Bezeichnung/Name für ADHS

Dem stimme ich zu 100% zu. Mir ist auch klar, dass wir nicht darauf warten können, dass die NDs, für die das alles ja ganz wunderbar funktioniert, das für uns lösen. Das kommt dann irgendwann nach der Klimawende. Nein, das ist an uns. Und dazu gehört, uns nicht mit dem Verweis darauf abspeisen zu lassen, dass das ja unser individuelles Problem ist und für die anderen alles ganz toll funktioniert, und wir sollen gefälligst unsere Tabletten nehmen und die anderen in Ruhe lassen. Das ist leider genau meine Erfahrung mit NDs, die ADHS als Krankheit lesen. Zugang zu Diagnosen und Therapien muss natürlich auch verbessert werden.

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Erklärung und Bezeichnung: Ich bin autistisch und habe ADHS.

Keins von denen. Ich muss dazu sagen, dass es mich ohne Medikamente bei vielen Dingen behindert.

Ich zitiere mal den Titel eines Buches von Ludger Tebartz van Elst:

Keine Normvariante, keine Persönlichkeitsstörung und auch keine neuropsychiatrische Krankheit, sondern irgendwo dazwischen.

dass das ja unser individuelles Problem ist und für die anderen alles ganz toll funktioniert, und wir sollen gefälligst unsere Tabletten nehmen und die anderen in Ruhe lassen

Sagen das die Mitmenschen zu dir? Zu mir hat das noch niemand so gesagt. Wie kommst du darauf, dass andere so über dich denken würden?
Aber: Ist es nicht die Wahrheit, dass ADHS ein privates Problem innerhalb einer Person ist? Denke so aufrichtig und ehrlich muss man sein. Das ist doch bei anderen psychischen Krankheiten ganz genauso. ADHS wurde nicht durch deine Umwelt verursacht, sondern durch die Genetik, die dir deine Eltern mitgegeben haben. Welche „Fortpflanzungspartner“ deine Eltern gewählt haben, hat den Rahmen für die Eigenschaften festgelegt, welche du heute hast. Weil das so unglaublich folgenreich ist, ist die Wahl, mit wem man sich fortpflanzt, die wichtigste Entscheidung des Lebens. Noch wichtiger, als mit wem man schläft (Fortpflanzung und Sex müssen ja nicht zwingend zusammenfallen).

Natürlich kann die Umwelt die Situation verschlimmern - ist aber trotzdem nicht die Ursache. Ich denke dennoch, dass man die Rechte und Privilegien, welche die Gesellschaft bei vorhandener ADHS-Diagnose einem zugesteht, durchaus aktiv nutzen bzw. einfordern sollte. Das entspricht meinem Verständnis von Fairness. Andererseits muss man sich aber dann unmissverständlich dazu bekennen, krank zu sein. Das ist der Preis für Privilegien.

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@ Cr1ZAdhs

Krankheit, Persönlichkeitsstörung, Psychisch Auffällig, Behinderung? Ich fühle mich ja nicht krank, behindert oder ähnlich… ich kenne mich ja nicht anders.

Nicht für ungut, aber wenn du mit all diesen Begriffen nichts zu tun haben möchtest: Hast du mal überlegt, deine Diagnose „zurück zu geben“?
Vergiss nicht, ADHS ist ein ganz und gar medizinisches Konzept. Es ist kein kultureller Begriff, wie z.B. „Hippie“, „Yuppie“ oder „Geek“, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Und Medizin befasst sich ausschließlich mit Krankheiten. Mit nichts sonst. Das ist Teil der Definition. Das ist so, wie wenn ich sage: „Ich habe ein schönes rotes Auto - aber es als Fahrzeug ansehen, nein, das möchte ich dann doch nicht.“
Allerdings bedeuten die Begriffe „Behinderung“ oder „Krankheit“ nicht zwingend, dass es nur negative Auswirkungen gibt. Behinderung bzw. Krankheit kann auch positive Folgen produzieren, die neben den negativen bestehen. Denke, das kann durchaus sein. Aber damit die Begriffe „krank“ oder „behindert“ weiter sinnvoll zu benutzen sind, sollten die negativen Auswirkungen überwiegen. Sonst macht es begrifflich keinen Sinn.

