1-Monat-Aussetzen sei laut Psychiater bei LDX Pflicht - Stimmt das?

Hallo zusammen,

TL;DR für die Kernangelegenheit: Psychiater behauptet, dass Stimulanzmedikamente wie LDX für mindestens einen Monat im Jahr ausgesetzt werden müssen - dass das Vorschrift sei und die Versicherung negative Konsequenzen veranlassen kann, wenn das nachweislich nicht eingehalten wird.
Allerdings deutet für mich nichts darauf hin, dass das stimmt und ich möchte dahingehend diese Community um Rat und um Wissen fragen, damit ich nichts übersehe und aufgeklärt bin.


Kurzer Vortext - das eigentliche Thema bezieht sich auf eine spezifische Aussage meines Psychiaters.

Ich bin vor einer Woche bei meinem Psychiater gewesen und hatte einige Fragen wegen Nebenwirkungen - oder sind das anderer Ursachen, weswegen ich Probleme hatte? - mit meinem Medikament.

Allerdings hat er mir keine wirkliche Antwort auf die Fragen gegeben, die ich gestellt habe, obwohl ich aus meiner Sicht relativ klar ausgedrückt habe, worum es mir ging. Das ist übrigens ein Thema, was einen eigenen Thread verdient.

Jedenfalls hat er dann, scheinbar beiläufig, mich dazu gefragt, ob ich das Medikament, wie er anfangs empfohlen hat, jedes Wochenende für 2 Tage auslasse. Das habe ich verneint, mit der Begründung, dass sowohl bei LDX, als auch bei MPH, was er mir davor verschrieben hat (und deutlich mehr Probleme verursacht hat), bei Auslassen richtige Abstürze hatte.

Er meinte dann, dass dieses Auslassen Suchtprävention wäre und hat sich dann sehr auf das Thema Sucht gestützt, als ob das mein Hauptanliegen wäre; gefühlt schien ihm das wichtiger zu sein, als das, worum es mir ging.
Die Aussage “Das, was sie da nehmen, das ist eine Droge, verstehen Sie? Wie das, was Sie auch auf der Straße kriegen” (So hat er das betont; die Aussage kam in der Vergangenheit von ihm schonmal) klang so, als ob er mir damit Angst und Gewissensbisse machen wollte, weil ich das Medikament so einnehme, wie ich es tue - statt Pausen zu machen, nehme ich es durchgehend ein.
Diese Aussage habe ich nicht wirklich beachtet, weil die Medizin mittlerweile hinsichtlich Forschung keine wirklichen Indizien dafür hat, dass Lisdexamphetamin Suchterscheinungen hervorrufen kann - zudem ich auch nicht wirklich mich süchtig fühle.

Abhängig ja - das ist ja auch der Rollstuhlfahrer von seinem Rollstuhl - aber nicht süchtig, denn ich nehme seit Monaten die gleiche Dosis, die bei mir relativ gut wirkt.

Er meinte auch, dass diese Pausen, die er mir vorgeschlagen hat, mit seinen hundert anderen Patienten auch macht, von denen 90% mit der Pause zufrieden sind. Schön und gut für diese Patienten, sicherlich.

Was er danach gesagt hat, hat allerdings bei mir starke Zweifel an seiner Aussage oder seinem Wissensstand geweckt.
Er meinte, dass es wohl eine Vorschrift wäre, mindestens einen Monat lang Stimulanzmedikamente - egal ob einen Monat am Stück, oder in individuelle Tage aufgeteilt - auszusetzen.
Dass er oder ich von der Kasse Ärger bekämen, wenn er mir das Medikament verschreibt, ohne dass ich diese vorgeschriebene Pause einhalte.
Dass er das jetzt erstmal so notiert hatte und wir dann weitersehen müssten, ich es schlussendlich für mich entscheiden muss, aber er dann keine Verantwortung trägt, wenn die Kasse etwas verweigert.

Ich habe dazu hier auf dem Forum, auf der ADxS-Hauptseite und im Internet zum Thema BtM-Regelungen, Zulassungen von Lisdexamfetamin-ratiopharm (mein Medikament) und dazu, wie die Techniker Krankenkasse versicherungstechnisch mein Medikament handhabt.
NICHTS hat darauf hingewiesen, dass an dieser Aussage meines Psychiaters etwas wahres sei.

Allerdings möchte ich mich gerne darüber mit einer größeren Gruppe von Menschen austauschen, die mit diesen Themen deutlich mehr Erfahrung haben - wisst Ihr etwas dazu?

