Zusammenhang zwischen Schlaf und Konzentration/Gesundheit

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe an mir mal wieder eine Feststellung gemacht und möchte diese mit euch teilen bzw. erfahren, ob diese Erfahrung auch schon andere gemacht haben.

Und zwar ist mir jetzt wieder aufgefallen (und auch schon in der Vergangenheit vor meiner Diagnose), dass ich bei weniger oder flacherem Schlaf als üblich (normalerweise schlafe ich mind. 8 - 9 Std.) deutlich konzentrierter bin und auch meine innere Unruhe deutlich zurück geht.
Darunter leiden wiederum andere Belange. Meine Haut/Augen sind tendenziell trockener, ich bekomme vermehrt Pickel im Gesichts- und Rückenbereich, habe ein Spannungsgefühl auf der Haut etc.

Das Gegenteil habe bzw. kann ich genauso beobachten: Liege ich mal mehrere Tage mehr als 9 Stunden im Bett wirkt sich das sehr positiv auf mein Hautbild und die oben genannten Faktoren aus, hingegen fühle ich mich dumpf/unkonzentriert/vergesslich. Hier komme ich dann ohne Medis eigentlich überhaupt nicht klar.
Ähnliches habe ich auch festgestellt als ich mich komplett histaminfrei/-arm ernährt hab. Körperlich habe ich mich super gefühlt und hatte tolle Haut etc., kognitiv jedoch ging quasi gar nichts und ich habe mich im Kopf total leer gefühlt.

Eigentlich hätte ich angenommen, dass sich mit ausreichend Schlaf sowohl Konzentration als auch die anderen körperlichen Belange bessern sollten. Bei mir wirkt das nur irgendwie gegenläufig. Was für das eine gut ist, scheint für das andere eben kontraproduktiv.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann sich das jemand erklären, warum sich das in der Form auswirkt?

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Ich erfahre das so ähnlich wie Du. Glaube ich jedenfalls: Kommt mir vor, als hätte ich in den Phasen mit wenig Schlaf deutlich viel mehr geschafft - und nicht nur, weil ganz platt mehr wache Zeit zur Verfügung war.

Eine Parallele habe ich bisher nur darin gesehen, dass Schlafentzug ja zuweilen auch immer noch gegen Depressionen eingesetzt wird. Vieles ist wohl noch unerforscht, aber hier stehen ein paar m.E. einleuchtende Zusammenhänge zwischen REM-Phasen und Dopamin:

„… wirkt antidepressiv, ebenso wie ein selektiver Entzug des REM-Schlafs. Die depressionsfördernde Wirkung dieser [REM] Schlafphase hängt vermutlich damit zusammen, dass stimmungssenkende Neurotransmitter wie Acetylcholin in dieser Phase vermehrt freigesetzt werden, während die Konzentration der für positive Stimmung charakteristischen Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin besonders niedrig …“

Vereinfacht also : weniger REM → Verkürzung der Phase mit besonders niedrigem Dopamin?

Ich habe ernsthaft auch wieder angefangen, kürzer zu schlafen. Eine Dauerlösung sehe ich darin aber nicht. Ich hatte schon den Eindruck, dass lange Jahre voll kurzer Nächte auf die Infrastruktur gingen und Lochfraß auf der Festplatte begünstigen. Also vermutlich immer mal wieder einen Winterschlaf zum Defragmentieren einschieben und Balance suchen?

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Bei mir persönlich ist es leider umgekehrt, wenn ich nicht Minimum meine 9 Std. Schlaf habe gehe ich auf den Felgen.

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@Elementary

Danke für die Infos, das wusste ich so tatsächlich noch nicht.

Ich habe dahingehend im Internet Quellen gefunden, die beschreiben, dass zu langer Schlaf auch den Hormonhaushalt und andere Dinge durcheinander bringen kann.

Vielleicht ist es auch eine höhere Konzentration an Cortisol und Noradrenalin, welche durch den verkürzten Schlaf vorhanden ist und man sich dadurch besser fühlt

Ich probiere das jetzt doch aber auch noch einmal aus, auch wenn ich mit Einbußen in punkto Hautbild etc. rechnen muss.

Was am Ende die bessere Wahl ist, langer Schlaf und vermehrt Medikamente oder verkürzter Schlaf und dadurch eine grundlegend höhere Konzentration ist die große Frage :sweat_smile:

@AbrissBirne

Das war bei mir gefühlsmäßig auch lange so und ich merke auch, dass ich mit weniger Schlaf dem körperlichen Empfinden nach zu wenig Schlaf habe, aber halt kognitiv fitter unterwegs bin.

