ADHS Diagnostik ohne Befund, aber immer schlechtere Noten

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe eine Frage bzw hoffe auf Erfahrungen eurerseits…

Meine Tochter ist 8 Jahre alt und tut sich sehr schwer in der Schule. Sie ist meistens wesentlich langsamer als alle anderen, muss oft Zuhause noch AB nacharbeiten und wird auch in Tests oft nicht fertig. Sie kann sich schwierig konzentrieren und ist extrem vergesslich. Sie vergisst zwar nie Hausaufgaben, da sie extrem darauf bedacht hat, dass die Lehrerin ein gutes Bild von ihr hat und dass nicht „auffällt“ dass sie etwas vergisst oder nicht kann. Aber sie weiß Zuhause dann Dinge nicht mehr, die man 5 Min vorher mit ihr besprochen hat. Bei Absprachen am Morgen, die sie Mittags nach der Schule umsetzen soll, ist dann alles verloren.

Sie tut sich extrem schwer im Plus -Minus Bereich und Textverständnis und dazu Fragen beantworten ist völlig unmöglich.

Sie schläft Abends sehr spät ein, auch mit der Aussage „weil ihr Kopf immer so viel denkt“ , sie ist sehr empfindsam was Kritik angeht und möchte um jeden Preis das Bild aufrechterhalten dass sie alles kann. Sie redet unendlich viel, fragt auch in der Schule auffällig viel nach und schafft es nur durch sehr große Anstrengung nicht reinzurufen…

Das wäre so der ganz grobe Überblick… Wir haben aufgrund der gesamten Problematik im Februar bzw März diesen Jahres eine ADHS Diagnostik machen lassen. Diese bestand aus 5 Terminen. Ein Kennenlernen, die Ergebnisbesprechung, eine LRS Testung und dann eben ein IQ Test und ein Aufmerksamkeitstests. Dazu gab es einen Eltern-Fragebogen und einen Lehrer- Fragebogen. Unser Eltern-Fragebogen lag voll in der ADHS Auffälligkeit und der Lehrer- Fragebogen gar nicht (muss aber auch sagen, die Lehrerin hat selbst dazu gesagt, dass sie bei manchen Fragen unsicher war, was sie ankreuzen soll und dann eher immer das bessere genommen hat) Die Diagnostik blieb dann ohne ADHS Befund mit der Aussage sie sei ein völlig durchschnittliches Kind. Wir sollten aber eine Testung zur Auditiven Wahrnehmungsstörung machen, denn die Ergebnisse des IQ Tests könnten dafür sprechen. Diesen Termin haben wir jetzt auch nächste Woche.

In der Schule ist es mittlerweile so, dass wir jetzt schon die dritte 5 haben und sie auch sagt, dass kann ich eh nicht… 2 davon in Mathe und eine in Deutsch. Im Unterricht arbeitet sie sehr gut mit, redet aber auch sehr viel mit der Banknachbarin…

Meine Frage wäre jetzt zum einen, erkennt jemand vielleicht sein eigenes Kind in meiner Beschreibung und hat trotzdem eine ADHS Diagnose und vor allem, kann es wirklich sein, dass quasi mit 2 Tests mit Sicherheit eine ADHS ausgeschlossen werden kann? Mir kommt das sehr oberflächlich vor. Die Praxis ist neu aber laut HP auf ADHS spezialisiert und die Tests wären ja auch Standard… Mittlerweile habe ich aber gehört, dass ich nicht die einzige bin, die Zweifel hat und über eine Zweitmeinung nachdenkt.

Ich habe bereits bei einer anderen Praxis angefragt, dort stehen wir auf der Warteliste. Dort wurde mir auch (im Vertrauen) gesagt, dass wir nicht die ersten sind die nach der letzen Praxis zu ihnen für eine Zweitmeinung kommen ..

Zudem ist es so, dass ich selbst den Verdacht habe ADHS zu haben und stehe ebenso auf einer Warteliste. Und unsere 2. Tochter ist für mich ein wandelndes Symptom Tagebuch… Sie ist so auffällig, dass ich sie am liebsten schon vor der Schule getestet hätte ( sie wird im September eingeschult) aber mir wurde in der ersten Praxis gesagt, dass das vor Ende der 1. Klasse gar keinen Sinn macht und ich keine offizielle Diagnose bekomme. Sie könnte getestet werden aber ich bekomme keine schriftliche Diagnose ausgestellt.

