ADHS und Hochbegabung, ADHS oder Hochbegabung

Und warum soll das - in einem ADHS-Forum - das Label Faulheit als 1. Option kriegen?

Hinzu kommt: Der Mensa-Test wird da vielleicht eine lindernde Salbe für die Selbstwert-Themen sein. An exekutiven Problemen ändert es vermutlich wenig.

Problem 1, nach meiner Erfahrung: Eckerle beschreibt sehr gut, warum auch bei Hochbegabung - gepaart mit unserem Schulsystem - massive Dopamin-Probleme entstehen können. Plus Exekutiv-Themen, weil „Unordnung des Wissens“ zu lange möglich ist:
ADHS kann eine sekundäre Folge von Hochbegabung sein, IQ Test Pflicht › Institut für Leistungsentwicklung und https://www.hochbegabtenhilfe.de/ursachen-fuer-misslingende-schulkarrieren/

Ob man es reaktives ADHS nennt oder nicht, halte ich zuweilen für egales Etikettieren.

Problem 2: Eine Peer-Group bei oder um Mensa kann - nicht: muss - auch primär aus Leuten bestehen, die derartige Probleme haben. Deshalb wird für solche „Peers“ ja HB zum Problem, und sie suchen irgendwann Selbsthilfe.

Andere Hochbegabte müssen sich damit nicht aufhalten. Die sind eher wie Fische im Wasser und fragen sich „Was ist Wasser?“.

Wenn ich dann aber bei „Mein Problem ist meine Hochbegabung.“ stehen bleibe und mich mit Spiele-Abenden in meiner Peer-Group über das Nagen in mir wegtröste, lerne ich da auch nicht, mit meinem Dopamin-Thema und meinen exekutiven Defiziten umzugehen. (Siehe „Du bist geprägt von den 5 Leuten, mit denen Du Dich am meisten umgibst“.).

Problem 3: Mensa nimmt das Dopamin-Thema gemessen an 1 und 2 viel zu langsam auf den Schirm. Eine problembewusste Peer-Group findet sich daher m.E. eher woanders.

1 „Gefällt mir“