ADHS-Medikamente und Pille

Hallo ihr Lieben,

ich nehme derzeit morgens 15 mg Elvanse und nachmittags/abends nach Bedarf noch 20 mg Ritalin unretardiert.

Da ich seit neuestem in einer Beziehung bin, wollte ich wieder mit der Pille anfangen. Früher hab ich eine zeitlang eine Mikropille eingenommen, die ich damals ganz gut vertragen habe. Diese habe ich vor kurzem nochmal probiert (auch verschiedene andere Mikropillen), allerdings vertrage ich die Mikropillen einfach nicht mehr. Ich hatte davon schlimme Depressionen, Stimmungsschwankungen und Pigmentflecken auf der Stirn (Chloasma) bekommen, die nicht mehr weg gingen. Daher hat mir meine Frauenärztin jetzt die Minipille Desogestrel (ohne Östrogene) aufgeschrieben. Ich habe gestern die erste Pille genommen, aber davon merkt man natürlich noch nichts. Was ich ein bisschen komisch finde, ist, dass diese Pille durchgenommen wird, man also keine 7 tägige Pause macht, in der man seine Periode bekommt.

Hat jemand Erfahrung mit dieser Pille? Und weiß vielleicht jemand, ob es da Wechselwirkungen mit ADHS-Medis geben kann? Und was ich die Community (insbesondere den weiblichen Teil) fragen wollte ist, ob ihr generell die Pille nehmt und ob ihr irgendwelche Wechselwirkungen mit euren ADHS-Medikamenten feststellen könnt (sofern ihr welche einnehmt).

Hallo Exiliarina,

die Minipille wird durchgenommen, das ist richtig. Du baust nämlich kaum Gebärmutterschleimhaut auf, die abgestoßen werden muss, außerdem verdickt sich der Schleim im Gebärmutterhals, sodass keine Spermien mehr durchdringen können… Auch die Kombination mit Psychostimulanzien stellt angeblich keine Probleme dar, dennoch kannst du bei dieser Pille ebenfalls Depressionen etc. pp. bekommen.

Die Pille nehme ich übrigens seit über 10 Jahren nicht mehr. Meine Frauenärztin möchte mir die Minipille bei jedem Termin andrehen, da diese „total gut“ vertragen wird, aber ich möchte auf keinen Fall mehr in meinen Hormonhaushalt eingreifen - ich habe weniger Angst vor einer Wechselwirkung mit Elvanse, als davor, dass meine psychische Verfassung darunter leidet.

Die Minipille habe ich in meinen Teenagerjahren und in meinen Zwanzigern genommen. Ob ich das gut vertragen habe weiß ich nicht . Rein „körperlich“ wohl ja, psychisch habe ich es nicht hinterfragt, hab auch geraucht und mein jugendliches ich hat es nicht interessiert. (Depressive Verstimmungen waren schon in der Kindheit da)

LG und alles Gute für die frische Beziehung :slight_smile:

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Ich kann Dir @Exiliarina zwar keine Antwort geben was die Wechselwirkung von der Anti Babypille/Mikropille mit Elvanse und/oder Ritalin angeht, sondern kann Dir nur über meine persönliche Erfahrung der Jahrzehnte langen Einnahme der Anti Babypille meine eigene Erfahrung und rückblickende Meinung schreiben.
Ich habe die Anti Babypille +/- um/oder über 20 Jahre eingenommen.

Rückblickend kann ich glaube ich sagen, dass die tägliche Einnahme der Hormonpille mein Seelenleben eindeutig ehr negativ beeinflusst hatte. Meine Gefühlsschwankungen die ich damals als junge Frau hatte würde ich als ziemlich extrem bezeichnen, denke das mein Adhs eventuell auch zusätzlich von anderen Komponenten, durch die Einnahme der Anti Babypille verstärkt wurde.
Ich war sehr oft irgendwie „weinerlich“ oder wie man auch sagt: „nahe am Wasser gebaut“, (bei traurigen Filmszenen liefen mir sofort die Tränen und/oder ähnliches solcher Peinlichkeiten :roll_eyes:), ich
war einfach Hypersensibel und auch oft deppressiv.

