Bin ich die Älteste hier !?

Sehr gerne. Ich stoße dann im Dezember dazu, denn ich bin noch 59.

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Hallo! Also ich bin auch Jahrgang 62 und nehme seit 3 Wochen Medikinet adult. Ich hatte mit meinem Psychiater das Glück, dass er sich mit ADHS auskennt. (Hab lange gesucht) Ich weiß schon sehr lange, dass ich betroffen bin, da ADHS in meiner Familie (meine Kinder, Geschwister, Eltern)häufig ist. Vor 20 Jahren bekam ich schon einmal MPH, allerdings auf Privatrezept. Nach etwa 3 Jahren wollte ich es nicht mehr nehmen, da ich mir meinen Alltag selber gut einrichten konnte und mit meiner Besonderheit nicht unglücklich bin. Mit zunehmendem Alter merke ich, wie anstrengend das ADHS ist, wenn man sehr mit der Symptomkompensation beschäftigt ist und habe auch depressive Erschöpfungszustände entwickelt. So beschloss ich einen Psychiater zu finden, der mich unterstützt. Ich hatte nie eine offizielle Diagnose und wurde daher ausführlich befragt. Ich hatte meine auffälligen Grundschulzeugnisse dabei und die 3 Fragebögen haben den Arzt dann dazu bewogen, mir Medikinet Adult aufzuschreiben. Da ich aber nicht mehr ganz jung bin und sehr viel Sport treibe, muss ich noch zum Kardiologen und regelmäßig Laborwerte (Leber und Niere) kontrollieren lassen. Es geht mir sehr gut mit der Medikation und ich kann meinen beruflichen Alltag besser bewältigen. Es muss ja nicht von Dauer sein aber meine “Depressionen” sind erst mal weg und ich bin viel ruhiger im Alltag.

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Herzlich willkommen, @Kamille ! :adxs_friends:

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Willkommen und herzlichen Glückwunsch, dass es dir besser geht @Kamille

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Hallo, ich habe irgendwann hierher gefunden und habe völlig die Orientierung verloren.

Habe einige Antworten gelesen, aber ich peile nicht, wie ich antworten kann und wie das alles funktioniert.

Bin komplett damit überfordert.

Sorry also an alle, die mit lieb geantwortet haben.

Ich krieg es nicht hin.

Liebe Grüsse

Das macht nichts, ich habe das lange nicht gecheckt und auch jetzt, wo ich es theoretisch weiß bzw vermute, geht das immer wieder durcheinander.

Also meine Vermutung: Es gibt direkt unter jeder Antwort so einen Pfeil zum Antworten direkt auf diesen Beitrag. Oder man markiert ein wenig Text und klickt dann auf “zitieren”.

Und ganz unten in einem Strang gibt es eine Reihe von Buttons, da ist auch dieser Pfeil dabei. Da antwortet man auf den Ausgangskommentar.

Oder so, bin mir nicht sicher…

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Genauso, auf die Rechte bestehen und diese Person Melden, es kann so nicht weitergehen das ist medical gaslighting.

Icv bin 41, spätdiagnostiziert und mit 30mg elvanse gehts mir meist gut (geht los mit wirkunterschieden durch hormonschwankungen).

Meine Mutter hat es weniger gut getroffen. Sie galt seit Anfang der Wechseljahre als manisch depressiv und wurde m.E. Auf den falschen Botenstoff behandelt. Teils schwere psychotische episoden, paranoide schizophrenie, jahrelang immer wieder Rückfälle und Einweisung auf die Geschlossene.

Als Grundschulkind hab ich sie einmal mit aufgeritzten Pulsadern vorgefunden als ich von der Schule heimkam. Wir alle haben darunter gelitten. Mein kindheits-ich kennt meine Mutter nur so. Sediert im Bett, ein paar Tage gut drauf, dann manisch oder zitternd wenn alles zu viel wurde kurz vor dem nächsten Zusammenbruch.

Wären alle psychiater besser aufgeklärt bzgl der weiblichen symptomatik der Adhs könnte so etwas vermeidbar sein!

Meine Mutter ist vor 2 Jahren an einer schweren Demenz im Alter von 82 Jahren verstorben. Sie war in einer guten Pflegeeinrichtung, anfangs als Wohngruppe. Ich erinnere wie sie immer sehr abgelenkt war am gemeinsamen Esstisch und sich nicht auf ihr eigenes essen konzentrieren konnte und oft verschluckt hat als sie noch eigenständig essen konnte. Da wusste ich aber noch nichts über Adhs.

Ich habe mir jetzt Ihre Akte beim behandelnden Psychiater angefordert weil ich einfach mehr verstehen will. Hoffe das klappt.

Wenn ADHS unbehandelt bleibt sind vor allem bei Frauen ab 40 die Risiken für psychische Probleme enorm hoch. Ich will gar nicht wissen wie viele Frauen antidepressiva schlucken ohne richtige Besserung zu spüren obwohl sie eigtl Stimulanzien bräuchten!

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Hallo Nafine,

ohje, das tut mir sehr leid, was Deine Mutter durchmachen musste und Du natürlich auch. Leider gibt es in meiner Familie auch so ähnliche Beispiele und bis heute ist niemand von den noch Lebenden Alten diagnostiziert. Man darf natürlich auch nichts sagen, dann geht sofort der Shitstorm los.

