ADHS und Schilddrüsenunterfunktion. Ärzte nahe Kiel?

Hey, ich bin seit Anfang des Jahres Diagnostiziert. Seit meiner Jugend, mit etwa 13/14 Jahren bin ich mit Hashimoto Thyreoditis diagnostiziert. Daraus resultierend eine SD-Unterfunktion.

Bevor ich jetzt zu dem Roman übergehe, den ich geschrieben habe, vorab meine Frage: kann mir jemand einen Arzt im Raum Kiel und Umgebung empfehlen(bis 2 Stunden Fahrt), der einen als Patienten und die Symptome ernst nimmt und nicht nur den TSH-Wert glorifiziert. Und evtl auch eine Kombitherapie mit t3 in betracht zieht?

Nun muss ich mal ein bissel ausholen. Ich krebs schon seit rund 3 Jahren mit extremer Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haar- und Nägelbruch, Kälteempfindlichkeit, extremen Regelblutungen, extreme Magenprobleme mit Gastritisschüben und extremer Erschöpftheit rum. Deshalb bin ich ursprünglich zu meinem aktuellen Endokrinologen gegangen. Ich hab damals eine sehr hohe L-Thyroxin Dosis gehabt. Ich war auf 200μg. Es wurde mir nur ein kleines Blutbild abgenommen und die sd werte und dabei festgestellt, dass mein tsh im nicht messbaren Bereich ist, meine freien Werte im oberen normbereich. Um andere mögliche Mängel wurde sich nicht gekümmert. Eisen wäre ja auch super und so… komisch nur dass meine Blutköperchen alle was anderes sagten. Zu klein, zu blass zu wenige…. Naja es wurde sich aber an meiner Thyroxin Dosis total festgebissen. Ich nehme ja zu viel und mir wurde dann damit Angst gemacht, dass ich ja irgendwann Osteoporose und Vorhofflimmern bekommen könnte, wenn ich das so weiter nehme. Also wurde ich reduziert. Erst auf 175, dann 150 und dann auf 125. Damit wurden meine Symptome nur noch schlimmer. Ich kam teilweise icht mehr aus dem Bett, ich bin im sommer mit Jacke gelaufen und das Gewicht, welches ich mir nach der Geburt meiner Lütten wieder runterkämpfte stieg auch wieder zusehens, obwohl ich auf meiner Ernährung geachtet habe. Auch meine Regelblutung wurde immer mehr. Dann bin ich als Selbstzahler zum Labor und hab einiges an Werten machen lassen. Und siehe da, einen haufen an Mängeln. Zink, Eisen, Magnesium, Vit D, und das Parathormon war zu hoch. Damit bin ich dann nochmal zu meinem Endo. Der fand das alles gar nicht so schlimm. Hat mir noch nicht mal gesagt, ich solle zusehen, dass ich ordentlich sublimentiere. Hat mir nichts verordnet, kein Eisen, kein Zink. Nur beim Vit D hat er gesagt könnte ich ja 1000 IE am Tag nehem, damit ich wieder hoch käme. Ich war bei ca. 10nmol/l. Naja letzt endlich hab ich selber geschaut, was ich nehmen kann um die Mangelwerte wieder in den grünen Bereich zu bekommen. Nach bummelig nem 3/4 jahr war ich diesbezüglich einigermaßen auf dem Damm, wobei ich immer noch täglich Eisen, Zink, vit d und K2 nehme, weil mir das alles sonst wieder komplett abrauscht. Bei vit. D bin ich jetzt einigermaßen auf dem Dampfer und auch mit meinem Eisen und Zink stehe ich zurzeit nicht mehr auf Kriegsfuß. Aber nach meiner Regel ist halt wieder Eisen fressen angesagt.