ADHS ist somit ein Konzept aus der Wissenschaft, um eine Gruppe von Leute zu bezeichnen. Die entsprechend schwere Symptome haben und deren Leben darum oft ein Scherbenhaufen ist. Und denen man dann helfen kann.

Impulsiv, unaufmerksam und rastlos kannst du auch sein, ohne das ADHS-Label in Anspruch zu nehmen. Viele haben ja die Symptome - aber nur bei einer kleinen Gruppe richten sie wirklich Schaden an. Das macht den Unterschied aus.

Ich stimme dir in allem zu, nur in diesem Punkt nicht.
Den Satz würde ich umkehren in „nur bei einer kleinen Gruppe richten sie keinen Schaden an.“

Ich denke, es gibt nur sehr wenige von uns, bei denen sich die Störung nicht wenigstens in ein oder zwei Lebensbereichen negativ auswirkt.

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Dazu würde ich noch gerne ergänzen: dass man sich nicht anders kennt, verändert an der Definition/Betrachtungsweise diesbezüglich nichts. Ich habe Epidermolysis bullosa (musst du nicht kennen) und kenne mich nicht anders. Im Leben würde ich auf keine andere Bezeichnung als Krankheit/Behinderung dafür kommen.

Was es, so meine ich, eher schwierig macht, es als Störung/Krankheit zu definieren, das ist, dass Symptome von ADHS im Grunde für sich alleine betrachtet, nichts außergewöhnliches sind, es geht um die massive Anhäufung. Jeder vergisst ja mal den Schlüssel, die Tasche, das Leergut, die FFP2 Maske, das Geld usw., wenn er zur Tür rausgeht, problematisch wird es ja eher dann, wenn man eigentlich gar nicht mehr ausser Haus kann ohne etwas zu vergessen und am besten eine Liste an die Tür hängt, was man alles mitnehmen sollte und auch vielleicht kurz an sich runter schauen sollte, ob bei der Morgenroutine der Programmpunkt „Hose anziehen“ auch abgehakt wurde. Das ist ja auch das alltägliche „bullshit bingo“ mit dem man sich abquält, weil dann eben jeder auch mal was vergisst, prokrastriniert, gekränkt ist usw.
Mich selbst in meinen Einschränkungen ernst nehmen ist der erste Schritt in die Richtung irgendwann hoffentlich von anderen darin ernst genommen zu werden.

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Das ist eine großartige Formulierung!

Und genau DAS meine ich, wenn ich sage, dass wir mit der Anerkennung des Stigmas selbst zur Stigmatisierung beitragen, denn das Stigma wird uns dann in der Tat von der Gesellschaft aufgezwungen und es liegt an uns, ob wir es annehmen oder nicht.

Ich habe es für mich nicht angenommen, sondern gehe sehr offen mit meiner Störung um und erfahre zu 90% Verständnis und Unterstützung. Das ist meiner Meinung eine super Quote.

Als ich unseren global Health & Safety Manager und seiner Mitarbeiterin, die mich von England aus steuert, von meiner ADHS berichtete, kam Bewunderung dafür, dass ich so offen damit umgehe und das Angebot, mich zu unterstützen, wenn ich Hilfe benötige und dann war das Thema erledigt.

Ich weiß, dass das nicht überall so läuft, aber es liegt auch an uns, ob wir das als Information kommunizieren oder ein großes Fass aufmachen. Bei großen Fässern reagieren die meisten mit Widerstand.

