Absetzen Escitalpram/ Citalopram unterschiede?

Ich bin neugierig.

Hat noch wer das Erlebnis beide Medikamente mal absetzen/ ausschleichen zu müssen?

Ich habe beide Medikamente und empfand das absetzen/ ausschleichen von Citalopram elendiger als jetzt von Escitalopram. Ich würde behaupten mir geht es verhältnismäßig sogar recht gut.
aktuelle symptome sind:

  • Magendarmbeschwerden. Gut kurzfristig Med. einzustellen
  • dezenter Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • das Gefühl Migräne zu bekommen
  • Gliederschmerzen zur Mitte des Tages
  • bisschen Brainfog

Die sonst üblichen Brainzapps sind wirklich verschwindend gering. Auch kaum Restless Legs, Unruhe und Insomnie. Also ich komm da echt gut durch.
Aktuell bin ich von 10mg auf 5mg reduziert. das seit 7 Tagen.

Wie war es bei euch?

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Ich kenne einige wo das ausschhleichen nicht so das Problem war aber teils wenns ganz weg ist und das dann auch recht spät was um die Ecke kam, aber ob und wie das bei jedem ist oder quasi auch mit Vorgeschichte zusammenhängt (vorher schon Panikattcken, Angstzustände etc)

Aber du könntest mal mit der Suchfunktion suchen nach den Medikamenten ggf. mit Elvanse oder Medikinet da könnten dann ein paar Fragen von dir beantworten werden

Ich wollte nur Erfahrungswerte speziell ob das Ausschleichen sich bei diesen beiden Med. unterscheiden
Da sie im Grunnde ja ähnlich/ gleich sind, nur verschiedene Generationen.

Mir macht es den Anschein als würde die jüngere Generation weniger Nebenwirkungen/ Absetzerscheinungen haben. Was natürlich ein gewinn ist.

Ja, das ist der Vorteil von Escitalopram gegenüber Citalopram.
Nach meiner Erinnerung i8t Citalopram ein Racemat (Mischung links und rechtsdrehendes Isomer), Escitalopram nutzt nur eines der beiden Isomere und verzichtet auf das, das mehr Nebenwirkungen verursacht.

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Kleines Update:

Ich bin frei von Escitalopram. Vor 3 Wochen die letzten 5mg genommen, also ist es auch aus dem Körper raus.
Wie schlimm die Absetzerscheinungen nun wahren kann ich nicht sagen, da ich mir zeitgleich eine Influenza A Infektion eingefangen hatte und wirklich elendig am Stock ging… :sweat_smile:
Kann also die Symptome nicht zuordnen.

Zum Glück geht es jetzt so langsam. Als nächstes möchte ich das Bupropion raus nehmen. Ich kann soooo schlecht schlafen… Bupropion habe ich bisher noch nie abgesetzt. Bin mal gespannt wie das wird.

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So…

vor 3 tagen hab ich das Bupropion abgesetzt.

Irgendwas ist komisch im Moment.
Ich bin extrem genervt, wütend und gereizt. Es gibt aber auch immer Gründe dazu.
Gerade auf der Arbeit drehen die gerade am Rad. Das ist ein AffenstallKindergarten.

Allerdings bin ich so wütend und gereizt das ich am liebsten echt den ganzen Laden kurz und klein schlagen würde.
Letzten Dienstag war es ganz schlimm. EINER, ein einziger… hat extrem Stress gemacht. So ne kleine filigrane Männlichkeit war da unterwegs. Er hat sehr viel Energie geraubt, Luft bewegt und ist uns alle unfassbar auf die Nerven gegangen. Und hat absolut nichts am Ablauf verändert. Nein er hat soviel Störung reingebracht das wir sogar langsamer geworden sind.

Also absolut unnötig und ich hatte so mühen nicht spontan in Flammen aufzugehen.
Der Dienst war so schlimm das ich trotz Medikinet gerade mal 2 Stück Schokolade und 500ml Cola zu mir genommen habe. Und das bei 5 Patiententransporte in 2,5h. Ein Pat.Transport dauert min 30 min und das ganze geraffelte wiegt min 200kg. eher mehr.
Und so ging es mir dann auch. Ich glaube zuhause hatte ich dann auch den Rebound schlecht hin.
So schlimm das mein Psych am nächsten Tag sogar seine ADHS Diagnose angezweifelt hatte und dachte es wäre doch Borderliner.

Es war so schlimm das ich mich sogar AU gemeldet habe. Aus Sorge das ich was machen könnte was mir schadet.

Und mich erschreckt das.

Allerdings vermute ich das auch das Bupropion damit zutuen haben könnte. Da der Gegenspieler Escitalopram jetzt ganz raus ist. Daher hab ich das Bupropion jetzt abgesetzt und hoffe das es schnell wieder besser wird.

