Absetzen Escitalpram/ Citalopram unterschiede?

Kleines UpDate.

Ich bin mittlerweile auf Elvanse umgestiegen. Derzeit bei 50-60mg.
Das hält aber nicht lang genug über den Tag, daher gibt es noch Medikinet dazu.

Ich merke deutliche Unterschiede in der Wirkung der beiden Medikamente.
Auch daher die Kombination. Nicht nur das ich den Tag damit verlängern kann, kann ich auch ggf. mit Medikinet auch die Konzentration etwas mehr steigern.

Unter Medikinet bin ich gut organisiert, Konzentriert, körperlich entspannt. Aber leider immer noch recht empfänglich für Reize. Und hab immer noch schwrierigkeiten mich abzugrenzen und die Impulse zu kontrollieren.

Mit Elvanse hab ich die Impulse sehr gut im Griff, bin dann aber Wiederrum umkonzentrierte etc.

Was mir sehr entgegen kommt, das ich jetzt nicht mehr so aufs essen achten muß. Das war wirklich schwer für mich.

Zudem hab ich die PeriMenopause checken lassen und ich bin da sowas von drin.
Ich hoffe ende des Monats geht es mit der Hormonersatztherapie los.

Alles in allem finde ich es aber bedeutetd angenehmer als all die Jahre zuvor… Ich erlebe jetzt immer mehr entspannte Momente, weiß jetzt wie sich das anfühlt und merke daher das ich angespannt, genervt und leer bin. Aus dieser Erkenntnis heraus kann ich mich jetzt bewusst zurücknehmen und wirklich erholen.

Damals war ich immer einfach ein mehr oder weniger vollgelaufener Keller, mit ewig nassen Boden.
Heute ist der Boden trocken, ich merke wenn der Wasserhahn offen steht und kann ihn dann mit Rückzug bewusst zudrehen.

:blush:

Ist das so?

In diesem Thread

sagt der Threaderöffner gerade das genaue Gegenteil??

Ich selbst nehme schon sehr lange Methylphenidat und nehme wahr, dass es sehr gut gegen meine Impulsivität hilft.

Bist du sicher, dass du bei Methylphenidat keine Wirklücken hast? @Kathy wies ja schon darauf hin, dass Medikinet Adult nicht unbedingt das Ideale ist, wenn man nicht zuverlässig isst - was aber eben speziell bei Medikinet so ist und nicht bei den anderen Methylphenidaten.

Und wenn du MPH nimmst, dosierst du rechtzeitig nach? Oder kommen die Impulsprobleme eventuell genau dann, wenn du eigentlich schon die nächste Dosis hättest nehmen müssen?

Jjjjjiiiiiiaaaaaaaa… :face_with_peeking_eye:

War mir vorher ja auch zwei sicher das dass MPH passt. War wohl nicht so. Ich weiß aber auch einfach nicht warum ich was fest machen kann.

Ich muß aber eine wohlmöglich notwendige Korrektur einwerfen. Mangelnde Impulssteuerung ist nicht richtig. Fehlende/ geringe Fähigkeit zur Emotionsregulierung ist das richtige. Ich bin den Impulsen ja nicht nachgekommen, was extrem anstrengend war. Dieses Gedankenkreise, nicht zur Ruhe kommen, Katastrophisieren, die Situation immer und immer wieder geistig durchkauen, diese Wut, die unfassbare Wut, Aggressiv irgendwas auseinander nehmen zu wollen, kaputt schlagen etc. und vor allem immer auf der Suche für die Lösung für das Emotionale Problem X. Das immer in Ambivalenz endet.
Die Emotionen kochen nicht gleich so hoch und ich kann das was da rum schwelt gut regulieren. Selbst Pedanterie lässt darunter nach. Es ist nicht weg, aber bedeutend besser. Bzw. iwie komme ich jetzt viel eher zur Erkenntnis „Das liegt gerade nicht in deiner macht. Du reisst dir jetzt nur ggf. wieder unnötig ein Bein aus und am Ende haste nichts geschafft, bist aber komplett geschafft das du den restlichen Tag wieder nur in reizarmen Raum verbringen kannst“