Falls diese Aussage meines Psychiaters nicht stimmt, wie kann ich dann, ohne eine agressive Konfrontation zu provozieren, diesen Sachverhalt erklären?


Vielen Dank für Eure Zeit!

LG M24

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Ich gehe davon aus, daß du erwachsen bist und micht noch im Wachstum und such nicht Richtung Untergewicht rutscht oder?

Es wir empfohlen bei Kindern im Wachstum, die ein Problem mit dem Größenwachstum und Hewicht haben.

Klar wenn du große Probleme mit dem Gewicht hättest machen sie Sinn wieder Gewicht zuzulegen und ggf. auch noch ein wenig zu wachsen. Zumindest das eas ich dazu gefunden habe. Weder Psychiater 1 sagte je was von einer Pause oder das es sinnvoll wäre und meine Adhs Schwerpunktpraxis hat sowas auch nie gesagt. In Fachvorträgen und bei Symposien wurde das auch niemals thematisiert oder auf sowas jemals hingewiesen zumal wenn 2 Tage schon großes Chaos anrichten ist ja bestätigt das ohne Medikamente den Alltag zu bewältigen unzumutbar ist.

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Hey Kathy, vielen Dank für die Antwort!

Ich bin in meinen frühen 20er-Jahren, ausgewachsen und neige aktuell eher in die Richtung Übergewicht, womit ich unzufrieden bin.

Es klang aber auch weniger nach einer Empfehlung als nach einer Vorschrift, von der er da sprach; wie eine Art passive Drohung, dass die Versicherungen nicht mehr zahlen würden oder der Psychiater Probleme mit der Versicherung bekäme, wenn er trotz dieser “Vorschrift”, von der er da sprach - dass 1 Monat aussetzen, ob am Stück oder unterbrochen, hauptsache insgesamt 1 Monat lang, eine Vorschrift wäre - mir das Medikament verschreiben würde, wenn es bekannt ist, dass ich diese Vorschrift nicht einhalte.

Ich danke Dir für Deine Antwort und Dein Wissen und stimme Dir zu - ohne meine Medikamente ist mir Alltagsbewältigung absolut unzumutbar. Leider hat mein Psychiater auch hier das wieder als ein möglicher Suchtfaktor gesehen, allerdings hat er sich nicht weiter darauf in dem Zusammenhang versteift.

Meine kritische Interpretation davon: Für mich klang das eher wie eine Nötigung dazu, diese Pause zu machen, weil er sonst sich nicht damit wohl fühlen würde, mir das Medikament zu verschreiben, wegen seiner Sorge um Sucht. Eine Art Angsteinflößung, die mich dazu bewegen sollte, das zu tun, was er möchte.

Ich denke nicht, dass das tatsächlich eine Regelung oder Vorschrift ist, die auch existiert; leider war ich in dem Gespräch etwas emotional aufgebracht mit der Sorge, keine Antwort auf meine Fragen zu bekommen, weshalb ich nicht weiter nach Nachweisen gefragt habe.

Allerdings möchte ich nicht nur eine solche Interpretation stellen, sondern mich mit der Möglichkeit befassen, dass er tatsächlich recht haben könne; daher habe ich hier meine Frage an das Forum gestellt.

Was meinst Du dazu?

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Hallo @M24 ,

das ist ja unglaublich.

Also was den jährlichen Auslassversuch betrifft, das entspricht der Richtlinie. Daher kann es zwar sein, dass dein Arzt zur Rede gestellt wird von der Krankenkasse, wenn er keine Auslassversuche dokumentiert.

Aber: Evidenzbasiert sind die jährlichen Auslassversuche meines Wissens nicht. Keine Praxis also, die empfohlen wird, weil sie sich tatsächlich bewährt hätte, sondern ein Stück weit Schikane.

Und von einem Monat ist soweit ich weiß nirgends die Rede!

Die Begründung dafür ist, dass es sein könne, dass die Notwendigkeit für das Medikament inzwischen nicht mehr bestehe, ohne dass die Patientin es bemerkt hätte. Die Begründung ist nicht Suchtgefahr!

Weder sind ADHS-Medikamente „Drogen“ noch machen sie süchtig, wenn sie in üblicher Menge eingenommen werden. Auch nicht bei jahrelanger Einnahme ohne Pausen.

