Bupropion Sofortwirkung?

Nein, es geht einem nicht automatisch mit Elvanse gut, ich hab extrem fiese Zustände von Impulsivität und Unruhe und fühle mich ultra komisch mit Elvanse. Körper fühlt sich furchtbar an, Herz rast, Beklemmungen, Druck auf der Brust, zittern, totale Getriebenheit und Rededrang etc etc.

1 „Gefällt mir“

Ah krass, aber auch so dass du es als Attacken beschreiben würdest? Und hast du nen Weg gefunden damit eher umzugehen?

Nee deswegen bin ich auch vorsichtig bei der Beschreibung somatisch - es ist ja einfach erstmal was körperliches auf das man bewusst keinen Einfluss hat. Mein Arzt hat es wohl am ehesten der Kategorie Depressionen zugeordnet und daher die (trotzdem bissi fragwürdige) Wahl von Bupropion.

Haha ja, frag mich zwischendurch auch wie kompliziert man es eigentlich machen kann :shaking_face:

1 „Gefällt mir“

Oh no, ja das klingt echt sau unangenehm - hoffe das war kein Dauerzustand für dich :worried:

Ich hab Stimulanzien leider aufgeben müssen, nicht auszuhalten.

Jetzt plage ich mich halt weiterhin mit meinen Problemen rum und kriege wenig auf die Reihe.

Und die Hoffnung auf Besserung ist erstmal dahin.

Das ist bitter!
Schon Atomoxetin probiert?

Hallöchen,

Ich bin neu hier. Seit 2 Wochen nehme ich jetzt Bupropion. Es ist mein erstes Medikament.
Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass es abends nachlässt und die ADHS Symptome dann bis zur nächsten Einnahme wieder da sind.
Wie sind da eure Erfahrungen? Entwickelt sich aufgrund des Spiegels eine permanente Wirkung, oder kann man von Bupropion am Abend auch einen Rebound bekommen?

1 „Gefällt mir“

Hallo Nyctophilia,
ich habe das Bupropion auch 5 Monate lang genommen, als Kompromiss vor der Diagnose. Es hat auch bereits bei150 mg von Tag 1 an für mich super gewirkt. Konzentration weiss ich noch nicht mal, aber Antrieb, Denkgeschwindigkeit waren viieeel besser und vor allem die innere Anspannung war vollkommen weg. Und damit meine sozialen Fähigkeiten 200 % besser.
An den ersten Tagen kann ich mich auch erinnern, dass die Wirkungabends etwas nachgelassen hat, aber mit der Zeit hat sich ein Spiegel gebildet, so dass mir das nicht mehr so aufgefallen ist.
Einen wirklichen Rebound hatte ich damit jedenfalls nie.
Diese Spiegelbildung ist ja bei Antidepresssiva erwünscht, bei ADHS führt eine Dauerstimulation der Noradrenalin-/Dopamin-Rezeptoren wohl zu einer Down- oder Upregulation der Rezeptoren, so dass die Wirkung nach einiger Zeit nachlässt. Das war bei mir nach ca. 2,5 Wochen der Fall, alleine der Antrieb und eine gewisse emotionale Stabilität haben länger angehalten.
Nach 4 Wochen habe ich die Dosis auf 300 mg gesteigert, und das Spielchen hat sich 1:1 wiederholt, nach ca 3 bis max. 4 Wochen wieder deutlicher Wirkungsverlust :sleepy_face:
Bei ADHS werden in den USA wohl deutlich höhere Dosen gegeben, das ist aber in D nicht zugelassen (eh keine ADHS-Zulassung, aber als AD bis 300 mg zugelassen) und das Rsiiko für Krampfanfälle steigt an.
Vielleicht würde dann irgendwann eine Dauerwirkung eintreten…
Letztendlich habe ich es nach 5 Monaten aus verschiedenen Gründen abgesetzt. Mittlerweile nach erfolgter Diagnose bin ich bei Stimulantien gelandet. MPH ist von der Wirkung her vergleichbar (bei mir zumindest), aber wirkt halt abends gar nicht mehr.
Daher trauere ich dem Bupropion immer noch etwas hinterher und überlege gerade, es demnächst für 2 Wochen im Urlaub mal wieder zu nehmen,um die BTM-Probleme bei Auslandsreisen zu umgehen.

