Sie spricht von „magisch-animistischer Partizipation“.
Ich werde übrigens nicht müde zu betonen, dass aus meiner Sicht die Veröffentlichungen von Cordula Neuhaus, aber auch von Martin Winkler, mit zum Besten gehören, was im deutschsprachigen Raum zu ADHS veröffentlicht wird, und zwar abseits der standardisierten Symptomlisten. Sicher liegt es auch daran, dass sie laut eigener Aussage selbst betroffen sind und daher deutlich besser beschreiben können, worum es bei ADHS wirklich geht.
Aufmerksamkeitsprobleme, Impulsivität und Hyperaktivität sind ja nur die Spitze des Eisbergs was die Folgen der mangelnden Steuerungsfähgikeit betrifft. Beide Autoren fokussieren sich z.B. deutlich stärker auf die emotionale Dsyregulation, die viele Ärzte gar nicht auf dem Schirm haben.
Nee, das ist zwar ähnlich, aber das meinte ich nicht. Wenn du Interesse hast, lies über den Begriff „magisches Denken“ nach. Es geht so in etwa: wenn ich dies oder das trage, passiert was schlimmes. Daher ist es z.B. sehr schwierig bei mir mit neuen Sachen bzw. Veränderungen umzugehen, da ich nicht weiß wie sich diese dann später auswirken. Daher auch bei mir tausend Rituale, sowohl im Kopf als auch nach außen, oder jedes Ding bei mir zu Hause oder im Büro hat seinen festen Platz, ich habe mein Geschirr, meinen festen Sitzplatz etc…
Frühr habe ich auch mterielle Sachen ein Eigenleben zugetraut und hatte Schwierigkeiten mich davon zu lösen. Jetzt ist es besser.
Danke, ich glaube es ist endlich für mich die Zeit zu kommen, ein zusätzliches Buch über Adhs zu lesen :oops:
Nehme es mir zumindest vor. Das Video gucke ich mir später zu Hause.
Bei mir es auch nicht so extrem wie bei dir, aber in abgeschwächter Form kenne ich das so ähnlich auch. Ich bleibe auch in der Regel bei bewährtem, esse z.B. immer dieselbe Pizza, und setze stark auf Rituale, auch wenn das oft nur in Ansätzen funktioniert.
Ich führe das auch nicht auf magisches Denken zurück, sondern auf den Drang, mir im Chaos irgendwie einen Rest an Sicherheit und Kontrolle zu bewahren, um eine mögliche Katastrophe schon im Vorfeld abzuwenden.
Auch wenn es etwas seltsam klingt: Mal eine neue Pizza auszuprobieren geht nicht, denn wenn sie mir dann nicht schmeckt, wäre das wirklich eine Katastrophe - emotional gesehen.
Der Autist hat sein Spezialgebiet und der ADxSler ist eher multipassioniert.
Wie geht das in einem Kopf zusammen?
Doch nur mit Zerrissenheit und Stress.
Ich habe mich in meinem Studiengang länger mit „magischem Denken“ beschäftigen müssen. Allerdings als Grundvoraussetzung bzw. Ursprung von Religiosität und Spiritualismus. Jetzt bin ich natürlich interessiert, ob dies auch bei dir der Fall ist.