AUDHS sichtbar(er) durch Medikation?

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit ein paar Wochen mit Elvanse 30 mg eingestellt und fühle mich damit ganz gut weil ich in meinem persönlichen Alltag besser zurechtkomme. Meine ADHS Symptomatik hat sich in vielen Punkten gebessert. Es kommen bei mir allerdings so einige Punkte auf, zu denen ich gerne eure Erfahrungen hören würde.

Ich habe zunehmend den Eindruck, dass aus meiner ADHS Diagnose ein AUDHS werden könnte. Ich habe schon öfter gelesen, dass sich durch die Medikation manchmal autistische Anteile stärker zeigen können.:melting_face:

Bei mir äußert sich das aktuell so: Wenn ich alleine zu Hause bin, komme ich richtig gut zurecht. Ich habe oft einen starken Hyperfokus. Im den letzten Tagen äußert sich das darin, dass ich meinen gesamten Haushalt extrem detailliert organisiere. Ich sortiere z. B. mein gesamtes Kreativmaterial bis ins kleinste Detail, Perle für Perle. Den Keller Schraube für Schraube. Ich weiß auch nicht wieso aber das gibt mir ein totales Gefühl von Ruhe wenn alles sortiert ist und es muss auch wirklich bis ins kleinste Detail sein damit es sich richtig anfühlt.

Gleichzeitig fällt mir aber auf, dass mein Mann (ebenfalls ADHS, und sehr chaotisch) für mich im Moment schnell zu einem starken Störfaktor wird. Das belastet mich total weil es mir so leid tut, dass er mich stört weil sich ja nichts an ihm geändert hat, sondern bei mir eine Veränderung da ist. Ich kann mir aber nicht anders helfen. Es stört mich unheimlich, dass er so viel Unruhe durch sein Chaos reinbringt. Ich habe das Gefühl, dass mein Nervensystem gerade wirklich sehr runtergefahren ist und sein aufgeweckte und chaotische Art mich dann immer wieder total ins Wanken bringt. Wir bekommen dadurch auch richtige Kommunikationsprobleme weil er oft so zerstreut ist und ich merke, dass ich auch Gespräche bis ins kleinste Detail auseinandernehme. Ich merke, dass ich viel klarer und offener kommuniziere aber scheinbar ist das zu offensiv oder ich treffe damit genau dein RSD. Mein Mann ist jemand der oft meine Hand tätschelt oder mal kurz mein Bein streichelt. Diese Mikroberührungen machen mich momentan verrückt, es stört mich so sehr. Sobald ich ihm das aber ansatzweise vermitteln will, ist er gekränkt. Verstehe ich ja auch irgendwie weil da eine plötzliche Veränderung meinerseits ist. Dass wir beide ADHSler sind macht das Ganze noch schwieriger.

Generell merke ich, dass ich mich alleine oder zuhause momentan viel wohler fühle. Aus psychologischer Sicht ist das vielleicht problematisch. Mir geht es aber wirklich gut damit, also kein Gefühl wie bei einer Depression oder so. Ich merke halt nur immer wieder, wie anstrengend der Kontakt mit anderen Menschen für mich ist. Reisen oder Ausflüge sind viel anstrengender für mich geworden. Ich bin viel schneller reizüberflutet vorallem von vielen Menschen, Geräuschen und Licht. Ich habe auch das Gefühl ich nehme das alles viel intensiver wahr als andere. Jedes Kaugeräusch, Rascheln und Knistern. Kopfhörer und Sonnenbrille sind daher meine Essentials. Generell die Unvorhersehbarkeit stört mich aktuell sehr. Alles muss seinen geregelten Platz und seine Ordnung haben, Routinen müssen gleich ablaufen. Und das kenne ich von mir in dem Ausmaß nicht. Ich falle sonst sehr schnell aus meinen Routinen, heute so - morgen so.

Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen Angst davor, dass bei meinem Psychiater anzusprechen. Ich hab in der Praxis bei einer vorherigen Behandlerin schlechte Erfahrungen gemacht und bin da generell immer ein bisschen verunsichert, weil ich meine ADHS Diagnose auch nicht sofort bekommen habe (aufgrund fehlender Zeugnisse). Ich hatte schon früher mal den Verdacht, dass es auch mehr als ADHS sein könnte. Hab es aber bisher nie angesprochen, irgendwie schwebt bei mir immer so ein bisschen die Angst mit, dass man mich in eine Schublade steckt oder nicht Ernst nimmt. Ich weiß, dass ich im Alltag viel Maskiere und deswegen für mein Umfeld und Behandler vieles nicht sichtbar ist aber ich merke, dass es mich zunehmend Kraft kostet das alles aufrecht zu erhalten.