Der Psych meinte ich solle das Escitalopram wieder nehmen. Dabei hatte ich das doch gerade erst mühsam wieder abgesetzt. Ich habe mir jetzt ein Frist gesetzt. Wenn das nicht in 8 Wochen wieder besser ist, dann nehme ich die SSRI wieder und nehme die Nebenwirkungen halt hin.

Ich kann mich in so einer Verfassung selber nicht leiden und das wäre dauerhaft sehr schädlich für mich.

Leider gibt es viele Möglichkeiten warum ich momentan so drauf bin. Mit 44 könnte ich auch in der Perimenopause sein. Meine Mens kommen unregelmäßig. Ich soll sobald sie einsetzen zum Gyn zur Blutabnahme um die Hormone bestimmen zu lassen. Bloß immer dann wenn sie kommen ist Wochenende, Mittwoch nachmittag oder ich bin gerade mitten im Dienst und kann nicht weg.

Aktuell bin ich etwas verzweifelt

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Liebe @Bine82

Ich fasse mich kurz:

Klingt nach unbehandeltem ADHS oder/und schlechter Medikamentendosierung oder/und Mangelernährung. Wenn ich zu wenig esse und trinke (Unterzuckerung und Dehydrierung) bekomme ich eine Scheißlaune und gehe ruckzuck in die Luft.

Nimm mir die nächsten Sätze bitte nicht übel. Ich meine es gut mit dir.
Medikinet nehmen, nix Essen und wenig Trinken und wenn Trinken, dann Koffein. Au weia! Du bist doch kein Neuling hier im Forum. Nun hast du dir die Antwort auf die Frage “wie mach ich mir selbst einen ganz üblen Rebound” selbst gegeben. Warum bist du dann eigentlich zum Psych? Was sollte der denn da tun? Dich in den Senkel stellen? Hat der nicht nach deiner Ernährung gefragt?

Warum wolltest du Bupropion absetzen? Hatte es bei dir schlimme Nebenwirkungen? Ich hatte damals, als ich es nahm keine Nebenwirkungen. Direkt nach meiner ADHS Diagnose habe ich Bupropion binnen 8 Tagen von 300mg über 150mg auf Null abgesetzt (ohne Absetzerscheinungen!) und mit Medikinet begonnen, denn meine psychischen Sekundärerkrankungen waren nur Folgeerscheinungen meines unentdeckten ADHS. Egal welche Medi (Methylphenidat oder Lisdexamphetamin) ich genommen habe, führte mich zu wenig Essen und Trinken über kurz oder lang zum Rebound. Als alte Häsin im Forum hier muss man dir eigentlich nichts mehr erklären, wie wichtig richtiges Essen und Trinken mit ADHS-Medikation ist. Oder doch? Also, wenn ich wieder einen Depri-Schub bekäme, würde ich auf keinen Fall mehr SSRI nehmen, sondern nur SNRI wie Bupropion.

Über den Einfluss weiblicher Hormone auf die ADHS-Symptomatik kann ich nicht mitreden :wink: . Aber ich wünsche dir, dass du den richtigen Zeitpunkt erwischst für Blutabnahme. Toi toi toi :hugs:

Exscitalopram erhöht die DAT, ist bei ADHS daher in der Regel kontraindiziert.
Wie schnell hast du das Bupropion denn abgesetzt?

Dein Doc hat aber das Sagen, das hier sind nur Infos für das Gespräch mit ihm.

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Dieser Post war nur ein mal erzählen. Erfahrungen. Wie es mir so geht…

Ich arbeite als Krankenschwester auf einer Intensivstation als Springer.
Grundsätzlich kann ich das mit dem Essen gut timen.
Aber die letzten Wochen ist die das die Anarchie ausgebrochen. Am Dienstag sind aber dann noch mehrere Sachen zusammen gekommen. Unmögliches Verhalten eines vertretenden Oberarztes, mein nicht mehr Essen können und ich meine Menstruation kam.

Zum Glück ist die Oberärztin wieder da. ALLE meine Kollegen haben sich über die mangelnde Disziplin der vertretenden Oberärzte beschwert. Gestern habe ich noch erfahren das nach Dienstschluss eine junge, gerade frisch zu uns gekommen Assistenzärztin da so den Hammer geschwungen hat, das der Affe sich über sie beschwert hatte. dabei war sie die einzige mit dem Mut ihm mal die Leviten zu lesen. BTW. Die Oberärztin hat ihr den Rücken gestärkt.

Zum Thema Essen. Ich hab extra eine Highend Intensivstation verlassen da es dort sehr viel häufiger vorkam das der dienst in totalem Chaos endete das ich nicht zum Essen kam.

