Ja ich spreche mit ihr, und sage ihr dass ich Abends Probleme mit Ängstlichkeit habe, und was man dagegen tun kann. ![]()
Also mein Ratschlag ist: offene und ehrliche Kommunikation.
So wie du es beschreibst, scheint das bei dir und deiner Freundin ja durchaus so zu sein, dass ihr miteinander reden könnt?
Und sie möchte ja mit dir zusammen sein! Genau deswegen hat sie ja bisher zurückgesteckt und deine „Befindlichkeiten“ ausgehalten. Nur jetzt merkt sie halt, dass sie dabei ihre eigenen Grenzen überschritten hat.
Ich weiß nicht, wie es Euch da draußen so geht, aber ich kenne das nur allzu gut! Ich weiß doch gar nicht, wie es mir geht und was ICH will, also fühle ich mal hinaus, was meine Umwelt so möchte und mache das. Und im Lauf der Zeit merke ich, dass ich damit überfordert bin und selbst auf der Strecke bleibe. Gleichzeitig mache ich mir Vorwürfe, dass ich nicht mehr so für die anderen da sein kann. - Ich vermute mal, dass es deiner Freundin gerade so gehen könnte.
An deiner Stelle würde ich ihr ganz offen und ehrlich sagen, was Sache ist:
- dass du sie liebst und mit ihr zusammen sein möchtest.
- dass du weißt, dass du manchmal mit deinen Befindlichkeiten erdrückend sein kannst, dass du verstehst, wenn das für sie überfordernd ist und dass du dir wirklich Mühe gibst, dass zu ändern.
- dass du ihr und ihren Themen unbedingt Raum geben möchtest.
- ob ihr vielleicht zusammen eine Lösung finden könnt.
Vielleicht könnt ihr ja in regelmäßigen Abständen ein „Paargespräch“ miteinander vereinbaren, wo ihr eben genau diese Beziehungsdinge besprechen könnt. Was jeder von euch braucht und was ihr euch vom anderen wünscht.
Dann haben diese Themen einen festen Platz und vermiesen nicht die übrige gemeinsame Zeit (außer irgendwas brennt), es geht nichts verloren und jede/r bekommt den Raum, den er/sie braucht.
Auch könntet ihr so etwas einführen wie eine feste Redezeit, also dass jeder z.B. 5 Minuten am Anfang hat, in denen nur er/sie redet und der andere zuhört (und sich ggf. Notizen macht).
Das ist sicherlich nicht jedermanns/fraus Sache, in meiner Beziehung (immerhin schon 11 Jahre jetzt - Moment, kann ich dann überhaupt ADHS haben?
) ist diese absolut ehrliche Kommunikation ein Grundpfeiler. Natürlich läuft es bei uns auch nicht immer rund, bei weitem nicht. Und es gab auch Zeiten, wo das komplett eingeschlafen war und wir etwas nebeneinander her lebten. Aber wir finden immer wieder zueinander zurück. Wir „müssen“ nicht über alles reden, aber wir KÖNNEN über alles reden. Und das finde ich total wichtig.
Ich drücke dir die Daumen, dass du mit deiner Freundin einen Weg für euch findest! ![]()
Liebe:r @Rumpelkammer , also so wie ich @crizzledizzle verstanden habe, denn er hat ja geschrieben das seiner Freundin in letzter Zeit alles ein bisschen zuviel geworden ist, ihre Geduld langsam immer schneller erschöpft ist, geht es darum das crizzledizzle jetzt unbedingt an sich selbst arbeitet.
Denn das er seine Freundin liebt ect. ect. das weiss sie ja bereits alles, dafür braucht sie keine Bestätigung mehr, um was es geht ist das crizzledizzle lernt seine Ängste und Sorgen abzubauen, und zwar ohne mit seiner Freundin jederzeit und immer über diesen Prozess reden zu müssen.
Denn dafür wäre ja dann eigentlich die Therapeutin wichtig, und erst danach dann eventuell die Freundin.
Und dann geht es im Prinzip darum das crizzledizzle lernt sein eigenes Selbstwertgefühl zu stärken, und lernt in sich selbst zu vertrauen.
Und wenn er das lernt, eben durch Achtsamkeit, dann zu erkennen das man auch lernen muss sich selbst zu achten und respektieren, dann kommt er weiter, kann sich menschlich weiter entwickeln, ich denke um solche Dinge geht es momentan hier. ![]()
Sehr gut zusammengefasst. ![]()
Danke für die Worte ehrlich das hat mich beruhigt.
War vorhin auch wieder etwas panisch…wie so oft auch.