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Ich stimme dir in allem zu, nur in diesem Punkt nicht. Den Satz würde ich umkehren in „nur bei einer kleinen Gruppe richten sie keinen Schaden an.“

Gut, dass du das erwähnst, das hatte ich tatsächlich etwas missverständlich formuliert. Mit „viele haben Symptome“ meinte ich eigentlich „viele Mitmenschen aus der Bevölkerung“. Und mit der „kleinen Gruppe, bei der es zu Schaden führt“, waren natürlich alle (medizinisch korrekt nach state of the art) diagnostizierten ADHSler gemeint.

Blockzitat Ich denke, es gibt nur sehr wenige von uns, bei denen sich die Störung nicht wenigstens in ein oder zwei Lebensbereichen negativ auswirkt.

Genau, diejenigen auf die das nicht zutrifft, dürften demnach eigentlich nicht diagnostiziert sein. Weil Beeinträchtigung in mindestens zwei Lebensbereichen ja Vorbedingung für jede Diagnose ist.

Meine Diagnose wurde vor kurzem gestellt, was heißt vor kurzem…es ist ein halbes Jahr her…Wartezeit ein knappes Jahr.
Mein Leben lang kenne ich Vermeidungsstrategien, unbewusstes Masking, Stigmatisierung…etc.
Ich habe mich geoutet, weil ich das Versteckspiel nicht mehr leisten kann.
Habe es jahrelang mit Perfektionismus getarnt, natürlich unbewusst.
Befinde mich im 2.Burnout.
Ich plädiere für Ehrlichkeit zu anderen und in erster Linie zu sich selbst.
Ja, wir haben Schwächen, ABER auch ne Menge Stärken!!!

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Genau das ist der springende Punkt.
Mag jeder zu seinem ADXS stehen, wie er will, zumindest wir sollten darauf bestehen, dass unsere Andersartigkeit anerkannt wird!
Nicht als Faulheit, Dummheit, Unzuverlässigkeit.
Ob das nun als abgelatschter Begriff ADXS bezeichnet wird oder sonstwie.
Wir haben diese Einschränkungen.
Punkt.
Andererseits bin ich in meiner Persönlichkeit nicht nur ADXS sondern auch Hypoborea und so Individuell wie jeder.

Und dieses ADXS sollte aus der Schmuddeleck verbannt werden, wie auch Autismus.
Dafür ist Aufklärung notwendig, und da wäre es gut, wenn wir offen damit umgehen.

Vergleiche hinken bekanntermaßen, aber ich bewundere die Schwulen und Lesbenbewegung. Die haben sich getraut, zu dem zu stehen, was sie sind.
Anders.
Klar bekommen sie eine Menge Gegenwind, aber sie haben es geschafft, aus dieser Heimlichtuerei und Maskieren herauszukommen.
Was für ein Leidensdruck sie früher hatten, nicht aufzufallen!

Zähneknirschend müssen jetzt auch die Ultrakonservativen Homophoben anerkennen, dass sie auch ein Teil der Gesellschaft sind, ob sie nun wollen oder nicht.

Ich wünsche mir, dass das bei uns Neurodivergenten auch so etabliert wird, damit uns geholfen werden kann.

Und sich nicht „Behindert“ zu fühlen, so als Grundgefühl, ist normal. Wir kennen uns ja nicht anders.

Hallo @Hypoborea damit hast Du natürlich 100% Recht, natürlich stimme ich da absolut mit Dir überein, dass Menschen mit Adhs und Autismus endlich nicht mehr wie mit einem Stigma behaftet behandelt werden dürfen.

Was mir Kopfzerbrechen macht, ist die Frage, wie man dann zum Beispiel in Zukunft noch einen Anspruch auf Invaliden Rente stellen kann, wenn Adhs und Autismus nicht mehr wie eine Krankheit oder psychische Störung in der Liste der Who klassifiziert wird?, wie kann man dann noch Ansprüche geltend machen?, oder gibt es das dann einfach nicht mehr das man solche Ansprüche stellen darf?.

Das verstehe ich irgendwie nicht, wie kann man das in Zukunft erreichen das man mit Adhs und Autismus Anspruch auf IV Rente bekommt?.