Kurioserweise war bei mir auch nach meiner Corona Impfung ein ähnliches Empfinden:

Ich hatte extreme Gliederschmerzen und war total schlapp aber kognitiv war ich total fit, fast wie wenn ich Medis genommen hätte.

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Bedeutet für mich das ich mich zeitlebens mit wenig Schlaf selbst therapiert halben könnte. War immer der 4-4,5std Schläfer. Unter Stress auch gerne mal 36std am Stück wach, 2std Schlaf und dann nochmal 24std wach. Und dann ein langer 6std-Schlaf…
Schaffe es erst durch MPH 6-8std am Stück zu schlafen.
Hautbild ist gut, aber ggf. könnte meine Adipositas etwas mit den Hormonen zu tun haben? Hmmm…

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Ui, das liest sich ja schlimm, wenn es einen Zusammenhang gibt.
Denn ich habe gefühlt viel zu viel REM durch ein Medikament.
Bin Nachts nur am Träumen und wache jeden Morgen aus einem erinnerbaren Traum auf.
Ich empfinde es auch so, dass wenn ich nur ca. 4-5 Stunden schlafe, geistig fitter bin.

Habt ihr das auch, besonders wenn ihr am Tage schlaft?
Ich fühle mich dann weniger zerschlagen und matschig und depressiv, bin ausgeruhter als beim Nachtschlaf.

Gegen Acetylcholin gibt es doch diese Schleimlöser-Brausetsbletten ASS Akut.
Soll auch gegen Depressionen helfen.
Nicht verwechsen mit Aspirin.

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@Hypoborea
Träumen kann ich nur im Halbschlaf. Wenn ich meine Atemmaske (Schlafapnoe) aufsetze, drehe ich mich um, der Schalter fällt, dunkel, bubu, Wecker, wach.

Früher hatte ich es jahrelang das mein Körper gegen den Schlafmangel rebelliert hat und mich dann wortwörtlich ganze Nachmittage ausgeknockt hat und ich dann nach 5-6std stark zermatscht aber komplett fit und geistig rege aufgestanden bin.

Für mich ist das Thema Schlafen ja eigentlich eh schon immer problematisch, heisst entweder kann ich nur schwer einschlafen und nicht durchschlafen, oder ich schlafe gut ein aber kann trotzdem nicht durchschlafen.
Heisst oft quäle ich mich damit das ich denke „Gottfriedstutz jetzt schlafe doch einfach mal durch!“, aber nein fast jede Nacht das selbe mühsame Schauspiel. Meist kann ich erst nach mehreren Nächten des abquälens dann mal eine Nacht richtig gut schlafen, heisst durchschlafen ohne unterbruch.
Was mir auch aufgefallen ist, ist das ich am Tag besser schlafen kann, zwar kürzer, dafür schlafe ich dann aber wie ein Stein.
Von dem her muss ich Dir Recht geben @Trumppy , dass nicht die Länge des Schlafs die Qualität ausmacht, sondern eben ob man sich danach frisch und erholt fühlt.

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Hey @Dokma ich habe im Netz mal aufgeschnappt, dass kurzer Schlaf dazu führt, dass wir zunehmen. Könnte da ein Zusammenhang bestehen?

Schau mal, habs gefunden:
Epidemiologie: Warum Schlafmangel dick macht.

Was???, also doch lieber lange schlafen?.
Naja es gibt ja so Bücher „abnehmen im Schlaf“. :joy:

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Also ich habe jetzt zwar erst eine Nacht getestet, aber muss sagen dass es sich heute morgen bis gerade eben echt super angefühlt hat und ich auch sehr gut ohne Medis klar gekommen bin.

Bin um 23 Uhr ins Bett und bereits um 6.45 aufgewacht. Wecker war eigentlich auf 7.15 gestellt. Dachte mir dann ich stehe einfach auf.

So ein leichter innerer Druck war noch da aber total aushaltbar. Ich empfinde es auch so, dass mein Riech-/ und Geschmacksvermögen und generell keine Laune deutlich besser ist.

Nachdem ich jetzt gerade ein Mittagsloch hatte und heute ja keine Medikamente genommen habe, dachte ich ich trinke mal einen Kaffee. Dazu habe ich noch einen 20 minütigen Nap gemacht.
Das Ergebnis: körperlich fühle ich mich wieder sehr gut, aber kognitiv bin ich eher wieder leer. Der Kaffee und der Mittagschlaf haben die gegenteilige Wirkung gebracht, die ich eigentlich erhofft habe. Kennt das auch jemand ?:sweat_smile:

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Ein Freund mit leichter Symptomatik hat mir mal empfohlen Kaffee vor dem Einschlafen zu trinken, weil er sich dann besser auf das Einschlafen konzentrieren kann. :thinking:
Hab es 2 mal veruscht und es hat bisher ganz gut geklappt.

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asdasda