Manchmal hilft dann einfach reger Austausch mit anderen Betroffenen.
Vielen Dank an Euch Allen.
Ich werde mich hier zurückmelden sobald sich was getan hat.
VG
Liebe @AbrissBirne,
sicherlich geht es darum.
Das widerspricht aber nicht dem, was ich meine ![]()
Was ich meine ist, dass er seiner Freundin mitteilt, dass er eben weiß, wie schwierig es ist und dass er daran arbeitet. Es geht nicht darum, dass er seinen „Mist“ bei ihr ablädt, sondern dass er ihr sagt: „Ich sehe das Problem, ich sehe, dass es dich belastet, ich gebe mir wirklich Mühe, es zu ändern. Wie kann ich dir mehr Raum geben? Wie können wir das zusammen schaffen?“
Das sehe ich auch so.
Das stimmt auch, aber @crizzledizzle hatte ja auch geschrieben, dass er seine Freundin als Mischtyp aus vermeidend und sicherer Bindungstyp einschätzt. Es ist, wie @Rumpelkammer schreibt, wichtig zu kommunizieren. Wenn der vermeidende Teil bei ihr überhand nimmt, bringt es nichts, wenn nur er an sich und seinem Selbstwert arbeitet. Bzw. es ist deutlich schwerer, wenn sie sich emotional zurückzieht und kein Problem auch bei sich selbst sieht. Wenn beide reflektieren, was sie für ein Bindungstyp sind und was sie selbst sowie den anderen triggert, kann man gut dran arbeiten.
@Rumpelkammer und @ADDorableAlien Nein darum geht es eben NICHT, es geht NICHT darum wie wir (*) „das zusammen machen“, sondern es geht darum wie ER (crizzledizzle) es ALLEINE schafft an SEINEM Verhalten übertriebener Ängstlichkeit und Sorgen ALLEINE zu arbeiten, und „ausserdem“ eben darum, seine Freundin weniger mit seinen Ängsten und Sorgen zu belasten.
Ich hoffe ich habe mich nun klar genug ausgedrückt. ![]()
(*) crizzledizzle und seine Freundin.
P.s. ausserdem muss er unabhängig von seiner Paar Beziehung lernen sein Selbstwertgefühl zu stärken und Menschen zu vertrauen, denn er lebt ja nicht nur in seiner Paar Beziehung, sondern hat auch Familie, Beruf und Freunde, und auch dort muss er klar kommen, kurz gesagt: sein Problem betrifft sein ganzes Leben.
![]()
Ah, also wenns um allgemeine Themen geht bin ich bei dir ![]()
Wenns speziell um die Verlustangst (Beziehung) geht, dann bleib ich dabei, dass es für jemanden der ein ängstlicher Bindungstyp ist, sehr schwierig ist, wenn der vermeidende Bindungstyp nicht weiß, dass er vermeidend ist (oder bei dem beschriebenen Mischtyp eben der vermeidende Teil gerad hervorkommt). Dann kommt es oft dazu, dass der vermeidende Typ quasi immer alles richtig macht und der ängstliche immer alles falsch und Fortschritte werden nicht gesehen. Wenn beide dran arbeiten, dann kann man Fortschritte machen.
Da gehe ich zu 100% mit ![]()
So siehts aus.
Eingeständnis der eigenen Probleme oder Schwierigkeiten.
Manchmal lässt man das dann unwissend an seinem Umfeld aus.
Siehe meine Partnerschaft…
Dass meine Freundin vermeidend ist und was sie von mir emotional distanziert weiß ich und darüber haben wir auch schon gesprochen.
Wir triggern uns in dem Punkt beide gegenseitig.
Ihr vermeidendes Verhalten führt dazu dass ich noch mehr Sorgen und Unsicherheiten habe. Und meine Sorgen und Unsicherheiten führen dazu dass sie noch mehr vermeidet. ![]()
Damit man diesen Kreislauf aber bricht muss einer von beiden, ODER beide an seinen Verhaltensweisen arbeiten. Verständnis und Aufklärung ist hier enorm wichtig.
Meine Freundin ist grundsätzlich NICHT vermeidend sondern eher der sichere Typ, sofern ich ihr auch das Gefühl gebe, dass ich ihr vertraue. Dann zeigt sie mir viel Sicherheit und Liebe. Sobald ich aber klammer wegen meiner Ängsten, fängt Sie an sich von mir zu distanzieren. Sie kann bis zu einem gewissen Grad meine Ängste nehmen, aber wenn es über langen Zeitraum nicht besser wird, distanziert sie sich von mir. Irgendwann belastet Sie das nämlich auch.
