricht und ich gar nicht weiß warum.
so schnell wie das bei mir hochsteigt, so schnell ist es auch wieder bei mir vorbei. die erfahrung habe ich in den letzten jahren gemacht.
also das kann nach 10 minuten wieder weg sein.
daher mein tipp an dich : aus der situation rausgehen und dich abreagieren. sprich dich mit meinem mann und deiner mutter ab und bitte sie, dir zu helfen, dass du kurzzeitig ganz aus der situation rausgehen kannst.
mir hilft dann tatsächlich die treppen hoch runter rennen oder irgendwie kniebeugen machen. nach 10 minuten ist alles wieder okay und ich frage mich, wieso ich SO ausgerastet bin. ich hoffe ch konnte dir etwas helfen 
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