Warum das bei mir jetzt so gegensätzlich zu anderen Erfahrungen wirkt ist ja wumpe. Es wirkt so.
Selbst wenn mit akkuratem essen die Wirkung vom MPH sich wohlmöglich wie die Erwartung entfalten würde. Es ist nicht das richtige für mich. Mir geht die Lebensqualität völlig flöten wenn ich täglich mit Wecker und Feinwaage mein Essen zusammen bastel. Dazu befinde ich mich derzeit in der PeriMenopause. MPH war für mich bedingt unberechenbar. Aber nicht schlecht, nur zu unbeständig und hat mir Emotional nicht wirklich geholfen. Mal war ich zu hoch dosiert, dann wieder zu niedrig. Dann hatte ich diese extreme Wut, das ich mich AU melden musste und mich selber hat an mir zweifeln lassen. Möglicherweise hat es auch nie richtig funktioniert etc. Ich kann das nicht bewerten da ich niemand von uns weiß wie sich eigentlich „richtig“ anfühlt.

Auffällig seit ich Elvanse nutze, ist meine Laune deutlich ausgeglichener, ich hab nicht mehr den struggle mit dem Essen. Und auch hier, nicht die Erwartung. Ich habe unter Elvanse durchaus einen rebound. Wenn ich es morgens um 6:00 nehme ist um 16:00 Feierabend. Das zeigt sich das gegen 16:00 für ca. 30-60min. bei mir das Program runterfährt. Mit starker Müdigkeit, ADHS Verstärkung. Und spästens nach 60 min. Ist das wieder ausgesessen. Unabhängig von der Dosis.
Es bestand die Überlegung niedrige dosierte nochmal Einige Stunden später nochmal Elvanse zu nehmen, der Psych schlug aber MPH vor um nur die „Alltag“ über 2-3h zu ziehen. Denn dieses wirkt nicht so lange wie Elvanse und hält mich dann nicht unnötig in der Nacht wach. Und das funktioniert.

Heute z.b. 6:00 50mg Elvanse, dann nochmal gegen nachmittag MPH, da eine Feierlichkeit anstand. Der Moment wo das System mal kurz runter fährt habe ich auch da bemerkt, aber bei weitem abgeschwächter. Zudem habe ich dann wenn ich zum verlängern des „Alltags“ Medikinet nehme, bis dahin ordentlich gegessen.

Auch gibt es gerade hier im Forum genügend Berichte von den unterschiedlichsten Dosierungen und Kombinationen. Auch wie sich ADHS äußert. Von Impulsgestuert bis völlig in sich gekehrt. Das es eben bei ADHS und der Med.Therapie keine einheitliche Strategie gibt. Es gibt einer die einem größeren Teil der Betroffenen hilft, aber eine wirkliche „Thats It“ gibt es bei ADHS nicht.
Was übrigens bei allen Med. mehr oder weniger der Fall ist. Bei ADHS ist diese Range nur deutlicher.

(Zitat gestrichen, weil von der Autorin auch gelöscht)

Oh, das tut mir leid. Jedenfalls dass es bei dir so ist zweifle ich nicht an, du bemerkst ja selbst, wann du aus der Haut fährst und wann nicht. Und da sagst du, bei Medikinet Adult passiert dir das mehr als bei Elvanse. Ich glaube natürlich nicht, dass du dir das einbildest.

Aber warum ist es so? Und warum hilft mir Methylphenidat dabei ganz gut und dir nicht?

Und ich empfinde es auch so, nicht dass ich besser in der Lage wäre, mich zu kontrollieren, sondern die Gefühle sind gar nicht so da, ich muss mich über die Dinge gar nicht so aufregen.

Äh, jetzt fällt mir beim Antworten gerade auf, dass dein Text sich verändert hat. Die von mir zitierten Sätze von oben nicht mehr da und das was ich jetzt noch zitieren wollte auch nicht?

Du liest meinen Vorwurf, du habest es nur nicht richtig gemacht.

