ADHS "Symptome" sollten nicht im Mittelpunkt stehen

Ja, (…) sagen ist hart verletzend. Hab ich nie in Abrede gestellt. Nehme ich NIE in den Mund das Wort, nur um referenziell darüber zu sprechen. Das mit dem (…) kenne ich nur aus den USA, ist das in Deutschland mittlerweile auch verbreitet das zu sagen? Hab ich noch nie auf deutsch gesehen. Lange her, dass ich in Amerika war (1998) und (…) zu sagen kenn ich nicht in Deutschland. Ich sag auch nicht (…), das geht gar nicht. Aber referenziell drüber sprechen sollte man können. (…) sagen ist nicht unbedingt notwendig meiner Meinung nach. Ich würde das so sehen: Man sollte sagen können: “Schwarze als (…) zu bezeichnen ist nicht ok.” zeigt kein Anzeichen eines Willen jemanden diskriminieren zu wollen. “(…) als (…) bezeichnen ist nicht ok.” wäre halt problematisch. Geht’s Dir darum??? Bist Du etwas jünger und das ist mittlerweile so gewünscht? Für mich ist referenzielle Nutzung des Wortes (…) an sich ok, es geht eher um den Kontext in dem das Wort gebraucht wird. Ich bin 41 Jahre alt und habe bis August 2025 13 Jahre in einem dissoziativem Zustand gelebt, quasi ohne Persönlichkeit. Daher habe ich nicht wirklich mitbekommen wenn gesellschaftliche Gepflogenheiten wie (…) sagen sich evtl. in Deutschland breit gemacht haben. Hab ich nichts gegen. Würde nicht unbedingt erwarten, dass jemand (…) in Deutschland überhaupt kennt. Bist Du etwas jünger? In keinster Weise habe ich gesagt, dass das Wort (…) NICHT hart verletzend für Schwarze ist. Darum geht es ja sogar.

Könntest du bitte ein paar mehr Absätze in deine Textewände einbauen, damit diese besser zu lesen sind. Danke.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

ich habe ein paar grenzwertige Vergleiche gelöscht. Bitte sensibler mit Sprache und geschichtlichen Ereignissen umgehen.

Jetzt ist es aber gut. Texte durchsehen und Wörter oder Sätze streichen ist auch Arbeit, und ich möchte jetzt ins Bett.

Macht mans ab wirds artig. Also die Adhs.

1 „Gefällt mir“

Das hätte ja auch noch bis Morgen warten können… Ich wollte dir nicht deinen Nachtschlaf rauben. Aber nichts sagen finde ich nicht richtig.

1 „Gefällt mir“

Hallo Pippilotta,

das war ein Missverständnis.

1 „Gefällt mir“

Anscheinend hatte der Verfasser/in dieses Themas leider nicht wirklich den Sinn des Wortes „Symptom“ wirklich richtig verstanden, denn andernfalls würde ich persönlich gerne empfehlen das Wort und seinen Sinn vielleicht noch mal genauer zu googeln, statt sich stattdessen über dieses Wort Sinn und nutzlos irgendwie aufzuregen.

Denn das Wort Symptom, oder in der Mehrzahl Symtome, wird in der Medizin lediglich dafür benutzt um entweder Anzeichen, oder Zeichen, oder die Beschreibung von Gefühlszuständen, oder Gemütszuständen, entweder von Seiten des Betroffenen, oder je nach dem auch von Seiten des Arztes:Ärztin oder Psychologen:in, die vom Patienten:in geäusserten Beschwerden festzuhalten, heisst wenn jemand „leidet“.

Und insofern erschliesst sich zumindest mir persönlich überhaupt keinerlei Sinn, warum sich der Themensteller:in über dieses Wort „aufregt“.

Denn wie sonst sollte jemand seine Leiden jemandem beschreiben, wenn nicht über bestimmte Symtome die er/sie bei sich sieht?.

