einmal einen eigenen Strang um den Motz Thread rein zu halten.
Ich liebe den Motz thread. Geniale Idee…
Zur Übersicht… Eingang geht es um diesen Beitrag Wut-Thread: Du bist ZU.../Kannst du nicht EINFACH - #17 von Bine82
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Ich kopiere einmal deinen Text hier rein um Bezug darauf zu nehmen.
Also besser als es unsere Liebe @tamaracha jetzt in die richtigen Worte gefasst hat könnte ich nicht.
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Von daher kann ich nur noch ergänzen das ich es eigentlich genau so sehe.
Und sowieso, gerade wenn es um die Arbeit im Gesundheitswesen geht, sind meiner persönlichen Meinung nach in der Vergangenheit so extrem viele Fehler passiert, dass heutzutage wohl oder übel ALLE unter diesen Fehlern leiden müssen, was heisst: Sowohl Patienten als auch das Pflegepersonal, aber genauso Ärzte/innen die nun in einem total kaputt gemachten Pflegesystem weiterhin zu total unmenschlichen Bedingungen arbeiten, besser gesagt „jeden Tag malochen müssen“, und obwohl jeder Mensch der irgendwie von diesen Zuständen in einem immer mehr desaströsen Gesundheitswesen die Mängel sieht, wird von Seiten der Politik nach wie vor nicht genügend unternommen, um diese Abwärtsspirale irgendwie zum stoppen zu bringen.
Und Ja klar, Pflege benötigt Fachwissen, aber nicht „nur“, sondern auch Menschen die „gerne in der Pflege arbeiten“, und deshalb für ihre positive Einstellung gegenüber ihrer sehr wertvollen Arbeit am Menschen, letztendlich egal wo, sei es im Spital, im Altersheim, oder im täglichen Einsatz mit körperlich oder geistig beeinträchtigen Menschen, oder wo auch immer Hilfe und Pflege und der tägliche Einsatz von Menschen nötig ist damit diese Hilfe bekommen von Nöten ist, dass diese Personen die sich dort einsetzen, erstens einen anständigen Lohn für ihre Arbeit bekommen, und zweitens das diese Personen allgemein und überall die Wertschätzung für ihre schwere Arbeit bekommen, die ihnen zusteht.
Statt das man Leuten die im Vergleich bei Banken, Versicherungen, ect., ect., nichts zum Allgemeinwohl beitragen, sondern nur „abzocken“, und Ja, für was eigentlich?, dafür das sie andere um ihr erspartes bringen?, oder wegen ihrer eigenen Gier Banken „Hops gehen“?.
Wie auch immer, Du Liebe @Bine82 setzt Dich in Deinem Beruf jeden Tag für Menschen ein, und dafür müsste Dir eigentlich jeder Mensch dankbar sein, und deshalb lasse Dich bitte von niemandem fertig machen, sondern schätze Dich selbst, denn Deine Arbeit ist wirklich extrem wertvoll.
Zunächst vielen dank an Euch.
Das tut echt gut mal darüber zu reden. Die ganze Zeit fresse ich das in mich rein…
Und ja diese Misswirtschaft im Gesundheitswesen geht auf JEDE Seele.
Jeder muß es tragen.
Der Patient, die Ärzte, Pflege, MTA, ZFA, Rettungsdienst… einfach jeder der damit zutuen hat.
Am besten man ist gesund oder Tot.
Ich sehe auf Station genauso wie junge PJler richtig ausgenutzt werden. Das ist das Praktische Jahr. Die sollen ausgebildet werden. Stattdessen werden sie als Medizinische Schreibkraft und Blutabnahmedienst genutzt. Werden dann aber gleichzeitig angemalt wenn sie auf Frage XY nicht antworten können. Gönnerhaft wurden sie doch zur Visite mitgenommen, da hat man sich gefälligst vorzubereiten. Das sie bis mitten in die Nacht noch Arztbriefe geschrieben haben… egal.
