Hallo zusammen,
TL;DR für die Kernangelegenheit: Psychiater behauptet, dass Stimulanzmedikamente wie LDX für mindestens einen Monat im Jahr ausgesetzt werden müssen - dass das Vorschrift sei und die Versicherung negative Konsequenzen veranlassen kann, wenn das nachweislich nicht eingehalten wird.
Allerdings deutet für mich nichts darauf hin, dass das stimmt und ich möchte dahingehend diese Community um Rat und um Wissen fragen, damit ich nichts übersehe und aufgeklärt bin.
Kurzer Vortext - das eigentliche Thema bezieht sich auf eine spezifische Aussage meines Psychiaters.
Ich bin vor einer Woche bei meinem Psychiater gewesen und hatte einige Fragen wegen Nebenwirkungen - oder sind das anderer Ursachen, weswegen ich Probleme hatte? - mit meinem Medikament.
Allerdings hat er mir keine wirkliche Antwort auf die Fragen gegeben, die ich gestellt habe, obwohl ich aus meiner Sicht relativ klar ausgedrückt habe, worum es mir ging. Das ist übrigens ein Thema, was einen eigenen Thread verdient.
Jedenfalls hat er dann, scheinbar beiläufig, mich dazu gefragt, ob ich das Medikament, wie er anfangs empfohlen hat, jedes Wochenende für 2 Tage auslasse. Das habe ich verneint, mit der Begründung, dass sowohl bei LDX, als auch bei MPH, was er mir davor verschrieben hat (und deutlich mehr Probleme verursacht hat), bei Auslassen richtige Abstürze hatte.
Er meinte dann, dass dieses Auslassen Suchtprävention wäre und hat sich dann sehr auf das Thema Sucht gestützt, als ob das mein Hauptanliegen wäre; gefühlt schien ihm das wichtiger zu sein, als das, worum es mir ging.
Die Aussage “Das, was sie da nehmen, das ist eine Droge, verstehen Sie? Wie das, was Sie auch auf der Straße kriegen” (So hat er das betont; die Aussage kam in der Vergangenheit von ihm schonmal) klang so, als ob er mir damit Angst und Gewissensbisse machen wollte, weil ich das Medikament so einnehme, wie ich es tue - statt Pausen zu machen, nehme ich es durchgehend ein.
Diese Aussage habe ich nicht wirklich beachtet, weil die Medizin mittlerweile hinsichtlich Forschung keine wirklichen Indizien dafür hat, dass Lisdexamphetamin Suchterscheinungen hervorrufen kann - zudem ich auch nicht wirklich mich süchtig fühle.Abhängig ja - das ist ja auch der Rollstuhlfahrer von seinem Rollstuhl - aber nicht süchtig, denn ich nehme seit Monaten die gleiche Dosis, die bei mir relativ gut wirkt.
Er meinte auch, dass diese Pausen, die er mir vorgeschlagen hat, mit seinen hundert anderen Patienten auch macht, von denen 90% mit der Pause zufrieden sind. Schön und gut für diese Patienten, sicherlich.
Was er danach gesagt hat, hat allerdings bei mir starke Zweifel an seiner Aussage oder seinem Wissensstand geweckt.
Er meinte, dass es wohl eine Vorschrift wäre, mindestens einen Monat lang Stimulanzmedikamente - egal ob einen Monat am Stück, oder in individuelle Tage aufgeteilt - auszusetzen.
Dass er oder ich von der Kasse Ärger bekämen, wenn er mir das Medikament verschreibt, ohne dass ich diese vorgeschriebene Pause einhalte.
Dass er das jetzt erstmal so notiert hatte und wir dann weitersehen müssten, ich es schlussendlich für mich entscheiden muss, aber er dann keine Verantwortung trägt, wenn die Kasse etwas verweigert.
Ich habe dazu hier auf dem Forum, auf der ADxS-Hauptseite und im Internet zum Thema BtM-Regelungen, Zulassungen von Lisdexamfetamin-ratiopharm (mein Medikament) und dazu, wie die Techniker Krankenkasse versicherungstechnisch mein Medikament handhabt.
NICHTS hat darauf hingewiesen, dass an dieser Aussage meines Psychiaters etwas wahres sei.
Allerdings möchte ich mich gerne darüber mit einer größeren Gruppe von Menschen austauschen, die mit diesen Themen deutlich mehr Erfahrung haben - wisst Ihr etwas dazu?
Falls diese Aussage meines Psychiaters nicht stimmt, wie kann ich dann, ohne eine agressive Konfrontation zu provozieren, diesen Sachverhalt erklären?
Vielen Dank für Eure Zeit!
LG M24