Naja aber trotzdem lag ich dem Endo ständig in den Ohren, dass ich müde bin und mein Gewicht hoch geht und und und. Er kam dann auf die Idee, es könnte ja psychisch sein. Ich könnte ja eine Depression haben. Das glaubte ich nicht. Ich bin trotzdem zum Psychiater um ihm damit den Zahn zu ziehen. Die Psychaterin meinte nach dem Gespräch, sie glaube nicht, dass ich Depressionen habe, sie fragte mich aber, ob ich mich schon mal mit ADHS auseinander gesetzt habe. Ich sagte ihr, dass ich das tatsächlich schon habe, da wir zudem Zeitpunkt gerade bei meiner Tochter dran sind. Sie meinte zu mir, vielleicht solle ich mich auch mal testen lassen und schauen, ob da was passiert. Den Arztbrief hab ich meinem Endo dann auf den Tisch gelegt, der biss sich dann erstmal an dem ADHS fest. Ich brauchte ihm mit meiner Schilddrüse nicht mehr kommen. Die Symptome können ja auch alle von einem ADHS ausgelöst werden. Vielleicht wurde ich auch damals falsch diagnostiziert mit diem Hashimoto. Dass ich Antikörper hatte und so ignorierte er radikal.

Naja, also konzentrierte ich mich dann erstmal auf eine Diagnose. Hab dann bei Dr. Niemann in Kiel einen Platz bekommen. Als das los ging, ging das auch recht flott. Und dann hatte ich im Februar diesen Jahres dann auch die Diagnose in der Tasche. Ich konnte dann wieder zu meiner Psychaterin, die mich dann mit den Medikamenten beriet und einstellte. So nun habe ich schon ein bisschen länger als ein halbes Jahr Medikinet. Nehme es hauptsächlich in der Woche. Mein Energielevel hat sie auf jedenfall gebessert. Auch meine regelmäßigen Migräneattacken haben sich schon lange nicht mehr gezeigt, aber nichts desto trotz hab ich immer noch Unterfunktionssymptome. Ich werde immer fetter, trotz Kalorienzählen, ausgewogener Ernährung und Sport(ich kann mich zum Sport aufraffen, das war einfach nicht drinnen vorher). Mir ist immer noch schweine Kalt. Ich sitze bei 21°C in der Bude mit Heizdecke auf der Couch. Meine Haare brechen immer noch meine Nägel auch(meistens nach der Regel. Ich hab immer noch sehr trockene Haut . Mein Gewicht will einfach nicht runter. Und ich hab zwar nicht mehr mit Erschöpftheit zu kämpfen, aber ich bin immer noch Müde. Und meine Regel wird halt ständig stärker. Bei der letzten Regel hab ich dokumentiert, wie viel ich in etwa verloren hab. Es waren 500ml- 600ml! Da ich eine M-Tasse verwende, ging das ganz gut.

Ich hab schon immer eine recht starke Blutung gehabt, aber seit ich mit meinem Thyroxin so runter bin, wurde das immer mehr.

Und das wird alles komplett irgnoriert. Mein endo sieht nur den tsh. Meine freien Werte werden ignoriert. Und mein kompletter Zustand erst recht. Er spricht mir ab, dass ich die Veränderungen im Zusammenhang mit meiner Schilddrüse spühre. Er sieht nur die Werte. Laut meinen Werten müsste es mir super gehen. Ich hab zur Zeit einen tsh von 0,17 μU/ml, ft3 bei 3,4ng/l und einen ft4 von knapp 17ng/l .

Mein Körper und die Symptome sagen was anderes.

So, da ich einen sehr hohen ft4 wert habe und mein ft3 eher im mittleren Bereich, würde ich behaupten, dass mein Körper Probleme hat das t4 in t3 umzuwandeln und oder Probleme hat, dieses im Gewebe anzulagern, wo es für die verschiedenen Körperfunktionen gebraucht wird.

Davon will mein Endo aber nichts hören. Der tsh sei der einzig aussagekräftige Wert. Die anderen Werte seien nicht notwendig. Und da mein tsh so niedrig ist, soll ich weiter reduzieren. Das ich Medikinet nehme und dieses das tsh auch drücken kann, ignoriert er ebenso, wie alles andere.

Aktuell nehme ich auf eigene Faust 56μg mehr. Also 181μg (bitte lasst das unkommentiert, ich weiß dass ich das nicht sollte. Aber was soll ich tun? Vorher kam ich mit einer sehr viel höhren Dosis viel besser aus. Meine Unterfunktionssymptome waren fast alle weg, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich diese krassen mängel hatte).

