ADHS "Symptome" sollten nicht im Mittelpunkt stehen

Also das Symptom meiner ADHS wenns denn von der ADHS kommt welches im Mittelpunkt bei mir steht, ist, dass ich nix große packe und dran bleibe bzw. fertig mache, alles muss immer schnell schnell gehen und fertig werden bevor ich die Lust dran verliere, weil dann geht gar nichts mehr. Auch die ständigen tausend neuen Ideen die immer ablenken Egal wieviel oder wenig Medikament ich fresse und das steht deswegen im Mittelpunkt weil es mich kaputt macht, es frisst mich auf, Stück für Stück, Tag für Tag, dieses ewige Scheitern alles andere fühlt sich dagegen wie ein Witz an.

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Ich glaube sogar, dass dies der wichtigste Grund ist, warum Menschen zum Teil so wenig Nachsichtigkeit mit den Macken anderer zeigen können. Ausschluss aus der Gruppe ist einfach das schlimmste, was einem Menschen passieren kann und einige Menschen die mit einem geringen Selbstwert kämpfen, reagieren aus Selbstschutz so, dass sie lieber andere schlecht machen, die dann aus der Gruppe ausgeschlossen werden, als Gefahr zu laufen, selbst ausgeschlossen zu werden.

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Das ist so unglaublich traurig, dass Intoleranz und Ausgrenzung einfach so überwiegt, dass man sich deswegen lieber verbiegt :cry: und kaum einer einem die Hand reicht und sagt, hey, ich akzeptiere deine Schwächen und möchte dir Sicherheit bieten, du brauchst dich nicht zu verbiegen…

Ja ich glaube nur unbewusst spielt jeder das Spiel irgendwie mit. Den einen fällt es nur einfach schwerer sich anzupassen oder auch zu verbiegen als den anderen. Ich glaube ehrlich sind wir alle nicht wirklich. Die absolute Ehrlichkeit, wäre wahrscheinlich für ein gutes Zusammenleben auch eher hinderlich.

Schön wäre nur, wenn wir Menschen es schaffen würden, bei allem mehr das Mittelmaß zu finden.

Nur eventuell fehlen uns dafür grundsätzlich die Voraussetzungen. Wir sind eben zu einem sehr großen Anteil Emotionsgesteuert und auf Selbsterhaltung „programmiert“. Für die Selbsterhaltung braucht der Mensch aber den Menschen, allein funktioniert er nicht und ich glaube dieses Komplexe Zusammenspiel und bestimmt noch einiges mehr, macht uns doch im Großen und ganzen Ganzen sehr verletzlich.

Das befähigt uns aber auch wieder zu sehr altruistisch Anmutenden Handlungen. Die allerdings bei der Analyse der vielen ineinander greifenden Komponenten unseres Daseins, auch wieder nur äußerlich Altruistische Handlungen sind, da uns dieser Altruismus eben auch bei genauer Betrachtung nur zur Existenz Erhaltung dient.

Reinerer Altruismus ist, wenn man genervt vom Helfen ist und es trotzdem tun muss weil es sich innerlich kaum Aushaltbar anfühlt es nicht zu tun. Ist bei mir glaube ich, tatsächlich eine Ichzustands bedingte Sache. Statt Dopamin ( Warm Glow) wird dann Cortisol ausgeschüttet. :joy:

Ist das dann wirklich „reiner“ Altruismus. Die Frage ist doch, warum kannst du es nicht aushalten?! Meine Hypothese dazu: Du kannst es nicht aushalten, weil du ein Mensch bist und Menschen darauf „programmiert“ sind auch zu helfen. Gerade wenn es um die eigene Gruppe geht. Denn nicht helfen, könnte die Wahrnehmung deiner Gruppe von dir verändern und eventuell dazu führen, dass deine Gruppe dich dann als wenig Hilfsbereit einstuft, was im aller schlimmste Fall dazu führen könnte, dass du ausgeschlossen wirst. Außerdem könnte ein Grund für dein Helfen sein, dass du hilfst, weil du weißt, dass du mal in eine ähnliche Situation kommen könntest und dann auch auf die Hilfe deiner Mitmenschen angewiesen bist.

Versteh mich nicht falsch, dass sind meiner Ansicht nach meist keine bewussten Prozesse und ja trotzdem als gut oder lobenswert einzuordnen. Das ist eben eventuell unser Sein.

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Reinerer… nicht Rein.

Nachtrag: eher Oxytocin also das Bindungshormon. Cortisol wäre eher schlecht, denn dass ist ja eher ein Stresshormon.