Daher meine Frage an euch: Kennt das jemand? Hat sich bei euch durch die Medikation auch ein verändertes Empfinden oder sogar der Verdacht auf Autismus ergeben?

Ich freue mich über eure Erfahrungen!

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Hallo Maxi,

Wär das denn was schlimmes „zusätzlich“ Autistin zu sein?

Das Medi ist wie eine „Brille“ und deckt nur auf was vorher schon unter der ADHS Symptomatik verborgen gelegen hat, natürlich zuerst für einen selber. Macht einen aber nicht zu einem anderen Menschen. Kann aber je nach Stresslage recht anstrengend sein am Anfang und sich Akzentuieren wenn Autismus zusätzlich vorliegen sollte.

Wichtig ist erstmal, dass du dich ein bisschen besser selbst kennenlernst, was dir gut und was dir nicht so gut tut und vielleicht manches neu bewertest.

Autismus zeigt sich vor allem in der Sozialen Interaktion und Kommunikation, sowie in repetitiven Verhaltensmuster. Jetzt ist es aber häufig so, dass allem voran autistische Frauen Sozial sehr geschickt sind. Es empfiehlt sich vielleicht deswegen in Lektüre von Autistinnen zu Schnuppern ob man sich dort in vielem wieder erkennt.

Notizen sind vielleicht auch ganz gut und dann hat man auch was Handfestes wenn man es beim Behandler anspricht.

Was ich nicht empfehlen kann ist eine ständige massive Selbstanalyse, lieber langsam aber das ist nicht immer so einfach wenn man Herausforderungen mit der Aufmerksamkeitssteuerung hat.

Ja, ich kenne das auch und versuche gerade einen Termin für eine Autismus Diagnostik zu bekommen. ADHS wurde vor paar Jahren diagnostiziert.

:people_hugging:

Hey,

Danke erstmal für dein Feedback. Nein, schlimm wäre das nicht. Wenn es denn so ist, dann wäre es eher hilfreich das zu wissen weil es einiges erklären könnte. Vorallem warum so viele Dinge in meinem Leben, Denken und Sein so widersprüchlich sind. Wie du sagst, seitdem die Medis gut funktionieren habe ich das Gefühl das alles viel stärker zu sehen und zu spüren.

Ich hab mich auch schon ganz gut mit dem Thema auseinandergesetzt weil eine gute Freundin vor 2 Jahren eine ASS Diagnose bekommen hat. Teilweise hatte ich auch vorher schon viele Punkte die für mich so widersprüchlich und unlogisch waren. Durch diese „Medi Brille“ habe ich jetzt vermehrt das Gefühl, dass vieles in Richtung Autismus passen könnte. Ich traue mich aber nicht mit ihr oder meinem Mann darüber zu reden weil ich immer das paradoxe Gefühl habe, die Leute um mich herum könnten denken, dass ich ihnen nacheifern wollen würde oder sowas. Meine ADHS Diagnose habe ich auch erst erhalten nachdem ich mich aufgrund der Diagnose meines Mannes vermehrt mit dem Thema auseinander gesetzt habe. Ich weiß, das klingt blöd. Mag daran liegen, dass ich aus einer Familie komme in denen Probleme und Erkrankungen immer abgetan wurden.

Alles was in meinem Leben bisher unlogisch war, weswegen ich mich immer anders und falsch gefühlt habe und dass ich es irgendwie alles nicht hinkriege so wie andere war ja für mich die Realität. Ich hab das bis vor ein paar Jahren nicht weiter hinterfragt weil ich keine Ahnung hatte, dass es an do etwas wie ADHS oder Autismus liegen könnte. Vielleicht könnte das einfach eine weitere Antwort darauf sein.

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Ich drück dir die Daumen, dass das zeitnah funktioniert. :raised_fist:t3::raised_fist:t3:Wie ist es denn bei dir dazu gekommen, dass du dann gemerkt hast, dass da noch mehr sein könnte?

Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Wie schon erwähnt, liegt der Hauptteil der Schwierigkeiten bei Autismus im sozialen Bereich. Warum sollte eine unbehandelte ADHS das verdecken? Es wäre doch vielmehr zu erwarten, dass sich die Probleme gegenseitig verstärken. Wenn du z.B. nicht weißt, wie man ein wechselseitiges Gespräch führt, dann geht das nicht leichter, wenn du daneben auch noch unkonzentriert oder zerstreut bist. Man würde erwarten, dass du mit unbehandeltem ADHS schlechter deine autistischen Schwierigkeiten kompensieren kannst. Darum kann es meiner Meinung nach auch nicht sein, dass man diese Schwierigkeiten nur bei behandeltem ADHS sieht und vorher nicht. Das ergibt keinen Sinn. Umgekehrt wird vielleicht ein Schuh draus.

Mit behandeltem ADHS kann man sich besser konzentrieren, damit kann man auch besser kompensieren, sich besser auf andere Menschen einstellen.

Allerdings können eventuell die Medikamente die Nebenwirkung haben, dass man reizempfindlicher wird (manche berichten z.B. von mehr Lichtempfindlichkeit), oder auch, besonders im Rebound, dass man reizbarer wird. Das hätte dann aber nichts mit Autismus zu tun.

Also so sehe ich das. :woman_shrugging:

(ich hab btw. nur eine Autismusdiagnose, wahrscheinlich kein ADHS, nehme z.Zt. aber auch MPH, und og. Nebenwirkungen sind mir da auch aufgefallen)

Wenn deine Freundin Autistin ist und eine gute Freundin dazu, wäre sie eigentlich ein ziemlich guter Anlauf Punkt um über deinen Verdacht bei dir selbst zu sprechen, denke ich. :heart:

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Weil ADHS und ASS ziemlich viel Überschneidungen haben, die von außen Recht ähnlich aussehen können. Behandelt man die ADHS und die Schwierigkeiten bleiben wird es klarer. Eine ASS kann man nicht behandeln.

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Hallo,

bei mir war bereits bei der ADHS-Diagnose angedacht, nach erfolgreicher Einstellung auf ADHS-Medikation zu schauen, was an Symptomen noch übrig bleibt. da der Au-ADHS Verdacht durchaus im Raum steht. Die Therapeutin sagte, dass die Autismus-Komponente beim Erwachsenen noch deutlich schwerer zu diagnostizieren sei und man deshalb erstmal nur eins angeht und dann sieht, wie sich alles verändert.

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Naja, wenn sie bleiben, okay, für Teilbereiche kann das Sinn ergeben. Aber dass Symptome dann erst auftauchen und vorher nicht da waren, wäre immer noch seltsam. Ich verstehe die Aussage immer so, dass wenn man ADHS behandelt, man dann plötzlich autistisch(er) wird, und das kann ich mir nicht vorstellen. Autistisch ist man immer, und mit unbehandeltem ADHS wahrscheinlich noch mehr/mit größeren Schwierigkeiten.

Kann sich Akzentuieren, dann wird man in der Tat „Autistischer“, Behandelt und Therapiert man die Komorbiditäten geht auch die Akzentuierung wieder zurück. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es Teil der Diagnostik rauszufinden ob der Autismus auch ohne Komorbiditäten bzw. behandelter Komorbiditäten noch Klinisch Relevant ist oder nicht. Außerdem wurde mir gesagt, dass natürlich der Leidensdruck eine wichtige Rolle spielt damit man die Diagnose bekommt.

Bei manchen ist das schnell klar, bei manchen eben nicht. Ist halt ein Spektrum.

Wie @schlingelprinz schon schreibt gibt’s da viele Überschneidungen. Wenn man das durch logische Umkehrschlüsse ausschließen oder bejahen könnte, dann wäre es viel einfacher. Ist aber alles ein bisschen komplexer und zu der Thematik, dass behandeltes ADHS autistische Anteile sichtbar macht, gibt es sehr viel Literatur.

Um da mal einen Punkt aufzugreifen: Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich ziemlich gut im Maskieren bin. Viele Schwierigkeiten sieht man von außen gar nicht so stark, weil ich sie bewusst oder unbewusst kompensiere (weswegen ich mich auch oft frage warum das alles so schwierig für mich ist was für andere vermeintlich einfach ist). Meine Freundin mit diagnostiziertem Autismus kann auch Gespräche führen und ist für viele nicht als autistisch wahrnehmbar. Einfach weil sie es gelernt hat.

