ADHS Bullshit Bingo

Hab ich genau deshalb auch gelassen.
Ich kann selten eine Tasse Kaffee 4 m tragen ohne zu kleckern. Ich muss mein Glück nicht überstrapazieren.

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Ging es nicht eher um Aufgaben und weniger um Symptome bzw. sowas wie Eigenschaften? Wobei Autofahren an sich keine Aufgabe ist, war halt ein schlechtes Beispiel.

Ich meinte wirklich Aufgaben, sowas wie im Haushalt helfen, mit dem Hund raus, Rasen mähen, Steuererklärung machen :wink: etc. Und wenn mir da plötzlich jemand kommt mit Ich kann nicht Staubsagen oder ich kann nicht kochen und sich bei jedem Versuch aus Bequemlichkeit dumm stellt, denke ich mir nur so mein Teil. Klar gibt es Phasen, wo man die Kraft dazu einfach nicht hat, aber doch nicht immer.

Dass man Symptome nicht einfach wegzaubern kann, ist mir schon klar. Ich kann tausend Sachen aufzählen, die ich dank des Adhs nicht anders kann, obwohl ich mir täglich Mühe gebe.

Ja, da hast du recht.

Andererseits wäre es falsch zu sagen, bestimmte Dinge könnte gar keine ADHS-lerin. ADHS-lerinnen können auch Polizistinnen, Raumfahrerinnen oder Bundeskanzlerinnen* werden. Aber natürlich nicht jede(r).

*Generisches Femininum – Wikipedia

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Ich glaube, es ging eher darum, sich „neurotypischer“ zu verhalten. In einer Beziehung spielen neben dem Erledigen von Aufgaben weitere Aspekte eine Rolle, wie zum Beispiel die Interaktion miteinander.

Zum Beispiel fällt mir das Zeitmanagement schwer. Häufig schätze ich den Zeitaufwand für eine Aktivität falsch ein, indem ich ihn entweder über- oder unterschätze, oder ich verliere ganz das Zeitgefühl. :melting_face:

(Im Moment führe ich ein Zeitprotokoll, um zu analysieren, wie ich meine Zeit tatsächlich verwende.)

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Hallo @Jamie,
schau mal hier :

Winkler Zeitmanagement Gruppe

Wer Winkler ist, brauche ich an dieser Stelle glaube ich nicht erklären. Er bietet auch andere interessante Sachen an. Und der monatliche Beträge finde ich mehr als fair.

Zumal (sollte ihr Freund gemeint sein), dieser ja erst am Anfang seiner Diagnose steht. Er ist bisher also weder therapiert noch medikamentiert noch hat er sonst eine Art von Unterstützung erhalten.

Du kannst ihr also sagen, sie möge bitte noch etwas Geduld mit ihm haben. Mit der Krankheit umzugehen wird ein gemeinsamer Lernprozess für beide werden.

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Habt ihr gewusst, dass viele denken, dass Aufmerksamkeitsstörung bedeuten sollte, dass Adhsler* mehr Aufmerksam brauchen würden. Also, sowas wie man muss immer im Mittelpunkt stehen und wollen würden, dass sich die Welt der Anderen nur um uns dreht?
Wie kommt man auf solche Ideen? Warum?

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Die Bezeichnung ist einfach Mist, davon hatte ich auch schon gehört und wird dann falsch interpretiert. Dadurch kommen dann, wie immer , blöde Vorurteile.

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Hält sich wohl genauso hartnäckig wie der Glaube, Platzangst wäre die Angst vor engen Räumen. Dabei ist sogar das Gegenteil der Fall…
Es heißt ja auch „Aufmerksamkeits-Defizit-Störung“, und das kann man durchaus anders interpretieren, wenn man sonst keine Ahnung davon hat. Denn ein Defizit kann auch ja bedeuten, das man umso mehr von außen davon braucht.

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@allmighty ich finde @Schröder hat das gut erklärt, denn ich selbst habe das genau so wie er es beschrieben hat damals so aufgeschnappt.
Ich glaube es war von meiner Mutter die ihr „Wissen“ welches sie über Adhs hatte mir gegenüber mal so erwähnt hatte, dass Adhs sowas sei das betroffene ständig versuchen würden bei anderen Aufmerksamkeit zu wecken, indem sie rum quengeln und den Suppenkasper spielen, und ich selbst wusste damals ja überhaupt noch garnichts über Adhs.
Warum auch?, ich dachte ja nicht darüber nach ob ICH von Adhs „betroffen“ sein könnte, denn ICH hatte ja aus meiner eigenen Sicht auf GARKEINEN Fall irgendwas mit psychischen Krankheiten zu tun.
Jedenfalls habe ich aber keine Ahnung wer, wie, wo, warum dieses Denken über Adhs ursprünglich stammt, denn meine Mutter muss das ja auch irgendwo aufgeschnappt haben, ich glaube nicht das sie sich das selbst ausgedacht hatte.