Assistenzärzte werden erpresst, spuren die nicht bekommen sie nicht die Nötigen Eingriffe zugeteilt und kommen nicht mal in die Nähe der Facharztprüfung. Frau und Mutter werden/ sein… Kannste direkt den Facharzt vergessen.
Das Patriarchat und Hierarchie ist in Krankenhäusern wie in einer Tupperdose konserviert und schimmelt nicht mal. Unter dem Patriarchat leiden sogar Männer und das nicht zu knapp.
Es werden immer mehr Eingriffe vorgenommen die fernab von Sinn und verstand sind
Menschen die wirklich multipel lebensverkürzend erkrankt sind werden noch an Lebenserhaltenden Geräten angeschlossen und stellenweise über Monate durch gezogen bis sie endlich mal sterben dürfen. Auf dem Weg dahin, Schmerzen, Angst, Panik, eine Skepsis nach der anderen et. Und warum… weil man Kann klappen, gegen geht in die Hose stellt. Wobei die Gewichtung 1/1.000.000 steht. Und dann wird Hoffnung gemacht. Ne Palliative alternative… wird nicht angesprochen.
In den Ambulanten Praxen… da geht die Welt unter… Die brennen. Die Brennen einfach nur. Dir MFAs… gott das tut mir so leid. Also stehe ich da und warte 30min. geduldig bis die Kollegin meine Karte einlesen kann, während ein anderer sie Wüst beschimpft. Man wüsste ja um die Situation, das wäre aber noch lange kein Grund einen so lange warten zu lassen. Dabei klingeln Telefone gleichzeitig.
Der Patient zieht die A…Karte, Die MFA, der Arzt… am ende wird dem noch Geld wieder von der Krankenkasse abgezogen weil der zu genau hingeschaut hat. Das ist der Wahnsinn. Ne Pat. den Weg erspart und Hausbesuch gemacht. % Hausbesuche zuviel im Monat gemacht, fordert die GKV summe XY zurück weil andere Ärzte ja in diesem Bereich nicht so viele Hausbesuche leisten würden. Das ein Arzt seine Leistung nicht verschenkt… für mich völlig verständlich, dem Arzt wird Unmenschlichkeit vorgeworfen.
Ich selber bekomme keinen Termin, ich bin gefrustet über dauerhaft besetzte Telefonleitungen um nur eine einfache kurz zu klären. Warte selber auf über 6 Monate auch Facharzt Termine. Bei der Psychotherapie und ASS Diagnostik komme ich nicht mal auf einen Warteliste.
Ich leibe wirklich meinen Job. Ich glaube auch ich bin gut darin und ich bin da auch bei den Emotionen des Patienten und berücksichtige diese. Bloß… alles brennt…
Und dieser ganze Stress führt dazu das sich unten alle streiten.
Der Rettungsdienst und die Pflege an der Tür der Notaufnahme.
Die Patienten mit der MFA und dem Arzt im Ambulanten Bereich.
Die Pflege gegen den Stationsarzt und andersherum und die Kollegen aus der gleichen Profession untereinander.
Puh meine Liebe und sehr geschätzte @Bine82 , ehrlich gesagt fühle ich mich jetzt gerade ein bisschen überfordert das Du jetzt hier aufgrund meines letzten Posts ein neues Thema eröffnet hast.
Aber wenn ich kann möchte ich Dir natürlich gerne soweit ich dazu im Stande bin Rede und Antwort stehen, denn ich mag vielleicht dumm sein, aber feige bin ich eigentlich nicht, und von daher kann ich nur probieren, aufgrund meines Halbwissen, oder eigenen Erfahrungen, oder Hören-Sagen von anderen Personen in meinem Umfeld, mich auf eine Diskussion einzulassen.
So oder so, spannend und interessant wird dieses Thema vielleicht für viele Menschen im Forum, sei es aus der Sicht als „Patient“, oder aus Sicht des „Personals im Gesundheitswesen“, oder als Arzt/Ärztin, und letztendlich im täglichen Leben von uns allen. ![]()
P.s.
