Hey, ich bin seit Anfang des Jahres Diagnostiziert. Seit meiner Jugend, mit etwa 13/14 Jahren bin ich mit Hashimoto Thyreoditis diagnostiziert. Daraus resultierend eine SD-Unterfunktion.
Bevor ich jetzt zu dem Roman übergehe, den ich geschrieben habe, vorab meine Frage: kann mir jemand einen Arzt im Raum Kiel und Umgebung empfehlen(bis 2 Stunden Fahrt), der einen als Patienten und die Symptome ernst nimmt und nicht nur den TSH-Wert glorifiziert. Und evtl auch eine Kombitherapie mit t3 in betracht zieht?
Nun muss ich mal ein bissel ausholen. Ich krebs schon seit rund 3 Jahren mit extremer Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haar- und Nägelbruch, Kälteempfindlichkeit, extremen Regelblutungen, extreme Magenprobleme mit Gastritisschüben und extremer Erschöpftheit rum. Deshalb bin ich ursprünglich zu meinem aktuellen Endokrinologen gegangen. Ich hab damals eine sehr hohe L-Thyroxin Dosis gehabt. Ich war auf 200μg. Es wurde mir nur ein kleines Blutbild abgenommen und die sd werte und dabei festgestellt, dass mein tsh im nicht messbaren Bereich ist, meine freien Werte im oberen normbereich. Um andere mögliche Mängel wurde sich nicht gekümmert. Eisen wäre ja auch super und so… komisch nur dass meine Blutköperchen alle was anderes sagten. Zu klein, zu blass zu wenige…. Naja es wurde sich aber an meiner Thyroxin Dosis total festgebissen. Ich nehme ja zu viel und mir wurde dann damit Angst gemacht, dass ich ja irgendwann Osteoporose und Vorhofflimmern bekommen könnte, wenn ich das so weiter nehme. Also wurde ich reduziert. Erst auf 175, dann 150 und dann auf 125. Damit wurden meine Symptome nur noch schlimmer. Ich kam teilweise icht mehr aus dem Bett, ich bin im sommer mit Jacke gelaufen und das Gewicht, welches ich mir nach der Geburt meiner Lütten wieder runterkämpfte stieg auch wieder zusehens, obwohl ich auf meiner Ernährung geachtet habe. Auch meine Regelblutung wurde immer mehr. Dann bin ich als Selbstzahler zum Labor und hab einiges an Werten machen lassen. Und siehe da, einen haufen an Mängeln. Zink, Eisen, Magnesium, Vit D, und das Parathormon war zu hoch. Damit bin ich dann nochmal zu meinem Endo. Der fand das alles gar nicht so schlimm. Hat mir noch nicht mal gesagt, ich solle zusehen, dass ich ordentlich sublimentiere. Hat mir nichts verordnet, kein Eisen, kein Zink. Nur beim Vit D hat er gesagt könnte ich ja 1000 IE am Tag nehem, damit ich wieder hoch käme. Ich war bei ca. 10nmol/l. Naja letzt endlich hab ich selber geschaut, was ich nehmen kann um die Mangelwerte wieder in den grünen Bereich zu bekommen. Nach bummelig nem 3/4 jahr war ich diesbezüglich einigermaßen auf dem Damm, wobei ich immer noch täglich Eisen, Zink, vit d und K2 nehme, weil mir das alles sonst wieder komplett abrauscht. Bei vit. D bin ich jetzt einigermaßen auf dem Dampfer und auch mit meinem Eisen und Zink stehe ich zurzeit nicht mehr auf Kriegsfuß. Aber nach meiner Regel ist halt wieder Eisen fressen angesagt.
Naja aber trotzdem lag ich dem Endo ständig in den Ohren, dass ich müde bin und mein Gewicht hoch geht und und und. Er kam dann auf die Idee, es könnte ja psychisch sein. Ich könnte ja eine Depression haben. Das glaubte ich nicht. Ich bin trotzdem zum Psychiater um ihm damit den Zahn zu ziehen. Die Psychaterin meinte nach dem Gespräch, sie glaube nicht, dass ich Depressionen habe, sie fragte mich aber, ob ich mich schon mal mit ADHS auseinander gesetzt habe. Ich sagte ihr, dass ich das tatsächlich schon habe, da wir zudem Zeitpunkt gerade bei meiner Tochter dran sind. Sie meinte zu mir, vielleicht solle ich mich auch mal testen lassen und schauen, ob da was passiert. Den Arztbrief hab ich meinem Endo dann auf den Tisch gelegt, der biss sich dann erstmal an dem ADHS fest. Ich brauchte ihm mit meiner Schilddrüse nicht mehr kommen. Die Symptome können ja auch alle von einem ADHS ausgelöst werden. Vielleicht wurde ich auch damals falsch diagnostiziert mit diem Hashimoto. Dass ich Antikörper hatte und so ignorierte er radikal.