Ob du mit deinem Arzt noch einig wirst, stelle ich in Frage. Er scheint mehr Vorurteile gegenüber den Medikamenten als fundiertes Wissen zu haben. Dazu kommt eine Übererfüllung der Richtlinie, um jeden Ärger mit der Krankenkasse zu vermeiden.

Ich drücke mich seit Jahren vor Auslassversuchen und halte sie für überflüssig. Ich bin sicher, wäre meine ADHS verschwunden bzw. würde ich ohne Medikament auskommen, hätte ich das auch so bemerkt.

Der Vorgänger meines jetzigen Arztes fragte mich etwas umständlich nach Auslassversuchen und ich merkte an, dass ich 2022 während einer Corona-Infektion zwei Tage im Bett verbracht und dann auch kein ADHS-Medikament genommen habe. Das reichte ihm, um einen Auslassversuch zu dokumentieren. :adxs_grins:

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Gut zu wissen, allerdings würde ich mich gerne in die Thematik mit Auslassversuchen etwas reinlesen. Könntest Du mir dazu vielleicht einen Link zukommen lassen? Allgemein denke ich, wären Dokumente zu diesem Thema relativ nützlich, da ich diese dann als Argumentstützen verwenden kann, wenn ich in einigen Monaten erneut mit meinem Psychiater spreche.

In allem anderen: Ich habe ähnliche Eindrücke zu dem Thema, allerdings nehme ich das ziemlich gelassen hin… was vielleicht auch mit einer Dämpfung meines Emotionsausdrucks durch das Medikament in Verbindung stehen könnte!

Aktuell mangelt es mir aufgrund der Problematiken mit Terminfindung und Wartezeit (bei Ärzten mit Sprechstunden für gesetzlich versicherte Patienten) an Alternativoptionen, was Psychiater angeht, weswegen ich bei dieser Praxis voerst bleiben werde.

Ich frage vielleicht auch einmal meine Krankenkasse in dem Bezug und lasse mir eine schriftliche Aussage zu dem Thema geben.

Ansonsten habe ich vor, Atomoexin demnächst auszuprobieren, weil ich mit meinem Lisdexamphetamin aktuell unzufrieden bin und Methylphenidat sogar schlimmer war.
Ich gehe auch davon aus, dass das daran liegen könnte, dass ich komorbides ADHS und undiagnostiziertes, allerdings stark ausgeprägtes SCT haben könnte.

Hallo M24,

ich nehme seit Ende Januar ‘26 Lisdexamfetamin erst 20, dann gesteigert auf 30 mg pro Tag ein und mir wurde nichts bezüglich dieser Pausen gesagt.

Ich war in einer Psychiatrischen Klinik zur Eindosierung, weil mein vorheriges Medikament (Atomoxetin) nicht mehr wirklich geholfen hatte mit der Konzentration und mein Blutdruck extrem hochging.

Weder die Oberärztin dort noch mein Psychiater ambulant haben mir etwas darüber gesagt, dass ich Pausen machen sollte mit dem Lisdexamfetamin.

Es stimmt schon das Amphetamine Betäubungsmittel sind, aber die Dosis 30mg, ist ja nicht so hoch.

Wenn ich eine Veränderung bei mir spüre, würde ich natürlich sofort meinen Facharzt konsultieren. Viel Erfolg weiterhin.

Liebe Grüße

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Vielen Dank für diese Information!

Ist der Psychiater älter bzw. alt?

Jeder Psychiater geht anders mit Stimulanzien um. Einige erhöhen quartalsweise oder monatsweise andere geben einen möglichen Plan vor, der in wöchentlicher Steigerung ggf. ob bei Dosisfindung zu Beginn nur 1 Einnahme oder auch 2 möglich sind und noch ganz vieles mehr. Ältere Psychiater haben teil überhalte Ansichten, sehen vieles Streng etc.

Problem ist halt => Der Psychiater verordnet und bestimmt damit auch. Wenn er über Angst machen dich zum Folgen bringen will aber nicht angedroht hag keine Stimulanzien mehr zu verordnen wenn du die Pausen nicht machst, dann kannst du es ja durchmehmen wie jetzt. Da wird nichts passieren das habe ich noch nie gehört.

Es gibt nur Ärger wenn du dir für den gleichen Zeitraum von 2 Praxen Stimulanzien verordnen läßt und diese über die Krankenkasse abrechnen läßt. Dowas gibt Ärger weil sowas bei der Krankenkasse Fragen aufwerfen würde.

Du nimmst alles ordnungsgemäß und deine ADHS geht ja nicht in Sommerurlaub oder Winterpause und du nimmst die Medikation ja selbst was sollte daran bitte Ärger geben oder justiziablel sein???