2 „Gefällt mir“

Statt Spitzfindigkeiten zu Begrifflichkeiten zu geben vorgegeben vom aktuellen wissenschaftlichen Diskurs solltest Du Dir etwas mehr Flexibilität beim Verständnis von Begrifflichkeiten aneignen sonst läufst Du Gefahr die Quintessenz des Gesagten zu verpassen so wie hier.

Begrifflichkeiten sind Kategorisierungen, Verallgemeinerungen, die nicht die Realität oder objektive Wahrheit eins zu eins wiedergeben.

Jedes Blatt eines Baums ist individuell, keines gleicht dem Anderen. Trotzdem wird jedes Blatt mit dem Wort „Blatt“ bezeichnet. Dadurch wird die Realität also nur begrenzt akkurat wiedergegeben. Jetzt könnte man hingehen und weitere Unterkategorien erschaffen um der Realität gerecht zu werden. Z.B. Ahornbaumblatt und Apfelbaumblatt oder gezackte Blätter und rundliche Blätter. Das bildet die Realität schon genauer ab, innerhalb der Unterkategorien besteht gleiches Problem aber weiterhin. Abbildung der Realität in Sprache ist zwangsweise eine Reduzierung der Realität in Kategorien. Geht auch nicht anders. Es wäre völlig unmöglich jedem Blatt seine eigene Bezeichnung zu geben und noch konstruktiv kommunizieren zu können. Das sprengt einfach den Rahmen dessen was mit einem menschlichen Hirn möglich ist. Wir müssen vereinfachen um einander zu verstehen.

Außerdem ist die Vorstellung die jemand mit einem Begriff verbindet sehr individuell. Dass Du meinst Du hast von Symptomen die gleiche Vorstellung wie jeder Mediziner ist ein bisschen naiv. Ich komme zufällig aus einer Ärzte-Familie (Eltern und Schwester, Allgemeinmediziner bzw. Anästhesistin), daher ist mein persönliches Verständnis zu dem Begriff wahrscheinlich geprägt davon, dass „Symptom“ eine Ausprägung einer Krankheit wie Grippe ist. Ist ein Husten von einer Grippe wirklich so ähnlich zu so was wie emotionaler Dysregulation bei ADHS, dass man hier so weitgreifend die gleiche Terminologie verwenden sollte? Dass psychische Prädispositionen, neurologische Unterschiede verschiedener Hirne, aber auch sowas wie Schizophrenie als Krankheit mit Symptomen klassifiziert wird, ist in anderen Disziplinen als der Medizin durchaus kontrovers. Ich finde sogar, dass das diskriminierend ist bei ADHS ist.

Ich glaube auch nicht, dass ADHS-Symptomatik zwangsweise etwas ist worunter man leiden müsste und was behandelt werden muss. Ich nehme auch Amphetamine hier und da, weil es mir manchmal gewisse Anforderungen, die mir das Leben in der modernen Gesellschaft stellt, leichter handhabbar macht. Seit ich von meinem ADHS weiß und angefangen habe mich darüber zu informieren und mir ein Bild von ADHS zu machen, bin ich dazu übergegangen mir ein Leben aufzubauen in dem meine „Symptomatik“ weniger problematisch ist.

Ich halte das Bild von ADHS, mit Ihrer ganzen „Symptom“-Beschreibung auch für ziemlich schief.

Aktuell gelten die drei Symptome Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität und Impulsivität als „Kernsymptome“ wobei es einige Studien gibt die (richtig) erkannt haben, dass was „emotionale Dysregulation“ genannt wird deutlich zentraler für ADHS ist als bisher angenommen. Statt dem gerecht zu werden und wie es meiner Meinung nach sein sollte die emotionale Dysregulation als Ursache aller anderen Symptome zu definieren wird gefordert emotionale Dysregulation als viertes Kernsymptom neben den anderen zu klassifizieren. Emotionen sind der Auslöser für alle Kernsymptome bei ADHS, garantiert.