Ich wünsche dir, dass die Wirkung bei dir etwas länger anhält. Viele liebe Grüße :slightly_smiling_face:

1 „Gefällt mir“

Hey Nicky,

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Dann weiß ich ja nun, was noch vor mir liegen könnte.

Bisher bin ich relativ zufrieden.. Es gibt mir Antrieb, weniger Gedankenchaos und ich bin auf emotionaler Ebene weniger empfindlich bzw steigere mich weniger in Dinge rein. Und generell ist meine Stimmung weniger negativ. Ich kann auch konzentrier Arbeiten. Und vor allen bin ich auf einmal pünktlich, was ich sonst nie war.

Verpeilt und zerstreut bin ich noch immer, aber das finde ich gerade absolut ok, eben weil die anderen Dinge sich so gebessert haben.

Die Wahl fiel auf Bupropion, weil ich noch abchecken lassen soll, ob mit meinem Herzen alles ok ist (da bin ich familiär vorbelastet). Praktisch ist es aktuell auch, da ich auch Depressionen habe. Wenn da alles ok sein sollte,
darf ich auch Medikamente wie MPH nehmen.
Mein nächster Termin ist aber erst im September. Daher habe ich nun noch etwas Zeit, die Wirkung zu beobachten.

Ich habe etwas Sorge, dass MPH sich weniger positiv auf meine Emotionen auswirken könnte. Aber das bleibt dann zu testen (oder vielleicht bleibe ich ja beim Bupropion).

Wie sich ein Rebound anfühlt, weiß ich also noch gar nicht; habe mir das aber in etwa so vorgestellt. :smiley:

Ohja, dass mit dem BTM im Rahmen von Urlaub stelle ich mir auch nervig vor.
Vielleicht hilft da ja wirklich die kurze Umstellung.

Ich wünsch dir jedenfalls einen schönen Urlaub und danke für deine Erfahrungen und den Zuspruch. :slight_smile:

Viele Grüße!!

1 „Gefällt mir“

Ich glaube, dass Bupropion zwei verschiedene Wirkungen hat. Die Unmittelbare Wirkung ist eine Erhöhung des Noradrenalin- und Dopamin-Spiegels in bestimmten Bereichen des Gehirns. Da gibt es dann unter Umständen auch Rebounds.

Die zweite ist der Aufbau eines Spiegels in anderen Bereichen des Gehirns, die dann zur antidepressiven Wirkung führt.

Bupropion ist nachweislich ein gutes Antidepressivum. Aber generell wirken Antidepressiva nicht über Noradrenalin oder Dopamin.
Man weiß eigentlich gar nicht so genau warum Antidepressiva wirken. Man kennt ja noch nicht mal alle Neurotransmitter.

Wie auch immer, es wurde hier schon mehrfach gesagt, auf Dauer funktioniert Bupropion nicht gut gegen ADHS.
Bei mir ließ die Wirkung mit der Zeit nach und ich bekam Schlafprobleme. Als sich dann der Spiegel aufbaute so nach sechs Wochen bekam ich Depersonalisierungssymptome, die ich äußerst unangenehm empfand.

Wenn du keine Depression hast und ein Antidepressivum nimmst dann ist das glaube ich nicht gut. Setze es einfach ab sobald du die Wirkung nicht mehr gut findest.

Zeitlich keine Zustandsänderung festgestellt nach Ersteinnahme, habe dann mehr Elvanse verlangt, war auch nicht so toll.

Vielen Dank für deine Erfahrungswerte.
Zu Beginn der Einnahme war ich sehr zufrieden (weniger Overthinking und etwas gedämpftere Gefühle, sowie Antrieb).
Irgendwie habe ich im Laufe der Zeit das Gefühl dass dieser Effekt nachgelassen hat (ggf auch zyklusbedingt).
Ich habe aber bereits nach 2 Wochen aufdosiert (in Absprache) und das habe ich glaube ich nicht so gut vertragen (körperliche Symptome).
Daher nehme ich nun wieder weniger.
Ich hatte in letzter Zeit sehr viel Stress und konnte mich daher wenig damit beschäftigen.
Aber ich habe noch ein paar Wochen bis zu meinem nächsten Termin.
Da ich auch Depressionen habe, ist es wahrscheinlich nicht ganz so falsch, es zu nehmen. Auch habe ich gelesen dass die antidepressive Wirkung erst nach 12 Wochen vollkommen da sein soll (bin gerade bei Woche 7). Von daher werde ich es denk ich noch mindestens 5 bis 6 Wochen weiter probieren. Natürlich nur, sofern ich keine weiteren Nebenwirkungen habe. Depersonalisierungssymptome stelle ich mir sehr unangenehm vor und dann würde ich es auch einstellen.
Was nimmst du mittlerweile?