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machst du jährlich 2 Tage Pause @M24 und sagst das das unzumutbar ist weil du null arbeitsfähig bist und dann längere Zeit kran geschrieben werden müsstest und nicht in der Lage bist zu arbeiten oder dein Leben zu managen.

Es kann und darf niemand erwarten wenn das so ein Problem ist, daß du deinen Job dafür schredderst und womöglich arbeitslos oder gar auch noch wohnungslos wirst weil du dann nichts mehr gemanagt bekommst.

Du mußt sowas im Zweifel halt gut und ausführlich begründen können und hattest du doch oben was es für eine Qual ist das Medikament nucht zu nehmen.

Du betrügst ja keinen und versuchst ja auch nicht dein Medikament anderen zu verkaufen sondern ein geregeltes ordentliches Leben dank Medikament zu führen

Das ist ja ein Recht. Zur Not schau schonmal nach einem anderen Psychiater oder Praxis. Wenn es mit ihnen irgendwann Stress geben sollte könnte das dann auch Probleme bei der Verordnung geben und ggf. findest du über die Arztsuche hier im Forum eine spezialisiertere Praxis bei der du dich besser aufgehoben fühlst.

Den Psychiater hast du ja und wen neues könntes du finden und auch 1/2 bis 1 Jahr parallel anschauen.

Du darfst damit das nicht auffällt dir auch von beiden Praxen Rezepte ausdtellen lassen ABER NUR VON EINEM ARZT/EINER PRAXISDAS REZEPTEINLÖSENSONST WIRD DAS PROBLEMEGEBEN

Wäre aber eine Option um zu schauen ob du mit der neuen Praxis auch gut zurecht kommst

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Mein Psychiater ist nach meiner Schätzung her Anfangs bis Mitte 40. Sieht relativ jung aus, hat aber schon einige grauen Haare.

Die Art und Weise, wie er mir empfohlen hat, Medikamente einzunehmen, fand ich relativ unangenehm: Er hat mir gesagt, dass er mir nicht damit helfen würde, nach einem genauen Einnahmeplan zu gehen und dass ich für mich ausprobieren soll, was wie funktioniert und mit der Dosis experimentieren soll - ohne konkretere Anweisungen; es sei ja alles sehr individuell.

Allerdings hat das auch bei mir für einiges an Verwirrung gesorgt - tut es sogar immer noch - weil ich jetzt nicht weiß, ob Probleme, die ich jetzt habe, am Medikament liegen (Nebenwirkungen, unpassende Dosis, Rebound, etc.) oder am ADHS selbst liegen (Probleme, die das Medikament einfach nicht bei mir behandelt/Nonresponding?). Und genau mit den Problemen bin ich auch mit ihm in der letzten Sprechstunde (die gut 4 Monate nach dem vorigen Termin war) zu ihm gegangen, wozu er mir nicht wirklich etwas sagen konnte. Er meinte, dass ich meine Fragen ungenau definieren würde, weil ich breit gefächert von ihm wissen wollte, woran diese Probleme denn liegen könnten. Aber selbst mit definierteren Fragen kamen von ihm nicht wirklich sehr informative Antworten, die ich jetzt hier nennen könnte, mehr nur Wiederholungen von dem, was ich auch in dem Thread bereits gesagt hatte, was er meinte, und der Verweis auf Alternativmedikamente, die ich sonst probieren könnte - aber ich weiß ja nicht mal, ob meine Probleme überhaupt an den Medikamenten liegen!

Ich finde diese Art von ihm mit jedem Mal, dass ich bei ihm bin (das dürfte jetzt der 3. Termin nach meiner Diagnose sein), immer unseriöser, wenn ich darüber nachdenke.
Natürlich kann ich nicht erwarten, dass er zu meinen Fragen alle Antworten weiß, aber als jemand, der sich doch hoffentlich mit dem aktuellen wissenschaftlichen Material über diese Thematik befasst, düfte er zumindest eine relativ gute Einschätzung meiner Problematik machen können und darüber Rückschlüsse ziehen können, oder?

Das ganze kommt jetzt etwas von der ursprünglichen Thematik des Threads ab. Allerdings musste ich mal etwas darüber Dampf ablassen; ich hatte mir etwas mehr bei diesem Termin letzte Woche erhofft und hatte im Anschluss zuhause auch einen Nervenzusammenbruch, weil ich mich nicht von ihm verstanden gefühlt habe.