Aufmerksamkeitsdefizit (ist kein Defizit, man hat ja mit ADHS keine kompletten Aufmerksamkeitsaussetzer, nur wie die Aufmerksamkeit gesteuert wird unterscheidet sich, gibt auch Bestrebungen das deswegen „variable Aufmerksamkeit“ oder dergleichen zu nennen.) wird durch Emotionen ausgelöst. Was einen wenn man ADHS hat interessiert, bzw. genauer gesagt was einen emotional bewegt bestimmt worauf die Aufmerksamkeit gelenkt wird.

Hyperaktivität (Ich, hyperaktiv? Aus meiner Perspektive sind Menschen die kein ADHS haben hypoaktiv) ist ausgeprägter bei emotional intensiveren Zuständen. Können sehr subtil sein emotionale Zustände. Man hat eigentlich IMMER Emotionen, es sei dann man leidet unter Depressionen oder Depersonalisation oder dergleichen. In 13 Jahren Depersonalisation war ich ÜBERHAUPT nicht hyperaktiv. Ich hab mich schon gefragt wo die hin ist die Hyperaktivität. Seit sich das gelöst hat, bin ich fast immer hyperaktiv, es sei denn ich bin wirklich müde oder so. Bei Depersonalisation ist ein Kernsymptom emotionale Gedämpftheit bis zu völliger Emotionslosigkeit. Das ist auch sehr ungenau definiert momentan von der Forschung, meiner Meinung nach werden nur bestimmte Emotionen „abgeschaltet“. Die „warmen, sozialen“. Liebe. Alle positiven wie negativen Emotionen die damit verbunden sind: … Ich schweife ab.

Die Forschung sieht teilweise ADHS an sich als Auslöser für Depersonalisation und Depersonalisation als Auslöser für intensivere ADHS-Symptomatik. Was für ein Schwachsinn. Ich habe noch nicht im Detail recherchiert wie man darauf gekommen ist. (Auch nicht einfach wenn die meisten Studien nicht öffentlich einsehbar sind.). Das ist doch völlig unlogisch. Wenn Emotionen ADHS-Symptomatik auslösen, was teilweise schon wissenschaftlich erkannt wurde, wie soll sich denn bei etwas bei dem ein Kernsymptom Emotionslosigkeit ist die Symptomatik von ADHS verstärken können? Das widerspricht sich doch.

Impulsivität ist für mich lediglich eine Folge der emotionalen Dysregulation und sollte überhaupt nicht gesondert definiert werden müssen. Ich glaube, dadurch dass Dopamin im Doppelspalt bei Menschen mit ADHS schneller abtransportiert wird und dadurch kürzer wirkt sind Menschen mit ADHS in der Lage emotional schneller auf etwas zu reagieren, da das Dopamin nicht so lange nachhallt und man bereit ist für die nächste neuronale Reaktion. Ich gehe davon aus, dass bei neurotypischen Menschen emotionale Zustände relativ träge sind im Vergleich ohne das Werten zu wollen. ADHS-Medikamente machen emotionale Zustände bei Menschen mit ADHS „stabiler“. Auch hier wieder: Aus Perspektive eines Menschen mit ADHS ist das eigene Verhalten ja eigentlich nicht „impulsiv“, sondern „normal“. Menschen ohne ADHS sind deutlich träger in ihren emotionalen Reaktionen. Langsamer.

Das Bild was von der Medizin von ADHS gezeichnet wird orientiert sich an Begrifflichkeiten, die ebenfalls für die Bezeichnung von Ausprägungen physischer (tatsächlich pathologischer) Krankheiten existieren und hier problematisch sind. Außerdem ist die Perspektive, eine die sehr stark von außen betrachtet. Die wenigsten Menschen mit ADHS schaffen die 11 Jahre Ausbildungsweg die es braucht um mit einem Doktor-Titel zu erlangen und bei der Aufstellung von Thesen wissenschaftlich berücksichtigt zu werden.