Klar jetzt könnte man sagen „Du hast ja Adhs und depressiv warst Du auch schon immer“ und ja das stimmt ja auch, aber damals als ich noch die Pille nahm, waren meine Gefühls Achterbahn Fahrten einfach noch viel schlimmer.
Und ich merke ja jetzt schon lange, also seit ich +/- 40 war und die Pille abgesetzt habe, dass ich nicht mehr „so extrem“ Hypersensibel bin wie ich es damals oft war, ich fühle mich einfach viel besser OHNE Anti Babypille, bin froh das ich das Zeug nicht mehr täglich zu schlucken brauche.

Ab dem Alter gegen die 40 wird ja dann ausserdem noch die Herzinfarkt oder Hirnschlag Gefahr massiv erhöht, obwohl es ja auch Fälle bei jungen Frauen gab, besonders gefählich wenn man Raucherin ist, aber selbst für Nicht Raucherinnen ein Risiko darstellt, also „gesund“ ist die Anti Babypille jedenfalls sicher nicht, übt einen grossen Einfluss auf den gesamten Körper und Gesundheit aus.

Jedenfalls gibt es noch viele andere Verhütungsmethoden als nur die Anti Babypille, ausserdem geht Verhütung beide etwas an, sollte eigentlich nicht einseitig sein.

Und Condome schützen zum Beispiel nach wie vor am besten vor Geschlechts Krankheiten, wovor man sich garnicht oft genug schützen kann, denn 100%ige Sicherheit gibt es ja bekanntlich bei nichts. Eben deshalb auch keinen Schutz davor ob der Partner: in heimlich fremd geht, deshalb im Zweifelsfall immer einen Gummi drum, oder so ähnlich. :wink:

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Ich verhüte derzeit ohne Hormone und habe nur kurzfristige Erfahrungen mit Pillen gemacht, weil ich wegen starker Beschwerden für meine Abiturprüfung den Zyklus absichtlich verschoben habe.
Die Frage ist aber ziemlich interessant, weil ich eben wegen dieser PMS-Beschwerden durchaus mit dem Gedanken spiele, doch noch einmal nach der richtigen Pille für mich zu suchen.
Meine Angst ist, dass ich damit zwar hormonell ausgeglichener werde, aber eben mehr in die negative Richtung. Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, you name it.
Derzeit ist wenigstens die erste Zyklushälfte eine gute Zeit.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: mach dir keine Sorgen wegen der durchgängigen Einnahme.
Meines Wissens nach macht das eigentlich keinen Unterschied für den Körper, denn einen echten Zyklus hast du bei hormoneller Verhütung ja gar nicht.
Und wenn ich mich recht erinnere, ist die Pause mit Blutung sogar ein Überbleibsel von Zulassungsverhandlungen mit der katholischen Kirche, weil die ein Problem mit der Unterdrückung der Fruchtbarkeit hatte und die Blutung suggeriet, dass das nicht gänzlich ausgemerzt ist.

Es ist vermutlich einfach eine Frage des Ausprobierens, um die Pille zu finden, die für dich am Besten funktioniert.
Leider müsstest du aber je mindestens drei Monate bei einer bleiben, um die erste Phae mit stärkeren Nebenwirkungen abzuwarten.
Wenn es dir rein um Verhütung geht, würde ich vielleicht auch noch einmal über Alternativen nachdenken. (Kupfer-)Spirale, Nuvaring (oder wie das heißt), Natürliche Familienplanung und Kondome?