Zum Thema Arbeitsunfähigkeit (hab gerade erst die zweite Nachricht gelesen): Das Aussetzen sorgt nicht dafür, dass ich arbeitsunfähig bin, sondern dafür, dass ich mich an den beiden Wochenendtagen, an denen ich aussetzen würde, mich zutiefst depressiv und in meiner Haut unwohl fühle, weil ich an den Tagen nichts tuen kann, außer in meinem Bett zu versinken und YouTube zu schauen - nichts anderes funktioniert da. Das ist unerträglich und sowohl der Haushalt, als auch jeglicher soziale Kontakt bleibt dabei vollkommen erliegen.
Ich lebe nicht nur für den Job, weswegen mir mein Wochenende sehr wichtig ist; diese Problematik würde ich sogar soweit gehen zu sagen, dass ein solcher Zustand am Wochenende aufgrund einer “Regelung” von meinem Psychiater, die angeblich von der Kasse kommt, unter meiner Menschenwürde ist.

Die Idee und den Ansatz mit dem parallelen Praxisgehen finde ich sehr gut! Vielen Dank dafür.
Bevor ich das mache, werde ich jedenfalls auch einmal mit der Krankenkasse in Kontakt treten und fragen, ob so eine Regelung seitens der Krankenkasse existiert - mit einer schriftlichen Antwort, die ich zur Not vorzeigen kann.

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Nach Angaben meiner Ärztin muss man einmal jährlich eine zweiwöchige Einnahmepause machen. Die Krankenkasse wurde damit überprüfen, ob das Medikament noch nötig sei.

Was sagt deine Krankenkasse dazu?

Zum Thema “Auslassen” siehe hier ab Minute 40:40

ADHS bei Erwachsenen :right_arrow: Ein offenes Gespräch über Vorurteile, Selbstdiagnose und Behandlung

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Der Sinn soll eine Nutzenbewertung sein. Wenn das schon bei einem Tag offensichtlich ist …

Nein. Kann er zwar machen, muss er aber nicht. Es ist eine Empfehlung… zur möglichen Neubewertung der Symptomatik.

Ober Blödsinn, das Medikament bewirkt genau gegenteiliges, dass man eben nicht wieder in eine Sucht abrutscht.

Edit: Meine aussage bezieht sich ausschließlich auf LDX.

Edit2: Und natürlich gibt es auch Missbrauch von Medikamenten auch bei LDX, dass sind aber dann meines Wissens Dosen, die bekommt man nicht mal eben so verschrieben.

Und wie will die Krankenkasse das überprüfen…? :smiley: Ich melde das ja nicht bei der KK so ne Pause hä lol. Macht für mich gar keinen Sinn.

Also ich mache gerade auch ne Pause, weil ich mit der Dosis momentan struggle und daher gerade ganz abgesetzt habe. Aber das weiß keiner, also weder Arzt noch KK. Ich kann schließlich selber entscheiden, ob und wie ich Medikamente nehme.

kleine Anmerkung :heart:

Nun ja… wie entscheidet schon der Arzt und daran sollte man sich in der Regel halten, was die Obergrenze angeht gerade bei Stimulanz.

Nach unten darf ich immer wurde mir z.B. ganz am Anfang gesagt, nach oben habe ich zwar mittlerweile sehr viel Spiel aber überschreiten ohne Absprache ist in jedem Fall Mist. Sollte man nicht machen.

Die Ärztin bat mich darum und begründete es eben damit, dass es von der Krankenkasse angewiesen sei. Allerdings weiß ich nicht, ob sie die Information weiter geben muss oder diese angefordert werden kann.

Wenn ich mit dieser Bitte/Aufforderung ein Problem gehabt hätte, dann hätte ich mich bei der Krankenkasse erkundigt. Mich hat es letztlich nicht in vollem Umfang getroffen, da ich Selbstzahlerin bin und es dann die Krankenkasse nicht interessiert hat.

Welche Dosierung ich nehme und wie es mir damit geht, bin ich jedesmal gefragt worden, obwohl ich sie in eigener Verantwortung dosiere.

Hab noch von keinem solchen Fall gehört, also könntest du es auch drauf ankommen lassen.

In der normalen Packungsbleilage steht Folgendes

Wenn Elvanse nicht ordnungsgemäß angewendet wird, kann es unnormales Verhalten und eine
Abhängigkeit vom Arzneimittel verursachen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es in Ihrer Vorgeschichte
oder der Ihres Kindes jemals Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen
Arzneimitteln oder illegalen Drogen gegeben hat. Geben Sie dieses Arzneimittel keiner anderen Person,
auch wenn die Beschwerden ähnlich erscheinen.