OMG irgendwie fühle ich mich gerade irgendwie nicht wirklich wohl, denn eigentlich wollte ICH hier kein grosses Fass öffnen. ![]()
Aber sei’s drumm, jedenfalls bin ich gespannt wie es hier im Thema weiter geht. ![]()
P.s.
Jedenfalls wird hier in Deinem @Bine82 neu eröffneten Thema wahrscheinlich jedem klar, wie schwierig die Situation im Gesundheitswesen für uns alle im heutige Leben geworden ist, und mir persönlich tut das nicht nur weh, für jeden Menschen der irgendwie davon betroffen ist, sondern gleichzeitig fühle ich mich auch erschöpft, denn wer hat schon ein Patentrezept im Ärmel wie das alles jetzt und in Zukunft weiter gehen soll?. ![]()
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@Bine82
Zu meinem großen Bedauern kann ich deine Wahrnehmung leider nur bestätigen.
Alles was du beschreibst, erlebe ich als Patientin genau so, ich verbringe zu viel Zeit in Krankenhäusern, es deprimiert.
Das denke ich jedesmal, wenn ich wieder nach Hause gehe und mit gepackter Tasche vor der Tür stehe, Überstanden - tief ein- & ausatmen…
Für mich gehören Krankenhäuser nicht in Hände derer, die auf Dividenden aus sind. Da läuft etwas grundlegend verkehrt.
Da geht es nicht mehr in erster Linie um meine Gesundheit bzw. Wiederherstellung, sondern wieviel lässt sich über meine Karte abrechnen.
Gerade erlebe ich den direkten Vergleich.
Es gibt ihn noch, den Tüftler, da ist ein anderer, leider selten gewordener Vibe.
Aber es brennt, da bin ich ganz bei dir und leider werden dabei die ver-brennen, denen noch richtig etwas an dem Beruf liegt, für die es auch Berufung ist, die werden nicht selten verheizt.
Danke, das du für deine Patienten da bist und die Brandherde siehst, es kann gar nicht genug angeprangert werden.
Genau das ist der Punkt, der mir auch am meisten zugesetzt hat. Du sollst nicht wachsen und eine nachhaltig stützende Kraft werden, sondern ausgebeutet und dann weggeworfen werden. Es ist so kurzsichtig und dumm, tut einfach nur Weh.
Mir persönlich geht’s gesundheitlich noch relativ gut, aber wenn ich ambulant irgendwo bin, z.B. auch mal beim Psychiater oder so, sehe ich da auch immer wieder Patienten, die kurz vorm Zusammenklappen sind. Und gleichzeitig die komplett überlasteten MFA mit den klingelnden Telefonen. So ein junges Mädel war total neben der Spur, hatte aber keine Überweisung und irgendwelchen anderen Kram vom Hausarzt dabei. Das arme Ding war so durcheinander, am liebsten hätte ich sie aus Mitleid in den Arm genommen. Stattdessen wurde über Papierkram diskutiert und sie schlich sich hinaus.
Zu spüren bekommen hatte ich das Desaster aber z.B., als ich die heftige Gehörgangsentzündung hatte und es fast ein Ding der Unmöglichkeit war, einen halbwegs schnellen HNO-Termin zu bekommen. Überall abgewimmelt, obwohl der Scheiß dringend behandelt werden musste. Hausarzt hat mir dann dabei geholfen. Ich bin echt niemand, der wegen Erkältung oder so zum Arzt muss, aber in dem Fall war es wirklich akut.
Ehrlich gesagt frage ich mich, ob es noch Sinn für euch macht, unter diesen Voraussetzungen weiterzukämpfen. Auch wenn nach einem Streik der Pflegekräfte ab und zu etwas mehr Geld ausgeschüttet wird, löst das nicht eure systemischen Probleme. Vielleicht muss es richtig knallen, damit evtl. ein Umdenken stattfindet.
Im Wut-Thread hattest du ja gefragt, wo du besser aufgehoben wärest. EDV unterrichten … Es soll gar nicht mal so schwierig sein, an eine Professur an einer FH zu gelangen. Volkshochschule wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.
