Hallo an alle!
ich wende mich heute mit einem dringenden Thema an euch und hoffe, dass mir irgendwer weiterhelfen kann.
Es geht um meinen Freund. Er wird dieses Jahr 22 Jahre alt und hat gesichert die Diagnosen F84.5 (Asperger-Autismus bzw. nach den neuen Vorgaben Autismus-Spektrum-Störung) und F40.1 (Soziale Phobien).
ADHS wurde bei ihm immer nur als Verdachtsdiagnose gestellt.
Als er in der Grundschule war, hat er (trotz der nicht sicher-gestellten Diagnose) verschiedene Medikamente durchprobiert, wie Equasym, Medikinet/Ritalin, Elvanse, Concerta, Strattera.
Bei allen Medikamenten hatte er entweder wenig Wirkung, schlimme Nebenwirkungen oder beides zusammen. Beispielsweise hat ihm das Elvanse zwar geholfen, aber die Nebenwirkungen haben sich trotz Dosisanpassungen nach jahrelanger Behandlung nicht gebessert und er musste es absetzen.
Dann fing die Behandlung mit Attentin an. Super Wirkung, keine Nebenwirkungen, er selbst sagt das Medikament hat ihn gerettet. Er nimmt Attentin seit mittlerweile über 7 Jahren.
Da er bisher in einer Kinder- und Jugendpraxis war, kann diese ihn nicht mehr weiterhin behandeln. Wie ihr bestimmt wisst, ist Attentin nicht für die Behandlung von Erwachsenen zugelassen.
Deshalb versuche ich ihm gerade zu helfen, dass ganze off-label verschrieben zu bekommen. Aufgrund der Tatsache, dass es keine Alternativen für ihn gibt und er mit dem Attentin jahrelange Stabilität hat, wäre das ja an sich rechtfertigend es weiterhin zu bekommen.
Aber das was mir wirklich große Sorgen bereitet ist, dass er ja offiziell keine ADHS-Diagnose hat. Hat hier irgendwer vielleicht Erfahrungen zu dem Thema oder Wissen dazu, wie das ganze ohne Diagnose ablaufen würde?
Ich wäre sehr dankbar über Tipps, was wir tun können.
Ich habe Angst, dass er ohne die Medikamente in ein Loch fällt, da er seine einzige medikamentöse Unterstützung verliert. Vor allem weil er vor ein paar Monaten eine neue Arbeitsstelle hat die ihn zurzeit sehr herausfordert.
Liebe Grüße