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Therapeut: Können Sie sich eigentlich nicht mal auf eine Sache konzentrieren, verdammt nochmal!? :rage:

Eiselein: Nein. :blush:

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hat der echt verdammt noch mal gesagt? :open_mouth:

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Ich habe vor Jahren auch geglaubt, das es sich darum handelt, das Kinder (natürlich nur Jungs :smiling_face:) darunter leiden, zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen oder bekommen zu haben.
Shame on me…

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Eventuell findest du deinen Beitrag im Adhs-chaoten forum über diesen link:

Archive.org_Direktlink_zum_adhs-chaoten_forum

Ich weiß wie es heißt, war nur faul, das ganze Wort zu schreiben :rofl:
Finde es aber interessant, dass einige von euch früher auch so gedacht haben. Ich persönlich wäre nie auf die Idee gekommen, obwohl so wie es @anon78052902 erklärt hat, mehr leuchtet:

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Ich finde aber das der Wortteil „Defizit“ gerade für diese Verwirrung sorgt. Man kann schon auf die Idee kommen, dass die Leute das Gefühl haben, sie würden zu wenig Aufmerksamkeit bekommen (eben ein Defizit haben).
Ich selbst habe seltsamerweise nie so gedacht (allerdings habe ich mir früher auch keine großen Gedanken darüber gemacht) sondern mir war die „richtige“ Definition am sinnvollsten.

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Moin ihr Lieben, nachdem mir irgendwie vom Algorithmus die u.g. Seite reingespült wurde (Wtf?!)
Teile ich sie mal spontan

Für mich ausgemachter Bullshit Bingo und Kategorie Klimakleber - und Aluhut Fraktion.
Ich weiß nicht was ich davon halten soll…

Mantramässig „Adhs gibts ja nicht“ zu predigen und ahnungslose Menschen auf der Suche nach Hilfe zu irritieren ist Bullshit und Bingo vom feinsten.
Aber vllt verstehe ich’s auch nicht oder falsch?!

Was meint ihr zu der Seite?

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Hab sie grad gelesen und bin irritiert v.a. auch angesichts des Berufs und der Tätigkeiten des Autors.
Psychologischer Psychotherapeut, Gutachter, langjähriger Leiter von Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Autor, Supervisor,… wenn schon Kritik, sollte sie auch wissenschaftlich fundiert sein. Den Eindruck habe ich nicht. Wehe dem ADHSler, der an ihn als Gutachter gerät.

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Hhhm? vielleicht ist er ja die Reinkarnation von Siegmund Freud. ? und hat etwas zu viel Hüthersaft getrunken. :sweat_smile: Definitiv das genaue Gegenteil von Winkler zumal Winkler wenigstens ein medizinisches Studium hat.

mit einigen Dingen hat er ja gar Recht. Vor allem dass neben einer vielleicht zu schnellen Diagnose und dem Verschreiben von Medikament oft eine Differentialdiagnostik fehlt und vor allem ein multimodales therapeutisches Setting. Familien und Kinder die gar Hilfe wollen werden einfach viel zu oft alleine gelassen und eine anscheinende ADHS-Problematik könnte durch das Drehen an passenden Stellschrauben sich wirklich nur als Verhaltensreaktion herausstellen.
Grundlegend Kinder und Erwachsene vor einer falschen Diagnose und Medikation zu bewahren ist ja auch richtig. Das man bei Erwachsenen noch differenzierter schauen muss ist ja auch richtig.

Aber grundlegend ADHS als eine Möglichkeit auszuschließen halte ich für gefährlich.

Er reduziert aus meiner Sicht letztendlich ADHS fast nur auf den „klassischen“ Suppenkasper Störenfried, im Rahmen einer dysfunktionalen Familie, der sich nicht konzentrieren will.

Alle die anderen eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten werden nicht thematisiert.

Laut seiner Einschätzung müssten dann ja alle, die bei ihm Therapie machen hinterher , von was auch immer geheilt sein oder es gibt eben eine andere Diagnose nur halt kein ADHS.
Grade sein Ansatz ist doch der, der bei vorliegendem ADHS die Diagnosemühle dann am laufen hält inc. Schuldgefühle gratis.

Seltsam dass in seinem Blog auch keine kritische Meinung auftaucht.

Ich finde es eher beängstigend vor allem wie krampfhaft er versucht Gegenbeweise zu finden.
Bestimmt steckt in allem auch etwas Wahrheit aber wenn einer nicht in einen offenen Diskurs gehen kann und der Mittelweg oder wenigsten ein halber Mittelweg keine Option ist , und vehement alles versucht auszuhebeln und seine Meinung alleingültig scheint würde ich ihm eher ein Karllauterbachsyndrom diagnostizieren.

Erschreckend ist nur , dass seine Fakten noch vor meiner eigenen Diagnose, als ich eine ADHS Diagnosen noch kritisch sah, meine damalige Kritik eher bestätigt hätten.

Vor allem frage ich mich immer warum nur bei ADHS so kontrovers diskutiert wird und bei sonst keiner anderen psychischen Störung . Vielleicht müsste man mal eruieren ob es eine bestimmte Sorte Mensch ist, die sowas tut . :rofl:

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Ich hatte dieselben Angstimpulse (und merkte, dass sich beim Scrollen schon meine Schultern anspannten in der Erwartung, dass gleich ein Hüther-Foto mit diesem selbstergriffenen Lächeln kommt).

In das Thema kann man sich sicher von allen Seiten verrennen, aber warum erst loslaufen ohne eigenen Leidensdruck oder den von Angehörigen?

Eine Perspektive, aus der sich diese Besorgnis logisch etwas beruhigt: Für einen Gutachter kann so eine Position sicher schlicht auch ein Geschäftsmodell sein, mit dem man sich auf dem Markt abhebt, Bücher verkauft, etc.

Nicht selten wird ja was verkauft dabei, Nahrungsergänzung, Training, etc.

Und Private, die die Diagnose so auffallend passioniert ablehnen… profitieren auch - und wenn es nur der Distinktionsgewinn ist, sich selbst für ein bisschen besser, für fähigere Eltern und disziplinierter zu halten, statt schlicht für privilegierter, vom Glück geküsster und etwas weniger krank.

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