Auch hier kann ich persönlich nur wieder @tamaracha und @Silberlocke zustimmen, die beide die Worte gefunden haben wo eigentlich alles auf den Punkt bringt und ich deshalb nicht besser sagen könnte.
Ach Liebe @Bine82 , wenn Du Dich inzwischen von dieser überaus schweren Arbeit die Du täglich leistest ausgebrannt fühlst, dann kann ich das natürlich ehrlich gesagt mehr als nur gut verstehen, was allerdings eine berufliche Umorientierung für Dich betrifft kann ich persönlich Dir leider nicht weiter helfen, sondern Dir höchstens mein vollstes Verständnis für Deine Situation signalisieren, heisst Dir zu sagen das ich Deine Situation um nach einem Weg zu suchen welcher Dich weniger „verschleisst“, absolut verstehe, besonders in Anbetracht dessen das Du ja irgendwie noch durchhalten musst bis Du dann hoffentlich nicht erst mit 67 in Rente gehen darfst, sondern schon vorher, heisst höchstens mit 65, was in diesem Job schon schwer genug ist um diese schwere Arbeit überhaupt so lange durchstehen zu können.
Und ich glaube das ein Vergleich, zumindest was den körperlichen Verschleiss angeht, mit einem Job auf dem Bau überhaupt nicht abwegig ist, wobei bei einem Beruf im Gesundheitswesen dann auch noch eine extrem starke psychische Belastung dazu kommt.
Denn die Schicksale von Menschen die man täglich bei seinem Job im Gesundheitswesen antrifft, lassen einen ja nicht kalt, sondern nimmt man dann die Arbeit meistens noch mit nach Hause, weil man ja seine Gedanken und Gefühle nicht einfach per Knopfdruck ausschalten kann.
Jedenfalls, ich persönlich verstehe das dass alles sehr schwer sein muss, und natürlich auch das man sich als Mensch wo sich jeden Tag aufs neue in diesem Beruf für andere im Prinzip ein grosses Stück weit in seinem Leben für andere „selbst aufopfert“, wahrscheinlich relativ schnell „ausgebrannt ist“, heisst aufgrund seines Berufs einen Burnout erleidet.
Ausserdem hat diese Berufstätigkeit auch Auswirkungen im eigenen Privatleben, worüber eigentlich auch nie wirklich gesprochen wird.
Hey…
Ja der Job ist schwer. Das weiß man aber auch.
Leider führt das dazu das sich die Kollegen dann aber in ihrer Kompensation untereinander ins Gehege kommen. Und das macht dann noch mehr Ärger, Frust und raubt Energie.
Die Mechanismen dahinter sind mir bekannt und mehr als klar. Leider ändert das aber nichts daran das ich diesen Umgang nicht vertrage. Es gibt diesbzgl. kaum bis keine Hilfe. Die Führungskräfte sind genauso aufgeschmissen. Denn die Brauchen jede noch so ausgebrannte Seele.
Ich habe beschlossen mich dem nicht mehr herzugeben. Ich habe keine Lösung wie ich damit umgehen kann das mich das nicht ständig so erschöpft. Ich bin Unwillens das einfach immer nur runter zu schlucken oder mich mit den Kollegen regelrecht prügeln zu müssen ob ich nun Recht habe oder wer anders. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll.
Und das kommt mir immer mehr dieser ASS verdacht in den Sinn. Den ich aber nicht abklären kann.
Ich weiß das ICH nicht in dieses Umfeld passe und erwarte auch nicht das sich das für mich ändert.
Was ich heute aber erwartet hatte, das mein Chef meine Beweggründe und das ich eben nicht erwarte das sich für mich jetzt ein Roter Teppich auftut etc. verstehen kann.
Stattdessen war da iwie Unverständnis. Denn der Job, die Pflege ist nicht das Problem. Sondern dieses Gegeneinander auf dieser Station und das ich keine Lösung finde damit auszukommen. Und dann hieß es das wäre kein Grund. Ich finde ein „ich fühle mich hier nicht wohl, werde müde davon und finde keine Lösung das sinnvoll zu kompensieren“ ist sogar ein sehr guter Grund.