Ich bin jetzt einfach so verunsichert und weiß nicht was ich machen soll. Mein Mann sagt ich will dem Kind „was anhängen“ es wäre ja jetzt bewiesen, dass sie nix hat und ich soll es einfach mal laufen lassen. Sie wäre halt einfach langsamer als die anderen und das ist OK… Ich bin selber schon nicht mehr sicher, ob ich einfach zu hohe Ansprüche habe und zu viel Drama sehe oder ob ich doch das richtige Bauchgefühl habe…

Was würdet ihr tun und hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht? Bin gerade sehr hilflos…

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Hallo Izzy_82,

egal was alle anderen Sagen, Du brauchst für dich die zweite Meinung!

Wenn es für das Kind nicht der superstressig ist, spricht doch nichts dagegen.

LG

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Willkömmchen :adxs_wink:

Meiner Meinung nach hast du bereits alles richtig gemacht, indem du das Kind für eine Zweitmeinung und auch dich auf die Warteliste hast setzenlassen.

Hoffentlich gibts dadurch die Klarheit und Sicherheit, die du suchst :four_leaf_clover:

Und selbst, wenn es das am Ende nicht sein sollte. Das Kind leidet unter etwas und das sollte sich genauer angeschaut werden.

Das versteht der Mann hoffentlich auch irgendwann noch :crossed_fingers:t2:

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Hallo,

das Vorgehen der Praxis bezüglich deiner großen Tochter löst bei mir Stirnrunzeln aus, aber durch die oben zitierte Äußerung disqualifiziert sie sich vollständig!

Es sollte Konsens sein, dass wenn klare Hinweise auf eine behandlungsbedürftige ADHS bei einem Kind vorliegen, die Diagnose und Medikamenteneinstellung rechtzeitig vor der Einschulung stattfinden sollte, um dem Kind die traumatische Erfahrung der Schule ohne Behandlung zu ersparen!

So wie diese Praxis es macht, lässt sie zuerst das Kind in den sprichwörtlichen Brunnen fallen.

Das stellt für mich deren Seriösität und ADHS-Sachkunde ernsthaft in Frage. Fünf Termine täuschen Sorgfalt vor, kosten aber auch viel Zeit und wenn für das Ergebnis anschließend nur Punktwerte aus Fragebögen entscheiden, scheint diese Sorgfalt eben nicht vorhanden zu sein.

Gerade Mädchen fallen leider oft durchs Raster.

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Diese Äußerungen sind dubios. Eine Diagnostik besteht allerdings nicht nur aus Fragebögen, welche Zweifel hat die Diagnostikerin denn geäußert?

Zweifel im Bezug auf was? Ich stehe grad auf dem Schlauch :face_with_peeking_eye:

Ja neben den Fragebögen meinte sie auch die Gespräche mit ihr und die Verhaltensbeobachtung wären unauffällig.

Aber ich weiß eben auch, dass unsere Tochter extrem maskiert. Um nur ein paar kleine Bsp zu nennen… Sie hat mal bei einem Freundebesuch Waffeln gegessen, obwohl sie die überhaupt nicht mag, nur weil sie nicht unhöflich sein wollte und sagen wollte, dass ihr Waffeln nicht schmecken. Und wir erziehen unsere Kinder aktiv darin, immer zu sagen wenn sie etwas nicht mögen oder sie etwas nicht wollen und bestärken sie darin .. oder während der Diagnostik habe ich sie danach mal abgeholt und wir wären früher Zuhause gewesen, als wenn sie an dem Tag mit dem Schulbus nach Hause gekommen wäre. Da meine Eltern mit im Haus wohnen, hat sie mich gebeten,dass wir noch einkaufen fahren, „damit Oma nicht merkt, dass etwas anders ist und fragt warum wir früher Zuhause sind“ (sie wollte es auch auf keinen Fall jemandem aus der Familie erzählen) nicht dass die „merken, dass ich nicht so gut in der Schule bin“ oder erst die Tage bei den Hausaufgaben hat sie bei einer Nr Hilfe benötigt und am Ende der Seite musste sie angeben ob es schwer oder leicht für sie war… Sie hat mich dann gefragt ob sie die Klassenlehrerin anlügen darf, weil sie will „dass sie denkt ich kann das alles alleine“ und es gibt unendlich viele weitere Beispiele…