Vielleicht interpretiert er den ersten Satz pauschal ?

Wenn Sie Elvanse nicht bestimmungsgemäß anwenden
Wenn Sie Elvanse nicht bestimmungsgemäß anwenden, kann es bei Ihnen zu auffälligem Verhalten oder
zu einer Abhängigkeit von diesem Arzneimittel kommen. Informieren Sie daher bitte Ihren Arzt, wenn Sie
jemals zuvor Missbrauch mit Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen betrieben haben oder davon abhängig
waren.

Hier könnte er es auch zu pauschal sehen unabhängig zur normalem Einnahme .

Lustig finde ich ja diese Warnung

Wenn Sie die Einnahme von Elvanse abbrechen
Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen, können die ADHS-Symptome wieder auftreten.
Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Sie
sollten die Einnahme dieses Arzneimittels nicht eigenmächtig abrupt abbrechen.

Und dann folgt

Langzeitbehandlung
Elvanse sollte und muss nicht unbegrenzt eingenommen werden. Wenn Sie Elvanse länger als ein Jahr
einnehmen, sollte Ihr Arzt die Behandlung für kurze Zeit absetzen, zum Beispiel in den Ferien. Dadurch
kann festgestellt werden, ob Sie das Arzneimittel weiterhin benötigen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.

Irgendwie passen die beide Aussagen dinglich nicht zusammen . Weil kurzzeitiges absetzen ist doch auch abrupt. . ???:zany_face:

In der Fachinformation zu Elvanse steht.

Langzeitbehandlung

Die medikamentöse Behandlung von ADHS
kann über längere Zeit erforderlich sein. Der
Arzt, der sich entschließt, Elvanse über län-
gere Zeit (mehr als 12 Monate) anzuwen-
den, muss mindestens einmal jährlich den
Nutzen von Elvanse neu bewerten, indem
er behandlungsfreie Zeitabschnitte einlegt,
vorzugsweise während der Schulferien oder
arbeitsfreien Zeit, um das Verhalten des
Patienten ohne medikamentöse Behand-
lung zu beurt

vielleicht rechnet er pauschal Ferien/Urlaub auf 4 Wochen um??

Aber letztendlich hält er sich an den Fachinformationen

Mißbrauch und Abhängigkeit

Der Missbrauch von Amfetaminen kann zu
Toleranz und psychischer Abhängigkeit mit
unterschiedlichen Graden von unnormalem
Verhalten führen. Zu den Symptomen eines
Amfetamin-Missbrauchs können Dermato-
sen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Hyper-
aktivität, emotionale Labilität und Psycho-
sen gehören. Es wurde über Entzugssymp-tome wie Müdigkeit und Depressionen be-
richtet.

Vielleicht sieht er die normalen Probleme , die du nach dem absetzen hast nicht als normale Nebenwirkung sondern als Anzeichen von Sucht und er deutet es falsch ??

Im Bezug zum pausieren von Elvanse sind hier User, die es wie du gar nicht vertragen abzusetzen aber es gibt auch vereinzelt welche die Elvanse besser vertragen, wenn sie ein paar Tage pausieren.

Wenn dein Arzt darauf besteht das du zwischendurch pausierst, dann soll er dich halt krankschreiben. Weil wenn während der Arbeitszeit pausierst bist du ja auch nicht arbeitsfähig .

Ansonsten wechsel irgendwann denn Arzt , oder du nimmst es auf auf Absprache Durchgängig und übernimmst die Verantwortung, da es vermutlich eh nicht überprüft wird.

Aber auch ich in den Leitlinien steht es geschrieben (S.78) https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-045l_S3_ADHS_2018-06-abgelaufen.pdf

Meine beiden bisherigen Ärzte haben das nicht vorgeschrieben, allerdings habe ich selber immer das Bedürfniss im Sommerurlaub einen Auslassversuch zu machen, vielleicht war es deswegen bei mir kein Thema ?

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Verschreibungsgemäße Einnahme ist kein “Missbrauch”.

Hatte schon jemand das hier verlinkt? Vielleicht möchte dieser Arzt sich noch mal informieren und seine Kenntnisse aktualisieren:

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Ja okay, du hast natürlich Recht. Bisschen doof ausgedrückt :grinning_face_with_smiling_eyes: