Angst vor erster Einnahme von Elvanse 30mg

Hallo - ich bin neu hier!
Einen ähnlichen Beitrag gab es bereits, nur möchte ich einfach nochmal meine Ängste vor dem Medikament loswerden:

Ich habe diesen Dienstag meine Diagnose bekommen und mir wurde von dem behandelnden Psychiater/Arzt 30mg Elvanse verschrieben. Der gute Mann hat seit 1998 Erfahrungen mit ADHS im Erwachsenenalter, also er weiß, was er macht. Ich bin 31 Jahre alt und habe leider schlechte Erfahrungen mit Substanzmissbrauch, dazu gehören Alkohol und Cannabis. Letzteres führte bei mir sogar zu psychotischen Zuständen, sodass ich vor rund 10 Jahren damit aufhörte und das Zeug nicht mehr anfasste. Nun stört mich einfach der Gedanke, dass ich Amphetamine nehmen soll. Ich weiß, dass Elvanse anders verstoffwechselt wird und ich mir hier „keine Lines“ reinballere. Trotzdem bleibt einfach die Angst, dass ich „schlecht draufkomme“, Panik schiebe, so einen hohen Blutdruck bekomme, dass mir „die Pumpe platzt“ - halt das ganze Repertoire an Negativassoziationen, die mein Hirn so auf Lager hat und mich heute Nacht um 3 schon fast dazu brachte, die Pillen einfach das Klo runterzuspülen. Ich habe auch keinerlei Erfahrungen mit Medikamenten dieser Art.

Gerade kann ich einfach für mich keinerlei positive Gedanken in Zusammenhang mit einer Medikamentation sammeln, die mir die Einnahme erleichtern. Jetzt hinterfrage ich sogar meine Diagnose, obwohl es so offensichtlich ist und ich selbst schon lange den Verdacht hatte. Ich habe extra nächste Woche Urlaub genommen, damit nicht alles auf einmal auf mich zu kommt. Ich möchte eigentlich morgen das erste Mal „das Ticket“ nehmen, aber beim Gedanken daran geht mir richtig der Allerwerteste auf Grundeis. Auch möchte ich nicht mit weniger anfangen, da ich die Anweisungen des Arztes nicht missachten möchte.

Ich soll ein Blutdruck-Tagebuch führen und momentan ist dieser leicht erhöht, aber noch im grünen Bereich. Vielleicht auch, weil ich seit Monaten nicht richtig schlafe und Nikotinabhängig bin. Jedenfalls steigt der Blutdruck leicht, nachdem ich E-Zigarette geraucht habe (bin seit 17 Jahren Raucher, habe seit 2 Jahren kein Tabak mehr geraucht).

Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr ähnliche Sorgen gehabt und die waren dann unberechtigt? Ich würde einfach gerne einen anderen Blickwinkel auf die Erfahrung bekommen.

Ich danke euch erstmal!

LG

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Hi!

Ich hab vor rund 1 Woche mit Elvanse 30mg angefangen.
Ich dachte auch das ich dann „voll drauf“ bin und mich verändere.

Dann kam der Tag der einnahme und… nichts. Außer das ich mich besser konzentrieren konnte, weniger Müde war,mehr Antrieb hatte und der Hunger weg war passierte gar nichts.

Du brauchst wirklich keine Angst haben. 30mg sind bei Elvanse eine geringe Dosis. Manchen ist das schon zu viel aber ich geh jetzt mal nicht davon aus das du dazu gehörst.

Wenn ich mich anstenge dann merke ich schon das die Pumpe schlägt aber das hätte sie wahrscheinlich auch ohne Elvanse getan, ich bin unsportlich :rofl:

Es kann nur sein das du nach der Wirkung müde wirst und hunger bekommst. Aber das ist ja nicht so schlimm.

Ich geb dir hier noch ein paar Tipps an die Hand wie du dir das Leben mit Elvanse vereinfachst:

  1. Kein Koffein. Gar keinen. Geht mit den Elvanse aufs Herz und kann zu Herzrasen führen. Nimm lieber Cola/Kaffee ohne Koffein.