Ich werde nicht nehr zu meinem aktuellen Endo gehen. Aber die Suche nach einem neuen Arzt, der mich als Menschen ernst nimmt und nicht nur auf die Werte glotzt, gestaltet sich als sehr kompliziert. Ich hab jetzt erst vor kurzem meine Werte machen lassen. Meine nächsten, werde ich wieder in freien Labor als Selbstzahler machen lassen. Und ich werde mir beim aktuellen arzt nur die rezepte für die Medis holen. Auf lange Sicht brauch ich aber trotzdem einen Arzt, der mich unterstützt. Und eigentlich wollte ich eher auch mal gucken, wie ich auf t3 reagiere, als meinen t3 Bedarf durchs t4 zu erhöhen. Ich unterstütze meine Schilddrüse momentan auch mit Selen und kleinen Mengen an Jod um t3 besser umwandeln zu können, aber auf dauer muss eine andere Lösung her.

Kann mir jemand einen Arzt empfehlen, der sich mit aktuellen Schilddrüsenstudien befasst und auch nach diesen behandelt? Der nicht nur das TSH als alles was sein muss sieht.

Danke, wenn ihr bis hier gelesen habt, aber auch wenn nicht.

Das Thema hat ja jetzt nur indirekt was mit ADHS zu tun, aber ich hoffe ich kann mich diesbezüglich hier trotzdem an euch wenden.

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1000 IE um einen akuten, labortechnisch erwiesenen D3-Mangel aufzuholen? Meintest du vielleicht 10.000 IE?
Falls nein, hast du völlig recht, den Arzt zu wechseln.
In unseren Breiten sind 2000 die untere Grenze Erhaltungsdosis für alle hellhäutigen im Winter (Oktober bis Mai). Dunkelhäutige brauchen das auch im Sommer.

D3 gibt es (mit K2, was es zur Aufnahme braucht), in der Drogerie. Immer Fett dazu, weil das für die Aufnahme erforderlich ist.

Für Mineralstoffe und Vitamine reicht ein guter Facharzt für Allgemeinmedizin, dafür braucht’s keinen Endokrinologen.

Da du aber ohnehin einen Endokrinologen brauchst - können sollten die das auch, und das Zusammenspiel mit der Schilddrüse können die dann (eigentlich) besser.

Da Eisenmangel eine mögliche Ursache ist und bei der Mens der Blutverlust das Eisen mindert, wäre das mein erster Verdacht.

Falls es kein Missverständnis ist, ist es Bullshit. Das solltest du der Ärztekammer melden (Standesaufsicht).

Weitere Optionen:

  • Gutachter- und Schlichtungsstellen der Ärztekammern (für eine kostenfreie außergerichtliche Klärung)
  • Bei Kassenpatienten: Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) für eine fachliche Einschätzung
  • Fehlverhaltensbekämpfungsstelle der Krankenkasse
  • Unabhängige Patientenberatung (UPD) ür allgemeine Beratung und Unterstützung
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Ja, doch, 1000 IE wollte er mir geben. Ich bin aktuell bei einer erhaltungs Dosis von 5000 IE. Hoch gepuscht habe ich mich dann mit 10000IE.. ich bin aktuell bei einem wert von knapp 40. Beim dit d. Ja aucb mit K2, Magnesium ect. Das ganze Programm. Zum eisen nehme ich auch regelmäßig Zunk, weil das ja vei Eisensuplimentierung auch gezogen wird, wie ich dann gelernt hatte, nach dem ich die ganze Liste an Werten machen lassen habe.

Im eigentlichen bin ich auch erst zu meinem Hausarzt. Der Endo ist in der selben Praxis und dem haben sie mich dann bezüglich der hohen L-Thyroxin Dosis überstellt.

Zu dem Zeitpunkt war ich bei anderen arzt - einem für inneres - wegen der Schilddrüse, der hat die Praxis leider kurz bevor ich dann zu meinem Hausarzt wegen meiner Symptome war geschlossen. Das war ja leider der anfang dieser nerver endig Storie. Der vorherige Arzt war zwar auch nie wirklich zufrieden mit der Dosis und wollte auch immer, dass ich reduziere, der hat mir aber geglaubt, dass es mir dann aber beschissen geht und mich diese Dosis behalten lassen.