Im Endeffekt muss ich erstmal meine „Baustellen“ bearbeiten, um dann abgekapselt davon das richtige Verhalten ihr gegenüber zu erreichen. Denn eine Grundangst gegen Ablehnung liegt bei mir schon immer an. Egal ob mit oder ohne Beziehung.
VG
Wenn grade im Rebound oft Probleme auftreten und ihr gar noch getrennte Wohnungen habt, dann im Rebound keinen Kontakt, weil da jede noch so banale Kleinigkeit zu einem Konflikt führen kann was schon ½ später nicht mehr passieren würde.
Damit hab ich wohl schon viele Konflikte vermieden .
Es würde dir auch helfen dass du lernst dich in dem Moment mehr um dich selbst zu kümmern und zu trainieren deine Verlustängste auszuhalten. Geht es dir dann von selbst besser benötigst du danach auch weniger Bestätigung.
Der Rebound bringt viel ungreifbares in der Gefühlswelt durcheinander und diese Phase sollte man eher als „belanglos“ „abhaken“ und vor allem nicht überbewerten , weil es ja nur im Zeitfenster vom Rebound passiert, so wie andere dann eine kurze „Fressattacke“ , Kopfweh oder erhöhte ADHS Symptomatik bekommen.
Eine Möglichkeit wäre auch unret Methylphenidat gegen den Rebound.
Alles was du schaffst für dich alleine im Rebound zu managen wird dir mehr Sicherheit geben.
Das von einem Medikament ausgelöste Gefühlschaos ist eine Nebenwirkung, die es nicht wert ist die Energie vom Partner zu verbraten.
Eine Partnerschaft sollte nie im Rebound hinterfragt werden.
Ein Partner sollte durch die Reboundnebenwirkung nicht zusätzlich belastet werden.
Ich verfasste einen Ratschlag.
Du hast mir widersprochen.
Ich antwortete höflich und freundlich, dass ich in unserer beider Aussagen überhaupt keinen Widerspruch sehe.
Von deinem letzten Post fühle ich mich allerdings sehr wohl etwas angepflaumt und das für mein Empfinden ziemlich zu unrecht.
Ich habe dich weder kritisiert, noch dir widersprochen.
Natürlich hast du recht: er muss selbst an seinen Problemen arbeiten. Genauso, wie sie an ihren arbeiten muss.
Alles, was ich gesagt habe war: dass sie gemeinsam an ihrer Beziehung arbeiten müssen.
Dazu gehören nämlich zwei. Dass kann er alleine nicht retten, egal wie er sich verdrehen würde. Und dazu braucht es ehrliche und offene Kommunikation.
Vielleicht habe ich mich nicht klar ausgedrückt, vielleicht ist es auch die Schwierigkeit einer schriftlichen, zeitversetzten Kommunikation.
Ich hoffe, dass ich das nun besser verständlich gemacht habe.
Liebe:r Rumpelkammer, es tut mir aufrichtig leid wenn Du Dich von mir angepflaumt gefühlt hast, dass wollte ich auf keinen Fall.
Es geht hier ja nicht darum ob ich Recht habe, so ein Mensch bin ich sowieso nicht.
Und natürlich habe ich Deinen Beitrag verstanden, und Du hast nur Deine eigenen Gedanken dazu mitgeteilt, was sehr wertvoll ist, und hier auch ganz sicher jeder*, und ich sogar ganz besonders, wirklich sehr hoch schätzt. ![]()
Mir ist übrigens noch etwas durch den Kopf gegangen, sozusagen eine Methaper zu diesem Thema hier.
Ich selbst bin ja z.B. Mutter, und als Mutter muss ich begreifen das meine Kinder die ich über alles liebe zwar von mir geboren und aufgezogen wurden, natürlich genauso von ihrem Vater, also gemeinsam als Eltern.
Trotzdem sind diese Menschen die aus meinem Mann und mir entstanden und gewachsen sind trotzdem nicht unser persönliches Eigentum, sondern sind eigenständige Menschen.
Ich persönlich denke dabei gerne an Vögel, man zeugt sie, füttert sie und zieht sie gross, aber Fliegen lernen müssen sie selbst.
Und wenn sie das Fliegen gelernt haben, dann müssen sie lernen ihrer eigenen Bestimmung zu folgen, müssen lernen erwachsen zu werden.
Ich kann meinen Kindern dann zwar anbieten das ich trotzdem immer für sie Dasein werde falls sie in Not geraten, dass ich ihnen aber immer nur entsprechend meiner eigenen Ressourcen helfen kann, heisst das sie hauptsächlich auf sich selbst gestellt sein werden und ihr eigenes Leben in ihre eigenen Hände nehmen müssen.