  2. Zwar muss Elvanse nicht mit dem Essen eingenommen werden nur sagen viele User hier das Elvanse stabiler wirkt wenn du morgens ein Brot dazu isst. (Bitte etwas festes. Joghurt oder ähnliches wie Banane und so könnte nicht reichen)

  3. Versuch genug zu schlafen wenn es geht.

  4. Guck das du beim eindosieren vielleicht nicht so viel Stress hast. Also den Stress den du dir antust minimieren. Heißt wenn deine Oma dich immer aufregt wenn du hinfährst oder sowas, dann einfach die Besuche bei Oma/Familie/Freunde was auch immer pausieren. So ein paar Kleinigkeiten kann man ja vermeiden.

  5. Achte darauf das du trotz wenig Hunger was isst. Der Blutzuckerspiegel muss in takt bleiben. Das heißt 3 Mahlzeiten und wenn du schaffst vielleicht mal was süßes zwischendurch.

  6. Genug trinken. Ich vergesse das immer. Aber es ist auch wichtig immer genug zu trinken!

Du brauchst wirklich keine Angst haben. Elvanse ist kein Spiegelmedikament im klassischen Sinne. Wenn es dir echt schlecht gehen sollte, ist das nur bis es aufhört zu wirken am gleichen Tag.
Wichtig zu wissen ist auch, das eine Untersosierung meistens mehr Nebenwirkungen verursacht. Sollte es mal nicht gut klappen und du fühlst dich schlecht, gib nicht auf! Oft hilft es erstmal eine Woche durchzuhalten und dann eine höhere Dosis zu probieren.

Aber die sprichst du bitte immer mit deinem Arzt ab. Keine Selbstversuche starten.

Viel Glück!

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Hey,

vielen lieben Dank für Deine Antwort und die hilfreichen Ratschläge. Gut zu wissen, dass geringere Dosen tatsächlich zu mehr Nebenwirkungen führen können. Auch schön zu wissen, dass es hier noch mehr „Neulinge“ gibt, was das Thema Elvanse angeht.

Ich glaube ich muss es einfach probieren, um zu „wissen“. Wenn ich es morgen probiert habe, melde ich mich definitiv nochmal! Danke dir und noch ein schönes Wochenende!

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Gerne. Es kann immer mal sein das du Herzrasen hast oder einen trockenen Mund.

Im Grunde hast du das aber bei jedem Medikament wenn du pech hast.

Ich hatte mit Antidepressiva viel mehr Probleme. Die haben meinen Kreislauf alle in den Keller gekloppt.

Und von Bruscopan hab ich mal so übelst ausschlag bekommen das meine Mutter mich aus der Schule abholen mussten weil alle dachten ich hab Windpocken.

Gib einfach nicht auf wenn du mal Nebenwirkungen hast. Stell dir vor du setzt es sofort ab obwohl du mit 40mg oder 50mg besser klar gekommen wärst.

Und selbst wenn es mit Elvanse einfach nicht klappen will gibt es immer noch Ritalin und ähnliches. Da lohnt es sich dann doch nochmal einen Versuch damit zu starten. Auch wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast.

Die ADHS Medikamente können dir so viel Lebensqualität wieder geben da lohnt es sich mal ein paar Monate in den sauren Apfel zu beißen und zu kämpfen bis du die perfekte Dosis hast!

Meld dich gerne morgen nochmal! Ich drück ganz fest die Daumen!

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Das sind sehr motivierende Worte! Ich glaube so langsam bin ich mehr darauf gespannt, was für positives auf mich wartet. Und etwas trockenen Mund und Herzklopfen kenne ich von „anderen“ Substanzen auch schon… ich werde es überleben :D!

Danke dir!

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Gerne. Die Medikamente sind ja auch getestet und der Stoff dadrin sauber. Das hast du bei vielen Stoffen auf der Straße nicht. Da hätte ich viel mehr Angst wenn ich erlich bin.

Ich drück fest die Daumen und bin sehr gespannt was du morgen berichtest.

Bis das Elvanse wirkt kann es 60 bis 90 Minuten dauern. Je nachdem wie schnell du das verstoffwechselst.
Ich merk das auch nicht sofort nach der Einnahme.

