Zeitblindheit von KI erklärt

Ich stelle mal die Theorie in den Raum, dass Zeitblindheit häufig zusammen mit ADHS vorkommt, aber nicht muss - sowie Legasthenie oder Autismus vielleicht.

Ich hab nämlich ein total gutes intuitives Zeitgefühl, weiß z.B. ungefähr wie spät es ist, wenn ich nachts aufwache und auch wie lange ich irgendetwas schon mache, oder wie lange etwas dauert. Eine meiner Schwestern hat eine ausgeprägte Zeitblindheit, aber sonst keine ADHS-Symptome.

Dafür bin ich völlig orientierungsfrei, was ja auch nicht allen ADHSlern so geht.

Es gibt wahrscheinlich ziemlich viele Neurodivergenzregler, die ADHS verstärken/ abschwächen können.

Genau deswegen denke ich, weil die ADHS nicht Ursache der Zeitblindheit ist. Meine Orientierung wird mit Medis auch nicht besser und Legasthenie bestimmt auch nicht :thinking:

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Kann schon sein, weil ADHS ja nichts Homogenes ist, aber was ist mit dem Striatal-Beat-Frequency Defizit?

Könnte das vielleicht etwas mit Besonderheiten der Gedächtnisfunktionen zu tun haben? Ich bin darauf gekommen, weil wir es neulich von kosmologischen Fragen hatten im sinne von „was war vor dem Urknall?“, also ein klassiker, nichts bahnbrechendes. Achtung, wird etwas länger:

Meistens denken wir Zeit im Alltag als eine Art Gerade, die unabhängig von allem anderen verläuft. Wir handhaben es auch so mit Uhren, Kalendern usw. Diese Vorstellung führt natürlich zu „Was war vorher?“, weil man gedanklich immer weiter auf der Gerade zurückgehen will.

Physikalisch gesehen kann es aber sogar sinnvoller sein, sich Zeit als etwas vorzustellen, was erst durch Wechselwirkung überhaupt erst geschaffen wird. Ganz vereinfacht ausgedrückt: Wenn die Welt stillsteht, keine Thermodynamik passiert, kein Energieaustausch etc., entsteht und vergeht auch keine Zeit. Das gilt auch für Quantenmechanik, jede elektromagnetische Wechselwirkung, aber von Thermodynamik haben viele eine gewisse Vorstellung. Michael Ende ist mit seinem Bild der STundenblumen eigentlich gar nicht so weit davon entfernt.

Das lässt sich auch auf das Zeiterleben übertragen. Wenn in einem Lebensabschnitt wenig unterschiedliches passiert ist, fühlt es sich eher so an, als wäre weniger Zeit vergangen. Wenn viel neues passiert ist, fühlt es sich nach mehr an. Vielleicht kommt es uns mit zunehmendem Alter deswegen so vor, als ob Zeit dann schneller vergeht. Es waren laut Kalender schon wieder verdammte fünf Jahre, hat sich aber nach deutlich weniger angefühlt.

Wenn ich bedingt durch Gedächtnisbesonderheiten vieles wieder vergesse bzw. es nicht im Langzeitgedächtnis registriert wird, fühlen sich mehrere Stunden deswegen vielleicht an wie ein kurzer Augenblick. Selbst ohne diesen Gedächtnisfaktor passiert ja bei einer Hyperfokusbeschäftigung oft nicht so viel neues. Man ist total gebannt in einer repetitiven Tätigkeit, aber es passiert nicht viel unterschiedliches aus Sicht der eigenen verengten Aufmerksamkeit. Dann existiert ja nur die Aufgabe und die restliche Welt ist ausgeblendet.

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tut das not das ihr die ressourcenverschleudernden sprachmodelle benutzt wenn ihr auf auch wissenschaftliche texte zurückgreifen könntet?

übrigens : alles was mit aufmerksamkeit und arbeitsspeicher zu tun wird bei mir verbessert : Haltung, Schriftbild(digital und handschriftlich) Kopfrechnung und bildluche Vorstellung , vorrauschauung.

Sehr interessant zb bei Bewegung : Wenn die Bewegung flüssig und konzentriert ist vergeht die Zeit wesentlich weniger schnell. Einfach wahrscheinlich weil alles im Blick ist. Wenn Aufmerksamkeit und Konz. gering ist die Zeit sehr schnell vorbei und gleichzeitig kann ich aber auch nicht schnell bewegen. Das geht im Videospiel genauso wie auf der strasse.

Ja, das tut Not, wenn man gar nicht weiß, welche wissenschaftlichen Texte relevant sind und wo man die findet. In dem Fall schone ich meine eigenen Ressourcen.

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Das ist ne scheinsicherheit weil die Richtigkeit bei Sprachmodellen bei 50% liegen. Es ist halt nur ein Zufallsgenerator das sich an überall geklauten texte und bilddateien bedient .

research.net ist ein gutes portal zum Beispiel

darüber habe ich gleich

https://escholarship.org/uc/item/6f06874q gefunden.

Wieso greifst du mich eigentlich an?

Es steht dir doch völlig frei, deine Recherchen auf deine Art zu machen.

Und zum eigentlichen Thema möchtest du dich noch äußern?

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Also, auch auf die Gefahr dich enttäuschen zu müssen, aber leider taugt diese Studie gar nix. Das erste was ich mir anschaue ist immer die Methodik und so wie die daher kommt ist sie schlicht unseriös.

Ich sehe es durchaus als Gefahr, dass es nicht für jeden möglich ist eine Studie entsprechend zu werten. Dein Beispiel zeigt das ja sehr deutlich.

Wenn eine KI ordentlich geprompted ist könnte sie helfen eine Studie „zu zerlegen“, das wäre eine sinnvolle Anwendung, bei der die Chancen besser stehen dürften, als bei einem Münzwurf.

(Ich nutze KI übrigens gar nicht, nur so am Rande, nicht dass es heißt hier schreiben nur KI Lover und man hätte keine Chance.)

Ach ja und back to topic: Zeitwahrnehmung ist für mich auch schwer, ich habe mir mehr so „aus Versehen“ Strategien dazu angeeignet.

Dinge wie Abwasch sind für mich zum Beispiel vom Zeitaufwand schwer einzuschätzen und daher noch schwieriger im Angang. Inzwischen habe ich mir Hörbuch anmachen dazu angewöhnt und weiß in etwa wieviel ich davon hören werde (meist etwa 1 Stunde) bis ich fertig bin. Das macht es mir insgesamt leichter zu Tun, was eben getan sein will ab und an. :sweat_smile:

Je nach dem was ich tue habe ich durch Musik, Hörbuch oder Film verschiedene Möglichkeiten über deren Länge Zeit für mich sichtbarer zu machen.

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