Und ich hab selten solche agressien Momente, das mich das so verwirrt hatte das ich mir beim Psych Hilfe suchen wollte.
Das Bupropion sollte ohne hin abgesetzt werden. Ich vertrage es nämlich nicht und komme ohnehin nicht auf die Therapeutische Dosis. 150mg gehen gerade so noch. Unter 300mg hatte ich ständig Muskelkrämpfe und allg. merkte ich das dass Krampfpotential steigt. Wir hatten mit dem Absetzen aber gewartet um nicht eine wilde Absetztour zu machen und am ende nicht mehr zu wissen woher was kommt. Das Bupropion ist das vorletzte. Im laufe des Jahres kommt noch ein Opioidentzug dran. (Tilidin wegen Rücken)

Ich war bei 150mg. Ich hab es vor 4 tagen abgesetzt. Bisher merke ich keine Absetzerscheinungen.

Gestern der Dienst mit der gewohnten Oberärztin war extrems unterbesetzt, aber gut geführt. Entsprechend war auch mein Laune… Ausgeglichen.

Ich deke das ich jetzt ohne das Escitalopram auch sehr auf respektloses, übergriffiges und völlig chaotisches verhalten reagiere. Ich hab das Zeug lange geschluckt und damit waren meine Emotionen auch lange sehr gedämpft.
Jetzt muß ich erstmal wieder mit Wut klar kommen.

Ist schon übel wie sehr mit meine Wut die tage aus der Bahn geworfen hatte.

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Kannst du mir kurz DAT erläutern?

Vielen Dank

DAT = Dopamintransporter.
Die werden durch Dopaminwiederaufnahmehemmer wie Stimulanzien gehemmt.

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ah alles klar.

Dann ist es möglich das ich jetzt die MPD Dosis anpassen müsste?
Das Bupropion soll angeblich auch das MPD beeinflussen.

Hab also noch ein bisschen was zu tuen.

Die letzten Tag ist meine Birne wirklich angenehm friedlich.

Das wäre mir ganz neu.
Hast du dafür eine Quelle?

Das war die Aussage meines Psych.

Macht für mich aber auch Sinn da ja beide Stoffe die Verweildauer von Dopamin im synaptischen Spalt beeinflussen.

Es sind dann ja zwei Stoffe die den Abtransport hemmen. Nicht nur der eine.
Nicht das Bupropion MPD verstärkt. Nein es besetzt halt auch nen Transporte und hemmt diesen.
Sind halt zwei Männer von verschiedenen Unternehmen auf der Baustelle. Und nicht zwei des gleichen Unternehmens.

PS. Danke für die Korrektur meines neue erfundenen Medikamentennamens :rofl:
Ich spreche sogar im Reallife so… :rofl: Buuppioppupioon :rofl:
Ich stottere leider ein wenig.

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OK, dann beeinflusst Bupropion nicht die Wirkung von MPH, sondern Bupropion wirkt ebenso wie MPH als DAT-Hemmer. Jetzt bin ich dabei.

Anders als bei anderen Wechselwirkungsrisiken ist das hier aber nicht so tragisch, denn ihr schaut ja gerade auf diese dopaminerge Wirkung und dosiert MPH und Bupropion entsprechend.

Gefährlich sind Wechselwirkungen, wenn ein Medikamemt die Wirkung eines anderen insgesamt beeinflusst, und man sich nicht bewusst ist, dass (Phantasiebeispiel:) ein Kopfschmerzmittel auch den Blutdruck beeinflussen kann, weil es die Wirkung eines Blutdruckmedikaments verändert.

Wie auch immer, dein Arzt ist de Maßsstab :slight_smile:

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Bezieht sich das Essen, das bei keine Zeit zum Essen dann hinten runter fällt, auf Essen zur Einnahme von Medikinet adult oder auf Essen irgendwann später während der Wirkdauer?

Wenn ersteres der Fall wäre: Warum dann das einzige MPH Präparat mit Essenszwang? Hast du mal Ritalin Adult oder Concerta bzw. die jeweiligen Generika ausprobiert?
Wenn zweiteres zutrifft: Wenn du in manchen Diensten zumindest Zeit zum Trinken hast (ist sicher auch nicht immer der Fall) könntest du ja z.B. einen trinkbaren Mahlzeitenersatz (so was wie z.B. dieses Almased, was manche zum Abnehmen trinken) als Backup dahaben. Das geht schneller als Essen, ist sicher kein Hochgenuss, aber du hast zumindest etwas für die Energiereserven deines Körpers und damit die Chance auf gleichmäßige Stimulanzienwirkung zu dir genommen (besser als die Alternative gar nichts).
Das nur mal so als Idee. Vielleicht ja überflüssig, dann ignoriere meinen Beitrag.