So schnell ist das Elvanse dann doch nicht xD

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hallöchen und willkommen.

in 30 mg elvanse befinden sich 8,9 mg dexamfetamin.
um wirklich „drauf“ zu kommen, müsstest du weitaus mehr zu dir nehmen, als diese menge.

viel passiert echt nicht. nebenwirkungen können natürlich auftreten.

respekt haben ist ok. angst ist aber nicht nötig.
wenn es doch nicht hinhautm kannst du es problemlos wieder absetzen.

bei mir war halt der antrieb gesteigert, die denkleistung und merkleistung verbessert. mein kopf war halt nicht mehr so wild laut. das ist wirklich alles. die nebenwirkungen sind nach einer weile alle abgeklungen :wink:

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Danke für Deine Erfahrungen. Ich weiß, dass die Dosis einer Tablette mich nicht völlig auf Sendung bringt, aber wie erwähnt, habe ich bei „Drogen“ halt immer so meine Bedenken aufgrund der schlechten Erfahrungen (ja ich weiß, sagt der Raucher :D).

Ich glaube, ich muss es so langsam einfach machen. Und zum Glück geht es ja auch schnell wieder aus dem System raus. Was ist schon ein gegebenenfalls schlechter Tag, wenn die eher höhere Wahrscheinlichkeit besteht, dass es mir mit den Medikamenten besser ergeht.

Laute Gedanken - ich werde heute versuchen früh ins Bett zu gehen und dann morgen früh beim Frühstück die Dosis zu nehmen. Dann werden wir sehen :)!

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naja… du nimmst ja keine droge… das würde ja bedeuten, du würdest es zum rausch verwenden, quasi als missbrauchende substanz.

es ist nen medikament :wink:

du nimmst es ein, wie es verschrieben wurde und es ist ein medikament was dir hilft, besser dein adhs zu managen. :slight_smile:

Auch das ist richtig, aber beim Klang „Amphetamin“ läuten irgendwo meine Alarmglocken, da der Psychiater mich darauf hingewiesen hat, dass es im schlimmsten Fall zu Komplikationen kommen kann, einfach, weil ich schonmal psychotischen Zuständen zu kämpfen hatte.

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mit canabis. das ist ziemlich grundverschieden zu amfetamin.

psychotische zustände sind extrem selten, selbst wenn es einen substanzmissbrauch mit canabis gab.
die wahrscheinlichkeit ist höher, richtig. aber immer noch sehr sehr klein. besonders bei 30 mg. :slight_smile:

ich würde mich da nicht so bekloppt machen. nur weil es amfetamin ist, ist es nicht per se was böses.
das „böse“ daran ist, dass es in hohen mengen konsumiert wird von suchtkranken.
selbst heroin an sich ist nicht „böse“, sondern schlicht das was damit gemacht wird.

genau wie du ein messer als mordwaffe missbrauchen kannst, obwohl es eigentlich ein schneidewerkzeug ist. :wink:

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Wieder richtig, reiner Stoff ist immer „besser“. Objektiv betrachtet sind alle Argumente dafürsprechend, aber wenn man erstmal subjektive Negativassoziationen und damit Vorbehalte hat, ist das dann für einen selbst schwer „Abstand“ zu gewinnen :).

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Moin und Willkommen im „ADHS Club“ :slight_smile:

Es wurde eigentlich schon alles gesagt, aber vielleicht kann ich dir die Ängste wegen deinem Ex-Cannabis- und Alkohol Konsum nehmen.

„Kurzes“ Abdriften in meine Vorgeschichte:

Bin frische 40 und wurde im Oktober 2023 mit ADHS-C (Mischtyp) diagnostiziert.

Meine Geschwister wurden im Kindesalter in den 90ern diagnostiziert.

ADHS lag also in der Familie immer vor meinen Füßen, aber getestet wurde ich als Kind nicht, weil ich mich besser anpassen konnte und scheinbar unauffälliger war.

Sehe ich heute rückblickend anders, aber damals lag der Fokus nunmal leider auf dem klassischen Zappelphillip.