Ich ging mit dem Gefühl aus dem Gespräch als würde ich mich nur dumm anstellen und ich müsse mir mehr mühe geben. Dieses Elendige Gefühl welches mein ganzes Leben schon in meinem Nacken sitzt. Dieses Gefühl mein gegenüber hält mich für Naiv und ich würde nicht wollen.
Nein ich habe keine Bock mich mit nem Arzt zustreiten ob es sich mir in den Weg stellt und keinen cm aus dem Weg geht. Das ein Troß von Ärzten mein Patientenzimmer, in dem ich arbeiten muss zum Hörsaal deklariert.
Ich habe keine Lust mit einem Kollegen ausdiskutieren zu müssen auf welcher Seite das Laken ins Bett gezogen wird und was ich dem Patienten laut Funktion des Materials unter den Hintern legen um das Laken vor Stuhlgang zu schützen, weil der Kollege das Persönlich für Unsinn hält. Ich will keine Kommentare mehr über mich ergehen lassen warum ich aus einem Plastikbecher Wasser trinke und nicht aus einem Glas. Für meinen Chef sind das Lappalien. Sehe ich im gründe auch so. Aber die Masse macht. Die Masse aus diesen ganzen blöden Ärgernissen.
Ich weiß das der Anspruch das ich nicht mehr in solche Konfliktsituationen gerate utopisch ist. Das dass niemals möglich seien wird. Aber ich weiß nicht wie ich das lernen kann? Ohne Therapeuten ohne das mir jemand von den Kollegen mal zuhört. Im Grunde bin ich in diese Soziokultur rangniedrig. Und das spüre ich eben jeden Tag. Ich mag mich aber nicht unterordnen lassen von diesen, wenn ich dann versuche meinen Stand klar zu machen, machen die sich halt stärker und haben mehr Rückhalt.
Und dann hab ich Angst vor Mobbing, Hänseleien, Verbalen und Emotionalen Angriffen, Erpressung und Ausgrenzung, Lästereien wie ich es doch immer schon erlebt habe. Das verletzt mich.
Und da kommen meine Traumata ins Spiel, warum ich nie gut genug bin. Ich weiß das… Ich weiß das dass nur ein Echo aus der Vergangenheit ist.
Fakt ist, ich hab da heute einen Schlussstrich gezogen. Ich werde nicht mehr auf dieser und wohlmöglich nie wieder auf einer Intensivstation arbeiten. Möglicherweise in einer kleinen Anästhesie in einem anderen Haus. Oder in einer kleinen Funktionsabteilung wo es mit den Leuten passt.
Ich will einfach meine Arbeit machen und in ruhe gelassen werden. Und wenn das bedeutet das ich wieder an den Schreibtisch muß.
Diese Station, dieser Umgang in diesem Haus, das System hat mich verbrannt. ich bin raus.
Jetzt muß ich rausfinden was ich stattdessen mache.
Innerlich oder auch schon äußerlich?
Hier würde ich das einzige Veto „anbieten“… Deine Diagnose ist fast noch knackfrisch. Du lernst Dich nochmal neu kennen, und das ganze Umfeld wird nochmal durchgerastert. Das ist irre kraftraubend. Dazu noch BEM. Das sind erschwerte Bedingungen, die sich nicht zu „niemals möglich“ extrapolieren lassen. Dazu fehlt gerade die Daten-Grundlage.
Nach meiner eigenen Erfahrung kann man im ersten Jahr noch gar nicht wissen, was „niemals möglich sein“ wird. Da kann sich noch viel, viel tun. Es können sich Skills finden für diversen Wahnsinn im Umfeld.
Ich hatte mir selbst deshalb im ersten Jahr auferlegt, keine grundlegenden Entscheidungen zu treffen. (Bin dann trotzdem gegangen, nach 14 Monaten.)
Falls es jetzt schon passiert ist und Du es nach einmal schlafen dabei belassen willst… Dann ist es so. Dann geht es trotzdem weiter.