Im Grunde hab ich noch sehr viel mehr Baustellen. Ich denke auch, dass ich Endometriose habe. Momentan hab ich so gut wie keine schmerzen, was warscheinlich auch die starken Blutungen erklärt, weil keine Kontraktionen, aber sonst hab ich gekotzt vor schmerzen. Oder ich konnte ohne Schmerztabletten nichts tun.

Das ich zwar keine schmerzen habe, aber so massiv viel blut verliere ist halt die nächste Baustelle, bei der ich als Auslöser aber auch meine Schilddrüse vermute.

Und Thema Ärztekammer, meinst du das bringt was?

Hast du über die massiven Blutungen mal mit deinem Frauenarzt geredet? Der behandelt dich zwar nicht mit Thyroxin, aber hat andere Möglichkeiten.

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Ja, da bin ich auch gerade auf der Suche, bzw. Hab im März bei einer einen Termin, die sich wohl mit Endometriose auskennen soll. Meine letzten beiden Frauenärzte, wollten mich immer ausschließlich mit der Pille behandeln. Ich vertrag Hormonelle Verhütungsmittel aber nicht. Ich hab schon mehrere Präparate gehabt. Und ich hab ständig Migräne gehabt. Außer bei der letzten. Da habe ich ständig Magenprobleme bis zum Erbrechen gehabt und Migräne. Und das sind nur die stärksten der Nebenwirkungen, die ich hatte. Die Lust auf Sex war weg, meine Laune abgrund schlecht, bei der letzten Pille hatte ich auch Thromboseanzeichen.

Eine Schleimhautverödung stand nicht zur Debatte, ich könnte ja nochmal Kinder haben wollen. Dass ich fertig bin mit meiner Familienplanung, dass die Geburten der Kinder sehr problematisch waren und dass ich eine Fehlgeburt hatte und auch die Schwangerschaften haben meinem Körper sehr zugesetzt und deshalb keine Lust mehr habe weitere Kinder zu bekommen, wurde auch hier ignoriert.

Meine Freundin hat mir dann Ihre empfohlen, die wie gesagt wohl Erfahrungen mit Endometriose hat und auch offen für alternative Behandlungsmethoden sein soll, wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist. Zu dem bin ich 36. Jede Schwangerschaft virher waren Schon Risikoscbwangerschaften, weil immer irgendwas war. Jetzt wäre es noch mehr Risiko.

Das Thema gehe ich also auch an. Aber ich hab trotzdem noch die Vermutung, dass da die Reduktion der SD-Medikamente schuld ist, da die Blutungen sehr viel stärker wurden, als ich reduziert wurde. Vorher war ich bei ca. 200 ml und hab stärke krämpfe gehabt. Diese Krämpfe sind weg. Komplett.

Prinzipiell ist es schön, dass ich mich nicht mehr vor schmerzen übergeben muss und so, aber die Kontraktionen haben wohl auch dafür gesorgt, dass ich nicht einen halben Liter und mehr ausblute.

Mich nervt es einfach so hart an, dass mir so viele Ärzte einfach absprechen, dass ich merke, was mit meinem Körper passiert und dass ich auch auf gewisse Art fühle wann sich wie was verändert.

Ich beschäftige mich mit meiner Krankheit. Ich beschäftige mich mit Studien.

Ich hab jetzt mittlerweile so oft gelesen, dass es gerade bei Frauen so ist, dass sie oft von den Werten zwar super eingestellt sind, von dem umgewandelten T3 aber zu wenig bei den Rezeptoren der Organe ankommt, wenn nur mit t4 eingestellt wurde und sie sich trotzdem unterfunktionell fühlen.

Meine vorletzte Frauenärztin hat mir erzählt, bevor mein TSH nicht bei 2, irgendwas ist, kann ich nicht schwanger werden. Komischer weise bin ich 3 mal mit einem TSH im nicht messbaren Bereich aber mit einem guten T3 in der oberen Norm schwanger geworden und zwei Kinder davon hab ich hier sitzen.