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MPH Funktioniert bei mir recht gut. (Hab aber keinen vergleich)

Und es ist jetzt eine Ausnahme das ich nicht zum essen komme.
Ich nehme morgens meine Med. dann esse ich Jogurt etc. Also Proteine die schnell runter gehen.
Im laufe des Tages esse ich dann aber noch weiter, da ich morgens einfach kein halbes Schwein auf Toast essen kann. Und das viel an dem Tag weg.

Und das hat mir sichtlich gefehlt.

Bis du richtig eindosiert bist, solltest du Koffein komplett weglassen.

Für Medikinet wäre das zu wenig.
Welches MPH-Präparat nimmst du?

Ich denken ich bin eindosiert?! :face_with_raised_eyebrow:
Das passt soweit. Vorausgesetzt es bricht kein Krieg aus.

Ja das war dumm unter diesen Bedingungen eine Cola zu trinken. Aber ich brauchte einfach was zu trinken. Und das war eben da. Ne schöne Kalte Cola während einem die Zunge durch die ganzen körperlichen Anstrengung schon am Boden schleift. Energiedrinks gehen garnicht mehr. Überhaupt nicht mehr. Die vertrage ich garnicht mehr.

Und weil ein Jogurt zuwenig ist esse ich ja 2h später noch was. Eigentlich habe ich so alle 2h was zum kauen im Mund. Oftmals schütte ich mir auch ein Fresubin rein. Das ist eine Vollwertige Trinkmahlzeit. Aber selbst dazu war an dem Tag keine Zeit. Habs mit ach und krach aufs Klo geschafft.
Ich hab an dem tag aber auch echt nicht gut für mich gesorgt. Denn ich muß den laden ja nicht alleine wippen, da sind noch andere Menschen die auch mal meins übernehmen können.

Heute hatte ich wieder mal so nen Dienstwechsel. Hab ich selten. Ich arbeite zu 90% immer zur gleichen Zeit. 8-16:30. Feiertage/ Wochenende frei. Ab und zu hab ich mal so mitten drin EINEN Spätdienst. Das sorgt dann immer für Chaos. I.d.R. komme ich zu früh zum Dienst. Also weniger schlimm, nur ärgerlich.
Heute war ich zur richtigen Uhrzeit da, aber hatte meine Tilidin für den Abend zuhause liegen lassen. Die letzten 3h auf der Arbeit wahren eine Qual… Spontane, einzelne Veränderungen bringen mich immer so aus dem Tritt das gut funktionierende Strategien vor die Wand laufen. :sleepy_face:

Das war auch an dem Tag der Fall, weil der andere Oberarzt mit seiner ganz eignen Führungsstrategie (Führung nach Möwe: rein flattern, rum schreien, überall drauf scheißen, raus flattern) dort war. Wo der Autismus Verdacht auch wieder verstärkt wird. Gibt es eine neue Person im Team bin ich immer erstmal wieder raus. Ich schlucke es runter, aber die gute liebe Gewohnheit. Der Übergang ist …
Hab ich mich an das Wesen einer Person gewöhnt kann ich mich einstellen und entwickle Strategien auch mit unangenehmen verhalten umzugehen. Aber so spontan bekomme ich das nicht hin. Nicht bei stressigen, respektlosen, blöden Charakteren. Bei Freundlichen, Ruhigen, zurückhaltenden neuen Personen ist das OK. Man checkt sich dann so gegenseitig ab und wedelt dabei gegenseitig mit weißen Fähnchen um den anderen zu signalisieren das er auch noch rausfinden muß und man nicht absichtlich auf den Füßen rum treten will.

Auch total spannende. Ich muß seit heute mäßig hoch dosiert Kortison für die nächsten 4 Tage nehmen. Hab die Wechselwirkungen gecheckt, gibt keine. Hatte aber die Befürchtung das die Mischung Kortison (Stresshormon) und Medikinet Adult explosiv werden könnten. Nichts ist passiert. Ich war so konzentriert, kontrolliert wie ich es die meiste Zeit unter Meidkinet bin. Glück gehabt. :sweat_smile:

Ich bin jetzt auch 8 tage ohne Bupropion. Das bereitet mir absolut keine Probleme. Das kann ich wahrscheinlich aber auch erst so in zwei Wochen wirklich bewerten.

Nach wie vor, dieser eine Dienstag war echt ein selten da gewesenes Ereignis in meinem Leben. Selten war ich so Wütend. Denn jetzt die Tage, Menstruation ist raus… bin ich wieder friedlich, vernünftig, bissel fröhlich überdreht wie immer.

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