Ist das so, dass man nicht alle Neurotransmitter kennt? Steht das auch irgendwo, ich hab das noch nie gehört.

Na ja, Bupropion ist ein atypisches Antidepressivum, weil es kein Serotonin beeinflusst und es wirkt nur bei Antriebsproblemen und Problemen mit Dopamin- und Noradrenalin Mangel. Es wird ja auch eher seltener gegeben.

Meine Frau hat klassischere Depressionen und wurde mit Bupropion total hypersensibel und schlecht gelaunt. Sie weinte nur noch und kam überhaupt nicht mehr zum Entspannen.

Soweit ich weiß, gibt man Bupropion eben nur selten und hauptsächlich bei Antriebsproblemen auch oft zusätzlich zu SSRIs. Meine Frau nimmt es mittlerweile zusammen mit Escitalopram, das funktioniert gut und gibt etwas Motivation; ohne Escitalopram macht es die Depressionen viel schlimmer.

Klassisch ist bei Depressionen eben doch Serotoninmangel beteiligt.

Ne, ich hab’s ja auch genommen. ADs sind halt etwas schwierig zu testen wegen der langen Spiegelbildung aber generell finde ich dass man Medikamente einfach testen sollte. Wenn sie negative Wirkungen haben dann setzt man sie halt ab. Da sollte man nicht so viel Angst davor haben. Es wurde herausgefunden dass die meisten Absatzprobleme Placebo sind.

Wie lange das dauert bis der Spiegel voll da ist ist Recht variabel, kann aber schon sein, dass das so lange dauert. Die Spiegelwirkung sollte man aber trotzdem schon nach 6-8 Wochen merken.

Ich nehme Elvanse. Ich habe das Bupropion nur genommen weil mein damaliger Psychiater darauf beharrt hat, dass ich depressiv sein. Mir war damals schon klar, dass meine depressiven Symptome “nur” die Auswirkungen meiner unbehandelten ADHS sind und dachte mir, besser das als nichts.

Mit Elvanse war sämtliche Depression sofort weg. Was auch geholfen hat war, den (für mich) toxischen Psychiater zu wechseln.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass Du auch auf irgendeine Weise Auftrieb kriegst.

2 „Gefällt mir“

Ja schon, aber ich kann dir nicht sagen wo. Hab nur kurz im Chat-GPT gecheckt ob ich Bockmist verzapft habe aber es ist wirklich so, dass man nicht alle kennt.

Insgesamt weiß man noch recht wenig über das alles. Man weiß auch wirklich nicht ob Serotonin selbst der Schlüssel ist, es wird eigentlich eher vermutet, dass es die Erhöhung der Neuroplastizität ist, die gegen Depression hilft. Es wird auch nie nur Serotonin erhöht, das wirkt alles durcheinander und zusammen mit den Transmittern. Es wird auch vermutet, dass Serotonin bei ADHS gestört ist.

Nicht ganz richtig, es wirkt auch auf andere Neurotransmitter, zum Beispiel auf das Nikotinsystem. Deswegen wirkt es auch fördernd wenn man mit Rauchen aufhören will.

Und auch wenn es Dopamin und Noradrenalin erhöht muss man fragen wo genau, denn es gibt viele Stellen im Gehirn und Körper wo das passiert oder auch nicht. Da unterscheiden sich z.b auch Methylphenidat und Amphetamin und bei Amphetamin in es die L- oder R-Form ist.

Alles sehr komplex und schlecht erforscht. Es ist eigentlich bei ADs immer ein Try&Error.

