Eine Bekannte, die Therapien durch hat und der ich von dem ADHS erzählte und was ich da so alles lese, sagte mir gleich, ich müsste damit beim Therapeuten aufpassen. Die würden das nicht immer mögen, wenn jemand denkt, er wüsste viel und vielleicht besser.
Aber ich finde es wichtig, sich damit gut auseinanderzusetzen. Kommt ja schließlich auch darauf an, wie man es dem „Spezialisten“ rüberbringt. Also mein Hausarzt und damaliger Psychotherapeut (vor ADHS, er ist nicht darauf spezialisiert) hat damit überhaupt kein Problem. Im Gegenteil.
Und was man hier manchmal so über Erfahrungen mit Psychiatern und Therapeuten liest, puh… dann um so wichtiger
Ich mach das leider nicht nur beim Psychiater. Sondern bei allen Ärzten… und auch mit der Pflege. Ich weiss dass das ganz ganz viele nicht abkönnen. Es sind mir auch schon Ärzte wutentbrannt davon gelaufen.
Aber bei mir wurde soo vieles verbockt, und gaslighting überall, ich hab null Toleranz mehr.
An meinem Körper wurde so viel kaputt gemacht, durch Fehler bei operationen, durch nicht glauben.
Dazu muss man auch sagen, das ich erst jetzt lerne z.B. Schmerzen in Worte fassen zu können. Skala von 0-10… was heisst das?
Wie geht es mir, was muss ich sagen damit hingesehen wird.
Ich übe vorher. Ich schaue was mein Gesicht dabei macht. Welchen Ausdruck es hat.
Ich lächle eben immer. Meine Therapeutin hat mir das gespiegelt. Ich würde ihr die krassesten Dinge erzählen, brutales was mir passiert ist und dabei lächeln, abwinken und sowas alles.
Ich dachte schwarzer Humor sei das.
Sie beachte mir bei, dass mich Leite so nicht ernst nehmen, weil das gesagte nicht mit dem zusammen stimmt was ich zeige.
Also muss ich jetzt lernen. Ich kann das noch nicht so gut. Wann lächeln, wann reden, wann ein ernstes Gesicht machen, wann ist etwas ein Witz oder ernst gemeint…
Daher frage und frage ich, erkläre was ich wissen will… wie: was ist das für ein Wirkstoff, wo wirkt der, welche rezeptoren, stoffwechsel bla bla. Dass irritiert die meisten Ärzt enorm.
Die Reaktion hab ich jetzt auf einen Infodump auch noch nie bekommen. Mein Herz wird warm.
Danke für dein Verständnis…
Kennt denn hier jemand auch dieses „lächeln“, nicht verstehen der Umwelt/Witze/soziale situation?
Ist das schlicht masking?
Seit ich daran arbeite das nicht mehr zu tun, das lächeln und people pleasing, entstehen Konflikte. Logisch.
Aber ist für mich sehr schwer, dann meine Emotionen nicht total durchgehen zu lassen und mich in was reinzusteigern.
Ist das eine akzentuirung richtung borderline? Oder einfach halt auch adhs?
Ja, leider. Ich verstehe vieles nicht, kognitiv schon, aber im Kontext eines Witzes, einer Situation oft nicht. Dann lächle ich und hoffe keiner merkt es. Klappt oft, aber nicht immer.
Ich denke dann immer ich bin einfach zu blöd es zu verstehen
Meist hab ich nicht aufgepassst, bin anderen Reizen gefolgt und - zack! - Anschluss verpasst . Ich erschrecke mich gerade wie oft ich denke, dass ich nur zu blöd bin
Muss ich mal drauf achten. Danke für den Impuls @LaBatti
Passiert, aber mit Medikament stört es mich nur kurz, statt (früher) stundenlang
Bei meiner Arbeit bin ich scharfsinnig, aber Kopf ist voll. Wenn dann jemand aus dem Team was will, oder wir eine Besprechung haben und ich rausgerissen werde, ist der Kopf noch voll mit anderem Kram. Wat wecken die mich auch aus dem Hyperfokus
Oder letztens im Wald. Manchmal kommt da so ne Grütze aus dem Schädel
Zwei Damen mit Hunden kommen mir entgegen und der Weg war schmal und matschig. Die mit normalen Schuhen, ich mit Wanderdingern. Hab ich halt an der Seite gewartet. Die bedanken sich und ich antworte „Kinder und Hunde haben immer Vorrang“
Hätte Kinder vielleicht gegen Frauen austauschen sollen. Es waren keine Kinder anwesend weit und breit. Das‘ aber noch harmlos.
Nach Smalltalk denke ich oft „Hä? Was haste denn da jetzt wieder gesagt… normaler Mensch hätte XYZ geantwortet und Gute Besserung gewünscht“.
Witze kommen auch mal nicht an, dabei bin ich eigentlich ein Scherzkeks. Aber die kommen immer in Momenten, wo ich kurz vorher noch woanders dran war im Kopp
Kannst auch die garstige Doppellaus mit sich anschließendem Floh haben.
…Diese Ergebnisse weisen möglicherweise auf eine klinisch bedeutsame Komorbidität zwischen autistischen Entwicklungsbeeinträchtigungen und Borderline Störungen hin. Die Entwicklung einer BPS auf dem Boden von Entwicklungsstörungen erscheint – auch vor dem Hintergrund der bekannten hohen Komorbidität der BPS mit der ADHS – plausibel. Ungünstige Lerngeschichten, dysfunktionale und invalidierende Erfahrungen sind bei abweichenden Eigenschaften, die bereits früh in der Entwicklung auftreten, wahrscheinlich. Es stellt sich damit aus klinischer Perspektive die Frage, ob eine möglicherweise subsyndromal ausgeprägte Variante des Autismus im Sinne eines Persönlichkeitsmusters (Tebartz van Elst, 2016) Basisstruktur für eine sich daraus psychoreaktiv entwickelnde Borderline-Persönlichkeitsstörung sein könnte (Tebartz van Elst et al., 2013)…
Danke für die Info! Ich hab mich da mal bissel eingelesen.
