Alkoholfrei werden und bleiben mit ADHS

Das mit deinem Lebensgefährten tut mir leid. :adxs_friends:

Danke dir.

Ich wollte es als Beispiel erzählen, wie viel man nüchtern hinbekommen kann, was mit einem Trinkerhirn unmöglich erscheint.
Ich glaube, mit Alkohol im Hirn werden Katastrophen noch katastrophaler. Ich zumindest konnte betrunken aus jeder Mücke mindestens einen Elefanten machen.

3 „Gefällt mir“

Sehr gut!

So, es ist die zweite Woche komplett ohne auch nur ein Fitzel Alk geschafft!

Finde, es schläft sich inzwischen wesentlich besser und auch die Müdigkeit
über den Tag ist deutlich weniger.

18 „Gefällt mir“

So, die dritte Woche ist nun auch überstanden.

13 „Gefällt mir“

Klasse ,genauso habe ich mir vor 19 Jahren das Rauchen abgewöhnt
Es kommen aber immer wieder viele Situationen denen du wiederstehen musst
Nach ca 10 Jahren ohne Zigaretten hatte ich dann kein Verlangen mehr
Aber ich habe einen sehr starken Willen

2 „Gefällt mir“

der richtigkeithalber will ich mal dazu sagen das willen allein, bei suchterkrankungen nur einen teil ausmacht, dazu kommen genetik und neurobiologie, welche eine große rolle spielen, ist sehr komplex das ganze. nicht jeder kommt so „einfach“ von alkohol los wie ich z.B., da habe ich viel glück gehabt.

edit: stolz drauf sein kannst du aber alle male @Ratte68 :heart: :+1:

6 „Gefällt mir“

Glückwunsch zur dritten trockenen Woche! :muscle: :+1: Du schaffst das!

Das ist mein erster Beitrag in diesem sehr hilfreichen Forum, Deinen wackeren Kampf gegen diesen fiesen Gegner und Deine ersten Erfolge kann ich aber nicht unkommentiert lassen! Du bist in diesem Kampf nich Alleine.

Ich habe an meinem 15. Geburtstag zum ersten Mal getrunken, und damals schon sofort mit Kontrollverlust. Durch das Kiffen, das kurze Zeit später hinzugekommen ist, hat sich der Alkkonsum aber in annehmbare Maße über Jahrzehnte recht stabil gehalten. Doch als ich aus diversen Gründen mit dem Kiffen aufhören musste ist mein Alkoholkonsum durch die Decke. Ich habe immer wieder versucht, aus eigener Kraft aufzuhören, es aber nie mehr als ein paar Wochen geschafft. Außer einmal, über 6 Monate, aber die Sucht ist heimtückig und es sind dann andere Substanzen mit ins Spiel gekommen.

Doch ein „Wunder“ ist geschehen, aus Zufall bin ich auf den richtigen Psychiater gestoßen, der die richtigen Fragen gestellt hat. Pychologisches Gutachten: mit 39 wird mir letzten Dezember eine ausgeprägte ADHS diagnosiziert. Dann Einstellung auf Medikinet 5mg/Woche aufteigend bis 70mg/Tag seit 3 Monaten.

  1. Januar, 10mg/Medikinet Tag: „Ich werde erstmal nichts mehr trinken, ich habe ADHS und Alk ist dabei das schlimmst was ich mir antun kann, und werde gerade auf MPH eingestellt“
  2. Januar: „Ich habe seit dem 6.1. wieder jeden Tag getrunken und hatte gestern einen fiesen Absturz, ich brauche Hilfe“
    **12. Januar: erster Besuch eines AA-Meetings. **
    Ich brauche seitdem nichts mehr trinken!!! :slight_smile:
    Gekifft zum letzten Mal vor 1.5 Jahren, andere Substanzen vor 2.5 Jahren.

Vor ein paar Wochen Stolz und ohne Probleme meinen 40. Geburtstag ohne Alk, Kiffen oder Substanzen gefeiert, und es war bei weitem der beste Geburtstag, den ich jemals hatte!

Bleibt nur das Medikinet und Nikotinkaugummis (seit 30.12. auch keine Zigarette mehr geraucht).