Meine Mutter hatte eine diagnostizierte Persönlichkeitsstörung.
Wobei wir uns alle sicher waren, dass auch sie ADHS hatte, wie auch mindestens einer ihrer Brüder und ihr Vater).

Die Parallelen zwischen den Familien und unter welchen Bedingungen wir alle als Kinder aufgewachsen sind, sind da sehr ähnlich.
Eine herrlich gestörte Familie :slight_smile:

Alkohol war ab der Jugend mein ständiger Begleiter.

Mit Cannabis kam ich zwar auch mal in Kontakt, aber in Verbindung mit Alkohol passte das für mich nicht und so blieb es bei den wenigen Versuchen.

2017 begab ich mich nach einer gescheiterten Ehe und anderen Problemen in Psychotherapie und bekam die Diagnosen Depression und Panikstörung.

Ab da ging es mit Antidepressiva los.

Alkohol war trotzdem weiterhin mein Begleiter.
Nie im Sinne von Komasaufen, aber wenn man sich mehrmals die Woche 10 Bierchen und mehr reinzwirbelt und bei jeder Gelegenheit ein Bier statt Wasser bestellt, sagt das doch einiges aus.
Das wollte ich damals aber natürlich noch nicht wahrhaben.

Alkohol hat mich beruhigt, die gute Laune stieg und stieg und irgendwann wurde ich dann eben müde und bin nach Hause gegangen :smile:

Speed wurde vor der Zeit mit Antidepressiva auch ein paar mal probiert und half mir tatsächlich. Ich hatte aber keine Ahnung von ADHS und auch meine Kindheit verdrängt.

Die Antidepressiva halfen entweder gar nicht, oder sie reichten nicht aus.

Es hat mich aber nie in Ruhe gelassen, warum das alles nicht half.

Letztes Jahr sprach ich meinen Arzt und damaligen Psychotherapeuten auf Cannabis an und wurde mit Sativa lastigen Sorten als Selbstzahler behandelt.

Ab da wurde zum ersten mal alles besser, denn es gab einen ausreichenden Dopaminschub, ich wurde klarer im Kopf und es wirkte bei mir antriebssteigernd und motivierend.

Alkohol war von heute auf morgen kein Thema mehr und das nun schon über ein Jahr.
Dachte vorher immer, mir schmeckt Bier einfach zu gut und könnte es deswegen nicht lassen :upside_down_face:

Hatte mich dann natürlich intensiv mit Cannabis, den einzelnen Terpenen usw. auseinandergesetzt und mehrere Sorten ausprobiert.

Ich kam durch einen Youtuber immer wieder aufs Thema ADHS, weil er es dafür verschrieben bekam.

Bis ich mir dann plötzlich dachte „Wie wirkt sich ADHS eigentlich im Erwachsenenalter aus?“ und begann im Netz zu suchen.

Ein Fachreferat folgte dem nächsten.
Die Symptome waren mir dann klar, aber greifen konnte ich es da noch nicht.

Also begann die Suche nach Videos und Berichten von Betroffenen. Da hats dann Peng gemacht, weil eine Person einfach schamlos das aussprach, was bei mir schon immer im Kopf abging.

Das war ziemlich unheimlich.
Da bin ich aufgewacht und mein Leben spulte sich im Kopf rückwärts ab… *klick klick klick hats gemacht.

Das war im Juni.

Ab da ging es für mich nur noch um ADHS.
Bin zum Doc, hab ne Überweisung zum Psychiater bekommen, aber konnte keinen Platz für eine Diagnostik bekommen.
Die habe ich mir dann als Selbstzahler geholt.

Bei Langzeitkonsum von THC kann es wohl sein, dass sich irgendwann auch noch andere Bereiche im Hirn verändern, die sich wiederum negativ auf die anfangs verbesserte ADHS auswirken könnten. So wurde es jedenfalls von einer Neurologin in einem Video erklärt und das hatte mich überzeugt.

Es half mir tatsächlich nicht mehr so gut wie in den ersten Monaten nach Beginn der Therapie.