Wie kann dann jemand der sich sehr stark durch Adhs oder Autismus in seinem Leben eingeschränkt fühlt, vor den Behörden überhaupt noch „bewirken“ das er ein „Anrecht“ auf finanzielle Unterstützung erhält?, dass macht mir irgendwie Angst, ob das dann irgendwann garnicht mehr möglich sein wird.

Ich selbst zum Beispiel habe in der Schweiz „nur mit Adhs“ keine Chance IV Rente (Invaliden Rente) beziehen zu können, damit habe ich keine Chance, dass wurde mir von meiner Psychiaterin und meiner Psychologin so gesagt.

Und das obwohl ich mich durch mein Adhs als so eingeschränkt erlebe, dass ich mich jetzt heute mit über 50, nach meinem Burnout, nicht mehr als 100% arbeitsfähig einschätze, ich bringe eine 100%ige Arbeitsleistung einfach nicht mehr, habe die nötige Power nicht mehr.

Aber das nützt mir nichts wenn ich das meiner Psychiaterin oder Psychologin erzähle, die sagen beide das sie da nichts für mich machen können.

Und wie gehen wir dann in Zukunft mit solchen Situationen um?, wie kann man Menschen die eigentlich die Unterstützung durch die IV bräuchten da besser helfen?.

Damit ihr Adhs und Autismus so anerkannt wird damit sie Anspruch auf IV Leistungen erhalten?.

Denn ansonsten bleibt ja am Schluss nur noch die Sozial Hilfe.

Und sehr viele Menschen schämen sich wenn sie Sozialhilfe beziehen müssen, dann wird man erst Recht wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt.

Und das ist einfach ein Dilemma, weil man als Sozialhilfe Bezüger im Prinzip ja dafür bestraft wird wenn man Sozial Hilfe bezieht.

Dabei braucht man ja einfach eine finanzielle Unterstützung bei der man nicht bestraft wird das man sie bezieht, sondern wo es in Ordnung ist und voll akzeptiert, weil man eben nicht vollständig leistungsfähig ist.

Liebe @anon78052902 ,

ich beziehe in D Erwerbsunfähigkeitsrente plus aufstockende Szialhilfe, bald Wohngeld, auf Grund meiner „Diagnosen“ Depression+ Persönlichkeitssörung (Schizoide PS). Also nicht wegen ADXS und Autismus.
Depression, weil ich seit 10 Jahren im Burn-Out bin, psychisch so erschöpft, weil ich immer maskieren musste.
Was ich sagen will, ist, es geht, anerkannt zu werden, nur mit anderer Diagnose, also der Ko-Morbiditäten.
Ich weiss jetzt nicht, ob ADXS in D anerkannt ist.
Irgendwie wirst du ja immer Diskriminiert.

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Danke für Deine Antwort @Hypoborea , also Quasi über Umwege?, dass Problem ist nur das ich in der Schweiz z.B. mit Depressionen genauso wenig Chancen auf IV Rente habe wie mit Adhs.

Wenn ich nicht sozusagen ganz krasse Sachen habe, wie das mir z.B. irgend welche Gliedmassen fehlen oder ich geistig oder körperlich behindert bin, dann sind die Aussichten auf IV Rente in der Schweiz ziemlich Mau, so hatte es mir meine Psychiaterin gesagt, und sie meinte das sie sich damit ziemlich gut auskennt.

Und deshalb bin ich halt irgendwie besorgt, denn sollte es nicht wichtig sein das Adhs’ler und Autisten die sich durch ihr Adhs oder Autismus stark eingeschränkt fühlen, dann auch die Chance haben dadurch ein Anrecht auf den Bezug von IV Rente zu bekommen?, ich glaube das man dadurch sehr vielen Adhs’lern und Autisten helfen könnte die nicht 100% arbeitsfähig sind.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein diagnostizierter Autist keine Rente bekommt.
Stehst du noch in Arbeit oder was?
Bist du diagnostiziert?