Neulich habe ich nochmal bei ihr angerufen, nachdem die dritte 5 da war und nachgefragt ob sie noch Tipps hätte, wie wir das Lernen effektiver gestalten und auch ob es Sinn macht die LRS Testung im Herbst noch einmal zu wiederholen… Sie meinte dann wenn die Noten weiterhin schlecht waren, könnte man das machen bzw auch die Diagnostik wiederholen aber ich sollte erstmal weitere Entwicklung abwarten, weil an der ADHS Diagnostik zu zweifel wäre schwierig, denn immerhin war der Lehrerfragebogen ja so unauffällig.. wäre der anders ausgefallen, sähe die Sache ja vielleicht anders aus… Das hat mich auch stutzig gemacht… :person_shrugging:t2:

Ja ihre Aussage dazu war, dass das Kind ja erstmal in der Schule ankommen muss. Es muss erstmal in diesen neuen Abschnitt rein finden und man müsste erstmal sehen wie sie klar kommt. In dem Alter passiert ja noch so viel Entwicklung und da müsste man erstmal abwarten, was davon sich verwächst und was wirklich ein Problem ist. In dem Alter wäre es auch noch schwer eine ADHS sicher zu diagnostizieren, da Entwicklung noch eine große Rolle spielt und da mein Mann im Gespräch ja meinte er war als Kind genau so und er kann heute noch nicht einfach Stillsitzen und nix tun :thinking::shushing_face::grimacing: können es ja schließlich auch einfach die Gene sein … Also dass sie einfach ein unruhiger Geist ist, so wie der Papa… Das müsste ja nicht gleich ADHS sein …

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Guten Tag,

Was Arbeitet dein Mann?

Warum ist das wichtig? :grinning_face_with_smiling_eyes::grinning_face_with_smiling_eyes:

Wegen den Genen. Musst du natürlich nicht verraten. :white_heart:

Er arbeitet in einem Baustoff Labor :wink:

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Als Prüfer bestimmt und macht so komplizierten Rechenkram oder als Hausmeister?

Naja in jedem Fall plädiere ich auch für eine Zweitmeinung, sofern meine Meinung interessiert und die Lehrerin ist nicht gerade hilfreich. Würde ich bei der Diagnostik zitieren was die gesagt hat.

Edit: Im übrigen nix gegen Hausmeister, ist ein ehrenwerter Beruf, der sogar von Menschen im Einsteinigen IQ Bereich gemacht wird, statt Medizin zu Studieren und den Doktor endlich zu machen, hatte ich mal in einer Doku gesehen.

Als Prüfer, ja :wink: und die Diagnostik weiß von der Aussage der Lehrerin.

Ich denke die Lehrerin ist auch „zu nett“ auch wenn das blöd klingt aber sie sagt selbst es fällt ihr so schwer dem Kind eine 5 zu geben… Einmal hat sie mich sogar angerufen und meinte, dass sie sich noch einen halben Punkt aus den Fingern gesaugt hat, damit es diesmal ne 4 und nicht wieder ne 5 wird..und in dem Fragebogen für die Auditive Wahrnehmungsstörung hat sie die Fragen, die negativ beantwortet gewesen wären, einfach unbeantwortet gelassen :person_shrugging:t2:

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Was so ein Test ungültig machen kann und somit die Diagnostik beeinflussen wenn ich das richtig verstanden habe.

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Ja, ich bin gespannt… :person_shrugging:t2:

Dass es sich eventuell verwächst, das ist zynisch. Ja klar, bei einem drei- bis vierjährigen Kind kann man eine Weile abwarten. Was wirklich ein Problem ist? Wäret ihr zur Kinderpsychiaterin gegangen, wenn es kein Problem gäbe?