2-3 Monate vor der Diagnostik habe ich die Cannabis-Therapie freiwillig beendet.

Der Entzug war milde und dauerte max. 2 Wochen (bisschen unruhig, schneller gereizt und nächtliches Schwitzen).

Seit der Diagnose nehme ich Elvanse Adult.
Zunächst 3 Wochen 30mg, aktuell 50mg und mein Leben geht stetig bergauf. Der Kopf funktioniert besser und ich bekomme einiges hin, was vorher nicht möglich war.

Fühle mich auf dem richtigen Weg und suche nun einen auf ADHS spezialisierten Therapeuten zur Weiterbehandlung, während mein Hausarzt/Psychotherapeut mich medikamentös unterstützt und die Checkups durchführt.

Habe weiterhin absolut kein Verlangen nach Alkohol oder Cannabis und benötigte auch keine Antidepressiva mehr.

Die Aufarbeitung der Kindheit und die Enttäuschung schlaucht, aber Elvanse unterdrückt bei mir depressive Verstimmungen und Ängste ganz gut und ich bemerke sie schneller und kann viel besser gegensteuern.

Dabei hilft mir auch dieses Forum sehr gut.

Blutdruck optimal bis normal.

Puls ist erhöht, aber das war er psychostressbedingt vorher schon.
Insgesamt fühle ich mich aber ruhiger und gelassener. Der Kopf ist viel klarer.

Ich messe täglich mit dem Omron X7 Smart und erstelle dem Doc dann vor dem Folgetermin über die App einen Bericht und schicke diesen vorab per Email an die Praxis.

Gibt uns wohl beiden ein gutes Gefühl :slight_smile:

Bleib dran und probiere Elvanse während des Urlaubs aus.

Es ist anders als das, was du von der Straße kennst und kann wirklich helfen.

Sei offen dafür und dokumentiere die Ergebnisse irgendwo. Habe mir auch die Wirkzeiten/Müde Löcher usw. aufgeschrieben.

Ich nehme sowas auch mit zum Termin beim Doc und konnte so zum Beispiel auch begründen, warum ich auf 50mg erhöhen wollte.

Ich will mitarbeiten und gebe ihm dadurch auch ein gutes Gefühl.
Auch, wenn das Vertrauen seinerseits vorher schon da war.

Ich machs gerne und ein People Pleaser bin ich ja sowieso :smile:

Hoffe, du kommst genau so gut mit dem Medikament klar und deine Ängste bleiben unbegründet.

Du schaffst das :muscle:t3:

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Vielen lieben Dank für deine offene Art und die ganzen Erfahrungen. Bei mir war es ähnlich und ist es mit dem Alkohol bis vor kurzem auch gewesen. Habe jetzt erstmal damit aufgehört, damit ich keine Belastung davon im Körper habe, bevor ich das Medikament nehme. Ja, das „Klick, Klick, Klick“ kenne ich zu gut. Habe zum Glück sehr schnell einen Termin in einer Tagesklinik bekommen und die Diagnose war innerhalb von eineinhalb Monaten da. Ich werde morgen einfach sehen, was es mit mir macht. Etwas anderes bleibt ja nicht übrig :D! Ich werde berichten!

Nochmals: Danke! Das hilft mir wirklich ungemein!

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Sehr gerne. So haben mir andere hier ja auch geholfen :slight_smile:

Und das Kompendium (adxs.org) erst.
So viel Fachwissen :partying_face:

Mein Hirn mag und braucht sowas.
Da schaue ich immer wieder rein und finde immer wieder was neues.

Was ich in den ersten 2 Tagen der Eindosierung noch nicht auf dem Schirm hatte, war der Kaffeekonsum.

Es lohnt sich wirklich, Koffein anfangs (vor allem morgens) wegzulassen, um eventuelle Nebenwirkungen besser deuten zu können.

Das hat sich mit den 30mg bei mir schon nur gegenseitig aufgeputscht und ich fühlte mich dann innerlich unruhiger/aufgekratzter (als wäre ich überdosiert gewesen).

Nach weiteren 1-2 Wochen habe ich dann tagsüber mal den ein oder anderen koffeinhaltigen Kaffee getrunken und es beobachtet.

