ADHS-Träume-Plage

Habt Ihr auch ADHS-Träume? Selten das ich mal entspannte Träume habe, meistens bin ich gehetzt, verirre mich, komme zu spät, wache gestresst auf. War eigentlich schon immer die Tendenz, aber im Moment ist es arg… Im richtigen Leben bin ich etwas besser organisiert :slight_smile: und zur Zeit eigentlich ganz entspannt…

Wie ist es bei euch, würde ich gerne wissen.

Hah! Das kenn ich doch!

Besonders häufig in den Morgenstunden. Da widme ich mich im Traum meistens schon den Pflichten und Anforderungen des nahenden Tages. Immer diffus, immer gestresst.
Auch zu spät kommen oder vergessen, etwas erledigt zu haben sind häufige Motive. Oft so absurd, als wär die ganze Welt gegen mich und eigentlich kann ich es nicht richtig machen.

Wobei ich den Verdacht hege, dass neurotypische Menschen unter Stress ebenfalls zu solchen Träumen neigen. Bei uns nagt das Gefühl aber vielleicht mehr, weil es sich zu stark mit echten Erlebnissen und den eingebrannten negativen Gefühlen deckt.

Neulich hatte ich einen Traum, da hat mir eine Person in einer Machtposition gesagt „Du hast voll ADHS, da ist kein Zweifel“ und das war sehr abwertend. Mir wurde vor Augen geführt, dass ich meine mindere Leistung nicht verbergen oder überspielen kann.
Hat mich ziemlich getroffen und auch die Tage danach noch beschäftigt. Vorallem, weil das reale Pendent dieser Person nichts von meinem ADHS weiß und ich vor ihr noch nie negativ damit aufgefallen bin…
Trotzdem scheint mein Unterbewusstsein an der Stelle kein allzu großes Vertrauen in mich zu haben.

Ich habe extrem viele Träume. Manchmal träume ich richtig anstrengende Sachen. Da muss ich irgendwas sortieren oder logische Aufgaben lösen. Das geht manchmal so weit, dass es richtig anstrengend wird.

Manchmal habe ich auch diese typischen Träume, dass ich nicht laufen kann und ganz langsam bin, während ich aber wegrennen muss. Oder ich muss mich durch irgendwelche Engen schächte zwängen. Ich habe auch oft Träume von Höhe (ich habe starke Höhenangst). Erst letzte Nacht habe ich von einem riesigen Hochhaus geträumt mit einem Fahrstuhl, der bis weit über die Spitze hinaus fuhr. Da war man dann Hunderte Meter hoch, in einem kleinen Fahrstuhl in der dünnen Spitze eines Hochhauses. Das kommt sicherlich weil ich den Beitrag zu dem neuen Glas-Fahrstuhl in Amerika gesehen habe. Sowas ist immer unglaublich angstengend. Oftmals fällt dann auch alles zusammen und ich falle.

Aber ich habe auch sehr schöne Träume. Da kann ich fliegen oder mich überall hin teleportieren, indem ich mich einfach auf einen Ort konzentriere. Oft sind es aber auch sehr komplexe Träume, da geht es dann um Zeitreisen und die daraus entstehenden Paradoxen. Teilweise überschneiden sich Zeitsprünge dann auch, was zu sehr komplexen Handlungssträngen führt. Leider kriege ich es im Wachzustand nicht mehr alles zusammen, aber es ist besser als jeder Kinofilm was ich teilweise träume :wink:
Gestern habe ich vom Leben nach dem Tod geträumt. Ich war gestorben, und war dann im Garten meiner Eltern. Dort waren auch alle anderen die ich kannte. Mein bester Freund, meine Eltern, seine Eltern, und ganz viele andere. Und in einem komischen Ritual sollte ich dann in eine Flamme steigen. Dort würde mein Körper verbrannt. Das tat aber nicht weh, mein Körper verbrannte einfach nur langsam (sehr bildlich). Danach war mein Geist frei. Danach waren wir in einer art Himmel. Dort gab es jedes Buch, jeden Film, jedes Computerspiel, jedes spielzeug xD Man konnte alles machen, was man im Leben verpasst hatte.
Allerdings mussten wir auch Arbeiten. Da kamen mir dann zweifel, ob das wirklich der Himmel ist. Für alle anderen war es aber selbstverständlich. Schließlich bekamen wir ja dafür die Möglichkeit, alles NAchzuholen aus unserem Leben. Dafür mussten wir irgendwelche sachen Herstellen in einer Fabrik.

Am Ende warn es Ausserirdische gewesen, die einfach Menschen entführt haben, ihre Körper entfernten und ihre Gehirne als Computer benutzten :wink: Und um uns motiviert zu halten, wurden wir in diesem virtuellen „Himmel“ gehalten und bei Laune gehalten. Das abarbeiten der logischen Rechenaufgaben haben wir dann als das Arbeiten in einer Fabrik visualisiert. Die Aliens hatten vorher alle Medien der Menschheit aufgenommen, um uns damit praktisch für immer zu unterhalten.