Früher dachte man, es verwächst sich. Was sich eventuell verwächst, ist die Hyperaktivität. Und weil die Ärzt/innen vor allem auf dieses Symptom geachtet haben und einige Kinder mit 12 oder 13 ruhiger werden, bekamen sie dann ihr Medikament entzogen - mit Beginn der Pubertät, also zum schlechtest möglichen Zeitpunkt.

Wenn es die Gene sind, ist es keine ADHS? Wo ist die versteckte Kamera, oder hat sie das wirklich gesagt?? :adxs_grins:

Das Gegenteil ist der Fall. Wenn es ein Elternteil oder ein Geschwisterkind gibt, das ebenfalls hibbelig oder verpeilt ist, ist das ein starkes Argument für ADHS. Weil ADHS stark vererblich ist, die anderen Gründe für die Auffälligkeiten meistens nicht.

Das heißt nicht, dass dein Mann zwingend eine behandlungsbedürftige ADHS hat. Es gibt ja Leute, die damit im Leben gut zurecht kommen; aber vielleicht doch? Ich habe von meiner ADHS auch dadurch erfahren, dass mein großer Sohn die Diagnose bekam.

Verständlicherweise möchte dein Mann nicht als ADHS-ler gelabelt werden. Aber erstens könnte (!) das für ihn sogar eine Hilfe sein und zweitens wäre es sehr schlimm, wenn er aus dieser Motivation heraus die Behandlung seiner Töchter verhindert.

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Kommt mir sehr bekannt vor…
Ist der Termin beim Pädaudiologen?

Bleibt auf jeden Fall an der Zweitmeinung für ADHS dran, auch wenn sich die auditive Wahrnehmungsstörung bestätigt. Das Kind kann nämlich Läuse und Flöhe haben. Eine auditive Wahrnehmungsstörung schließt ADHS nicht aus.

Eins meiner Kinder hat eine Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) und ADHS. Die ADHS-Diagnose wurde beim ersten Test auch nicht gestellt und die Symptome auf die AVWS geschoben. Mit Beginn der Pubertät wurden die ADHS-Symptome dann ziemlich offensichtlich und dann kam die ADHS-Diagnose dazu.

Bleib dran und vertraue Deinem Instinkt. Der ist nämlich sehr oft richtig.

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Mein Sohn maskiert in der Schule auch so sehr, dass er dort nie auffällig war.

Es war ihm auch immer total wichtig, dass niemand etwas merkt. Er hätte auch nie zugegeben etwas nicht verstanden zu haben oder nachzufragen. Niemals.

Der Fragebogen von Seiten der Schule war auch komplett unauffällig.

Der Fragebogen von mir über ihn extrem auffällig.

Trotzdem hat mein Sohn die ADHS Diagnose erhalten!

Und ich habe in den folgenden Monaten dann bemerkt, dass auch meine Lebensproblematik ihren Ursprung in ADHS haben könnte und mich dann auch testen lassen. Bingo!

Also holt euch bitte eine Zweitmeinung ein. Und testet das jüngere Kind unbedingt vor Schulbeginn, falls noch möglich.

Mein Sohn hat so gelitten vor der Diagnose. Und sich so sehr angestrengt. Über alle Grenzen.

Ich auch. Lebenslang.

Ihr könnt nur gewinnen! :four_leaf_clover:

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Puh, einatmen, ausatmen.

Und dann findet sie Schule schon in der ersten Klasse scheisse und schmiert total ab, tolle Strategie. Nicht. Das siehst du ja sehr schmerzhaft bei deiner anderen Tochter.

Wir sind ganz pragmatisch nach der Bestätigung meiner ADHS zum Kinderarzt gegangen mit einer Liste an Beispielen, wo wir das ADHS beim Kind sahen.

Ich meine gelesen zu haben, dass ADHS die häufigste Störung bei Kindern ist, wäre es für euch eine Alternative, einfach zum Kinderarzt zu gehen? Die müssten sich damit doch richtig gut sich auskennen. Das akzeptiert dein Mann vielleicht auch eher, quasi als kleineres Fass?

Für Kinder besteht zusätzlich noch der Vorteil, dass gewisse Hirnregionen, die bei ADHS weniger stark ausgebildet sind, sich besser ausbilden können bei beginnender Medikation in der Kindheit.

