Ich möchte eine Frage in die Runde schreiben, denn vielleicht finde ich hier eine Antwort und Hilfe…
Ich habe seit bald 30Jahren chronische Rückenschmerzen ohne fixe Diagnose. Die Schmerzen sind einseitig rechts beginnend im unteren Rücken über Po aussenseite und mittig über Oberschenkel hinunter zu den Knöchel und Fuss ausstrahlend (Ischiasnerv) vielleicht wie eine Spinalkanalstenose. Ich kann nur noch kurze Strecken gehen (10min) dannach sind die Schmerzen so heftig!!
Ich bin vor einem Jahr Adhs Spätdiagnostiziert mit 58Jahren, nun sagt meine Hausärztin, dass diese langjährigen Schmerzen von der hohen jahrelangen Muskelspannung kommen.
Ich habe daraufhin mit Medikinet retard und Tabl. angefangen in der Hoffnung die Schmerzen werden weniger oder verschwinden! Leider Fehlanzeige, ich hatte ausser starken Nebenwirkungen keine positive Wirkung.
Nun meine Frage hier, hat jemand ähnliche Probleme mit chronischen Schmerzen und adhs und hat jemand mit Medikamenten gute Erfahrungen gemacht? Ich bin für jedes Feedback einfach nur dankbar, denn ich habe keine Kraft mehr, auf meinem langen Leidensweg habe ich etliche Therapien gemacht, Antidepressiva ausprobiert, Infiltrationen, Schmerztherapien, Psychotherapien und und und! Aber nie hat etwas kurz od langfristig geholfen.
Ich kann so nicht mehr……
Danke euch für all eure Nachrichten, alles Gute …..
Vielleicht hat die Aussage der Ärztin falsche Hoffnungen gemacht
ADHS-Stimulanzien sind ja nicht als Schmerzmittel entwickelt worden und natürlich auch nicht zur Schmerztherapie gedacht.
Ihr primäres Ziel ist die Behandlung von ADHS-Kernsymptomen (Aufmerksamkeit, Impulsivität, Antrieb, Exekutivfunktionen).
Wenn Schmerzen wie beschrieben eher einseitig ausstrahlend sind, ist das möglicherweise eher mechanisch/neuropathisch getrieben.
Stimulanzien beheben beispielsweise aber keine Nervenwurzelkompression, keine Engstelle oder sonstige strukturelle Ursache.
Wenn überhaupt, dann gibt es höchstens indirekte Effekte bei manchen Betroffenen durch:
bessere Selbstregulation
konsequentere Bewegung/Physio
weniger Stress-/Anspannungsdynamik
Stimulanzien selbst können zudem Nebenwirkungen auslösen, die Schmerzen eher verstärken (z. B. innere Unruhe, Anspannung, erhöhter Muskeltonus → Verspannungen).
Wenn starke Nebenwirkungen auftreten und kein Nutzen, passt das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht.
ADHS-Stimulanzien sind also kein sinnvoller Schmerztherapie-Ansatz. Sinnvoller ist eine gezielte Abklärung der Ursache (neuropathisch/mechanisch vs. andere Anteile) und dann eine passende, spezifische Behandlung.
Oben unter deinem ersten Beitrag hat das System automatisch ein paar möglicherweise hilfreiche Links zu bestimmten Kapiteln auf adxs.org generiert.
Vielleicht wirst du da fündig. Aber da es einseitige Beschwerden sind und du schon so lange damit zu kämpfen hast, könnte es auch andere Ursachen haben.
Ich frage mich allerdings, wie es ohne vernünftige Untersuchungen zu etlichen Therapien kam. Hätte erwartet, dass nach nicht erfolgreich anschlagenden Therapien entsprechend weiter nach der Ursache gesucht würde
kannst trotzdem eine ungeleichgewichtige muskeltonusspannung haben die das auslöst hatte deine Ärztin auch gehofft was ja nur bedeutet das die nichtzuöösende Ursache zumindest die Beschwerden zusätzlich zu triggern scheint. Vielleicht liegts im Schlaf oder einen Elektrolymangel
Warst Du bei einer guten und multimodulen Schmerztherapie? Ich kann die Klinik in Feldafing empfehlen.
Wenn Du hypermobil bist, dann sind vielleicht Übungen für Kraft und Balance gut. Also keine Dehnungen und Ähnliches, sondern Übungen, bei denen Du keine Schmerzen hast.
Und ganz allgemein- egal, was für eine Diagnose: Diese Schmerzen hast Du schon lange.
Das Dauert leider auch länger, bis sie wieder besser werden.
Danke für dein Imput, ja das habe ich gesehen und durch geackert, habe auch dies und das meiner HA gezeigt, aber die Reaktion war sehr verhalten sie ist sich ganz sicher, dass alles mit Adhs zusammenspielt und hat mich an ein Coaching und Neurofeedback verwiesen, aber die Wartezeiten sind lange….
Es gab da schon einmal ein MRT mehrere male sogar, aber ausser leichter Arthrose und leichter Spinalkanalstenose (was wir fast alle irgendwann ab spätestens 50 mal haben) ich hatte die Schmerzen aber schon mit 30. Kein Medi keine Infiltration, keine Psychotherapie hat jemals Besserung gezeigt!