Na ja, ich weiß halt selbst, dass es knifflig ist mit MPH. Nicht wegen Essen mit Feinwaage, denn Medikinet Adult nehme ich nur morgens, und frühstücken tu ich immer reichlich. Mittags nehme ich Ritalin Adult, da ist es ganz gleichgültig ob und wann ich zu Mittag esse, und abends unretardiertes MPH.

Ich erinnere mich an einen frühen Abend im Baumarkt. Ich hatte die ersten beiden Portionen an dem Tag ziemlich früh genommen und dachte, die letzte kann ich ja dann etwas hinauszögern.

Das ging doll schief. Ich schrie wegen einer Kleinigkeit meinen damals noch kleinen Sohn an, so dass die Grenze zum Peinlichen leicht überschritten war. Das war für mich sehr eindrucksvoll, und seitdem achte ich sehr darauf, die letzte Dosis spätestens 5 1/4 Stunden nach der Ritalin-Kapsel zu nehmen, um diese Lücke zu vermeiden.

Ich bin aber natürlich nicht du und ich habe inbesondere keinen weiblichen Zyklus.

Mein inzwischen 13-jähriger nimmt übrigens auch beide Wirkstoffe. Morgens und mittags Attentin und abends (genau wie ich zufällig) 5 mg MPH unretardiert.

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Das ist ein Beispiel für diese Emotion/ Impuls ding gewesen…
Ich fühlte ich erst angegriffen und dann doch wieder nicht… :zany_face:

das ist jetzt wirklich deutlich schwächer. Ich habe extrem mit Ambivalenz zu tuen. Als hätte ich mindestens 2 Persönlichkeiten. Ich behalte das aber im ersten Moment immer für mich und versuche das durch „Reden“ zu klären. „hey das kommt so und so bei mir an. Ist das richtig?“ Macht mich „wahnsinnig“ wenn dann mein gegenüber nicht mit mir in diesen Emotionalen abgleich geht.

Ich finde keine ruhe bis das nicht geklärt ist. Um so wichtiger der Mensch für mich ist um so stärker wird das. Ich will nämlich solche „Konflikte“ aus dem Weg haben. Lösungsorientiert, Problem beseitigen. Fluss läuft ruhig und glatt weiter. Keine Turbulenzen.

Übrigens seit ich Elvanse nehme kommt es immer häufiger dazu das ich mich in Social Media zurückhalte etc.
Fing an mit ellen langen Text geschrieben, dann gelöscht und nun bin ich schon so weit das ich den gar nicht mehr zu ende schreibe, lösche und weiter wische. Ich muß nicht mehr auf alles so gezwungen Antworten und es klar stellen. Was ein Seegen. :hugs:

Ich hab immer noch stark den verdacht das ich ASS haben könnte. Man teilt mir auch immer mit das man mir nicht ansehen würde was gerade in mir vorgeht. Auch sind andere über meine Art häufig irritiert.
Mein Spezialinteresse scheint Soziologie zu sein. Ich kann sehr gut sehen welches Bedürfnis mein gegenüber hat

Die Emotion ist ja berechtigt. Und ich sage gar nicht, dass ich es nicht so gemeint habe, das wäre auch nicht ehrlich.

Ich bitte um Entschuldigung und bin jetzt auch ganz froh, dass ich noch wach bin.

Eigentlich wollte ich nur den allerletzten Schritt einer Arbeit abschließen und schiebe das vor mir her. :adxs_kp:

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Alles ok. :hugs:

Und nein ich glaube nicht das es deine Absicht war mir meine Wahrnehmung abzusprechen. Sondern wirklich die Frage war „Ist das wirklich so?“ und so ein Satz hätte genauso von mir kommen können.

Mein Interesse wäre wirklich, ja fast wissenschaftlich, „Ist das so?“. Lässt sich das nachvollziehen, reproduzieren, oder ist das subjektiv? gerade wo doch MPH so sensibel beeinflußbar ist. Was hat es mit diesem Phänomen auf sich etc?.

Ich bin mega im Thesen aufstellen und dem nach zugehen

Das ist auf der Intensivstation sicher nützlich.

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