Am Nachmittag funktionierte es gut damit und es hat hin und wieder für einen kleinen Extraschub gesorgt und bei müden Löchern geholfen.

Morgens eine Tasse war dann auch irgendwann okay, aber bei zwei Tassen wars schon zu viel.

Zu Beginn der 50mg habe ich koffeinhaltigen Kaffee dann erst wieder weggelassen, um die Wirkung besser einschätzen und dokumentieren zu können.

Habe es diese Woche dann nochmal mit richtigem Kaffee versucht.

Konnte hier dann das gleiche beobachten.

Morgens 1 Tasse war schon grenzwertig.
Bei 2 Tassen fühlte ich mich innerlich zu aufgedreht.

Habe den Morgen-Kaffee dann gleich wieder gegen entkoffeinierten ausgetauscht.

Am Nachmittag 1 Tasse ist kein Problem.

Dann ist die Wirkkurve schon etwas abgefallen.
Denke, deswegen vertrage ich den koffeinhaltigen Kaffee dann wieder, ohne mich überdreht zu fühlen.

Dennoch bleibe ich dabei und versuche, koffeinhaltigen Kaffee möglichst ganz wegzulassen.

Probleme mit dem Einschlafen hatte ich lediglich in der ersten Woche mit 30mg.

Die nette Apothekerin hat mir dann Melatonin Lutschtabletten gegeben (Einschlaf Wohl).
Die haben mir geholfen.

Von einem Tag auf den anderen waren diese Probleme dann aber auch wieder vorbei.

Während ich vor dem Medikament noch stundenlang wachgelegen hatte, schlafe ich seitdem innerhalb von 15-20 Minuten ein.

Auch aktuell mit 50mg keine Probleme.

Allerdings fühle ich mich manchmal abends zunächst nicht wirklich müde, oder beschäftige den Kopf noch zu lange mit Forum & Co.

Lege ich mich aber dann trotzdem ins Bett, kommt es ganz schnell und bin wieder nach 15-20 Minuten im Schlummerland :slight_smile:

Laut Fitness Uhr ist der Schlaf zwar leichter geworden und habe weniger Tiefschlafphasen, aber ich komme auf 6-8h Schlaf (was vor dem Medikament auch anders war) und habe morgens keine Probleme, gleich mit dem ersten Wecker aufzustehen.

Dann gehts gleich in die Küche und nehme die Kapsel ein.

Frühstück gibts dann meist 30-45 Minuten später.
Manchmal habe ich aber auch so einen Hunger, dass ich gleich nach der Kapsel schon esse.

Mittags zwinge ich mich zur Not zur Nahrungsaufnahme. Ohne wirkt das Medikament anders und weniger lang/gut.

Gesünderes Essen und Trinken = Wichtig :slight_smile:

Obst und Snacks für zwischendurch stehen immer parat, aber auf Vitamin C haltiges Obst verzichte ich bis abends, weil es wohl den Abbau vom Medikament fördern kann, oder der Wirkstoff nicht so gut aufgenommen werden kann.

Sitze am Handy und bin gerade zu bequem, zwischen den Tabs zu switchen und die Links zu den Themen auf adxs.org rauszusuchen (:smile:), aber da findest du echt so ziemlich alles.

Ansonsten halte ich mich an gefiltertes Wasser und Früchtetee und fahre sehr gut damit.

Mensch, da bin ich aber wieder mal im Hyperfokus abgedriftet. Innerlich grinse ich mir mittlerweile immer einen, wenn das passiert :joy:

Hehe, danke dir mein Lieber. Ich trinke eh nicht viel Kaffee, da ich ihn entweder vertrage (schön runterfahren und konzentrieren können) oder komplett aus der Bahn wirft (todesmüde und Blutzucker spielt Achterbahn). Meine Lebenspartnerin hat gerade eine neue Lieferung Melatonin bekommen. Früher habe ich mal SAMe und 5-HTP geschluckt, das lasse ich jetzt lieber in Kombination mit der Elvanse. Bin gespannt, ob ich heute Nacht mal besser durchschlafen kann. Ich wache häufig mit Gedankenkarussell auf, aus dem ich dann nicht rauskomme und irgendwann vor Erschöpfung einfach einpenne. Morgen wissen wir mehr.