Es wäre vielleicht hilfreich wenn mehr ADHS-Forscher die intrinsische Perspektive hätten mit der sie Thesen auf eine sonst nicht zugängliche intuitive Weise bestätigen könnten: Wenn Sie ADHS hätten. Es braucht dringend mehr Menschen mit ADHS, die bei der Bildung der wissenschaftlichen Sicht von ADHS aktiv sind.

Abschließend noch ein Vermerk: Wissenschaft ist nicht die „objektive Wahrheitsfindung“ sondern ein sich ständig im Wandel befindender Diskurs verschiedener Forscher mit unterschiedlichen Ansichten, unter welchen sich manche in der Breite durchsetzen. Hin und wieder gibt es Paradigmenwechsel, z.B. Wechsel in der Sicht von Objekten des jeweiligen Fachgebiets, Perspektivverschiebungen quasi. Bei ADHS (aber auch bei Schizophrenie und wahrscheinlich vielen, vielen andern psychischen Prädispositionen, Zuständen oder „Krankheiten“) braucht es wahrscheinlich dringend einen dezidierten Paradigmenwechsel.(wen’s interessiert, Wissenschaftstheorie so oder so ähnlich definiert von: Michel Foucault).

Ich empfehle mal sich von Kant ausgehend über Schopenhauer und Nietzsche zu Freud und der Psychoanalyse zu informieren. Außerdem unbedingt empfehlenswert wenn man sowas wie „Wahrheitsfindung“ betreiben will auch eigentlich ein Muss einige Ideen dieser Menschen zumindest in Grundzügen zu kennen und zu verstehen: Saussure, Derrida, Deleuze, Lacan. Ich denke die Psychoanalyse wird noch in vielen Hinsichten in Zukunft auch Bestätigung durch die neurobiologische, empirische Wissenschaft erfahren. Schizophrenie z.B. ist keine „Krankheit“, die genetisch bedingt ist (ernsthaft? Etwa 1% der Menschheit soll genetisch sowas kriegen? Wie soll sich denn evolutionär sowas als vorteilhaft erwiesen haben?). Die Psychoanalyse liegt richtig darin die Ursache für viele psychische Leiden in der Kindheit zu finden. Ich habe zum Glück eine Form von „Schizophrenie“, dessen Diagnose allein bisher keine breite Zustimmung genießt und daher z.B. als ICD-Diagnose nicht existiert, bei der Medikamente gut ansprechen und erfahre keine Wahnvorstellungen die Menschen mit primärer Schizophrenie erfahren. (https://www.wjgnet.com/2220-3206/full/v15/i4/102008.htm).
Brauch ich wirklich viel Unterstützung von Medizinern als Schizophrener? Von denen brauch ich nur die Medikamente. Vielleicht auch nicht mehr lange: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/20008198.2021.2014660.

1 „Gefällt mir“

Das kann sehr sehr hilfreich und erlösend sein , kann einen aber auch bei falscher Einschätzung und Deutung sehr am Weiterkommen hindern und viel Leid auslösen. Riskant wird es wenn klare ADHS-Symptome rein analytisch betrachtet werden.

Sorry, da hab ich mich nicht klar ausgedrückt. Ich halte ADHS für rein genetisch bedingt. Da bin ich einfach zu Schizophrenie abgeschweift.

Ich glaube aber, dass man mit ADHS von Traumata auch wegen der emotionalen Dysregulation härter getroffen wird. Man kann seine negativen Emotionen, die diese Traumata ausmachen, nicht kontrollieren.

Ich habe einen Bruder, der zwei Jahre älter ist und einen der zwei Jahre jünger ist. Beide haben kein ADHS, haben aber ein ähnliches Kindheitstrauma erfahren wie ich. Mein jüngerer Bruder bestätigte mir letztens, dass er sehe, dass ich daran härter zu arbeiten hatte. (Plus natürlich das LSD, was schließlich das Fass zum explodieren gebracht hat.).

Dass z.B. ADHS und Schizophrenie genetische Prädispositionen gemeinsam haben zeigt vielleicht lediglich, dass Einflüsse der Umwelt mit diesen genetischen Prädispositionen die man mit ADHS hat stärker wirken.