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@theunfedmind was?, dass mit der katholischen Kirche wusste ich nicht.
Naja die katholische Kirche vertritt ja immer noch die Meinung „seit fruchtbar und mehret euch“ oder so ähnlich, aber zum Glück muss man sich heute im Jahr 2022 nicht mehr an diese Meinung halten, als hätten wir nicht schon genug Überbevölkerung auf der Erde, wodurch die Reccourchen immer knapper und knapper werden.
So gesehen ist die Anti Babypille eigentlich nichts schlechtes, ganz im Gegenteil!, aber warum sollte Verhütung immer nur Frauensache sein?, dass stört mich eigentlich schon, warum können sich nicht mehr Männer dazu entscheiden, sich zum Beispiel operativ „unterbinden“ zu lassen?.
Denn nachweislich hat dieser Eingriff, für den mir leider gerade die korrekte Bezeichnung nicht einfällt, weder auf ihre Potenz noch Fruchtbarkeit einen Einfluss, und kann bei Kinderwunsch sogar wieder rückgängig gemacht werden!.
Mich persönlich hat das schon immer gestört, diese allgemeine Haltung, die leider nach wie vor immer noch stark verbreitet ist, dass Verhütung „Frauensache“ ist.

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Bin ich voll bei dir!
Wobei ich mit der Vasectomie ein bisschen zurückhaltender wäre, weil die zwar Rückgängig gemacht werden kann, aber es ist so nicht als An-/Ausschalter vorgesehen und wer sich dafür entscheidet, sollte sich sicher sein.
Das Problem ist ja größer, es wird zu wenig geforscht in dieser Richtung, zu wenig entwickelt und zu wenig Geld reingesteckt.
Aber das lässt sich genauso auf die Grundannahme zurückführen, dass Verhütung Frauensache ist.

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Im Prinzip, ging es mir ja auch nur darum, dass es „eigentlich“ in der Verantwortung beider Partner liegt, sich um die Verhütung zu „kümmern“, in beider Interesse sozusagen, denn ein „ungewolltes“ Kind, kann nicht im Interesse beider Partner sein, oder?.

P.s. heisst: im Prinzip sollte man, bevor man Sex miteinander hat, vorher noch über die Verhütung sprechen, ist zwar nicht „romantisch“ oder sowas, aber einfach „notwendig“. :wink:

Ich würde an dieser Stelle ebenfalls von hormonellen Verhütungsmethoden abraten, unabhängig wie verträglich sie mit anderen Medikamenten sind.
Ich kann mir aber vorstellen, dass z.B. bei höherem Blutdruck, der durch ADHS-Medis entstehen kann, auch die bereits vorhandene Gefahr für Schlaganfälle und co. bei Pilleneinnahme steigt.

Es gibt immer mehr Studien, die anführen, wie schädlich die Pille eigentlich für den Frauenkörper ist und welche teilweise nicht mehr rückgängig zu machenden Auswirkungen sie hat (Stichwort dauerhafte Veränderung der Libido ins negative).

Hier wurde die Sourale genannt - es gibt Kupfer- und etwas verträglicher -Goldspiralen sowie Kupferketten.
Lange haltbar, sehr sicher…

Und als Dauerbrenner die NFP Methode. Man lernt sich gut kennen und auf seinen Körper hören und braucht irgendwann dann auch nicht jeden Tag messen. Aber die Disziplin bei ADHS aufzubringen ist sicherlich etwas schwieriger.

Ich hätte aber mit Sicherheit die Pilleneinnahme vergessen, hätte ich je damit verhütet. Vor allem bei ner minipille mit immer derselben Uhrzeit.
Wie machst du das?

Bei Männern ist es leider immer schwierig mit der Verhütung, auch wenn ich ebenfalls finde, dass es keine reine Frauensache sein sollte.
Jedoch sind deren Möglichkeiten schlicht begrenzt.
Aber finanziell beteiligen, z.B. an der Spirale wäre das Mindeste.

Bei Kondomen verstehe ich sehr gut, dass man die in einer Beziehung nicht dauerhaft benutzen will und eine invasive Methode wie die Vasektomie ist auch nicht ohne und eher etwas für Langzeitbeziehungen mit abgeschlossem Kinderwunsch.
Rückgängig machen lässt es sich nämlich nicht so einfach, auch wenn es so verkauft wird. Es vernarbt und verwächst umso mehr je länger es her ist.