Total bekloppt insgesamt. Die fehlen echt die Personen, die der Einstellung sind “Wir behandeln Menschen, keine Werte*

TSH unterdrückt mögen dennoch die wenigsten Ärzte. Sie sollten allerdings fähig sein, zB t3 extra auszuprobieren.

Meine Hashimoto Behandlung liegt bei einer NUK (Endo war ich nur 1x, fand ich nicht so berühmt), ich weiß nicht, ob du da auch schon geschaut hast.

Und ein Leben ohne Monsterperiode ist einfach toller als mit. Hoffentlich hast du beim nächsten Frauenarzt mehr Glück. Und sag klipp und klar, was Sache ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, einfach “nur” zu sagen, ich habe eine heftige Periode, hat’s nicht gebracht. Zu sagen, ich muss alle 1-2 h auf die Toilette um die Tasse zu leeren und bin total eingeschränkt in dem, was ich tue in allen Lebensbereichen (Arbeit , Freizeit, Sport, Schlaf) hat eine gute Behandlung nach sich gezogen. Beim gleichen Arzt. Frauenarzt könnte auch Eisen messen und bei Mangel aufschreiben auf Rezept

Ja, mein letzter Arzt, vorm Endo, war auch nicht begeistert vom suprimieten tsh. Allerdings liegt das eigentlich in der Natur der Sache, wenn ein Regelkreis gestört wird. Der hat aber auch meine Symptome gesehen. Ich hatte damals ja nur gewechselt, weil die alte Praxis geschlossen hat. Allerdings hat der auch nicht mal ausprobiert, ob mal t3 was bringt. Ich selber war aber auch noch nicht so auf dem stand, dass ich daran gedacht habe. Aber eigentlich sollte es ja so sein, dass der Arzt merkt, ok, irgendwie stimmt da was noch nicht, woran kanns liegen und nicht dieses links liegen lassen, weil man keinen bock mehr hat zu suchen. Man ist ja gezwungen sich selbst damit zu beschäftigen und fast selbst schonnein Studium zu machen.

Ich hab tatsächlich noch nicht an einen NUK gedacht. Da schaue ich auch mal. Danke

Hey, vielleicht ein kleines wenig off topic aber vielleicht trotzdem hilfreich:

Hast du mal über eine Ernährungsumstellung nachgedacht / versucht? Ich hab selbst Hashimoto (diagnostiziert vor ca 8 Jahren) und vor ner Woche durch Zufall erfahren, dass viele Lebensmittel die Symptome deutlich verschlimmern können. Beispielsweise sollen einfache Kohlenhydrate wie Weizen Brainfog, Antriebsprobleme u.Ä. auslösen. Auch Zucker soll die Entzündungswerte nach oben schießen lassen.

Da ich selber auch mit Depressionen zu kämpfen habe, probiere ich es jetzt mal aus, kohlenhydratarm und industriezuckerfrei zu leben. Die erste Woche war zwar der Horror (ständig Kopfschmerzen, nie ein Sättigungsgefühl) aber ich bleib dran und bilde mir ein, ein wenig besseren Antrieb zu haben. Könnte aber auch das typische “Neu ist aufregend und aufregend ist gut und deswegen hab ich voll Energie” sein.

Mir ist klar, dass das allein deine Probleme nich lösen wird, aber vielleicht hilft es ja ein wenig.

Hier ist noch ein Podcast zu dem Thema aus der Ernährungsdoc-Sendung vom NDR.

Ja, ich achte im allgemeinen sehr auf meine Ernährung, sonst würde ich aufgehen wie ein Hefekuchen. Wenig bis gar keinen Zucker, da ich halt ständig mit Migräne zu kämpfen hatte(seit ich Midikinet nehme, hatte ich aber keine Attacke mehr). Ich verzichte weitesgehend auf Milchprodukte, da ich diese nicht besonders gut vertrage. Fermentierte Milch, also Quark, Joghurt oder Käse geht. Bei Kohlenhydrate setze ich eher auf auf Dinkel und Vollkornprodukte. Ich versuche aber am Tag bei unter 50g zu bleiben. Ich esse jeden Tag sehr viel Gemüse. Und ich gucke halt auch sehr auf meine Proteinzufuhr. Da gucke ich, dass ich so auf 2g pro kg Körpergewicht komme. Also in meinem fall momentan rund 180g.