Auch bei einem sehr schnellen und mehrfachdiversen Gehirn gilt aber: Glaub nicht alles, was Du denkst. Vor allem, wenn darin Absolutismen wie „immer, nie, alles“ usw. vorkommen.
Jetzt ist nicht immer.
Ich verstehe was du meinst.
Ich war schon letztes Jahr unglücklich.
Ich bin manchmal Situationen ausgesetzt die sind für Aussenstehende unvorstellbar.
Ich nenne mal ein Beispiel.
Ich hatte einen Patienten der ständig Atemwegsverlegungen hatte. Er war außerhalb der Intensivstation nicht lebensfähig.
Es ist so das wir uns in Pause gegenseitig vertreten sollen. Entsprechend habe ich mich abgemeldet und bin in Pause gegangen.
Ich habe bemerkt das auf Station ständig ein Alarm ging, war aber von der Priorität gering, hab mich nicht weiter gekümmert. Ich habe mich darauf verlassen das genügend Leute mit Händen, äugen etc da sind und meine Pause genommen.
Dieser Pat. hatte während meiner Pause wieder einen Atemwegsverlegung, ist dabei fast erstickt. Die anderen Kollegen sind nicht auf den Arm gegangen, da die Anlage keinen Fehlalarm unterscheiden und auch keine Eskalationsstufe in der Verschlechterung der Werte hatte. Bedeutet eine moderate Sauerstoffsättigung wird genauso angezeigt wie eine letale Sättigung. Es ist nicht am Alarmton zu unterscheiden. Gepaart mit sehr vielen Fehlalarmen haben die verbleibenden Kollegen den Alarm nicht ernst genommen. DAs viel im vorbei laufen einem Arzt auf der dann interveniert hatte und der Pat. hat das unbeschadet überlebt.
Anschließend ging ein Shitstorm auf mich nieder mit unterirdischen Vorwürfen. Einer davon war „du gehst zur pause während dein Patient erstickt“
Das hat gesessen, das tut weh. Sinngemäß wurde mir gesagt „du bist so egoistisch das du einen Menschen billigend in kaufnehmend für nen Kaffee qualvoll sterben lässt“
Also 8 Kollegen haben kacke gebaut und ich bekomm so nen Spruch gedrückt.
Und solcher Tobak ist kein Einzelfall. DAs habe ich in 3 Jahren 4 mal auf diesem Niveau erlebt.
Und das ist pure Überforderung und Resignation. Solchen scheiß raus zuhause und am ende nicht klar zustellen, sich zu entschuldigen und min öffentlich vor mir reflektieren.
Und wenn dann einer von dieser Station mir gegenüber völlig unsinnig klugschei
ßt bin ich sauer, ich bin einfach so unfassbar sauer wie man sich erdreisten kann mich belehren zu wollen wie ich ein Bettlaken einzuziehen habe… aber es nicht auf die Kette bekommen auf nen Alarm zu gehen weil man zu 3. beschäftigt war ein Bettlaken einzuziehen und lustig dabei lacht. Das hab ich nämlich noch gehört.
Das ist ein Führungsproblem. Ich habe mein Chef jedesmal in Kenntnis gesetzt… Und diese Art und weise wird weiterhin fortgeführt. Der hat die nicht im Griff. Da herrscht stellenweise Anarchie. Weil die Leute sich das aus dem Personalmangel leisten können.
Und da will ich nicht mit machen und weiterhin verzweifelt auf der Arbeit in tränen ausbrechen weil man mit mir so gemein und unfair umgeht. Aber ich will diese Wut auch nicht weiter aushalten müssen.
Die treiben einen in den Wahnsinn und wenn dir dann der Kragen platzt bekomme ich den Ärger.
Ich glaube nicht das dieser Unwillen, nicht klar kommen… nur auf mein ADHS und vielleicht auch ASS zurückzuführen ist.
JA ich frage mich immer wieder ob ich mir das leben selber nur schwer mache, das ich dass alles zu tragisch nehme. Aber was ist denn dann tragischer wenn du schon mit einem unterstellten Totschlag schon klar kommen mußt.