Wer weiss bielleicht liegt die Ursache ja ganz wo anders, das Zusammenspiel unserer Körper ist so komplex….
Ich bin aus der Schweiz und nein ich fand diese 3 Schmerzkliniken in denen ich war alle samt nicht optimal, sie spritzen in erster Linie einfach Infiltrationen und wenn sie nicht mehr weiter kommen musst du zum Internen Psychiater und da gibts Antidepressiva!
Ich mache jeden Tag sanfte Kraftübungen auch für mein überlastetes Nervensystem.
Ja das ist natürlich schon so, das es lange geht wenn man schon so lange Schmerzen hat, aber ich habe auch schon vor 20 Jahren damit angefangen die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Ich habe die Schmerzen auch versucht anzunehmen, aber das geht kaum, denn es ist einfach ganz natürlich, dass man so üble Schmerzen einfach nur loswerden möchte und somit ist annehmen zu schwierig, aber kämpfen nützt auch nichts.
Ja ich denke auch das es sicher mit meinem Muskeltonus zu tun hat, ich merke ja das ich in einem Daueranspannungszustand bin, aber ich kann es mit nichts lösen auch medikamentös geht da nichts!
Hochdosiertes Magnesium half od hilft auch nicht und auch keine Muskelrelaxien…
Das mit dem Schlaf ist bestimmt so, ich bin auch dort angespannt! Auch habe ich das in
diesem Betrag gelesen,
das es etwas mit dem Schlaf zu tun haben könnte.
Ja das die Schmerzen immer aufs neue getriggert werden ist klar, denn ich kann noch soviel Nervensystemregulation ausüben, das nutzt nichts, denn sobald im Körper schmerz ist, bedeutet das für mein Nervensystem; ALARM und es verkrampft alle Muskeln und der Schmerz bleibt…. Ein Teufelskreis den es gilt zu unterbrechen, nur Wie???
Ich hatte am Ende meiner 3 Mt Mediodysee mit Medikinet 15-15-10-0 und meine Ärztin war der Meinung ich hätte genug rumprobiert ich solle abbrechen, ich hätte dann Elvanse austesten können, das wollte ich aber dann nicht mehr, da dieses Medi ja eh nur bis 55Jahre empfohlen wird, ich bin aber 59
Mit meinem adhs lebe ich jetzt schon so viele Jahre, wegen den Schmerzen kann ich nicht mehr arbeiten, heisdt ich muss mich auch micht konzentrieren, einzig was als adhs Symptom stresst ist mein RSD und eben meine chr. Schmerzen, daher habe ich mich auch nicht weiter ins Zeug gehängt um weitere adhs-Medis auszuprobieren…. Ich hatte mehr Schaden als Nutzen…. Aber ja vielleicht bin ich auch falsch betreut, meine HW behandelt nur Kinder im Normalfall, mit Erw AdhslerInnen hat sie keine Erfahrung.
ich würde sagen, du hättest weiter hochdosieren sollen, bis du eine zufriedenstellende Wirkung für die ADHS-Symptome feststellst. Die entlastende Wirkung für die Schmerzen wäre (im Idealfall) ein schöner Bonus gewesen.
Aber ob es zu diesem Bonus kommt, weißt du ja gar nicht, wenn du bei 15 mg Einzeldosis aufhörst! Da frage ich mich schon, was für die Ärztin genug rumprobiert heißt?
Denn 3 Monate sind natürlich eigentlich genug Zeit, um zu sehen ob Medikinet Adult etwas für einen ist oder nicht. Aber warum wurde die Dosis dann nicht mehr gesteigert? Wenigstens bis 30 mg?
Und was Elvanse betrifft, das mit den 55 Jahren hast du möglicherweise falsch verstanden? Man hat Elvanse in Studien mit Teilnehmer/innen bis 55 getestet. Das heißt aber nicht, dass Über-55-jährige es nicht nehmen sollten!
Für eine solche Beschränkung spricht nichts. Vielleicht weil bestimmte Herzprobleme im Alter häufiger werden, aber das ist nur ein statistischer Wert, der nichts über den Einzelfall aussagt. Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, dass auch ein Über-80-jähriger erfolgreich neu auf Elvanse eingestellt wurde.
ich kann dir sagen hatte das mit der HWS lange wirklich lange. Das hatte ich mir in 2020 mit Corona ab März im Homeoffice mit nur Videoconverenzen eingefangen schlechte Haltung und eine ganz falsche Bewegung im Bett mit steifgelegenem Hals gehabt. Ewig Physio dazu Muskelrelaxanzien gegen Spastiken und 3 Jahren Behandlung und 1 Jahr neue Therapie beim Physio nur durch durchbrwegen kleinster Wirbelsäulengelenke ohne Massagen dann endlich losbekommen und jetzt 1,5 Jahre recht frei war aber extrem hartnäckig
ggf könnte ein Gesäßmiskel auch ein Problem bei Rücken und Ichias sein kam mal in Visite beim NDR
dort wurde auf sowas hingewiesen nachdem viele Menschen die nach mehreren Wirbelsäulen OPs ohne Verbesserung dann einen Gesäßmuskel als Ursache für diese starken Schmerzen und Beschwerden zeigten und mit Dehnung des Muskel die Beschwerden verschwanden