So langsam bin ich aber eher gespannt als beängstigt was die Einnahmen angeht!

Ich danke nochmals!

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So liebe Leute,

meine Einnahme ist jetzt etwas über eineinhalb Stunden her. Und was soll ich sagen: Nichts. Ich fühle mich entspannt, schon fast zur Grenze von müde. Suchtdruck in Form von Nikotin ist da, werde wohl gleich ein bis zwei Mal an der E-Zigarette ziehen, damit der Affe ruhig ist. Etwas anderes ist auch ruhig, nämlich der Kopf. Es ist, als hätte jemand ein Radio, was den ganzen Tag lang rumdudelt abgeschaltet. Wirkliche Lust zu arbeiten habe ich nicht, bin einfach nur seeehr relaxed. Weiß jetzt nicht, ob das der gewünschte Effekt ist, aber es ist jedenfalls angenehm. Blutdruck nach einer Stunde war bei 123/86 und Puls von 66…

Ich bin irgendwie beruhigt, dass es nicht „scheppert“, andererseits habe ich mir irgendwie etwas anderes vorgestellt. Dachte, dass ich jetzt voll bock bekomme Aufgaben zu erledigen oder dergleichen. Aber jetzt gerade möchte ich einfach nur entspannen. Vielleicht kommt das auch morgen mit der nächsten Dosis. Vielleicht sind 30mg zu wenig. Ich werde das jedenfalls die nächsten Tage beobachten.

Danke nochmals für eure Rückversicherung! Es hat mir sehr geholfen heute Morgen um 9 Uhr die Pille zu schlucken :)!

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Lass sie nochmal etwas wirken. Ich hab das manchmal auch das ich so 2-3 Stunden rumsitze und dann so „klick“, ich hab bock mal die Küche zu putzen.

Es kann aber auch ein paar Tage dauern. Hab gelesen das es wohl so 3-5 Tage dauert bis der Körper genauso viel abbaut wie er aufnimmt. (Je nach Dosierung. Bei 10mg wahrscheinlich nicht)

Man darf auch nicht vergessen das es kein Wundermittel ist. Es ist wie eine Krücke. Sie hilft dir besser zu laufen, aber laufen musst du schon selber.

Aber schön das du schon mal ein paar paar positive Effekte hast. Es kann die nächsten Tage auch immer mal wieder sein, das es dann wieder nicht so gut wirkt, das ist normal. Körper muss sich erstmal dran gewöhnen. Die richtige Dosierung gefunden werden ect.

Manchmal liegt es auch daran das man die Tage vorher zu wenig gegessen hat und das Elvanse dann anders wirkt. Oder man hat weniger geschlafen ect.

Lass dich bitte nicht beirren. Du machst das toll so. Durchhalten! Es lohnt sich

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Danke! Ja, ich glaube wenn man keine Erfahrungen hat, stellt man sich das alles „etwas leichter“ vor. Gegessen habe ich gleich nach der Einnahme so vier Toast. Gestern Abend noch reichlich. Schlaf war jetzt nicht so viel. Ich warte jetzt erstmal ab, ob „noch was kommt“. Bin aber nicht niedergeschlagen oder so, ich schätze mal, dass das einfach seine Zeit braucht und man trotzdem an sich arbeiten muss :)! Wie du schon sagst: es ist eine Unterstützung, aber man muss auch wollen :slight_smile: !

Jetzt gerade während ich schreibe merke ich doch etwas den Drang, Dinge einfach machen zu wollen. Wie das Schreiben, das ist gerade irgendwie wichtig :smiley: !

Danke nochmals! Ich werde gegen Ende nächster Woche noch mal meine Erfahrungen hier teilen und natürlich auf Kommentare antworten :)!

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Mach das gerne.
Ich brauch auch noch eine höhere Dosis. Ich merke auch nicht ganz so viel.

Ich bin sehr gespannt was du nächste Woche sagen wirst! :slight_smile:

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