Diagnose Adhs Leben verändert (von Medikinet zu Elvanse)

Gute Tag,

mit 24 Jahren Männlich die Diagnose

ich schreibe diesen Beitrag um anderen Mut zu machen, da ich selber sehr sehr lange unter großen Problemen gelitten habe. Es begann alles vor 5-6 Jahren im Studium ich kam nicht mehr zurecht musste aufhören, zwang mich durch eine Ausbildung und wurde immer unglücklicher, da ich wusste es stimmt innerlich was mit mir nicht. Der Alltag war von Getriebenheit, innere Unruhe, Panik geprägt und ich ging vor allem die letzten 2 Jahre durch die Hölle. Keiner wusste was mit mit los ist! Ich bin von Psychiater zu Psychiater, wurde von Kliniken abgelehnt, da ich nicht krank genug sei, bis hin zu mehreren Ärzten zb Schilddrüsen aus Verzweiflung. Auch Psychotherapien brachten mir nicht viel, da ich immer nach der Suche war nachdem WARUM? Warum geht es mir so? Warum bin ich immer so Unruhig, Angespannt? Ohne meine Familie, Freundin, Freunde wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen, da ich sehr oft verzweifelt war. Meine Freundin war es sogar die mich darauf brachte, ob es vielleicht ADHS sei. Durch Sie habe ich endlich die Antwort auf das Warum bekommen. Ich habe einen Test gemacht der eindeutig war und habe mich in Therapie begeben. Erst mit Medikinet, dann mit Ritalin was beides nur meine Konzentration förderte, aber nicht meine Anspannung. Dann kam ich durch einen Tipp aus dem Forum ich sollte doch mal Elvanse probieren. Dieser Tipp war entscheidend, da ich jetzt viel befreiter Leben kann. Mittlerweile Studiere ich Dual wurde vom 4 er Schüler zum 1 er Schüler bin strukturiert und konzentriert wie nie und endlich habe ich das Gefühl nach 25 Jahren mich gefunden zu haben. Lasst euch nicht unterkriegen ihr seit nicht ALLEINE ich weiß wie mühsam alles ist und wie Ärzte sein können. Ich wurde oft belächelt, weil ich keine Ruhe gegeben habe das Problem zu finden. Es wurde mir sogar gesagt ich solle mich damit abfinden wie es ist.
Ich wollte mit den Beitrag jeden Mut geben weiterzumachen auch wenn es manchmal hart ist und ich weiß selber wie hart es sein kann. Ihr seit aber nicht alleine und wenn ich es geschafft habe dann schafft ihr es auch lasst euch nicht unterkriegen.

Gruß Flo

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Sehr schöner Beitrag, Danke! :+1:
Es freut einen immer zu wissen, dass es „eine/r von uns“ geschafft hat, allen Widrigkeiten zum Trotz die Kurve zu bekommen und ein „normales“ und vor allem glückliches Leben zu führen. Mach weiter so!

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@Florian97 Danke für Deinen schönen Beitrag, es freut mich zu lesen das es Dir gut geht und das Du anderen die von Adhs betroffen sind, oder vermuten davon betroffen zu sein, sogar noch Mut zusprechen möchtest.
Deine positive Erfahrung mit Adhs Medikamenten freut mich ebenfalls sehr für Dich, so bestärkt Deine positive Erfahrung damit ja vielleicht auch andere darin es mal mit Medikamenten zu probieren, keine Angst vor den Medikamenten zu haben, denn die Medikamente haben ja schon vielen geholfen, mir persönlich übrigens auch. :wink:
Es ist auch Super schön das Du von anderen Personen in Deinem Umfeld unterstützt wirst.
Ich wünsche Dir das es Dir auch in Zukunft gut geht, Du Deine Ziele verwirklichen kannst sowie viel Glück. :+1::four_leaf_clover:

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Hallo Flo,
Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich wirklich für dich das du deine Diagnose rechtzeitig bekommen hast, du kannst dich wirklich glücklich schätzen, das du so eine aufmerksame Freundin hast, die dich letztendlich auf die Krankheit und deine Symptome hingewiesen hat, und du sicherlich weiterhin Unterstützung von ihr erwarten kannst.
Ich war vor 20 Jahren in ähnlicher Situation wie du, hatte schon immer in der Schule und unter belastenden Situationen extreme Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, war öfters sehr impulsiv und dachte lange das diese Symptome einfach zu meinem Wesen gehören.
Mit 17 oder 18 Jahren probierte ich einfach aus Neugier bei einem Freund Amphetamine…. Wärend meine Freunde plötzlich alle in partystimmung waren, und ihre Füße nicht mehr stillhalten konnten, spürte ich plötzlich eine noch nie erlebte innere Ruhe und plötzlich geordnete Gedanken, ich konnte mich erstmals richtig konzentrieren….
So nahm das Unglück seinen Lauf, ich konsumierte in Zeiten in denen konzentration und Leistung gefragt war, über 20 Jahre lang immer wieder Amphetamine, ohne eine Ahnung von Adhs gehabt zu haben.
Auch wenn ich grundsätzlich sagen kann, das mir die Amphetamine beruflich sehr geholfen hatten und ich auch heute noch einen sehr gut bezahlten Job ermöglichten, habe ich auf diese Weise meine Ehe zerstört.
Ich wäre froh gewesen, schon früher meine Diagnose zu bekommen, dann wäre wahrscheinlich vieles besser verlaufenˋ
Leider ist bis heute der Gesellschaft viel zu wenig über Adhs im Erwachsenenalter bekannt, bzw. Wird von vielen belächelt, ohne zu wissen wie hoch der Leidensdruck unter betroffenen ist.