Das sehe ich auch so, doch zugleich glaube ich das die Denkweise von ADHS wiederum helfen kann Handlungsstrategien zu entwickeln um doch damit irgendwie bestehen zu können.

Und genau das sollte der Sinn einer Diagnostik sein. Medikamente, um die akute Kriese zu überwinden und dann aufbauend Handlungsstrategien entwickelt, in denen Medikamente immer weniger eine Rolle spielen sollten. Sich nur auf Symptome zu fokussieren, daran aufzubäumen und ewig zu lamentieren ist in keinster Weise konstruktiv. Nebenbei nur mal am Rande eine Anmerkung zu ADHS Diagnostik und seine Symptome nach ICD-10: (F.90.0): Eine ADHS Diagnose erfolgt ausschließlich dann, wenn die Symptome sich nicht anderweitig durch ein anderes Störungsbild beschreiben lassen. Das ist enorm wichtig, denn wir sprechen hier von einer Neurodivergenz, einer Atypik und wenn das nicht berücksitigt wird kann der Schuss ganz schnell nach hinten losgehen.

ADHS hat man nicht nur in einer Krise , sondern dauerhaft schon vor der Krise und weiterhin nach der Krise . Nicht alle Symptome kann man mit Handlungsstrategien komplett in den Griff bekommen , bzw. hilft ja auch die Medikation dabei um Handlungsstrategien überhaupt nutzen zu können. Medis können auch eine „Krisenabwehr“ sein.

Vor allem bei dem empfindliche Reizfilter sehe ich kaum eine Chance das ohne Medis abpuffern zu können. Selbst wenn, kostet es oft viel Energie, die aber mit Medis nicht so aufgebraucht werden.

Natürlich ist es gut wenn die Medis irgendwann weniger eine Rolle spielen könnten, aber oft ist es ja auch so, dass man in der Krise seine Dosis findet und mit abschwellen der Krise in den meisten Fällen die Dosis bestehen bleibt und nicht parallel mit abschwellen der Krise auch die Dosis weniger wird.

Das stimmt, aber bestimmte Symptome sind dauerhaft da, die man leider im Fokus halten muss um diese so gut wie möglich im Griff zu haben. Bis zu einem gewissen Grad muss man leider auch ein paar Symptome als Dauerhaft akzeptieren und manchmal nervt es auch und dann hilft nur noch lamentieren. Aber letztendlich bleibt ADHS eine Diagnose der man sich so gut wie möglich stellen muss, weil man sonst überhaupt keine Chance hat.

Nun ja, man kann auch Läuse und Flöhe haben und dann kann ADHS im Sinne von Reizüberflutung das noch mehr angefeuert werden , oder ADHS blockiert einen so, dass man es nicht in den Griff bekommt.

Oder aaaaaber…

Irgendwas landet im Hyperfokus , und man schafft es sehr kreativ das Problem zu lösen . Nun ja und mit ADHS ist man ja auch hinfallen und wiederaufstehen gewohnt.

Bei mir z.B kommen mehrere Dinge zusammen , was in Kombi zu ADHS ungünstig ist und zugleich hat ADHS mir wiederum geholfen um irgendwie zu bestehen und mich zu schützen.

1 „Gefällt mir“

Und das ist doch ein vernünftiger Umgang mit Medikamenten, den ich dir hoch anrechnen möchte

1 „Gefällt mir“

Klar nervt das und klar muss man irgendwo den Frust dann auch laufen lassen, aber es besteht bei manchen sicherlich die Gefahr, dass man sich darin verliert. Denn je mehr Beachtung man einem Problem schenkt, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt dieses Problem auch um daran zu wachsen. Ist genauso wie eine Blume oder irgendwas anderes oder im Prizip alles. Je mehr Aufmerksamkeit oder Wasser es bekommt, desto größer wird die Blume

1 „Gefällt mir“

Dazu kommt natürlich auch der Blickwinkel in der Betrachtung.