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Also, ich habe zwar die Minipille, aber ich darf die bis zu 12 Stunden verspätet einnehmen. Die Einnahme hat bislang reibungslos funktioniert.

Was die Verträglichkeit angeht, glaub ich, dass ich sie ganz gut vertrage, allerdings habe ich wahnsinnig großen Appetit, insbesondere auf Süßigkeiten, was ich auf die Pille zurückführe.

Ich habe mich schon voll wahnsinnig gemacht mit Nebenwirkungen und hab mich schon geärgert, wieder mit der Pille angefangen zu haben, weil ich schon seit 10 Jahren keine Pille mehr nehme.

Ich würde sie, vor allem weil ich so zunehme, sehr gern sofort wieder absetzen, allerdings hab ich etwas Sorge, meinen Zyklus damit komplett durcheinander zu bringen und außerdem hatte ich Sex ohne Verhütung. Eigentlich habe ich einen sehr regemäßigen natürlichen Zyklus und find es eigentlich auch gut, den zu behalten und nicht mit Hormonen zu torpedieren. Ich finde, man lernt seinen Körper ohne Pille viel besser kennen. Ich bin jetzt am überlegen (hatte gelesen, Spermien überleben im weiblichen Körper bis zu 5 Tage) entweder, noch 5 Tage die Pille zu nehmen und sie dann abzusetzen. Im Internet stand, eine Minipille könne man jederzeit absetzen. Oder aber den Blister durchzunehmen und danach damit aufhören. Allerdings hatte ich eh schon so zugenommen und wollte zum Sommer wieder abnehmen; da ist das mit der Pille und dem Hunger sehr hinderlich. Was meint ihr? In 5 Tagen absetzen und evtl den Zyklus durcheinander bringen, aber nicht so Probleme mit Gewcht bekommen oder in den sauren Apfel beißen und die Pille einmal 28 Tage durchnehmen? Ich finde es auch sehr merkwürdig gar nicht mehr meine Tage zu haben. Fand das mit der Mikropille mit den 7 pillenfreien Tagen, die eine Menstruation simulieren, irgendwie besser…

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Oh Mann, wenn ich hierzu nur irgendwas sinnvolles oder hilfreiches schreiben könnte, aber ich bin so unwissend und irgendwie total dumm in solchen Fragen, dass ich einfach NICHTS weiss was ich dazu beisteuern könnte, dass tut mir wirklich total von ganzem Herzen leid. :frowning:

Der Thread ist schon etwas älter, aber vielleicht hast du (oder jemand anderes?) zwischenzeitlich mehr Erfahrung, wie es sich mit der Pille verträgt?

Ich überlege derzeit, sie auch wieder zu nehmen (nach 8 Jahren Pause), weniger zur Verhütung sondern mehr zur Stabilisierung des Hormonhaushaltes. Klingt vermutlich seltsam. Eigentlich bin ich nicht unbedingt scharf darauf die Pille zu nehmen, auch wegen des erhöhten Thrombose Risikos. Aber je älter ich werde, desto anfälliger scheine ich für Zipperleins zu werden. Im Gegensatz zu jungen Jahren habe ich nun regelmäßig zyklusbedingte Kopfschmerzen, bei denen auch Pracetamol nicht wirklich hilft (das war schon vor der ADHS Medikamenten), die Schwangerschaften waren echt immer super, 9 Monate ohne Kopfschmerzen :see_no_evil:. Das stört mich mittlerweile leider ziemlich. :disappointed:

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Ich hab gestern erst mit meiner Medikation angefangen, kann da also noch nichts berichten, nehme jetzt aber nach Schwangerschaft, Stillzeit und dann einem Jahr Pause seit fünf Monaten wieder die Pille. Ich hab sie immer gut vertragen und auch nie das Gefühl gehabt, dass sie für meine Depressionen etc. verantwortlich war - das waren wohl eher unbehandeltes ADHS und Lebensumstände. :upside_down_face:

Mir geht es super mit der Pille, ich nehme sie durch, obwohl es keine Minipille ist, genau wie früher. Laut Gynäkologen macht das auch keinen Unterschied. Kein pms mehr, keine schlimmen Blutungen und Schmerzen, keine schlechte Haut. Ich bin zufrieden und hoffe das die Medikamente sich jetzt auch gut vertragen wenn ich mit Medikinet beginne. Natürlich ist hormonelle Verhütung sehr individuell aber ich profitiere definitiv von mehr Ausgeglichenheit und weniger Schmerzen.

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Hey, ich würde den Thread gerne wiederbeleben.

Bei meinem letzten Gyntermin bin ich mit einem Rezept für eine Minipille rausgegangen und hadere nun sehr damit, ob ich es einlösen soll.
Da man ja immer erst zum ersten Tag des Zyklus anfängt mit der Einnahme, habe ich noch etwa 3 Wochen, um mich zu entscheiden.

Ich habe die Pille bisher ziemlich strikt für mich abgelehnt, erst recht als Verhütungsmethode. Jetzt überlege ich aber, ob sie nicht das geringere Übel gegenüber meinen Regelschmerzen und PMDS Symptomen ist.
Zwei mal habe ich eine andere Pille genommen Mit dem Ziel meine Periode zu verschieben, um meine Abiturprüfungen ungestört schreiben zu können.
Damals hatte ich das Gefühl trauriger durch die Pille geworden zu sein - allerdings war ich auch eine wehleidige Jugendliche mitten im Abi - und eine andere Nebenwirkung war, dass meine Haare immer ungewaschen rochen.
An mehr erinnere ich mich nicht.

Die Pille ist ziemlich in Verruf geraten über die letzten Jahre. Aber mir geht es dabei eben nicht um Verhütung, sondern um einen Therapieversuch, um meinen Ibuprofenkonsum senken zu können und nicht zwei Wochen im Monat mit der ganzen Palette an Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Ängsten, Kreislaufproblemen belastet zu sein.

Andererseits macht es mich sehr wütend, keine andere Option zu bekommen. Dieser One-Size-Fits-All-Approach kommt mit total desolat vor. Unreine Haut? Pille! Verhütung? Pille! Regelschmerzen? Pille!
Ohne den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen, ohne Geld in die Erforschung der einzelnen Störungsbilder zu stecken…
Und obwohl sie mir nicht zur Verhütung verschrieben wurde, soll ich selbstzahlen.

Ich habe außerdem große Angst vor Nebenwirkungen.
Gerade im Bezug auf Libido. Die letzten Jahre habe ich damit sowieso mehr Probleme als früher und hatte derzeit das Gefühl, auf einem guten Weg zu sein meine Lust wieder stärker zu kultivieren. Ich habe also Angst, dass es etwas mit meiner Identität als lustvollem Menschen macht, aber auch, dass meine Beziehung darunter leidet.

Ähnlich schambesetzt ist außerdem meine Angst vor Gewichtszunahme. Ich habe viele Jahre eine chronische Essstörung gehabt und dachte, ich komme davon nicht mehr los.
Eigentlich habe ich das Gefühl, sie überwunden zu haben; ich bin sehr zufrieden mit mir und meinem Körper, mache zum ersten mal in meinem Leben gerne Sport ohne Hintergedanken an Kalorienverbrennung, habe ein unaufgeregtes Verhältnis zu Essen.
Aber die Vorstellung durch ein Medikament, dem ich nur so halb über den Weg traue, einen zu großen Kontrollverlust zu erleben und an diesem hart erkämpften Zustand zu rütteln, lässt mich verzweifeln.