Wir haben es ganz bewusst vor der Schule abgeklärt und schonmal medikamentös eingestellt. Ergo hat er auch, aber ob und was das so bringt, sehe ich irgendwie noch nicht.

Noch hat er eine gute körperliche Auslastung, aber das ändert sich in der Schule ja leider.

Vor der Diagnose hat er so oft Sachen vergessen oder ist durch Verpeiltheit in Situationen gestolpert, was ihm hochgradig peinlich war.

Er hat sich richtig geschämt.

Er hat abgestritten, dass er auf dem Weg die Treppe hoch vergessen hat, was er mir sagen wollte.

Er hat vergessen, dass er in sein Zimmer gehen sollte, um sich anzuziehen, nicht um Lego zu bauen.

Auch brauchte er für jedes Kleidungsstück eine Extraeinladung.

Er hat ganz oft Dinge verlegt.

Legendär war auch, wie er im Urlaub irgendwie in einen Kindergeburtstag gerutscht ist, von einem Kind, das er vom spielen auf dem Spielplatz am Vortag kannte und wir ihn sehr verzweifelt schon gesucht haben. War ihm sehr unangenehm, als er das realisiert hat. (Ich finds immernoch lustig)

Auch im Kindergarten fielen schon einige Dinge auf, zB. wie das herumträumen im Straßenverkehr, dass er einfach ständig tausende Gedanken im Kopf hat, die garnicht sinnvoll artikuliert werden können.

Als er das erste Mal das Elvanse bekommen hat und es anflutete, grinste er mich an und sagte: „Mama, ich liebe das Medikament.“ Klar, war der erste Tag halt, an den auch ich mich nur zu gut erinnere, diese Klarheit, diese Entlastung.

Es wurde bei uns so jedenfalls flott abgeklärt und er ist gerade ganz gut eingestellt. Mal schauen, wie es in der Schule aussieht. Vielleicht besteht dann nochmal Bedarf am austarieren. Aber gerade sind wir (und vor allem er!) sehr zufrieden.

Und die Schule hat ganz andere Anforderungen und wir möchten nicht, dass er schon vorab stigmatisiert wird, als dumm, verpeilt oder das eben in sein Selbstbild übernimmt.

Und wieviel ich so verträumt habe in der Schule, gekippelt habe, raus auf den Flur musste (erinnerte ich garnicht mehr, bis ich ein Lied hörte und das angesprochen wurde…) und eigentlich immer deutlich unter meiner Leistungsfähigkeit geblieben bin. In den Grundschulzeugnissen steht nichts davon. Ich denke aber mal, dass die Lehrer Mitleid hatten und mir keinen zusätzlichen häuslichen Stress bereiten wollten.

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Danke für die ausführliche Antwort und den Zuspruch! Das tut schon mal sehr, sehr gut und vermittelt mir noch mehr das Gefühl, dass ich auf mein Bauchgefühl hören sollte! Gerade weil ihre kleine Schwester so extrem auffällig ist. Wir werden definitiv an der Zweitmeinung dranbleiben!

Und meinen Mann muss ich jetzt mal verteidigen :smiling_face: er ist echt einer von den Guten :grinning_face_with_smiling_eyes: er würde nie etwas tun was es verhindert, dass seinen Kindern geholfen wird! Er sagt sogar, wenn es nötig ist und ich das möchte, lässt er sich testen. Er sieht halt einfach für sich selbst keine Notwendigkeit. Und was die Mädels angeht… Ja wir müssen über manches diskutieren und ich muss ihm klar machen dass manche der „Probleme“ nicht so normal sind wie er denkt, aber er ist da immer offen und sagt auch, wir lassen das alles abklären wenn ich das für nötig halten. Aber er sieht seine Kinder einfach in einem so positiven Licht und hält sie für perfekte kleine Wesen, die genau gut so sind wie sie sind :smiling_face: und da ist es aus seiner Sicht halt OK etwas langsamer zu sein oder mal ne 5 zu haben :see_no_evil_monkey: aber ich sehe da halt mehr, weil ich auch einfach täglich mit ihr die Hausaufgaben mache und die Symptome viel mehr erlebe wie er. Das wollte ich nur mal loswerden :face_with_peeking_eye:

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