Ich kann ihr Leben nicht „für sie leben“ , egal wie sehr ich sie liebe, egal auch wenn ich sehe das vielleicht nicht alles so verläuft wie ich es mir für sie vielleicht insgeheim „erträumt“ hätte oder sowas in der Art.
Genauso wenig wie meine Kinder dafür verantwortlich sind was mir vielleicht alles noch in meinem Leben wiederfährt.
Keine Ahnung ob Du jetzt verstehst auf was ich damit hinaus will, weil ich mich vielleicht zu umständlich ausgedrückt habe, aber manchmal kann ich besser beschreiben was ich meine wenn ich in Bildern spreche.
Wie auch immer, ich schätze Deinen Input und Deine Meinung sehr, bin aufgeschlossen und sehr an einer anregenden Diskussion interressiert. ![]()
Okay nachdem ich versucht habe zu erklären, anhand eines Beispiels mit dem ich mich selbst sehr gut identifizieren kann, wie das Zusammenspiel zwischen uns Menschen ist, nämlich das andere Menschen uns nicht „gehören“, egal wie sehr wir diese Menschen auch lieben, geht es mir im wesentlichen darum um klar zu machen das wir, egal um wen, oder in welcher Beziehung wir zu einem Menschen stehen, NIE einen Besitzanspruch auf diese:n Menschen haben.
Sondern das wir höchstens etwas mit anderen Menschen teilen können, oder auch nicht, dass uns aber nichts auf dieser Welt einen Anspruch dafür gibt um auf einen anderen Menschen in irgendeiner Form eine Art von Besiztzanspruch zu erheben, sondern im Gegenteil, je mehr wir das tun, desto mehr muss sich dieser Mensch dann fast schon zwangsmässig von uns distanzieren, ganz einfach um seine eigene Bestimmung in seinem eigenen Leben selbst finden zu können, welche wir einem geliebten Menschen nicht verwehren dürfen, selbst dann nicht wenn das vielleicht bedeutet das die Erfahrungen dieses geliebten Menschen vielleicht schmerzhafte Erfahrungen in seinem Leben sein könnten.
Liebe bedeutet auch „loslassen zu können“, klammern erzeugt meistens das Gegenteil von dem was vielleicht möglich wäre, liesse man dem anderen genug Raum um sich selbst entfalten zu können. ![]()
Sobald wir uns auf einen anderen Menschen in einer Beziehung einlassen, schlussendlich egal um was für eine Beziehung es dabei geht, sei es zum Partner*, am Arbeitsplatz, oder wo auch immer, können wir im Leben nur bestehen, wenn wir in andere und uns selbst vertrauen, und das selbst auf die Gefahr hinaus, dass wir von anderen Menschen vielleicht total verarscht oder enttäuscht werden.
Und so hart und grausam solche Erlebnisse sind, so gehören sie leider dennoch zum Leben.
Und mit solchen Erlebnissen muss man lernen zu leben, auch wenn das alles andere als einfach ist, und zwar für niemanden.
Doch trotzdem gehören solche Erlebnisse zum Leben, und ich weiss von was ich spreche, habe ich doch selbst schon genug Enttäuschungen seitens anderer Menschen in meinem Leben erfahren.
Und deshalb ist es so wichtig das man sein eigenes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärkt, um weniger von anderen abhängig zu sein, sondern sein eigenes Leben auch alleine meistern kann. ![]()
So Leute ich muss kurz mal ein Update geben.
Ich habe heute mit meiner Ärztin telefoniert.
Hab ihr das mit den Ängsten und Unsicherheiten vor allem im Rebound erzählt.
Und das mich das schon stark belastet am Abend.
Sie meinte dass sie gerne mal Concerta bei mir ausprobieren möchte.
Wenn das mit Stimulanzien nichts wird, dann Atomoxetin als letzten Versuch.
Eine Kombinationstherapie mit SSRI empfiehlt sie nicht und laut ihrem System wird da eine Kontramedikation benannt.
Daher meine Frage wie sind eure Erfahrungen mit Concerta und haltet ihr das für einen guten Versuch ?
Kann ich Elvanse einfach abbrupt absetzen und am nächsten Tag direkt neues Medikament nehmen ? Oder soll ich lieber erstmal Elvanse komplett aus dem System holen ? ![]()
Meine Ärztin schickt mir einen Behandlungsplan per SMS heute noch.
Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen.