Also ich mit Suchtverhangenheit (anerkannt als Chronische Krankheit) und Chronischer Depression bin sozusagen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar.
Meine Rentenbewilligung ging ziemlich glatt über die Bühne, obwohl der Prüfer ziemlich tricky Fangfragen gestellt hat, aber doch eher plump.
Bis 2024 ist die Rente befristet und ich gehe davon aus, dass sie danach unbefristet wird.

Übrigens, ich mag die Schweizer irgendwie, muss am Dialekt liegen.

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Hallo @Hypoborea :grinning:, ich habe nur eine Adhs Diagnose, aber ansonsten keine anderen Diagnosen.

Und ja, also vom Alter her, muss ich noch arbeiten bis ich im Rentenalter bin, heisst dann Anspruch auf meine AHV und mein Pensionskassen Guthaben Anspruch habe.
Ich glaube mit einer Autismus Diagnose die beweist das man dadurch nur eingeschränkt, oder sogar garnicht arbeitsfähig ist, hat man schon die Chance das man IV Rente beziehen darf.
Allerdings geht es, soviel ich weiss, bei der IV Stelle ziemlich lange bis man das ganze Prozedere mit der Antragstellung durch hat.

Und dann habe ich gehört, halt so „hörensagen“, dass wenn man von denen EINMAL abgelehnt wurde, dass man dann kein zweites mal mehr eine Chance hat, wenn man noch mal einen neuen Antrag, zum Beispiel mit einem neuen Arzt stellen möchte.
Naja, jedenfalls habe ich einfach auch keine Kraft mehr dazu, jetzt in meinem Alter von 56 J., und nach meinem Burnout, um so einen womöglich Jahre langen Prozess zu durchlaufen, also muss ich mich halt weiter um irgendwelche Hilfsarbeiter Job’s bewerben und hoffen das ich noch was finde.

Aber Danke für Deine Nachfrage, sehr lieb von Dir.
:heart:

@Hypoborea jedenfalls, mein Schatz war übrigens auch Drogensüchtig, war von Heroin abhängig, zwar nicht an der Nadel, hatte das Zeug geschupft oder geraucht, konnte trotzdem lange seinen Job ausüben, bis er dann mit ca. 50 seinen Job gekündigt bekam, wegen Umstrukturierung, aber wahrscheinlich auch, weil wohl niemand verborgen blieb, dass er ein Drogen Problem hatte.
Obwohl, Nein stimmt nicht was ich erzähle, er war schon vorher in einem Drogen Substitution Programm mit Methadon.
Jedenfalls wurde er dann clean, hat ihn aber trotzdem nicht mehr vor seinem Job Verlust geschützt.
Danach Arbeitslosengeld, dann ausgesteuert, dann blieb nur noch die Sozial Hilfe übrig. :person_shrugging:t3:

Als wir uns kennenlernten, fragte ich ihn, ob er als Ex Junkie nicht berechtigt wäre IV Rente zu beziehen, was er verneinte, sein Arzt hätte gesagt: „No Chance“, und das obwohl er auch unter starken Depressionen leidet und dagegen Medikamente verschrieben bekommt, aber c’est la vie. :person_shrugging:t3:

Die Schweiz ist ein tolles Land, ich liebe die Schweiz, aber wegen der IV Rente sind die Vorschriften echt hart.
Dafür sind andere Sachen wirklich sehr gut, und ich und mein Schatz sind beide keine Leute die an der Schweiz irgendwie herum kritisieren wollen, wir sind trotzdem irgendwie zufriedene Leute und versuchen aus allem gemeinsam das beste zu machen. :person_shrugging:t3:

Jedenfalls stänkern wir nirgends rum, fügen uns ein und versuchen uns gegenseitig so gut wie wir können, irgendwie gegenseitig zu stützen. :couple_with_heart:

Irgendwie haben wir grosses Glück das wir uns in unserem Alter noch gefunden haben, und führen eine wirklich sehr harmonische Beziehung, und das tut uns beiden wirklich gut, insofern, was will man machen?, wird schon alles irgendwie werden. :person_shrugging:t3:

Dafür haben wir das grosse Glück, dass wir dann wenn wir im offiziellen Rentenalter sind, dass Anrecht haben, sogenannte Ergänzungsleistungen zu beantragen, und das ist etwas was uns Hoffnung gibt, Hoffnung darauf, dass dann im Rentenalter alles dadurch vielleicht nicht ganz verloren ist. :person_shrugging:t3:

Was weiss ich?, jedenfalls will ich nicht rum jammern, irgendwie ist es bis jetzt immer weiter gegangen, und in der Schweiz gibt es auch wirklich tolle Menschen die wirklich sehr hilfsbereit sind. :+1:

Also mache ich mir jetzt lieber keine Sorgen mehr, irgendwie wird sich schon alles finden. :person_shrugging:t3:

P.s. ich mag die Deutschen übrigens auch, egal aus welchem Teil von Deutschland sie sind, ich mag aber sowieso liebe Menschen von der ganzen Welt, egal aus welchem Ecken der Welt sie sind. :heart:

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Frag doch ob du eine Umschulung ( wenn es das bei euch gibt ) als Bus oder LKW Fahrer machen kannst . Da hattest du doch voll Bock drauf ???

Liebe @Nelumba_Nucifera ja Bus oder Tram Fahrerin, dass würde ich tatsächlich sehr gerne noch machen. :+1: :heart:

Das Problem dabei ist, dass man dafür eine „Erst Ausbildung“ haben muss.
Und das habe ich ja nicht. :sweat:

Deshalb habe ich da keine Chancen, egal wie gerne ich genauso einen Job tatsächlich sehr gerne machen würde. :+1:

Tja, die Aussichten für mich sind von daher, bescheiden gesagt, einfach real gesagt, ziemlich beschissen. :poop:

Weil, dass Problem halt ist, wenn man es früher nicht „geschafft“ hat eine Erst Ausbildung, also in der Jugend, „durch zu ziehen“, dann wirst Du den Rest Deines Lebens darunter leiden müssen, egal wie ambitioniert Du vielleicht später in Deinem Leben noch bist. :person_shrugging:t3:

Insofern, so gerne wie ich so einen Job jetzt gerne noch machen würde, irgendwie werde ich dafür bestraft, dass es mir früher nicht gelungen ist, eine Ausbildung „durch zu ziehen“. :pensive:

Ich könnte mir sogar vorstellen so einen Job zu machen, um Strafzettel für „Falschparker“ auszustellen, aber selbst sowas kann ich nicht machen, weil ich auch dafür eine Erst Ausbildung benötigte, und ausserdem für einen Job bei der Polizei, schon viel zu alt dafür bin. :disappointed_relieved:

Wie auch immer, „wollen und können“ sind wie immer, wieder mal zwei Paar Schuhe. :person_shrugging:t3:

Aber Danke liebe Nelumba_Nucifera , ich weiss Du meinst es gut und wolltest mir nur Mut machen, dass weiss ich zu schätzen. :heart:

Mache Dir keine Sorgen, ich komme schon zurecht, Du weisst ja, ich bin eine Kämpfernatur. :muscle:

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Jedenfalls will ich jetzt hier auch auf keinen Fall zu viel Platz einnehmen mit meinen eigenen Problemen, dass möchte ich auf keinen Fall, Nein überhaupt nicht, dass liegt mir fern.
Ich möchte das wir hier wieder zum eigentlichen Thema zurück kehren können, wer sich für meine persönlichen Dinge interessiert, der darf jederzeit bei mir in „Erkenntnisse und positive Ausblicke“ mitlesen, wenn er* möchte. :heart::muscle:

Aber mitdenkend zu helfen zu versuchen ist doch was schönes. :innocent:

Aber schade, ist ja wirklich aussichtslos :confused:

Wie hoch ist denn der Personalnotstand in dem ganzen Transportbereich Bereich ?

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