ADHS und Borderline

Das stimmt schon. Ich interpretiere häufig Gesichtsausdrücke negativ,aber bin da ganz gut reflektiert. Früher war das anders. Die feinen Antennen hab ich trotzdem. Ich ”sauge” Stimmungen auf und kann sie körperlich Spüren. Kann natürlich bei reinem Adhs auch so sein…

Moment, diagnostische Symptome brauchen Komorbiditäten um zu bestehen? :grin: Falscher Umkehrschluss von mir grad, glaub ich, könnte man aber so rauslesen.

Ansonsten, ja, stimm zu. Sei es bei BPS oder ADHD. Viel Möglichkeiten, viel Varianz, viele Unterschiede. Und ICD und DSM machen die Kuh nicht fett. Wenn Ärzte, Psychologen nur auf die Manuals allein schauen und nicht genauer erfragen, erheben, dann Prost.

Hallo ihr.

Also naja, ADxS und Borderline.

Ich heb einfach mal symbolisch die emoji Hand: :raised_hand:

Bin zuerst mit ADxS (fein säuberlich von Dr. Droll in Berlin → Diagnosedauer 1 Jahr) diagnostiziert worden.
Dann in weiterer Folge von einem Prof. Dr. Teichmann F 90.0 (ADxS) und halt eben noch Emotionale Instabilität und oppositionelle Störung diagnostiziert bekommen. Da war ich 16. Borderline brauch übrigens nicht immer harte Gewalttraumata, ein Schlag in einem Moment absoluter Wehrlosigkeit kann schon ausreichen. So bei mir der Fall. Ich war 3 ,Geburtstag meiner Oma, mein Vater hat mir leicht eine gepfeffert weil ich „bockig“ hinter einer Tür rumstand. Also zumindest wenn ich einen distinktiven Punkt nennen müsste. Aber eigentlich bin ich der Meinung das es über die Jahre immer mehr gewachsen ist. Durch eine Häufung von gut gemeinten Erziehungsversuchen , teilweise von Menschen die gar kein Recht dazu hatten.

Und eine von Anfang an einhergehende Ausgrenzung durch Peers aufgrund meines Verhaltens vom Kindergarten beginnend. Später dann auch hartes Mobbing. Gegen das ich mich nicht wirklich zur Wehr gesetzt habe, da ich mir eigentlich schon mit 7 Jahren gesagt hatte ich bin Pazifist (nachdem ich einem 14 Jährigen der mir meinen Ball nicht geben wollte das Gesicht blutig geschlagen habe.)

Zu der emotionalen Instabilität liegt keine aktuelle Diagnose vor. Aber wenn man mal genau darüber nachdenkt: Oppositionell und emotional Instabil im Jugendalter ist schon mal ein „guter“ Ansatz für eine folgende BPS die ja auch erst oft mit dem erreichen des 21ten Lebensjahrs wirklich bemerkt wird, weil man davor immer noch sagen kann „Er ist ja noch jung, wird sich schon auswachsen“, „Der Kleine hat halt Hummeln im Arsch“ etc. - also all diese entschuldigenden Sprüche, entschuldigend weniger für die betroffene Person sondern doch eher für die , die Aussage Tätigende. Außerdem wird man bei mir die BPS immer erst bemerken wenn sich mein Umfeld stark wandelt oder ich unter erhöhtem Druck stehe. Ich lebe jedoch die ganze Zeit damit. Ich kann ganz gut einschätzen wann meine Gefühle zu stark werden , jedoch nicht wirklich den Zeitpunkt noch die sozial erträgliche Reaktion bestimmen. Meine Sprache beim Schreiben ist sehr viel schöner als die beim Sprechen, weil durch die Geschwindigkeit(ja auch die durch ADxS Anteile erzeugte Geschwindigkeit spielt hier massiv rein) mein Borderline-Pferd mit mir durchgeht. Ich bin nicht sehr loyal, weil die meisten Menschen mir nie besonders viel aktive Loyalität entgegengebracht haben (halt abgesehen von meiner Fäm). Ich bin oft eher destruktiv unterwegs. Muss Schriftstücke die förmlich sind oft 3mal durchlesen und schick Sie dann immer noch nicht ab, da mein Selbstvertrauen zusammenbricht wenn der emotionale Wutgalopp aufhört und ich auch die Konsequenzen schwer einschätzen kann (kann aber auch Gaslighting sein, weil ich ganz oft mit der Konfliktpartei in Kontakt trete, um es nochmal auf die menschliche Art zu versuchen. 100te Chance geben und so).

Um es grob mit der Technik des Kassette bespielens aus den 90ern zu beschreiben : Placebo, Radiohead, Grossstadtgeflüster und Mine.

Noch eine Sache zu dem Männer sind da oft anders:

3 „Gefällt mir“

Bestätige