Erstmal mein Mitgefühl für dich @Brigitte_84 es gibt immer wieder Phasen mit den Kids die herausfordend sind.
Und dennoch bin ich auch etwas entsetzt, welche Tipps hier vergeben werden.
Viele ADHSler (gerade die Spätdiagnostizierten) kennen das Scheitern an den normalen Anforderungen und berichten davon, wie unfair sie behandelt worden sind.
Kinder vor Freunden Vorführen, ihn Filmen etc finde ich respektlos dem Kind gegenüber.
Ihr solltet euch immer Fragen, wie ihr euch fühlen würdet, wenn euer/eure Partner/Partnerin das mit euch machen würde. Wenn ihr dann immer noch sagt, klar darf mein Partner so mit mir umgehen, dann nur los …
Kinder verhalten sich bei anderen anders. Dort herrscht keine sichere Bindung. Kinder trauen sich nicht, bei unsicherer Bindung, die Eltern zu beschimpfen oder ihre Meinung zu sagen. Dein Sohn schimpft, Kopmliment, das habt ihr gut gemacht.
So wie du deinen Sohn beschreibst, geht es ihm nicht gut. Für mich klingt es erstmal weniger nach Tic, als mehr nach einer Emotionalen Dysregulation.
KI zu Emotionale Dysregulation:
Emotionale Dysregulation bei Kindern mit ADHS äußert sich in starken Stimmungsschwankungen, schneller Reizbarkeit und Schwierigkeiten, Frustration zu bewältigen. Dies kann auf Probleme im Gehirn bei der Verarbeitung von Emotionen und eine eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstkontrolle zurückgeführt werden.
Hinzu kommt, dass dein Kind zwar in Jahren 10 ist aber nicht wirklich, die Pubertät setzt viel später ein und er ist so gesehen ein 7 jähriger umgeben von Vorpubertierender Jungs und überfordert. Trotzdem mitzuhalten ist nicht einfach, besonders wenn er merkt, dass er überall (Freunde, Eltern,Schule)nicht mehr mitkommt.
KI: Bei Kindern mit ADHS kann es zu einer verzögerten neurologischen Entwicklung von 3-5 Jahrenkommen, insbesondere in der Reifung des Gehirns, was zu Problemen wie Lernschwäche, Schwierigkeiten bei Einhaltung von Regeln und sozialen Integrationsproblemen führt.
Hast du mal versucht mit ihm zu reden?
Ihm gesagt, dass sein Verhalten dich hilflos macht und verletzt?
Ihn gefragt, ob ihr gemeinsam eine Lösung findet, wie ihr solche Situationen ändern könnt?
Und wenn ihr so ein Gespräch führen könnt, er wird es wieder vergessen, er vergisst es nicht aus Absicht, Erinnere ihn daran, dass ihr besser miteinander umzugehen wollt um die Grenzen von dir als auch von ihm zu wahren (und ihn bitte nicht mehr vorführen, dann muss er erstmal wieder Stärke vor seinen Freunden aufbauen und das wahrscheinlich auf deine Kosten, damit er sein Gesicht nicht verliert)
Dein Sohn will dich nicht ärgern, aber ihr braucht Begleitung, wenn schon nicht medikamentös dann therapeutisch.
Und irgendwie hat dein Sohn auch Recht, sein ADHS behindert ihn in vielerlei Hinsicht. Er ist aber nicht ADHS, er hat ADHS.