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Das habe ich doch so gar nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, dass ich das alles gerade viel mehr wahrnehme. Viel mehr bedeutet für mich, dass die Probleme vorher auch da waren, andere Probleme aber stärker im Vordergrund standen.

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Intelligenztest wurde bei dir gemacht bei der ADHS Diagnostik? Da gibt es nämlich wohl auch noch Überschneidungen. Ich meine noch gelesen zu haben, dass man gerade bei ASS die Sozialen Schwierigkeiten mit hoher Intelligenz „gut“ Kompensieren kann, Anstrengend/ erschöpfend bleibts natürlich trotzdem.

Nein. Und mein Impostersyndrom sagt mir auch, dass das nicht sein kann. :sweat_smile:

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Ich tute mich schwer Inhalte, die ich lese und verstehe mit meinen eigenen Worten wiederzugeben. Darum hier ein Link mit einem aktuellen Beitrag, der AuDHS sehr gut erklärt, was, warum verdeckt sein kann aber nicht muss.

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Danke dir. :blush:

Bei mir und meinem Mann war es eher so, dass wir uns durch die Diagnosen unserer Kinder (beide AuDHS) irgendwie wiedererkannt haben. Dadurch war dann der erste Verdacht da. Unter der Wirkung von Elvanse entziehe ich mich mehr sozialen Situationen und nehme Geräusche, Gerüche, Berührungen viel viel stärker war. Ich bin dann weniger in Kontakt mit anderen und genieße das für-mich-alleine-sein und meine Spezialinteressen. Ich brauche dann auch mehr Ordnung um mich herum. Einmal hatte ich ausversehen im laufe eines Vormittags 2x Elvanse genommen, dass dazu führte, dass ich schaukeln auf Arbiet saß. :blush:

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Hey,

das kenne ich sehr gut.

Ich bin hin und hergerissen und denke, dass ist das letzte Puzzleteil. Jetzt habe ich endlich mein leben im Griff, dafür sozial sehr wenig antrieb. Oder auch die Tatsache das kleine Abweichungen, Geräusche, Gerüche mich komplett aus der Bahn werfen.

Was mir auch auffällt, in stressigen Situationen bzw. Wochen, kommt der“Monk“ raus. Alles muss an Ort und Stelle stehen, das Kissen gerichtet sein, und wenn in einer Ecke der Wohnung was fehlt, was vorher da Stand, macht es mich wahnsinnig.

Aktuell steht auch viel Veränderung an, was die Symptomatik nochmal verstärkt. Nun dachte ich auch an eine Diagnostik, habe diese aber verworfen. Warum was beweisen, was ich innerlich schon weis und nachdem ich es weis, ist sowieso plötzlich alles anders.

Ich würde dir aber empfehlen, evtl. die Dosierung so gering wie möglich zu halten, oder es gezielter einzusetzen. Um so länger du in einer Routine bist, um so schwieriger kommt man wieder raus. Z.B auf Familienfeste, habe ich mich gequält, jetzt denke ich, warum was machen, wobei man sich unwohl fühlt.
Aber manchmal, muss man sich einfach „quälen“

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Moin, also ich kann das total verstehen, ich nehme jetzt seit fast nem Jahr Elvanse 20 mg +/- ein paar mg und nachmittags noch mal 3-5 mg. Der Unterschied ist gravierend. Ich bin ein krasser Gegensatz zu vorher, aber anscheinend nur im Innerren. Mein Mann betont immer wieder das ich früher auf jeder party war, mit jedem ewig qatsche, vom Einkaufen kam ich teilweise std. später wieder nach Hause. Was ich aber selbst gar nicht bemerkt habe, war der soziale Kater am nächsten Tag. Ich hab es immer auf zu wenig getrunken (wasser) zu viel getrunken (alc) zu viel Zucker …. geschoben. Ich bin ein sehr extrovertierter Mensch, ich kann fast immer mit jedem “smaltalken”

Und jetzt kommen aber die Medis dazu, am Anfang fand ich das komisch vom Gefühl her, da ich alles viel klarer war nehme und mich aber auch viel klarer erklären kann. Ein Bsp. Ich bin hier Politisch manchmal in disksionen mit mehreren “Herren” unter Medikamenten Einfluss bin ich schlagkräftig und klar in meinen Argumentationen. Ich habe es in den ersten Monaten als Komisch empfunden anders zu empfinden (ich kann es nicht gut umschreiben) aber mittlerweile ist es irgendwie viel besser.