Das ist ein spannender Ansatz.
Meine Therapeutin, hat mir bereits erklärt, das bei mir eine Akzentuirung zu Borderline besteht. Allerdings ist es kein Borderline bei mir.
Die innere Gefühlswahrnehmung ist bei mir auf die Selbstsorge für mich bezogen.
So a la „für andere kämpfe/kümmere ich/mich bis zur selbtsaufgabe“ zu wenig aber für/um mich.
Da steht:
Zur Einschätzung der Ausprägung autistischer Züge in der BPS-Population wurde in Rahmen dieser Studie der Autism Spectrum Quotient (AQ) von 38 BPS-Patientinnen erhoben und Zusammenhänge zwischen der Symptomatik der beiden Störungsbilder untersucht. Mit Hilfe des Interpersonal Reactivity Index und der Toronto Alexithymia Scale wurden insbesondere die Bereiche Empathie und Alexithymie genauer betrachtet.
„Niedrigere Werte für kognitive Empathie“
Ich bin eher zu emphatisch, also das ich in allen drei emphatischen Feldern zu sensibel bin, mich dann übertue/es zu sehr an mich ranlasse.
Dadurch die Belastung durch fremde Probleme meine Kapazität überschreitet und oft manipuliert werde.
Seit ich nun gelernt habe was ich da mache und versuche mich abzugrenzen, habe ich mühe den sozialen Kontext/ die Absicht meines Gegenübers abzuschätzen.
Ich denke da ist der Painpoint.
Da Autismus wie auch ADHS in meiner Familie stark präsent ist, kann es schon sein, dass ich autistische Züge habe.
Denke nicht das ich AUTISTIN bin… hmm, sondern halt Akzentuierungen hab.
Eine subsyndromale ASS kann sich Akzentuieren, wenn man sehr viel Stress hat, Subdepressiv ist usw. , geht natürlich auch wieder zurück wenn das Problem, Stress etc. angegangen wird und ist somit dann eigentlich nur ein Ausdruck ebenjener Probleme. Dies gilt zu beachten.
Da gibt’s auch keine Diagnose für, ich finde aber das man das ruhig für sich selbst Wissen sollte um sich besser zu verstehen.
Reaktion der Apotheke ist: ehm was? Sie haben 30mg? Nein 40 hab ich! Meine Tochter hat 30mg. Sie heisst, M… ich heisse L. (Selber Nachname).
Was steht auf der Packung? 40mg, 90stk.
Hmm es gab bei ihrem beiden Medikamenten schon 2 kleine Fehler bei der Abrechnung.
Ja kann ich mir denken! Ich bin mir sicher ich hatte ein 1x Rezept für 40mg, aber meine Tochter ein3x Rezept für 30mg!
Ich hatte angerufen um zu fragen ob meine Bestellung für 40mg fertig sei. Sie haben gesagt ja, 3x40mg. Worauf ich sie informiert habe dass es sich nach Aussage der Dame bei der ich das Rezept abgegeben habe um ein 1x Rezept handle.
Sie sagten mir es sei ein 3x40mg Rezept.
Ich insistierte, sie sagten sie hätten das Rezept vor sich. Nun denn! Natürlich nehme ich 3x 40mg wenn das so drauf steht, so habe ich Reserve.
Jetzt hab ich aber keine Wirkung und gehe nun da sie ja schon sagten es gäbe eine Verwechslung mot
Meiner Tochter bezüglich der Abrechnung, dass in den Kapseln nur 30mg dein sind.
Jemand der sich ein wenig damit auskennt, sagte mir mal, „Diagnosen sind für die Krankenkasse“ und auch „Diagnosen verändern sich im laufe der Zeit“, ist natürlich nicht immer einfach, eine Erklärung für die Probleme zu finden, Hilfe brauch man trotzdem und im sumpfigen Pool der Spektren, wo jeder Symptomgiftfrosch am anderen leckt, ist das genaue Diagnostizieren auch nicht gerade einfach.
Daher nun auch der langsame Wandel in der Psychiatrie, man kann Menschen und ihre Psychischen Gesundheitszustände nicht so einfach Kategorisieren, wie man’s all die Jahrzehnte vorher gemacht hat und im schlimmsten Fall, kommt’s dann auch noch zur Fehlbehandlung.
Der Apotheker hat sich die Sache angesehen…
Sie haben definitiv 40mg in der Kapsel… ich habe quasi NULL Wirkung! Auch heute.
Er meinte ich soll es in Wasserauflösen… tue ich schon… null Wirkung.
Irgendwann rückte er dann raus, dass er viele Beschwerden bekommt das seit einiger Zeit Elvanse nicht mehr wie gewünscht wirke!!!
OMG! Das ist genau das Thema in einem anderen Thread. Ich werd das da auch noch schreiben.
Ich bin überzeugt, dass die Ängste meiner Tochter genau deshalb nun wieder so durchschlagen!!! Sie hat auch nicht mehr die Wirkung die sie bräuchte!
Himmelherrgott nochmal!
Tja - was nun? Chemie schlucken ohne Wirkung? Gehts noch?
Ich glaube die wissen gar nicht wie wichtig für manche wirklich das Medikament ist.
Das ist doch mehr als fahrlässig!!!
Und unsere Krankenkassen zahlen teuer Geld dafür .
Vielleicht komme ich deswegen plötzlich mit 30mg klar, weil weniger drin? ???