Auch gucke ich das ich täglich Omega3 bekomme mit Nüssen. Fisch würde ich eigentlich gerne mehr essen, aber da hier keiner Fisch mag, lohnt es sich für mich alleine nicht Fisch zu machen, bzw. Hab ich da selten den Bock zu, für jeden extra was zu Kochen. Hin und wieder hab ich mal bock Räucherlachs zu essen oder etwas der gleichen, aber ja… das esse ich dann ca. Ne Woche, bis ichs über habe und dann hab ichs erstmal lange Zeit wieder über. Du weißt sicher auch, wie das ist…

Ja das kenn ich leider auch.

Ich hatte auch mal gelesen, dass manche Betroffene auch extra Tf3-Präparate nehmen, wenn der Tf4 wert gut, aber der 3er zu niedrig ist. Also genau, was du auch beschreibst. Tritt wohl “einigermaßen oft” auf. Bei mir klappts mit der Umwandlung (noch) ganz gut. Die T3-Hormone müssen dann aber glaub ich mehrmals täglich genommen werden.

Hier nochmal ein Link zu den verschiedenen Medis bei Hashimoto. Das ist so ne Selbsthilfewebsite (vielleicht kennst du die auch schon)

Leider kann ich dir keine Ärzt*innen empfehlen, bin selber einige Hundert kilometer von Kiel entfernt. Ich hoffe aber sehr für dich, dass du eine kompetente Person findest!!

Ja genau, das habe ich halt jetzt auch schon öfters gelesen. Dass das so ist. Und wohl auch recht oft bei Frauen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich diesbezüglich auch schon eine Studie gelesen habe… bin mir aber nicht ganz sicher. Ich lese momentan echt mega viel über die Schilddrüse, ADHS, Endometriose und wie das ganze auch zusammen hängen kann. Das gesamte Thema ist momentan einfach ne komplette Suppe, die in meinem Kopf rumschwabbt.

Die Seite kannte ich noch nicht. Ich werde da auf jedenfall reinschauen. Ich bin gerade dankbar für jeden Strohhalm, den ich bekomme.

Ich möchte einfach gerne wieder normalgewichtig sein, und nicht ständig frieren. Und meine Haare und Nägel sollen wieder vernünftig wachsen können. Und vorallem möchte ich einfach ernstgenommen werden und mich nicht ständig rechtfertigen müssen oder den was weiß ich wie vielten hieb bekommen, das ganze wäre ja psychosomatisch….

Vielen Dank

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Hallo,

zu den Blutwerten benötigt man immer auch die Grenzwerte des Labors dazu. Die Labore arbeiten alle etwas anderes. In einem Labor kann ein Wert eine Über-, im nächsten eine Unter- und im dritten eine Normalversorgung bedeuten.

Zur Umwandlungsschwäche zwischen T4 und T3: Selen hilft da. Du könntest also mal versuchsweise Selen substituieren.

Wenn man Thyroxin nimmt, dann kann der TSH supprimiert sein, d.h. er ist nicht aussagekräftig. Insbesondere wenn man direkt Kombitherapie mit T4 und T3 machen würde.

Gegen die starke Blutung bekam ich dann eine Endometriumablation. Hat mir super geholfen. Geht aber nur bei abgeschlossenem Kinderwunsch.

Für den Eisenwert bitte Ferritrin testen lassen, das ist der Speicherwert, der würde einen versteckten Eisenmangel aufdecken. Leider ist das eine Selbstzahler Leistung.

Ich weiß. Ich lasse mir meine Werte immer ausdrucken. Ich hab die immer da. Selen nehme ich schon. Hab so ein wenig nachgeholfen. Der t3 Wert ist dadurch gestiegen, aber ich hab halt immer noch Symptome. Vorher war ich mit Thyroxin 200μg bei über 90% der Normwerte, des damaligen Labors. Damit habnich mich gut gefühlt.

Ich möchte deshalb ja eine Kombitherapie mit t3 ausprobieren.

