Arzt droht mit Behandlungsabbruch wegen kritischer Google-Rezension

Es bringt doch eigentlich nichts wenn wir jetzt schreiben wie bescheuert und grenzwertig wir das mit den 10 Tagen finden und wie unkompliziert es bei dem ein oder anderen geht .

Liebe/er? @totality wenn du so weit zufrieden dort bist arrangieren dich mit diesen 10 Tagen . Markiere dir das entweder auf dem Blister , oder lege den letzten Blister woanders hin damit du daran erinnert wirst. Zusätzlich noch ein Eintrag im Kalender oder eine Zeitversetzte Erinnerungsmail und eine Erinnerung .
Es ist bei ADHS egal ob man nach 20 Tabletten an die Bestellung denken muss oder nach 30 Tabletten. Wenn ich einen Arzt habe der mir mit der letzten Tablette am selben Tag ein neues Rezept ausstellt , kann es passieren das die Praxis an dem Tag plötzlich geschlossen ist , oder man plötzlich nicht hinkommt , oder es grade nicht lieferbar ist. Man sollte sich bestenfalls eh ein paar Tage vorher drum kümmern und man sollte sich auch etwas Reserve aufbauen.
Ich hatte schon das ein oder andere Mal Pech dass ich mich knapp oder mich rechtzeitig gekümmert hatte , das was dazwischen kam und ich in Bredouille kam.

Oder diese Woche war ich evtl zu spät weil ich den Feiertag vergessen habe . Mir werden die Medis zugeschickt und wenn es ungünstig läuft und das Päckchen erst Montag kommt , kann ich es Dienstag erst abholen . Gestern beim Arzt und Apotheke bestellt und da sind dann auch schon 6 Tage ins Land gezogen. Ich kann aber noch auf Restbedtände zugreifen.

Also arrangier dich mit den 10 Tagen oder such dir einen anderen Arzt wenn dich das nervt , aber auch bei deinem neuen Arzt musst du einkalkulieren wie er es handhabt und dich rechtzeitig kümmern.

Würde mein Arzt plötzlich auf 10Tage umstellen dann würde ich es bestimmt 1x vergessen und danach nie wieder :sweat_smile:

Würde dein Hausarzt im Notfall mal einspringen? Dann hättest du noch ein Backup.

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Ich lege immer zwei Blister ins Bad, der Rest ist in der Küche.

Denn genau wegen der heutzutage immer möglichen Nichtlieferbarkeit fange ich lieber früher an.

Und außerdem schiebe ich das Angeben in der Apotheke und das Abholen immer vor mir her.

Und dann habe ich das Spielchen ja für drei Leute…

Wenn ich 100 Pillen habe, stelle ich mir einen Termin im Kalender des Smartphones ein, dass man ich nach 75 Tagen mich um’s Rezept kümmer. Ich brauch da noch ein anderes Medikament wo in der Dose 90 Tabletten sind. Da sind die 75 Tage ganz gut.

Das Btm-Rezept schmeiße ich am Tag der Ausstellung abends im Briefkasten der Apotheke ein. So hab ich die Frist gewahrt und kann’s dann abholen wann es mir taugt.

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Und einmalig mit der Praxis abgesprochen zwei Packungen bekommen, so dass bei monatlichem Intervall immer 1 Monat Reserve für harte Zeiten zu Hause ist, sollten zufällig mal Lieferengpässe sein.

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Bei mir funktioniert das mit den Erinnerungen aber auch nicht.

Die habe ich.

Aber ich hab nen Widerwillen.

Der betrifft jegliche Gänge zu Apotheken.

Den leeren Blister an den Rucksack zu legen, ist für mich anschaulicher…

Der verschwindet da erst, wenn ich ihn in die Hosentasche stecke und los gehe.

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Habe da auch keine große Lust drauf, aber ich brauche meine Medikamente. Also muss ich.

Die Erinnerung drücke ich auch mal ein paar Tage weg bzw. verschiebe den Task auf den nächsten Tag.

Zusätzlich schaue ich aber natürlich auch jeden Morgen in die Elvanse Dose und sehe, wie lange es noch reicht.

Das baut dann genügend „Druck“ auf bzw. ist die Deadline dann eben für mich, ein neues Rezept zu ordern bevor ich die letzte Dose öffnen muss. Das funktioniert dann und daher nehme ich mir die paar Verschiebungen des Tasks im Kalender auch nicht krumm :adxs_kp:

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Ging mir ähnlich. Aber irgendwann kam mir die Einsicht:

Vermeidung hilft nichts. Ich tu mir selbst nicht gut damit. Deshalb habe ich mir angewöhnt, beim Joggen in die Nähe der Apotheke zu kommen. Dann werfe ich das Rezept abends einfach in den Briefkasten. Das passiert meist um Tag 75/76 von 100 Tabletten.

Abholen tu ich oft erst an Tag 95. Die Stammapotheke habe ich bewusst gewählt: Sie liegt auf verschiedenen Wegen und ist in 5 Minuten zu Fuß erreichbar. Mein Medikament ist dort dauerhaft vorrätig, und wenn nicht, melden sie sich. Ich habe außerdem immer einen Vorrat für harte Zeiten zu Hause.