Betrachte ich ein Symptom um für mich zu intervenieren, oder betrachte ich es als „Entschuldigung“ und andere haben für mich zu intervenieren.

Manche wirken auch so, als würden sie sich damit „profilieren“

Letztendlich bleibt es eh in der eigenen Verantwortung. Wenn ich wegen ADHS zu spät komme stresse ich Mitmenschen damit , selbst wenn sie Verständnis haben.

1 „Gefällt mir“

Das ist soo wahr… Finde es so schade, dass ich schon das Gefühl habe, dass sehr viele Menschen stets bei sich sind und immer nach Rechtfertigungen suchen… das ist jetzt gar nicht so speziell auf ADHS bezogen sondern tatsächlich ganz allgemein. Warum fällt es so wahnsinnig vielen Menschen schwer sich zu ihren Schwächen zu bekennen?

Haben diese Menschen so viele böse Resonanz bekommen? Wieso sind so wenige Menschen wirklich nachsichtig mit den Macken anderer…

Sodass man sich dann in Ausreden und Ausflüchte wiegt…

Sorry, etwas Off-Topic, einfach ein Gedankenschwund, der mich aktuell nicht loslässt…

3 „Gefällt mir“

Eventuell ist es bei dir auch nur so, dass die Schizophrenie und die daraus entstehende Symptomatik einfach um ein Vielfaches belastbarer für dich sind und du daher die ADHS Symptome als keine „Krankheit“ beschreibst. Ich stimme dir zwar zu, dass ADHS keine „Krankheit“ im eigentlichen Sinn darstellt, schließlich hat man kein Fieber etc. Allerdings stellt es doch in den meisten Fällen eine Störung oder Behinderung dar. Es behindert viele im zwischenmenschlichen Bereichen, in der Emotionsregulation, im Lernen, im Strukturieren alltäglicher Aufgaben etc. Und ich gehe stark davon aus, dass die meisten Menschen, die sich hier in dem Forum befinden, an einer Behinderung, durch die durch ADHS bedingten Symptome leiden, die einige Bereiche des alltäglichen Lebens dadurch schwerer machen.

Zu dem Schluss komme ich, aufgrund des Geschriebenen der Forumsmitglieder und auch der Aussagen der meisten, dass sie Medikamente zur Eindämmung, der durch ADHS bedingten Symptomatik, nehmen.

Medikamente nimmt man eben nicht, wenn man „gesund“ ist. Medikamente nimmt man, bei Störungen, Krankheiten etc.

Man wird auch bei Diabetes, Bluthochdruck und auch bei Schizophrenie nicht sagen, es ist mit meiner Persönlichkeit so eng verwoben, weil es genetisch bedingt ist.

Die meisten Störungen, Krankheiten und auch einige Behinderungen, sind genetisch mit bedingt.

Die meisten Störungen oder Behinderungen außer vielleicht Huntington, Trisomien oder spezielle Muskeldystrophien, sind nur Mit bedingt, ob es dann zur vollen oder zur Teilausprägung des Störungsbildes oder des Krankheitsbildes kommt, hängt unter anderem auch von den vielen Umweltbedingungen ab, denen ein Mensch so ausgesetzt sein kann.

Aus dem Grund finde ich Aussagen wie ADHS ist nur eine Variante einer Persönlichkeit, etwas schwierig, da sobald Symptome entstehen, die Leid verursachen und daher behandelt werden müssen, man ja nicht mehr davon reden kann, dass es sich nur um eine Variante einer Persönlichkeit handeln kann.

Aber klar, habe ich mir zuerst einen Finger gebrochen und mir wird danach mein Bein abgehakt, sind die Schmerzen im Finger wahrscheinlich schnell vergessen.

2 „Gefällt mir“

Ich glaube es hat auch was mit dem eigenen Schmerz zu tun , den man spürt wenn man eine Schwäche „zu gibt“

1 „Gefällt mir“