Zum einen kann der tsh subrimiert sein, weil mit Thyroxin in den regelkreis eingegriffen wird. Auch Medikinet kann den TSH drücken.

Zusätzlich hab ich schon immer einen sehr niedrigen tsh gehabt. Das einzige mal, als ich eine. Sehr hihen wert hatte war, als es mit meiner Schilddrüse los ging. Ich hab erst eine überfunktion gehabt und wirde mit schilddrusenblockern behandelt. Ich bin dann in eine Unterfunktion gekommen und mein TSH war damals bei über 5. Dann gabs einen auslass versuch. Mein tsh hat sich bei 1, nochwas eingependelt gehabt und meine freien werte waren komplett abgerauscht. Dann wurde ich mit Thyroxin eingestellt und das tsh ging noch weiter runter. Obwohl meine freien werte erst an der untersten norm gekratzt hatten. Damit begann meine tolle Odyssee….

Ich hab dann irgenwann mit anfang 20 aufgehört meine medis zu nehmen, weil ich einfach keinen bock mehr hatte. Meine werte sind wieder komplett weggerauscht, aber mein tsh kam trotzdem nie über 1,3… Ende vom Lied war, dass ich mit Sekundenschlaf hinterm Steuer im Graben gelandet bin… hab dann wieder angefangen Thyroxin zu nehmen.

Eine Endometriumablation strebe ich auch an. Ich hab zwei Kinder. Das passt so. Nur muss ich ein arzt haben, der mich dahingehend auch unterstützt. Die letzten wollten mich damit nicht unterstützen und haben mir immer nur die Pille verschrieben. Ich hab jetzt im März einen Termin bei einer neuen Gynäkologin, bei der ich hoffe, dass sie mich da unterstützt, weil die Erfahrung mit Endometriose haben soll und such offen für Alternativen ist.

Ich wollte jetzt im Januar wieder ins freie labor und mir als Selbstzahler sämtliche werte machen lassen, die ich mal wieder kontrollieren lassen muss. Bei meinem Hausarzt muss ich das auch selbst zahlen, also kann ich auch gleich das ganze Paket im Labor machen lassen.

Ja…

Ferritin muss keine Selbstzahler Leistung sein. Bei begründetem Verdacht habe ich das so bekommen beim Hausarzt.

Ja und dann kommt meine Praxis dann wieder ins Spiel. Der Endo ist in der selben Praxis wie mein Hausarzt. Der Hausarzt geht mit mir ähnlich um, wie der Endo. Kein ernst nehmen meiner Symptome alles auf meine lsyche schieben und wenn ich was verlange wie halt ferritin oder vit d ect. Pp. Muss ich das selbst zahlen. Wie gesagt, dann kann ich das auch im Labor machen.

Ich werde es generell erstmal machen wie ich im ersten Post beschrieben habe. Ich werde mir dort nur medis verschreiben lassen, mache meine werte im Labor und suche mir einen neuen Arzt. Vorzugsweise einen inneren, der mich als Menschen behandelt und nicht meine Werte. Mit dieser Praxis und den Ärzten dort habe ich abgeschlossen….

Das Medikinet den TSH drücken kann ist ja spannend. Das wusste ich noch nicht.

Ich habe mal gelesen, dass neurodivergente Menschen sich bei solchen Sachen wie der Schilddrüse mit Werten in der oberen Hälfte des Normbereichs, was fT3 und fT4 anlangt, am wohlsten fühlen.

Ich habe es immer nur selbst bezahlt.

Da haben sich dann wohl zwei gefunden.:face_with_raised_eyebrow:

Indirekt. Medikinet greift in die Hypothalamus -Hypophysenachse ein. Da mit Medikinet dafür gesorgt wird, dass der Dopaminspiegel im Hirn erhalten bleibt und Dopamin die Freisetzung von tsh hemmt.

Allerdings muss ich mich dahingehend korrigieren, dass ich dies in keiner verlässlichen Quelle gelesen habe, sondern nur irgendwo.

Diese Info ist deshalb vielleicht mit Vorsicht zu genießen.

Ah, ok. Prinzipiell kann ich das so bestätigen. Mir ging es bisher immer am besten, wenn ich hohe freie Werte hatte.