Dazu kommen andere kleiner Konflikte die sich aber eben sammeln. und das sehr schnell. Das geht von die Bettdecke hat nen Fleck, über du kannst jetzt keine Pause machen, ich mach auch keine, zu du mußt dir die Apothekenbestellung selber beibringen, aber bitte nicht im Dienst da mußt du ans Bett.
Untereinander wird die Selbstaufgabe erwartet. Bringt man dieses Opfer der Absolution nicht biste blöd.
Natürlich habe ich hier bewusst nicht so dettalileirt geschrieben was dem alles vorweg ging. Denn ich will den Leuten auch keine Angst machen was zwischen uns Kollegen so abgeht und dabei fast ein Mensch erstickt ist.
Ich kann mit der Aussage „innerlich oder äußerlich“ nichts anfangen. Ich kann aber sagen das ich erleichtert bin da nicht mehr hin zu müssen.
Ich habe mehrere Berufsabschlüsse das ich durchaus an der Klinik bleiben könnte, aber nicht mehr in die Pflege maß. Denkbar wäre auch eine kleinere Station wo ich nicht so viele Kollegen habe und dinge untereinander schneller geklärt werden können. Natürlich kann ich da aber auch vom Regen in die Traufe kommen. Bloß dadurch das ich auf einer stelle ausharre, von der ich weiß das sie mir überhaupt nicht gut tut, gewinne ich auch nichts.
Eigentlich habe ich diesen Wahnsinn viel zu lange ausgehalten aufgrund meiner ADHS Verwirrung, habe ich immer wieder meinen Verstand angezweifelt und habe meiner Stationsleitung vertraut. Die mich natürlich als Arbeitsameise halten will. Auch heute noch…
Das wollte ich damit nicht gesagt haben. Ausdrücklich nicht.
Ich will auch kein Gaslighting betreiben oder Dich an Deinem Verstand zweifeln lassen. Pflexit als Konsequenz ziehen auch neurotypische Menschen. Muss keiner begründen.
Wenn es schon länger unaushaltbar war und Du spürst, dass Du jetzt klar siehst, dann ist es so.
Ich habe einen viel weniger existentiellen Bereich verlassen, weil ich wusste: Ich werde sehr an meinen Exekutivblockaden arbeiten müssen, ja, aber für diese Menschen dort werde ich es nicht mehr tun können. Vielleicht hätte ich früher gehen sollen. Kann genauso stimmen.
Im Kern bleibt - für mich - trotzdem wahr: Die ersten Monate sind ein komplettes Update des Betriebssystems. Sehr vulnerable Situation. Mehr wollte ich nicht zurufen.
Wenn es nicht mehr geht, dann bring Dein Gehirn in Sicherheit.
Mit „innerlich oder äußerlich“ wollte ich nur fragen, ob Du schon gekündigt hast. Konnte ich nicht klar rauslesen, aber vielleicht liegt es auch an mir. Ist ja auch spät
Ich hab es auch nur als „einen außenstehenden Gedanken“ verstanden.
Und dieses „… selber nur schwer machen… tragisch nehmen…“ das sind Gedanken die ich immer wieder haben und die nicht verhallen. Ich zweifle ständig selber an mir, bin ambivalent weil Situationen soviel Möglichkeiten haben können. Ich aber die Erfahrung mache, wenn ich dem auf dem Grund gehen will.. will das mein gegenüber nur äußerst selten. Mein mann macht das z.b. mit. Wir diskutieren häufig über tage hinweg einen Situation. Für ihn völlig nebensächlich, ich verbringe damit aber mich Sozial zu Kalibrieren. Bloß diese Kalibration passt dann nicht auf den nächsten Menschen. usw.
Und da ist mir klar, die wenigsten werden das in meinem Arbeitsumfeld mitmachen, die haben genug mit sich selber zu tuen. Ich wünschte mir Ehrlichkeit, Wirklich Ehrlichkeit. Einer der mir sagt, ich kann dich nicht leiden, weil xy… dann wüsste ich wenigstens ob ich was schrauben kann oder ob ich dem ganzen lieber gleich aus dem weg gehen.