Ich frage mich außerdem, ob es Wechselwirkungen mit meinem ADHS Medikament geben kann. Und wenn zwar keine Wechselwirkungen auftreten, ob die Pille trotzdem etwas an meiner Dosis ändert oder an meinen ADHS Symptomen.

Nun hadere ich auf jeden Fall sehr mit diesem Rezept.
Ich würde gerne rausfinden, wieso es sich so zerschmetternd anfühlt, jeden Tag Hormone nehmen zu müssen, während ich ja genauso jeden Tag Medikinet Adult nehme.
Das hat sich am Anfang auch etwas komisch angefühlt, allerings hat sich in mir nicht alles gesperrt bei dem Gedanken daran.

Daher würden mich Erfahrungsberichte aus dem Forum sehr stark interessieren.
Habt ihr Medikamente und Pille gleichzeitig genommen? Hat das etwas verändert?
Habt ihr mit der einen oder anderen Art von Pille bessere oder schlechtere Erfahrungen gehabt?

Aber auch Input jeglicher anderer Art ist spannend für mich. Ich muss für mich einfach gerade noch herausfinden, ob ich diesen Testlauf überhaupt machen werde.

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Hallo @theunfedmind ,
Entschuldigung das ich jetzt erst antworte hab durch Zufall den Treed entdeckt.
Ich bin froh wenn ich auch mal helfen kann,bekomme hier so viel Unterstützung.
Also: ließ mal mein Thema :
Achtung Frauen zwischen 30 und 50

Ich kann dir nur zu der Pille raten aber unbedingt mit Östrogen,die ganzen Nebenwirkungen sind bei mir weniger vom PMS
und ganz Wichtig das hat( glaube ich :thinking:) @anon45431701 mir geraten falls du Antidepressiva nimmst einen Kalender zu führen in der 2 Zyklushälfte erhöhe ich mein AD ganz leicht vielleicht reicht bei dir das ADHS Medikament da anzupassen.
Du solltest es auf jeden Fall probieren.
Ich habe auch eine Essstörung und hatte Angst vor der Gewichtszunahme!!! Der Körper verändert sich nur,also bei mir ich wurde mit 44 Fraulich ohne Gewichtszunahme,weniger Muskeln mehr Fett( aber nur da wo es hingehört)
Ich kann dir nur dazu raten
Lg Hulk :people_hugging:

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Ah vielen Dank für deine Antwort!
Ich werde mal nachlesen in deinem Thread :slight_smile:

Aber eine Frage habe ich: wenn du die Pille nimmst, was ist dann deine zweite Zyklushälfte? Die unterdrückt ja den Zyklus und in der Pillenpause hat man eine Zwischenblutung, die aber sonst nichts mit dem Zyklus zu tun hat.
Oder habe ich dich falsch verstanden und du nimmst aktuell gar keine hormonelle Verhütung?

Danke auch dafür <3
Ich bin auch an einem Punkt, an dem mich Schwankungen und langsame, leichte und propotionale Veränderungen kein bisschen Stören. Es ist wirklich vorallem die Angst, dass da etwas zu plötzlich passiert und mich überfordert. Aber es ist ja nicht so, als ob ich das nicht im Blick behalten könnte und im Notfall halt nochmal abwäge, wie das Kosten/Nutzen Verhältnis der Pille für mich ist.

Ich antworte dir heute Abend in Ruhe :blush:

Huhu und guten Morgen,
ich Versuch es Mal ist bestimmt nicht 100.Prozent richtig aber bei mir trifft es zu.
Also ich zähle ab dem Tag der Pillenpause ( 4Tage) den neuen Zyklus,es kommt bei meiner Pille
( Drovelis 3 MG/14,2 MG ) ca 2 Tage Später eine Blutung von ca 4Tagen. Nach der Pillen Pause steigt ja wieder Östrogen und Progesteron damit geht es einem besser Stimmung usw. Das heißt ich erhöhe in der 4 Pillenwoche mein AD leicht und falle nicht so tief.
Ganz wichtig!!! Alle Essgestörten also mit zu wenig Gewicht haben Östrogen Mangel und Osteoporose Gefahr.
Ich bin von der Pille soooo begeistert,ich bin jetzt mit 44 eine Frau hab endlich Brust🫣.
Natürlich hab ich auch PMS mehr ( Bauchweh, Appetit,viel Schokolade :roll_eyes:.) Das Nehm ich in Kauf weil es meinem Körper mit den Künstlichen Hormonen viel besser geht.
Ich hab vorher verschiedene Pillen ausprobiert aber erst das Östrogen hat alles verändert ( hab auch keine Entzündungen mehr…falls du weißt was ich meine)
Hab einen schönen Tag
Lg Hulk :people_hugging:

Freu mich sehr, dass es dir besser geht liebe @Hulk1979 :blush:

Bzgl Östrogen: achtet alle nur darauf euch gynäkologisch regelmäßig abchecken zu lassen. Mit genetischer Disposition (von der viele übrigens nix wissen!) ist es sonst häufig so, dass Veränderungen (Zysten etc) auftreten können.

Je älter wir Frauen werden desto mehr müssen wir leider drauf achten.
Bin kein „Spielverderber“ nur genau aus den Gründen „familiärer Brustkrebs, Genetik“ 2x jährlich in der Uniklinik und da wird über das Thema Hormone gut informiert.

Also, iimmer regelmäßig zum Gyn, Mädels, gerade bei Einahme von Hormonen (Pille, HET, whatever…)

Passt immer auf euch auf :two_hearts:

Liebe @Lea du wirst es nicht glauben :face_with_peeking_eye:ich habe so lang mit mir gehardert weil meine Mutti Gebärmutterhalskrebs hatte mit Chemo Bestrahlung und OP. Ich werde immer hinterher sein meine Werte sind auch manchmal erhöht aber ich bleibe da dran. Der nutzen ist für mich groß, Osteoporose ist bei uns leider auch sehr veranlagt.
Und ich bin doch Hulk,ich darf mir doch nix brechen🤣

Hey^-^
Ich weiß das ist alles schon älter aber mir hat die Pille sehr geholfen.
Ich bin 32 und habe mich durch jedes ADHS Medikament probiert 2 Jahre lang. Ich bekomme davon Depressionen und/oder andere nicht tragbare Nebenwirkungen und wenn ich pmds hatte wirkte es gar nicht.
Ich hab vor 2 Monaten mit der Pille angefangen weil mir das pmds echt das Leben ruiniert hat und ich fast wieder in der Psychiatrie gelandet wäre. Ich war auch so verwirrt das ich ein Risiko für mich darstellte, mehr als sonst ^^"
Ich bin mega entspannt mit der Pille, meine ADHS symthome sind vieeeel besser, kein dopamin Heißhunger, meine Schlafstörungen sind besser und da ich sie durchnehme kein pmds mehr. Ich bin unmotivierter als sonst aber ich denke ohne soviel Hyperaktivität muss ich mich erst dran gewöhnen andere motivatoren zu finden… das Problem bestand auch auf stimulanzien.
Bis auf leicht erhöhte Testosteron Werte waren meine Hormone in Ordnung, die Pille wirkt auch leicht antiandrogen.
Naja Recherche sagt Östrogene kurbeln die Dopamin produktion an. Für mich ist alles immer auf einem Level zu halten ein Segen und ich hoffe das mehr geforscht wird für Frauen.
Nebenwirkung gibt es natürlich auch…ich friere ständig und den ersten Monat war ich sehr müde, luslos und nah am Wasser gebaut.
Am ende ist jeder Körper anders aber bei pmds ist es ein Versuch Wert meiner Ansicht nach…ich würd vorher aber immer die Hormone bestimmen lassen besonders wenn man länger eine ES hatte.
Hatte 16 jahre eine und auch Angst aber ist alles gut gegangen zum Glück, sogar besser weil das pmds und ADHS Fressen wegfällt^^"

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