Genau,

:man_mage: = Ich muss unbedingt helfen, weil schlimm schlimm Mitleid, kann aber nicht bin zu klein. ( Was auch immer)

:guard: = Ich muss obiges umsetzen und bin genervt, weils mich in die Hölle stresst und ich nicht immer helfen will. ( Cortisol)

:cowboy_hat_face:= Ich bin der Glow Master und helfe selbständig weil es eine Dopaminbombe ist. ( Dopamin )

Und allein deswegen ist es meiner Ansicht nach kein „reiner“ Altruismus. Dopamin wirkt ja als Belohnung und das Gefühl belohnt worden zu sein, ist ja ein gutes Gefühl für dich. „Reiner“ Altruismus würde aber bedeuten, dass du überhaupt keinen Nutzen aus deiner Hilfsbereitschaft ziehst.

Ich habe getrennte Ichzustände meiner Wahrnehmung nach. Somit ist der Glow Master auch nicht immer da.

:man_mage: +:guard: = reinerer Altruismus wegen Cortisol

:cowboy_hat_face:= Reziproker Altruismus wenn man das so nennen kann wegen dem Dopamin.

Da widerspreche ich dir. Es kann ja sein, dass du bewusst empfindest, ich habe Mitleid, kann es kaum aushalten,will aber eigentlich nicht helfen und es dadurch zu einer für dich wahrnehmbaren Stressreaktion kommt. Allerdings wirst du zumindest unbewusst, diesen Stress Zustand (weil unangenehmes Gefühl) irgendwie verhindern wollen oder zumindest minimieren. Daher hilfst du und damit hast du auch wieder einen nutzen für dich also kein „reiner“ Altruismus.

Nachtrag: den reziproken Altruismus hast du erst später nachgetragen und den Begriff in Verbindung mit Altruismus finde ich für unser menschliches Verhalten tatsächlich passender. Da alles in Beziehung zueinander steht und nur als gesamtes betrachtet werden kann.

„reinerer“ nicht „rein“. Ein weißes T Shirt mit Fleck ( „reinerer“ Altruismus), „Rein“ wäre ohne Fleck und nur weiß ( „reiner“ Altruismus). :grin:

Mm rein ist aber doch schon ein endzustand da gibt es ja nichts mehr zu steigern. Entweder ein T-Shirt hat ein Fleck und ist damit definitiv nicht rein oder es hat keinen eventuell in einem Vakuum verschlossen und ist damit als rein zu betrachten :joy:

Unreiner Altruismus, reinerer Altruismus, reiner Altruismus

im Englischen impure altruism oder Warm-Glow-Effekt

Na ok, wenn du das sagst​:wink:

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Ich verlinke hier gerne auch nochmal diesen schönen Artikel, der zeigt, dass sich diese Erwartung leider oft nicht erfüllt:

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Hallo @Juilbombom , Wie bitte?, Sorry aber habe ich richtig gelesen?, heisst das Du ADHS Symptome als „Ausflüchte“ ansiehst?.
Und endschuldige bitte vielmals, aber falls Du das so „siehst“, dann macht mich sowas echt mehr als einfach nur nachdenklich, sondern betrübt mich tatsächlich sehr, und zwar weil meine ADHS Diagnose keine Ausflüchte für mich sind, sondern für mich tatsächlich endlich die einzig richtige Antwort auf alles in meinem bisherigen Leben bietet.
P.s.
Und da man Krankheiten, oder Störungen, oder Abweichungen von der Norm, nun mal nur anhanden von sogenannten Symtomen in der Medizin, oder Psychologie überhaupt „festmachen“ kann, leuchtet mir zumindest vollkommen ein.

Heisst WIE sonst soll es überhaupt möglich sein das man Unterscheidungen festhalten kann?.

Denn nicht nur bei ADHS spricht man von Symtomen, sondern allgemein spricht man von Symtomen in der Medizin.
Und von daher ist dieser Begriff total legitim.

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Und P.p.s.
Und übrigens, nur weil manche Menschen anscheinend ein Problem mit dem Begriff des Wortes Symptom/e haben, heisst das noch lange nicht das dass deswegen für anderen auch so ist.

Denn Gott sei Dank ist deren Ansicht nicht das Alpha und das Omega für alle anderen die ihre eigene Meinung haben, und diese auch souverän verteitigen.

Hab ich in keinem Wort gesagt. Das war off-topic und du hast den Zusammenhang nicht verstanden. Bitte richtig lesen