Das liegt aber nicht an seiner Wirksamkeit sondern an dem Vorurteil, es würde Krämpfe auslösen. Tut es aber auch nicht deutlich mehr als andere ADs. Das Gerücht stammt aus einer Zeit als man Bupropion unretardiert in hohen Dosen verabreicht hat.

Es ist insgesamt sogar besser Wirksam gegen Depression als die meisten anderen ADs

Das tut mir Leid. Es ist aber kein Indiz für schlechte Wirksamkeit oder ob Serotonin bei Depressionen beteiligt ist oder nicht sondern unterstreicht einfach nur dass die Wahl des richtigen ADs Glückssache ist.

Ich hoffe sie findet bald ein besseres Medikament

Mmm ja. Das stimmt auch wieder, dass das alles komplex zusammen spielt und weitere Effekte auslöst usw.

Trotzdem kann ich schon sehr klassische Wirkungen und Nebenwirkungen bei den Medikamenten beobachten. Medis, die Serotonin beeinflussen haben gewisse typische serotonin Wirkungen, Noradrenalin Medis ebenfalls, Dopamin auch usw.

Viele Medikamente wie auch 5 der SSRIs wirken ja auf mehrere Botenstoffe gleichzeitig, auch das konnte ich relativ klassisch beobachten. Die Nebenwirkungen entsprachen einigermaßen den beeinflussten Botenstoffen.

Dennoch ist das ganze sicherlich komplex und nicht jeder reagiert auf die Botenstoffe gleich usw.

Danke erneut für deine Ausführungen.

Genau, testen kann man ja erstmal und wenn es nichts bringt oder nur Nebenwirkungen da sind, dann kann man es ja lassen. Positive Effekte hatte ich ja definitiv (vor allem zu Beginn). Auch heute fühle ich mich vor allem psychisch viel besser als die letzten Wochen. Das spräche tatsächlich wieder für eine schwankende Wirkung aufgrund des Zyklus.

Kannst du deine Theorie, dass bei dir die Depressionen von der unbehandelten Adhs kamen an etwas festmachen? (Natürlich nur, wenn das nicht zu privat ist; oder für dich ok ist, das zu benennen).

Mir fällt es ja gerade sehr schwer, die Symptome zu differenzieren bzw zuzuordnen, wodurch sie hervorgerufen werden. Es beruhigt mich aber dennoch schonmal sehr zu wissen, dass dir das Elvanse auch bei den depressiven Symptomen geholfen hat (da hatte ich Sorge, dass sich genau daran dann nicht genug ändert).

Aber wahrscheinlich komm ich da auch nicht drum herum, das einfach mal auszuprobieren, falls möglich. Vermutlich hast du dann aber erstmal MPH bekommen, oder?

Danke für die lieben Wünsche. :blush:

Naja, ich habe bewusst geschrieben “depressive Symptomatik” da ich eigentlich nicht die Definition einer Depression wirklich erfüllt habe. Ich fühlte mich nie hoffnungslos und auch selten traurig. Ich war einfach erschöpft und antriebslos. Überfordert, schlecht konzentriert und launisch. Es war eine sehr schwierige Phase weil es in der Arbeit schlecht lief und mein Kind Probleme bekam (durch ADHS).

Ich hatte außerdem ein paar doofe körperliche Probleme entwickelt und habe recht viel Cannabis konsumiert. Schlafen war auch schwierig.

Mein Psychiater damals nahm mich nicht wirklich ernst mit meinem ADHS-Verdacht und hat mir eine Suchtkrankheit und mittelschwere Depression diagnostiziert. Obwohl beides bei ADHS sehr häufig vorkommt.

Jedenfalls waren mir die Gründe für meine schlechte Stimmung immer ziemlich klar und viele davon ließen sich auf ADHS zurück führen.

Ich kann da leider ansonsten nichts genaueres sagen.

Und auch wenn Lysdexamphetamin durchaus eine antidepressive Wirkung hat glaube ich trotzdem dass für mich alleine die Minderung meiner ADHS Symptome genügt hat, aus dem Loch zu kommen.

Es ist bei weitem noch nicht alles gut bei mir aber ich fühle mich in der Lage, meine Probleme viel besser angehen zu können. In der Wirkzeit fühle ich mich auch tatsächlich sehr wohl in meiner Haut und merke fast nichts von meinem ADHS.