Ich käme z.b. hervorragend damit aus wenn einer mir klar ins Gesicht sagt: "ich find dich blöd… "aber wenns um die Arbeit geht sich professionell verhält. z.b. „Ich mag dich nicht, aber es ist mein Job dir beim Lagern zu helfen. Verbringen wir das beide mit dem nur aller nötigsten an Kommunikation und gehen dann wieder getrennte Wege“. Fand ich richtig gut.
Als diese ich frag nach Hilfe weil ich es alleine nicht schaffe, auf einmal sind die Kollegen XY unfassbar beschäftig. Und ich frag mich dann „sind die wirklich so beschäftigt oder ist das Gefühl das sie mir nicht helfen wollen wahr?“
Aus erlernten „Anstand“ geh ich das aber nicht kontrollieren.
Ach so, und nein ich habe nicht gekündigt.
Ich war in der Wiedereingliederung nach einem Jahr AU. Unteranderem auch wegen der Erlebnisse und Verhältnisse auf dieser Station.
Allerdings liebe ich meinen Job von herzen und kann ihn auch. Ich war Anfang des Jahres 2 Monate in Reha und dort wurde auch verurteilt das ich meinen Job gut kann, aber das ich aufgrund von Sozialkontakten etc. ein höheres Risiko zu Depressionen habe. In diesem Verlauf im letzten Jahr kam auch der Verdacht auf ASS auf.
Also im Moment bin ich weiterhin AU. Wie es in einem Betrieblichen Eingliederungs Management üblich ist. Die Wiedereingliederung ist ein Teil davon und die ist auf DIESER Station gescheitert. Da ich in diesem Unternehmen schon 3 Stationen durch habe denke ich nicht das es für mich noch etwas in der Pflege gibt das ich machen könnte, wo diese Sozialen Dinge besser sind. Das das Krankenhaus
extrem groß ist und überall in der Pflege dieser Flair herrscht.
Ich habe aber 3 Berufsausbildungen. 2 im Kaufmännischen Bereich und eben die Pflege. Aber auch ein begonnenes Studium und auch einen kleine Pädagogische Ausbildung.
Ich denke mit diesen Qualifikationen komme ich irgendwo in dem Krankenhaus unter und muß nicht zurück ans Bett und mich diesen Kollegen aussetzten.
Dieses Phänomen das sich Pflegekräfte gegenseitig auffressen ist schon Jahrzehnte bekannt und wird mit dem Stress der immer mehr wird, auch immer schlimmer.
Das hilft dir jetzt im Praktischen wenig weiter, ich wollte aber nochmal sagen, dass ich jedes Wort von dem fühle, was du schreibst. Der gezogene Schlussstrich ist wahrscheinlich erst mal besser für dich. @anon48277439 hat aber auch recht, die Diagnose muss sich setzen.
Nicht die anstrengende Tätigkeit ist das Problem, sondern das „soziale“ Miteinander. Statt an einem Strang ziehen zu können, müssen sich alle gegenseitig auf die Füße treten, sicherlich aus der Kompensation heraus. Und es ist so anstrengend, wenn man bei anderen nicht so richtig weiß, woran man bei ihnen ist, diese Unaufrichtigkeit.
Mein Ex-Chef hatte das auch überhaupt nicht gerafft. Ich glaube inzwischen, für viele ist beides untrennbar verquickt, also das Inhaltliche und das soziale Nullsummenspiel.
Möglich, dass bei dir ASS-Anteile reinfunken und alles noch extra schwer machen, da kennst du dich besser. Andererseits würde ich für meinen Teil nicht an eine Diagnose denken, wenn mir lösungsorientierte Kooperation wichtiger ist als Wettbewerb und dadurch verursachte Zweckbündnisse, und wenn ich nicht an die Zwangsläufigkeit von Nullsummenspielen glaube.