Da frage ich mich manchmal, woher mein Kopf diese Ideen nimmt. Am Ende gab es noch einen spannenden Ausbruchversuch.

Träume sind etwas sehr schönes für mich, und selbst die anstrengenden Träume sind irgendwie stimulierend. Als ich im Hochhaus war im Fahrstuhl, hatte ich wirklich angst. Allerdings habe ich es überlebt, und das hat sich gut angefühlt.

Ich wache immer aus wirren Träumen auf!
Meist hat der Traum mit Versagenserfahrungen und Orientierungslosigkeit zu tun.
Ich bin in einer fremden Stadt, (letztens NYC) kenne mich nicht aus, irre umher, habe kein Geld dabei, tu aber so als wäre alles in Ordnung, bin in der Bahn ohne Ticket, bin untenherum plötzlich nackt auf der Strasse, gehe durch zu enge Türen, verstecke mich…

Ich springe schon fast panisch aus dem Bett nach dem Schlaf.

Ich war ja ein sogenanntes „Träumerkind“, kenne mich also bestens mit Träumen aus. :unicorn:
Sowohl die Tagträumerei als auch die normalen nächtlichen Träume gehören bei mir zum Standard Programm, von angenehm bis Horror fast alles dabei, mein eigenes Kino Programm sozusagen. :tv:

Mit meinen Tagträumen, wozu auch gedankliche Selbstgespräche gehören, habe ich mich oft weg gebeamt, das war dann wirklich wie wenn ich mich auf einen anderen Planeten gebeamt hätte, heisst für andere nicht mehr erreichbar, total versunken in meiner Gedankenwelt, in meiner eigenen „Twilight Zone“. :alien:

Adhs Träume?, weiss ich ehrlich gesagt nicht ob ich meine Träume so bezeichnen soll, weiss nur das meine nächtlichen Träume, besser gesagt meistens die, die ich in den frühen Morgenstunden habe, meist sehr intensiv erlebe. :smile_cat::scream_cat::crying_cat_face::hot_face::rainbow:

Da kommt es schon mal vor das ich Schweiss gebadet auf wache, aber auch schon gelacht habe.
Anscheinend brabble ich ab und zu auch unverständliches Zeug, aber auch stöhnen, wimmern, schluchzen, und weinen kam schon vor. :sweat_smile::joy:

Aber solche Träume, wie ihr hier beschrieben habt, habe ich auch recht häufig, z. B. das ich durch eine Menschenleere Stadt laufe und meine Wohnung suche, das ich meine Schlüssel nirgends finden kann, das ich vor jemandem flüchten muss dessen Gesicht ich nicht erkennen kann, oder das ich irgendwo umher irre ohne zu wissen was ich eigentlich suche oder wo zur Hölle ich überhaupt bin. :thinking::grinning_face_with_smiling_eyes:

Es heisst ja dass das Träumen vergleichbar ist mit dem freigeben von Speicherplatz auf einem Computer, das das Gehirn dann praktisch „ausmistet“, oder eben unötiges „löscht“ um wieder Platz zu schaffen. :wastebasket:

Aber warum irrt man dann in einem Traum irgendwo in der Weltgeschichte rum und findet seinen bescheuerten Hausschlüssel nicht?, was soll das mit dem freigeben von Speicherplatz zu tun haben?. :thinking:

Vielleicht ehr damit, das mein Unterbewusstsein mich mal wieder dazu ermahnen will besser auf meinen Schlüssel acht zu geben, oder?. :wink:

So ungefähr „Hey Du Schussel, gewöhne Dir einfach EIN für ALLE Mal an Deinen Sch**ss Schlüssel IMMER am SELBEN Platz aufzubewahren, dann musst Du nicht JEDESMAL wieder aufs neue danach suchen, wann kapierst Du das ENDLICH mal???!!!“. :rage: :joy:

So oder so ein spannendes Thema, ob wir jemals entgültig heraus finden werden wie das Träumen funktioniert?, und warum wir überhaupt Träumen?. Oder warum wir ausgerechnet einen „bestimmten“ Traum träumen?. :butterfly:

Zu welchem Zweck hatte man gerade eben „diesen einen Traum“, was wollte uns unser Unterbewusstsein damit sagen?. :face_with_monocle:

Und warum kann uns unser Unterbewusstsein das nicht einfach klipp und klar mitteilen?, warum nur in oftmals „diffusen“ Träumen?, fast schon so als unterhielte man sich mit einem Zauberer, die ja angeblich gerne in Rätseln sprechen. :mage::joy:

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