Hallo lumina88,
herzlich Willkommen hier im Forum ![]()
Ich stimme Falschparker zu. Es ist weder ungewöhnlich noch besonders schwierig diesen Weg zu beschreiten.
Du suchst dir Psychiater bzw. Psychologen mit AdHS Diagnostik raus (egal ob privat oder mit Kassensitz), rufst an und sagst du kommst als Selbstzahler und wann wäre der nächste freie Termin für Testung (es werden mehrere Termine). Das machst du solange, bis du einen möglichst zeitnahen Termin angeboten bekommst. Dann sagst du die anderen Termine ab.
Vor dem Termin wirst du Befragungsbögen ausfüllen, aus denen der Fachmensch ableitet, ob sich Einstieg in Testung wirklich lohnt.
Berichte beim 1. Termin mit diesem Menschen ehrlich von deinen Erfahrungen mit dir (so wie du hier geschrieben hast) und auch deiner Befürchtung „doch nur faul zu sein“ und „mich durch Internetrecherche verrannt zu haben ins Thema“.
Wenn ihr in die Testung einsteigt, werden i.d.r. Eltern befragt (sofern verfügbar). Keine Angst: meine Mutter hat mich auch als total unauffällig beschrieben und ebenso meine Grundschulzeugnisse. Ich habe trotzdem die Diagnose erhalten. Wir dürfen nicht vergessen, dass da Fachmensch sind, die jedem Tag mit ADHS zu tun haben. Die wissen die Puzzleteile i.d.r. gut zusammen zu setzen.
Wirst du positiv getestet → du kannst eine Ambulanz o. Niedergelassenen suchen, der/die dich als Neupatientin nimmt. Rechne da mit langen Wartezeiten.
Eventuell empfiehlt der Fachmensch auch eine Kollegin.
Wenn du einen fitten Hausarzt hast, könntest du mit Fachmensch noch auf eigene Rechnung Medikament austesten, und dann vom Hausarzt weiter verschreiben lassen, bis du einen Psychiater findest. Dieses Vorgehen im voraus am besten mit allen Beteiligten absprechen.
Wirst du negativ getestet —> hat der Fachmensch sicher eine Idee bekommen, was deinen Problemen zugrunde liegt. Damit kann weitere Therapie eingeleitet werden.
Du kannst in jedem Fall nur gewinnen, wenn du Diagnostik anstrebst, mMn.
Viel Kraft, Entschlossenheit und gewogenes Gesundheitspersonal wünsche ich dir ![]()