Allerdings meldet sich das Suchtmonster bei mir nun über das Medikinet. Ich hatte nun bereits einige Episoden, bei denen ich über die Einnahme völlig die Kontrolle verloren habe (ähnlich Alk), massiv überdosiert, und dann danach tagelang ganz ohne auskommen musste. Das ist nicht gut. Ich versuche gerade verzweifelt, dass wieder einzurenken und war gestern zum ersten Mal in einem NA Meeting.

Notfalls muss ich das meinem Psy beichten und auf Atomoxitin umsteigen, aber ich bin dazu noch nicht bereit, denn außerhalb dieser Exzesse wirk das Medikinet Wunder!
Hab Angst, dass das Atomoxitin nicht so gut wirkt, und ich aber dann nicht mehr wieder zu MPH wechseln darf…

Endlich bekomme ich mein Leben wieder in den Griff. Dass ich gerade durch diese helfenden Krücke aber immer wieder hinfalle lässt mich sehr besorgt zurück. Nun gebe ich die Medis meiner Mutter und sie gibt mir immer die wöchentliche Dosis ab, diese Notlösung funktioniert momentan ganz gut, kann aber nicht von Dauer sein…

Fazit: für mich haben die AA’s Wunder gewirkt, ich kann nicht genau den Finger drauflegen WARUM es funktioniert, aber für mich funktioniert es! Allein den Fakt, sich mit diesem Problem mit Gleichgesinnten auszutauschen tut unheimlich gut, so, wie dieses Forum :slight_smile:

Uns allen viel positive Energie und Kraft für unseren Weg ins Suchtfreie Leben!!!

7 „Gefällt mir“

Ich habe jetzt seit genau vier Wochen nix mehr getrunken
abgesehen von gestern, wo wir gemeinsam gegrillt haben
und es einen wirklich delikaten Weißwein gab. Da habe ich
mich aber so weit diszipliniert, nur ein 0,2 Glas zu nehmen
und es mal bewusst zu genießen.

Habe halt einfach jeden zweiten „Griff zum Glas“ durch ein
Wasserglas ersetzt und somit den Wein gut über den Abend
strecken können.

Hat sehr gut funktioniert und ich hatte danach nicht das
dringende Verlangen, noch eins zu nehmen.

Auch heute habe ich nicht den Gedanken im Kopf „Ich muss
dringend trinken!“

Ich denke mal, in einem Monat sich einmal ne kleine Menge
zu erlauben, ist schon keine so schlechte Bilanz bis jetzt.

Freue mich jedenfalls über die positiven Auswirkungen der
Enthaltsamkeit.

7 „Gefällt mir“

Wenn das so für dich funktioniert, dann freue ich mich für dich! Leider habe ich eine solche Geschichte nicht zum ersten Mal gehört.

Was war denn so schwierig das Gals Wein stehen zu lassen? Ich lade dich ein hier einmal genau hinzuspüren.

Was jetzt physiologisch passiert ist leider klar. Dein Körperspeicher für den Genuss von Alkohol wurde angetriggert. Dein Körper wird sehr erfinderisch sein und neue Ausnahmen erlauben. Das hat erstmal nix mit Sucht zu tun. So funktionieren alle Säugetiere.

Ich lade dich ein dir einen Zettel zu schreiben und den Zettel sichtbar zu platzieren. Schreib drauf dich lese ich Ende 2024. Inhaltlich soll dich der Zettel daran erinnern was du dir selbst versprochen hast seit heute und du schaust was daraus geworden ist.

Stimmt alles überein ist alles gut. Das heißt wenn du schonungslos ehrlich bist. Wenn nicht musst du eine Entscheidung treffen.

3 „Gefällt mir“

So, ich habe jetzt abgesehen von dem einem Abend mit
dem Glas Wein insgesamt 45 Tage = 1,5 Monate keinen
Alkohol mehr angefasst.

Sprich auch nach dem einen Abend habe ich da kein
Verlangen verspürt, wieder damit anzufangen.

Das ist ja das, was ich sagte.

Mit wenigen Ausnahmen alkoholfrei durchs Jahr
zu kommen ist das große Ziel.

An dem einen Abend war das halt so, dass es den
Wein eben zum Essen gab, die Schlucke Wein und
Wasser wurden abgewechselt und als das eine Glas
leer war, war es eben leer und fertig.

Ich hab dabei gemerkt, wie sich das Empfinden schon
geändert hat.

Statt blind Glas für Glas zu bechern, wird dann
schluckweise getrunken, so das man auch vom
tatsächlichen Geschmack was mitbekommt.