Elvanse ist tatsächlich auch ein Antidepressivum, das aber erst verschrieben wird wenn du schon echt viel ausprobiert hast. Es ist auch zugelassen bei ADHS mit komorbider Depression. Wenn man die Diagnose bekommt lohnt es sich also vielleicht tatsächlich, eine bestehende Medikation einzustellen und zu testen ob Elvanse alleine nicht vielleicht genügt.

Ja, hat aber nicht gut geklappt. Mit MPH habe ich erst erfahren, wie sich Depression wohl wirklich anfühlt. Darauf habe ich nicht gut reagiert.

MPH hat im Gegensatz zu LDX keine antidepressive Wirkung. Wenn du Depression hast dann sollte der Psychiater eigentlich zuerst mit LDX eindosieren.

Leider haben die oft nicht viel Ahnung und sind nicht Up to Date. Es bestehen auch viele Vorbehalte gegenüber LDX trotz eindeutiger Studienlage.

2 „Gefällt mir“

Danke für die Ausführung deiner Symptome. Das klingt ja wirklich eher nach einer ADHS Symptomatik.
Es ist echt richtig ätzend dass dich dein Psychiater mit deinem Verdacht dahingehend nicht ernst genommen hat.

Aber es freut mich, zu hören dass es dir mit der Medikation jetzt gut geht.

Eine Linderung meiner Symptome habe ich zwar wohl festgestellt, aber diese ist bisher nicht immer da. Aber das bleibt weiter zu testen. Es ist auch schonmal gut zu wissen, dass Elvanse auch antidepressiv wirkt. Vielleicht wäre das tatsächlich ein Argument, um dies bei einem Wechsel noch vor MPH zu bekommen.

Danke für dein Mitgefühl, ja war schwierig für mich. Durch das BTM bestehen leider viele Vorbehalte selbst bei Spezialisten. Bin da bei weitem nicht der Einzige, der diese Probleme hatte.

Eine Depression kriegt man sehr leicht diagnostiziert, mit all den krassen Psychopharmaka, die massiv in die Hornchemie eingreifen, aber bei den viel harmloseren Stimulanzien wird ein riesen Tamtam veranstaltet.

Wenn man dann noch den Verdacht auf irgendwelche Suchttendenzen aufkommen lässt, wird’s schwierig. Obwohl eigentlich fast alle ADHSler da gefährdet sind.

Hab’s nur erzählt um den ADHS-Verdacht zu bekräftigen aber das ging nach hinten los.

Naja, so ist es halt.

Das freut mich für dich. Besser ein bisschen Besserung als keine.

Die ADHS Diagnose hast Du? Oder wartest du da gerade drauf?

Wenn Du Bupropion wegen dem Herzen verträgst dann sollten Stimulanzien eigentlich kein Problem sein. Kommt aber natürlich immer auf das Individuum an. Bei mir wirkte sich Bupropion jedenfalls mehr auf den Sympathikus aus als LDX.

Auf jeden Fall, es entspricht den medizinischen Leitlinien. Wie gesagt, da besteht leider bei vielen Ärzten ein gefährliches Halbwissen gemischt mit ideologischen Anwandlungen.

MPH ist eigentlich nicht angezeigt wenn man komorbide Depression hat.

Viele Ärzte bestehen auch darauf, zuerst die Depression zu behandeln, was bei vielen ADHSlern leider nicht funktioniert wenn die Depression von dem ADHS gefüttert wird.

Also melde dich hier im Zweifel nochmal falls du das Gefühl hast dass Dein behandelnder Arzt nicht so ganz auf dem Stand der Wissenschaft arbeitet.

2 „Gefällt mir“

Ist das wirklich so?

Ich hatte viel krassere Nebenwirkungen mit Stimulanzien als mit Antidepressiva.

Fast durchgedreht, Herzrasen, völlig überdreht, kein klares Denken, sehr impulsiv, maximale Unruhe, fürchterliches Körpergefühl usw. Aggressiv, Anti-sozial etc pp.

So harmlos finde ich die gar nicht.

Und natürlich greifen die genauso in die Hirnchemie ein. Dopamin ist sogar noch krasser als ein Eingriff in Serotonin