Ich habe wirklich harte Anwandlungen die ev. zum AutismusSpektrum passen könnten, und es werden jeden Tag ein paar mehr die zum Vorschein kommen. Ich muss dazu sagen ich bin 44, in den Wechseljahren und unter extremen Dauerstress da unser Sohn ADHS und wahrscheinlich Autismus hat und mit seinem 9 Jahren so gut wie noch gar nicht in der Schule war.

Man darf immer nicht vergessen das wir eine Generation sind die Funktionieren mussten, ich Maskiere anscheinend sehr hart, seit Jahrzehnten. Ich war mit meinem Sohn in einer Klinik und hab nen Autismus Test gemacht, da die Mitarbeiter einige Tendenzen bei mir gesehen haben, aber die konnte ich gar nicht einordnen, die Fragebögen waren auch komisch und mittlerweile glaube ich das man sich auch erst mal neu kennen lernen muss um zu sehen was da alles unter dem ADHS liegt. Ich bin eine Frau bei der, das das ADHS einem ins Gesicht springt, ich bin schon immer Chaotisch, ich fange viele Dinge an konnte nie zu jemanden Nein sagen usw.

Die Frage die sich mir stellt, ist es dir wichtig das du dich jetzt diagnostizieren lässt, ist es dir wichtig das du AuDHS haben könntest im Sinne brauchst du das schwarz auf weiß? Ich hatte auch Hämmungen es meiner meiner Therapeutin zu sagen , denn die denkt doch sonnst was, aber es kommt hallt immer mehr. Ich hab ihr meinem verdacht gäußert und sammel das erst mal alles für mich und versuche das ein zu ordnen. Denn je länger das so ist , verändert sich auch was im inneren, und das macht es einfacher das zu zu lassen.

Ps. ja ich kann total verstehen das es schön ist wenn niemand daheim ist der Chaos stiftet. Meine Familie ist leider IMMER zu hause aber wenn sie dann doch mal 3 std. weg sind ist es himmlisch und ich kann aufräumen was ich will.
Und ja die nerven mich alle zum Teil wahnsinnig, es hilft sich mit freunden aus zu tauschen (meine sind alle neurodivergent) dann fällt einem auf das es vielleicht ein hyperfokus ist aus dem die Familie einen ständig raus holt und man deswegen ausrastet. oder das neben der Kaffemaschine hallt einfach nichts stehen darf weil sich das falsch anfühlt, und manche Menschen müssen halt immer an der gleichen Stelle auf de Sofa sitzen weil der Tv in der falschen sichtAxe zum Platz steht und es sich auch irgendwie komisch anfühlt, es gibt auch Teller aus denen man dann halt nicht mehr alles Essen kann weil die die falsche form haben (ja ich hab sie selbst gekauft) außerdem ißt man alles das keine suppe ißt immer mit der Gabel, (egal wie flüssig) man bewegt ständig die Hände wenn man irgendwo lang geht so komisch, man nimmt halt nur die eine Sorte Gläser im Schrank usw. und auf Partys wenn man da hin geht unterhällt man gar nicht mehr den ganzen Raum. Ich bin mir zu 100 % sicher das Menschen die ADHS + Autismus haben natürlich sozial interagieren können, Zerstreutheit kann etwas charmantes sein oder Frau kann es sehr gut überspielen. Ich habe Freundinnen die momentan Diagnostiziert werden mit Autismus die sind sozial top, können super kommunizieren z.B. smaltalk (merkt doch keiner das dass immer das gleiche Thema ist oder der momentane Hyperfokus ist über den man redet) Diese können sich selbst gut darstellen auf andere zu gehen aber der Preis dafür, den sieht niemand denn den sehen maximal die engsten Freunde und die Familie. Danach

Also kurz gesagt Ja ich denke ADHS kann sehr viel verdecken, mir ist erst vor 2 Monaten aufgefallen das meine Mom wahrscheinlich eine Autistin sein könnte, denn sie zählt immer alles (aber das hat sie nur einmal bisher erwähnt) mein Vater ist der typische ADHS Fall, alle sind undiagnostiziert und deswegen sind wir die Kinder die nie wir selbst sein konnten. Und haben früh gelernt uns zu “verstellen “ ich sehe das an meinem kleinem Sohn leider sehr stark.

Ich hoffe ich hab nicht zu sehr ausgeholt. schönes Oster Wochenende.

Fühl dich gedrückt, hör auf dich.

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