Außerdem gibt es zB. auch fantastische alkoholfreie
Cocktails, die entweder komplett auf Alkohol verzichten
oder halt alkoholfreien Gin oä. verwenden.

Da komme ich gar nicht in den Zwang, was mit Alkohol
zu bestellen.

9 „Gefällt mir“

So, ich bin jetzt seit exakt 2 Monaten abgesehen von einem Wein
und einem Cocktail alkoholfrei dabei!

Ich habe jetzt mal den „Siegfried Wonderleaf“ Gin ohne Alkohol
ausprobiert und der zusammen mit Tonic bzw. Bitter Lemon und
etwas Limette durch ist echt ne feine Sache, wenn man mal was
alkoholfreies selber mixen will.

Ich habe den beim letzten Treffen mit Freunden mal ausgeschenkt
und nix gesagt.

Der ging bei allen ohne wenn und aber durch.

ich wollte denen mal beweisen, dass man auch ohne „Foffo“ Spaß
haben kann.

9 „Gefällt mir“

Das klingt sehr gut!

Für mich wäre das nichts, wenn etwas zu sehr wie das Original schmeckt, löst das Unbehagen aus und manchmal auch Trinkträume. Meine Bremse ist einfach kaputt.
Letztens habe ich einen Schluck des gehypten Augustiner alkoholfrei probiert, ich fand, es hat absolut wie richtiges Bier geschmeckt. Lieber nicht für mich.

3 „Gefällt mir“

So, jetzt 2 weitere Wochen weiter läuft es an sich ganz gut.

Am letzten Wochenende nach dem an sich sehr guten
Bewerbungsgespräch wurde dies mit einem 0,33er Radler
„begossen“ und ansonsten war es das.

Nach wie vor schätze ich an der alkoholarmen
Lebensweise den erholsamen Schlaf.

Ich erinnere mich an durchfeierte Nächte, wo ich irgendwie
ins Bett gekrochen und so nach 5 Stunden völlig „Pleite“
aus dem Bett geplumpst bin.

Sowas muss ich einfach nicht mehr haben.

Wenn ich das richtig sehe, bin ich gerade fast ganze drei
Monate dabei.

Das ist doch schonmal was!

12 „Gefällt mir“

Alkohol hilft zwar vermeintlich beim Einschlafen, der Schlaf selbst, scheint aber weit weniger Erholsam als ohne Alkohol zu sein.

Ich wünsch Dir alles Gute auf Deinem Weg! @ADHS-Chaot

1 „Gefällt mir“

Sodalein, ich kann erfolgreich vermelden:

Die diversen 0,0er Bier Sorten sind zumindest
für mich eine echte Alternative!

Zumindest wenn ich einfach mal wieder den Geschmack
haben will, geht das super und zumindest ich hab nicht
diesen komischen Nachgeschmack wie von „echtem“.

Ich nehm dann zB. ein 0,33er davon, trink das und ich bin
dann damit fertig.

Ich bleib also nicht so „dran hängen“ wie bei dem normalen.

Klar, mancher, der wirklich Alki ist, der kann davon rückfällig
werden, aber für mich passt das so.

Weil ich hab so gemerkt, dass ich so alle 2-3 Wochen mal
wieder was „schmecken“ will.

Für den Fall hab ich jetzt einen Sechser 0,0er im Keller.

6 „Gefällt mir“

Ich war ja jetzt schon länger nicht mehr hier.

Stand jetzt bin ich seit 4 Monaten weitestgehend Trinkfrei.

Glaub es gab insgesamt nur 3 Abende wo es mal was gab und
dann auch nur in überschaubarer Zahl.

Wie gesagt, ist 0,0er mein Freund geworden für die Tage wo es
einen danach gelüstet und ansonsten komme ich prima mit
diversen Säften usw. über die Runden.

Hätte selber nicht gedacht, das bis jetzt so sauber durchzuhalten.

14 „Gefällt mir“

Je länger du abstinent bleibst umso leichter fällt dir die Abstinenz.

1 „Gefällt mir“

Ah - sehr interessant - ich trinke auch viel weniger, seid ich mein Präparat habe.

Hat für mich auch direkt Sinn gemacht, weil mir immer klar war, dass ich es wegen dem getriggerten Belohnungszentrum mache.

2 „Gefällt mir“

Scheint nicht so gut zu laufen gerade :pensive:

1 „Gefällt mir“