Aktuell ist das Problem, dass die Apotheke samstags wegen Personalmangel geschlossen ist. Es ist aber abgesprochen, dass sie Mo–Fr per eigenem Boten liefern. Meine Nachbarin (Rentnerin, langjährige Kundin) ist fast immer da und hat eine gegenseitige Abholvollmacht mit mir.

Ich habe ein Guthaben in der Apotheke hinterlegt – es bleibt also nie was offen.

Also eine 100% Planungssicherheit. :sign_of_the_horns:

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Super :+1:

also ich wäre da ganz anders als die meisten hier und würde meine Rezension um genau dieses Gespräch erweitern. lieber temporär keine Medis, aber dafür Rückgrat behalten.

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Wie geht es dir ohne Medikamente? Ich halte es für ein Frage des Leidensdrucks.

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Sehr bescheiden. Aber vor der Diagnose und der richtigen Einstellung musste ich ja auch ohne Medikamente aushalten. Alles eine Frage des Willens, bzw. Was einem wichtiger ist. Lieber lasse ich mich von meinem Hausarzt krank schreiben als mich so einem Arzt zu beugen

Wenn man den Spielraum hat kann man das machen.
Aber einem ADHSler zu sagen es ist eine Frage des Willens auch ohne Medis klarzukommen ist sicherlich nicht hilfreich. Wenn es nur eine Sache des Willens wäre, benötigten wir ja keine Medikamente.
Mir würde dann auch keine Krankschreibung was bringen, da ich krankgeschrieben zu Hause auch ADHS habe , so wie halt im Urlaub auch. Vor allem wie lange will man sich dann krankschreiben lassen bzw. wie lange kann der Arzt deswegen krankschreiben. Es kann ja ewig dauern einen neuen Arzt zu finden.

Aber um sich nicht ganz zu beugen, könnte man weiterhin bei dem Arzt bleiben, und sobald man einen neuen gefunden hat wieder eine Rezension schreiben :wink:

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Freut mich für dich, dass deine Lebensrealität so ist, dass du auf Medikamente komplett verzichten kannst.

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Stimmt, ich habe ADHS als Ausrede, aber welche haben Sie dafür, für ein Rezept 10 Tage zu brauchen, BTM hin oder her?

Ja, vermutlich würde sich das auch nicht gut auf meine medikamentöse Versorgung auswirken, aber so ist das halt mit der Impulskontrolle.

Ich frage mich grade wie das abläuft wenn man das erste Mal bei dem Arzt ist und dann mit der Medikation starten soll.

„ Lieber Herr Patient, kommen sie bitte in 10 Tagen vorbei , dann ist ihr Rezept fertig „ :sweat_smile:

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Ja, das war auch meine erste Reaktion. Wahrscheinlich darf man über das Thema nur nachdenken, wenn man unter Medikinet ist, sonst stürzt man sich in jeden Konflikt… es gibt einfach zu viele Konflikte, um sie alle zu verfolgen, aber diese innere Ruhe habe ich auch erst unter MPH

Ich würde an deiner Stelle aber die Sache im Hinterkopf behalten, und solltest du je die Praxis wechseln, würde ich eine neue Rezension schreiben, wo du genau hierüber schreibst.

Ich finde es eine bodenlose Frechheit! Aber sie können dich halt erpressen - ob das überhaupt legalist, steht noch auf einem anderen Blatt (zumindest, wenn du Kassenpatient*in bist.

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Für die Zukunft kann man auch den Namen ändern auf Google, bevor man Rezensionen schreibt. Dann kann man nicht mehr zurück schließen auf dem Patienten.

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Hallo Totality,

schwierige Situation und ich glaube die Entscheidung kann dir niemensch abnehmen. Wen ich in solchen Situationen stecke, dann Vesuche ich zuergründen, warum ich unsicher bin, welche Gefühle und Bedürfnisse dahinter stehen und welche Fragen noch beantwortet werden müssen, um eine sichere Entscheidung treffen zukönnen. Das ist keine Garantie, aber eine Möglichkeit zur Standfestigkeit und Handlungssicherheit. Möglicherweise könntest du das auch der Ärztekammer melden, aber dass sind alles Abwägungssachen. Ich finde deine Ausführungen und Beweggründe in jedem Fall sehr valide. Wünsch dir alles Gute und halt die Ohrensteif.

Also mir ist wichtiger, dass ich meinen Alltag auf die Reihe bekomme, meinen Job nicht verliere und meine Rechnungen bezahlen kann.

Ohne Medis bin ich weder arbeitsfähig noch alltagstauglich. Nen neuen Arzt findest Du nicht an jeder Ecke. Das kann Monate dauern.

Ich wage mal zu behaupten, dass es für die meisten hier keine Frage des Willens ist, ob sie weiter zu dem Arzt gehen oder nicht - weil sie ohne Medis nicht klar kommen.

Ja, viele mussten es vor der Diagnose auch ohne Medikamente aushalten. Und sie wissen auch, was es sie gekostet hat, das auszuhalten. Ich würde mir das nie wieder freiwillig antun. Da schauspielere ich lieber beim „Gott in Weiß“ die artige Patientin - bis ich jemand anderen gefunden habe.

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