Naja, also konzentrierte ich mich dann erstmal auf eine Diagnose. Hab dann bei Dr. Niemann in Kiel einen Platz bekommen. Als das los ging, ging das auch recht flott. Und dann hatte ich im Februar diesen Jahres dann auch die Diagnose in der Tasche. Ich konnte dann wieder zu meiner Psychaterin, die mich dann mit den Medikamenten beriet und einstellte. So nun habe ich schon ein bisschen länger als ein halbes Jahr Medikinet. Nehme es hauptsächlich in der Woche. Mein Energielevel hat sie auf jedenfall gebessert. Auch meine regelmäßigen Migräneattacken haben sich schon lange nicht mehr gezeigt, aber nichts desto trotz hab ich immer noch Unterfunktionssymptome. Ich werde immer fetter, trotz Kalorienzählen, ausgewogener Ernährung und Sport(ich kann mich zum Sport aufraffen, das war einfach nicht drinnen vorher). Mir ist immer noch schweine Kalt. Ich sitze bei 21°C in der Bude mit Heizdecke auf der Couch. Meine Haare brechen immer noch meine Nägel auch(meistens nach der Regel. Ich hab immer noch sehr trockene Haut . Mein Gewicht will einfach nicht runter. Und ich hab zwar nicht mehr mit Erschöpftheit zu kämpfen, aber ich bin immer noch Müde. Und meine Regel wird halt ständig stärker. Bei der letzten Regel hab ich dokumentiert, wie viel ich in etwa verloren hab. Es waren 500ml- 600ml! Da ich eine M-Tasse verwende, ging das ganz gut.
Ich hab schon immer eine recht starke Blutung gehabt, aber seit ich mit meinem Thyroxin so runter bin, wurde das immer mehr.
Und das wird alles komplett irgnoriert. Mein endo sieht nur den tsh. Meine freien Werte werden ignoriert. Und mein kompletter Zustand erst recht. Er spricht mir ab, dass ich die Veränderungen im Zusammenhang mit meiner Schilddrüse spühre. Er sieht nur die Werte. Laut meinen Werten müsste es mir super gehen. Ich hab zur Zeit einen tsh von 0,17 μU/ml, ft3 bei 3,4ng/l und einen ft4 von knapp 17ng/l .
Mein Körper und die Symptome sagen was anderes.
So, da ich einen sehr hohen ft4 wert habe und mein ft3 eher im mittleren Bereich, würde ich behaupten, dass mein Körper Probleme hat das t4 in t3 umzuwandeln und oder Probleme hat, dieses im Gewebe anzulagern, wo es für die verschiedenen Körperfunktionen gebraucht wird.
Davon will mein Endo aber nichts hören. Der tsh sei der einzig aussagekräftige Wert. Die anderen Werte seien nicht notwendig. Und da mein tsh so niedrig ist, soll ich weiter reduzieren. Das ich Medikinet nehme und dieses das tsh auch drücken kann, ignoriert er ebenso, wie alles andere.
Aktuell nehme ich auf eigene Faust 56μg mehr. Also 181μg (bitte lasst das unkommentiert, ich weiß dass ich das nicht sollte. Aber was soll ich tun? Vorher kam ich mit einer sehr viel höhren Dosis viel besser aus. Meine Unterfunktionssymptome waren fast alle weg, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich diese krassen mängel hatte).
Ich werde nicht nehr zu meinem aktuellen Endo gehen. Aber die Suche nach einem neuen Arzt, der mich als Menschen ernst nimmt und nicht nur auf die Werte glotzt, gestaltet sich als sehr kompliziert. Ich hab jetzt erst vor kurzem meine Werte machen lassen. Meine nächsten, werde ich wieder in freien Labor als Selbstzahler machen lassen. Und ich werde mir beim aktuellen arzt nur die rezepte für die Medis holen. Auf lange Sicht brauch ich aber trotzdem einen Arzt, der mich unterstützt. Und eigentlich wollte ich eher auch mal gucken, wie ich auf t3 reagiere, als meinen t3 Bedarf durchs t4 zu erhöhen. Ich unterstütze meine Schilddrüse momentan auch mit Selen und kleinen Mengen an Jod um t3 besser umwandeln zu können, aber auf dauer muss eine andere Lösung her.
Kann mir jemand einen Arzt empfehlen, der sich mit aktuellen Schilddrüsenstudien befasst und auch nach diesen behandelt? Der nicht nur das TSH als alles was sein muss sieht.
Danke, wenn ihr bis hier gelesen habt, aber auch wenn nicht.
Das Thema hat ja jetzt nur indirekt was mit ADHS zu tun, aber ich hoffe ich kann mich diesbezüglich hier trotzdem an euch wenden.