Sehr gut formuliert ![]()
Hallo lieber @crizzledizzle Super das Du schon mit Deiner Ärztin telefoniert hast. ![]()
Deine Rückmeldung hört sich doch wirklich sehr hoffnungsvoll an, auch toll das Deine Ärztin gegenüber einem Versuch mit Concerta so offen ist. ![]()
Ich hatte Dir ja von mir bereits geschildert das bei mir Concerta sehr gut gewirkt hatte, und da Du nicht zusätzlich ein Antidepressia einnimmst sollte das Concerta bei Dir dann eigentlich auch gut wirken.
Concerta wird ja langsam über den Tag frei gesetzt, dass sind so spezielle Kapseln, leider fällt mir gerade der korrekte Namen dafür nicht ein, jedenfalls nimmt man die morgens, und bei mir hatten die 54mg damals wirklich bis spät abends gewirkt.
Concerta „kann“, „muss aber nicht“, den Blutdruck erhöhen, in Deinem jungen Alter sehe ich persönlich dafür aber keine Gefahr, ausser Du hättest jetzt bereits irgendwelche Probleme in diesem Bereich, was ich mir persönlich allerdings nur schwer vorstellen könnte.
Da Du unter einer Angststörung leidest, ist es deshalb wichtig, dass Du weisst, dass sich auch bei Herzgesunden Menschen der Blutdruck anfangs eventuell vielleicht leicht erhöhen kann, dass sich dies aber normalerweise dann relativ schnell wieder auf „normal“ einpendelt.
Wichtig ist das Du bei der Eindosierung regelmässig Deinen Blutdruck und Puls misst und über diese Werte „Buch führst“, heisst so eine Art „Eindosierungs Tagebuch“ führst.
Das hilft nicht nur Dir um die Übersicht zu behalten, sondern ist auch wichtig für Deine Ärztin.
Soweit so gut, was gibt es noch zu sagen?, einmal im Jahr ein EKG sowie ein Blutbild machen lassen, dass dient vor allem der Überwachung der Leberwerte.
Dann gibt es noch zu sagen das Concerta, zumindest war dies bei mir so, Auswirkungen auf mein Hungergefühl hatte, und das war tatsächlich ehrlich gesagt schon irgendwie ziemlich extrem.
Denn ich konnte den ganzen Tag weder Essen noch Trinken, musste mich selbst akribisch daran erinnern das ich das nicht vergesse, leider hatte dies nicht immer geklappt, deshalb ass ich oft erst so zwischen 22 Uhr und Mitternacht, und dann hatte ich aber regelrechte Fressattacken.
Wie gesagt, vielleicht war das bei mir auch nur so extrem weil ich damals noch zusätzlich das Venlafaxin verschrieben bekam, von daher kann ich Dir halt leider keine genauen Angaben machen wie es ist wenn man „nur“ Concerta nimmt.
Nicht desto trotz, probieren geht über studieren.
Und by the Way, vergiss nicht Dein Selbstwertgefühl und Dein Selbstbewusstsein zu stärken. ![]()
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Zu Concerta kann ich leider nichts sagen. Venlafaxin nehme ich heute auch noch. Das vertrage ich gut. Diese krassen Ängste vor Ablehnung und die Selbstunsicherheit, kenne ich auch. Ich hab das jahrelang als Symptome einer Erschöpfungsdepression gedeutet. In gewisser Hinsicht ist das auch so. Auf totale Reizüberforderung reagiere ich mit Depression. D
Ich würde ein paar Tage pausieren weil du concerta noch nicht kennst.
Weil sonst wird es schwer zwischen Absetzsymptomatik und Concerta Wirkung oder Nebenwirkungen zu unterscheiden .
Wobei frage lieber deine Ärztin, die kennt dich ja besser
Vielen Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht. ![]()
Ich werde berichten sobald ich Concerta ausprobiert habe.
Aber was du so berichtest hört sich erstmal gut an. ![]()
Ich starte mit der kleinsten Dosis am Morgen.
Nächste Woche Montag kann ich das Rezept abholen.
Sonst noch irgendwelche Tipps und Tricks beim Einspielen von Concerta ?
Irgendwas zu beachten, was die Wirkung verbessern kann?
Und ja das mit dem Selbstwertgefühl ist ein wichtiger Punkt zum Aufarbeiten.
Das werde ich die nächste Therapiestunde auf jeden Fall mal erwähnen.
Vielen Dank nochmal.
PS: ich hatte gestern einen schönen Valentinstag mit meiner Freundin. Kein Drama oder Ähnliches.
Das lag bestimmt an euren beruhigenden Worten. ![]()
Schöne Grüße und einen tollen Abend euch noch.