1-Monat-Aussetzen sei laut Psychiater bei LDX Pflicht - Stimmt das?

Ihr schmeißt hier alle immer inflationär mit dem Begriff unseriös herum.

Seine Art ist nicht unseriös aber durchaus Adhs ablehnend oder ihm ist es Wurst - wirktveher als hätte er kein Interesse an Adhs Therapien und macht sie „irgendwie“- wahrscheinlich ist es ihm auch zu lästig/ anstrengend sich in die Medikation zu Stimulanzien richtig einzuarbeiten.

Was du schilerst kenne ich von vielen alten Psychiatern die das auch immer so mit allen anderen Antidepressiva so gehandhabt haben und wo es ständig zu Nebenwirkungen hieß „das kann nicht sein, unmöglich, da müssen sie ne Zeit lang durch, das bekommen sie doch alleine hin, das kann man so nicht sagen“ und ganz vieles mehr.

Erinnert mich daran und vielleicht macht er Stimulanzienverschreibung auch nur als eine Art „Zwang“ weil er nicht wie andere Psychiater ausschließlich kann oder mag.

Hast du schon mal nach einer Schwerpunktpraxis geschaut?

Vielleicht ist das der bessere Weg auf Dauer

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Wer ist denn “Ihr alle immer”?

Ich bin relativ neu im Forum und habe außerdem etwas aus meiner eigenen Überzeugung heraus gesagt, bitte pack mich nicht irgendwo in eine Kiste.

Ich war ja bewusst vorsichtig, als ich den Begriff fallen gelassen habe; habe mich mit bewertenden Aussagen zurückgehalten.

Letzten Endes gibt es noch andere, teilweise nonverbale Faktoren, an denen ich diese Unseriösität in dem Moment beurteilt habe, als ich das sagte. Wenn wir beide nicht zufällig beide beim gleichen Psychiater sind, kannst Du das nur anhand meiner Aussagen festmachen, nicht anhand von dem, wie ich ihm in den Gesprächen kennen gelernt habe.

Das Ding ist aber - er weiß darum, dass man dieses Medikament sehr flexibel einnimmt und nicht man pauschal eine fixe Anweisung zur Dosierung geben kann. Er hat schon Ahnung von dem Medikament!

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Das finde ich wirklich interessant. Klingt SEHR ähnlich wie das, was mein Psychiater mir auch gesagt hat.

Dadurch, dass das etwas ist, was somit bereits mehr als eine Fachperson gesagt hat, denke ich, dass mein Psychiater damit sich schon auf etwas beziehen könnte. Aber ob das noch zutrifft, ist fraglich.

Tut mir leid, aber ich habe gerade leider nicht die Kapazität dafür, mir das anzuschauen.

Hui, das ist wirklich viel Text. Nicht sehr barrierefrei für die Interessengruppe!
Ist da irgendwas drin, was hierzu relevant ist?

1.4.6.3. Einmal jährlich soll die Indikation für die Fortführung der medikamentösen Behandlung im
Rahmen einer behandlungsfreien Zeit überprüft werden.

soll = Starke Empfehlung kein muss und erst recht keine Plicht

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S.78

In der Fachinformation steht „muss“

Was für Fachinformation?

Edit:
Achso Packungsbeilage, da steht auch drin man soll es nicht Aufteilen…

Soweit ich mich erinnere, weist die Apothekerin (Host) darauf hin, dass da was von Auslassen 1x jährlich steht. Der Gast (Arzt und ADHS-Experte) sagt dazu, das sei völliger Blödsinn. Es sei nicht nötig, ein hilfreiches Medikament auszulassen.

Und wenn der Behandler es unbedingt machen wolle, genüge ein Tag, um diese Empfehlung zu erfüllen. Man merkt dann mehr Symptome und nimmt es am nächsten Tag wieder.

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S.24

Edit:
Bei mir besteht die ADHS schon mindestens eine Generation davor, nicht erst seit der Kindheit. :distorted_face: Deswegen muss ich für die jetzt die Medikamente gleich mitnehmen. So schauts nämlich aus.

das eingekreiste gehört noch zu dem Absatz für Kinder. Für Erwachsene gilt der untere Absatz S.25

Die Fachinformation ist quasi die erweiterte Packungsbeilage für Fachpersonal

Siehe 4.2

Ich bin ein Kind, ihr nicht?