Was mich an Deiner Beschreibung Deiner Mutter hat aufhorchen lassen ist, dass sie sich so oft beim Essen verschluckt hat. Ist das ein Symptom der Demenz oder eher der ADHS, bzw. Unaufmerksamkeit? Als weitere Möglichkeit kommt nämlich Ehlers-Danlos-Syndrom infrage. Ich verschlucke mich auch häufig, wurde sogar schon mittels Heimlich-Manöver in letzter Sekunde gerettet und bin inzwischen echt panisch, was das angeht. Und das ist ein bekanntes Symptom von hypermobilem EDS, welches häufig komorbid zu ADHS auftritt und ebenfalls erblich bedingt ist. Wenn Deine Mutter das auch hatte, dann gibt es nochmal weitere Anhaltspunkte, warum es ihr von der falschen Behandlung so schlecht ging. EDS steht auch damit im Zusammenhang, dass es im Nervensystem eine Hypervigilanz auslöst, die noch relativ gut tolerierbar ist, solange der Progesteronspiegel hoch genug ist. Der gleicht nämlich normalerweise die Angst etwas aus. Progesteron ist dann das erste Hormon, das in der Perimenopause absinkt und meistens erstmal ‘nur’ für Schlafprobleme sorgt. Diese schwächen dann das Nervensystem zusätzlich und gleichzeitig fehlt die angstregulierende Funktion des Progesterons. Und dann kann es leicht zu diesen psychotischen Angst-Zuständen kommen. Zusätzlich sinkt der ohnehin zu niedrige Dopaminspiegel mit dem nachlassenden Östrogen dann noch stärker ab und dann haut es einem auch noch das Kurzzeitgedächtnis weg. Und das wird dann oft als Burnout fehldiagnostiziert und über Jahrzehnte falsch behandelt. Die Angst, die Schmerzen, die Orientierunslosigkeit und das Kurzzeitgedächtnis, alles wie bei starken Depressionen. Die sind ja häufig behandlungsresistent, also brauch man die Diagnose nicht anzweifeln. Sehr praktisch.

Hoffentlich findest Du über die Akte was raus. Es ändert zwar nichts mehr an dem was passiert ist, aber vielleicht lässt sich alles so erklären.

Es muss endlich Schluss damit sein, dass Frauen nicht geglaubt wird und alles mit Hysterie abgetan wird. Unendliches Leid könnte vermieden werden, wenn die heute verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und Informationen endlich von den Ärzten akzeptiert und berücksichtigt würden. Aber nee, die Kassen sparen am falschen Ende. Lieber noch eine Demenz-WG mit Pflegeleistungen, Ärzten und Medikamenten versorgen und weiterhin rumjammern, dass das alles unbezahlbar ist.

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Hallo Ursula,

ich bin neu hier, Jahrgang 1964 und habe mit 60 meine offizielle Diagnose erhalten.

Meine beiden Kinder (34 und 37 Jahre) haben Ihre Diagnose ein Jahr vorher bekommen

Als ich es meinem Hausarzt mit einem Lächeln mitgeteilt habe, hat er mich verwundert gefragt, warum ich mich so freue … Meine Therapeutin, die mich wegen Depressionen behandelt hatte, hat mich ebenfalls angeschaut und mir zu verstehen gegeben, dass ich das nur meine, weil meine Kinder ADHS haben.

Ich hatte anscheinend Glück. Nach längerer Suche habe ich in der MH Hannover eine gute Anlaufstelle und bin gut medikamentös mit ELVANSE eingestellt. Mein Arzt dort ist sehr entspannt und ich kann Fragen stellen und bekomme eine fundierte Antwort, soweit ich das beurteilen kann.

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe für erwachsene ADHSler, die es leider nur weiter entfernt gibt.

Vielleicht versuche ich auch, selber eine Gruppe ins Leben zu rufen, weil ich unbedingt persönlichen Austausch und Verständnis brauche.

Meinen Kindern sind mir zwar auch eine große Hilfe bei Fragen, aber alles möchte man mit seinen Kindern nicht teilen bzw. belasten.

Daher vielen Dank für die Möglichkeit sich hier auszutauschen.

Liebe Grüße

Brigitte

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Hi Brigitte,

willkommen im Forum.

Es gibt hier im Forum eine Onlineselbsthilfegruppe für späterkannte ältere (?) Frauen.

Beste Grüße

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Hallo und willkommen!

Ich weiß nicht woher du kommst aber es gibt es Bielefeld zwei (drei) SHG.

Liebe Grüße und alles Gute

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Moin,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich wohne zwischen Braunschweig und Lüneburg.

Beide Städte haben Selbsthilfegruppen, sind aber jeweils ca.50 Kilometer von mir entfernt.

Fände es gut wenn die Gruppe etwas näher wäre, dann könnte man auch mal spontan unterstützen.

Liebe Grüße Brigitte

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Hallo Brigitte,

na, deine Therapeutin ist ja GANZ clever :smiling_face_with_sunglasses:

Was glaubt sie denn, woher das deine Kinder haben?

Hannover ist dir zu weit, nehme ich an? Da gibt es mehrere Gruppen, allerdings kenne ich die Altersstruktur nicht.

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Moin,

als Selbsthilfegruppe ist es mir etwas zu weit.

Ich würde evtl. selber eine ins Leben rufen, kann aber nicht einschätzen wie groß die Resonanz darauf wäre, bzw. ob überhaupt.

In Hannover stehe ich auf einer Liste zur Gruppentherapie.

Darauf bin ich schon sehr gespannt , da ich so wenig Austausch habe und noch ein paar Baustellen/Fragen habe die ich nicht einordnen kann.

Schön das es hier einen Austausch gibt.

Aber Danke für den Denkanstoß mit Hannover :slight_smile:

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