Im Unteren Absatz steht doch exakt das gleiche?

und Takeda Glaube ich nicht, die Stellen ja Drogen her… :upside_down_face:

Ich finde den Thread absurd, ich glaube man merkt es langsam.

Edit: Was steht eigentlich in den Fachinformationen von Ratiopharm und co zu Lisdexamfetamin?

Ich bin - auch - ein Kind. Mein Leben lang.

Habe ich schon mal gesagt, dass ich es hasse, wenn über “Kontrolle” oder “Aufsicht" von Ärzt*innen über erwachsene Menschen gesprochen wird?! Ich empfinde das als Unverschämtheit und übergriffig gegenüber selbstverantwortlichen Menschen.

Begleitung, Beratung, zur Not Abstimmung, ok…

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Jetzt wo du es sagst :thinking:

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Letztendlich entscheidet der Arzt eh, selbst wenn wir in einem kilometerlangen Thread in kleinstarbeit und gezielt herausgefiltert recht hätten. :sweat_smile:

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Kontrolle, Aufsicht… hat doch bestimmt etwas mit Haftung wegen des Berufes und Gesetzen zu den Medikamenten zu tun.

Das glaube ich nicht, weil man das auch in anderen Behandlungs- bzw. Arzt-Patienten-Zusammenhängen immer wieder liest. Das ist einfach ein altes Denken: Der Arzt behandelt und entscheidet und der Patient duldet patientiam (sic!).

Übrigens, direkt zum Ursprungsthema: Meiner spricht auch jetzt schon (nach2 Monaten) immer mal wieder an, dass man nach einem Jahr einen Auslassversuch machen sollte, ob es noch nötig ist. Zumindest für mich, mit der noch neuen Therapie, erkenne ich auch den Sinn darin: Haben neue Skills und neue Erfahrungen unter der Therapie dazu geführt, dass es besser wird? Ich kompensiere in den letzten 2-3 Jahren eh schon deutlich erfolgreicher als früher und habe wohl auch keine besonders schwere Ausprägung. Dazu der Aspekt eher unerforschter Nebenwirkungen im Alter. Trotzdem macht mir der Gedanke eher Angst. Ich würde es aber probieren wollen, mindestens ein Mal.

Wenn du erst 2 Monate dabei bist, warum spricht dein Arzt schon jetzt von einem Auslassversuch nach einem Jahr?

Ob es noch nötig ist? Wir haben 20, 30 oder 60 Jahre ADHS, bis es zu einer Diagnose kommt, und zwar mit so beträchtlichen Symptomen, dass eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist. Wie kann diese dann nach nur einem Jahr nicht mehr nötig sein?

Und ohne Auslassversuch würden wir es gar nicht merken und jahrzehntelang Medikamente nehmen, die wir nicht brauchen?

Nee oder?

@Falschparker , ich denke, um das Thema frühzeitig einzuspielen, damit dann der Schreck bei dem Gedanken nicht so groß ist.

Und es könnte ja wirklich sein, dass ich mit den Erfahrungen des ersten Jahres so viel an Coping gelernt habe, dass ich es dann ohne versuchen möchte und besser klarkomme als vorher. Und es ging ja schon viel besser als in jüngeren Jahren (bin jetzt Mitte 50). Wer weiß?

Momentan zickt auch mein Blutdruck ein bisschen. Mit der Gabe von Stimulanzien in höherem Lebensalter gibt es ja auch noch wenig Erfahrung.

Jahr für Jahr fände ich dann überflüssig, aber in größeren Abständen durchaus überlegenswert. Aber eins nach dem anderen …

Das erinnert mich an diesen Artikel, der beschreibt das wirklich schön. Habe ich schon einigen Leuten gegeben, um zu erklären, was die Diagnose im Alltag bedeutet:

Will dir damit aber nicht die Hoffnung nehmen, hängt natürlich immer alles von der Stärke der Symptome ab.

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