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Vielen Dank, für die lieben Worte.
Leider geht es noch viel zu vielen Leuten so, da einfach immer noch der klassische zappeln phillip im Kopf ist, wenn man adhs denkt.
Ich wünsche dir noch das beste und viel Glück für die Zukunft

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Der Austausch mit Gleichgesinnten ist so wichtig.
Ich hätte es ohne die Medikamente nicht geschafft um ehrlich zu sein.

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Das tut mir leid, vorallem früher war sowas noch viel verschweigender. Trotzdem sind wir aber auch vorallem Ärzte noch viel zu unaufgeklärt und das ist so schade!

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Wem sagst du das…
Ich habe „nur“ ADS, was erstmal gut ist, aber auch die Diagnose erschwert hat. Ohne den „Zappelphillip“ wurde in meiner Schulzeit nicht mal an ADS gedacht, und ich war schon zu ruhig (Tagträumer halt), selbst für einen normalen Zeitgenossen.

Aber inzwischen läuft`s besser, danke für die schönen Wünsche. Ich habe einen Job, den ich bewältigen kann, bin glücklich verheiratet (meine Frau manchmal nicht so sehr, aber wenn ich jetzt bald medikamentiert werde, hoffe ich auch da auf Besserung) und bis auf ADS bei meinem Sohn hab ich ein ziemlich sorgenfreies Leben.

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Schön das zu hören. Ich kann dir nur aus persönlicher und sogar aus dem Freundeskreis Erfahrung sagen, dass die medikation wirklich Wunder bewirken kann. Ich war anfangs skeptisch, aber mittlerweile bin ich zu 100 % überzeugt und genau deshalb habe ich diesen Beitrag geteilt. Falls ein Medikament nicht klappen sollte, dann gibt es andere Medikamente die vll besser passen. Einfach dran bleiben und weiter machen, dass habe ich gelernt, obwohl auch die Ärzte oft schon genervt von mir waren :slight_smile:

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Ich seh`s ja bei meinem Sohn (8 Jahre), wenn der mal sein Medikinet morgens vergessen hat zu nehmen. Wenn ich dann in seinem Schreibheft die Hausaufgabe kontrolliere und das, was er in der Schule geschrieben hat, mit dem vergleiche, wie er mit dem Medikament schreibt, da kommt keiner drauf, dass das dieselbe Person verfasst hat - alleine schon vom Schriftbild her, aber auch die Rechtschreibfehler halbieren sich nahezu. Das Gekrakel ohne kann er teils selbst nicht mehr lesen.

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Vielen Dank für deinen Beitrag der mich auch selber angesprochen hat bei mir ist die Diagnose bekannt aber nach dem Austritt der Schule und den Absetzen des medikinets lebte ich so vor mich her… Ich habe mir immer Mühe gegeben und war auch diszipliniert bei allem oft mehr als andere dennoch war es unmöglich irgendwie was zu erreichen oder weiterzukommen bei der Ausbildung habe ich mit Ach und Krach hinter mich gebracht und so sind auch die Jahre verstrichen mit Unruhe Unkonzentriertheit Hektik Panik Ahnungslosigkeit dem Gefühl zu sein dass etwas nicht stimmt sich verloren zu fühlen bzw verloren auch zu sein auf die Idee erneut Medikamente dagegen zu nehmen bin ich erst gekommen als ich gemerkt habe es geht wirklich nicht weiter ich komme an kein Ziel und beschloss eine Weiterbildung zum wirtschaftsfachwirt in vollzeit obwohl die Themen verständlich waren war der zeitdruck und der Stress weil ich nebenbei noch vollzeit gearbeitet habe auf Abruf so groß dass ich leider nicht beenden konnte daraufhin bin ich wieder Ärzten gegen und würde erst abgelehnt da ich schon erwachsen sein da ich das nicht bräuchte da ich ein großer Kerl bin blablabla…
Da ich nicht locker gelassen habe (was aber auch wieder Zeit gekostet hat um die es schade ist) da das Leben einfach nur daraus bestanden hat sich im Kreis zu drehen habe ich Medikinet Gott sei Dank endlich verschrieben bekommen was aber gar nicht mehr so geholfen hat durch einen Kollegen von mir bin ich auf Elvanse gestoßen und das hat mein Leben verändert ich bin jetzt 32 habe endlich die richtige Dosierung gefunden anfangs zu niedrig dann zu hoch und jetzt gehe ich durch das Leben als ob ich es zum ersten Mal wirklich leben würde probiere die Schule erneut wobei es jetzt bisschen frustrierend ist da ist schon so alt bin aber ein Versuch wäre schon sehr viel wert und nicht nur das in jedem Bereich meines Lebens funktioniere ich besser lebe ich aktiver und bewusster ich kann Dinge zum ersten Mal wirklich genießen da ich oft die mit Scheuklappen durch die Welt gegangen bin ohne die Schönheit oder die Freude des Lebens zu erkennen und deswegen finde ich deinen Betrag so wertvoll weil du genau wie ich jetzt erst das Leben richtig Kosten kannst und meinen größten Respekt dass du mit dem Studium weitermachst ich wünsche den größten Erfolg hoffentlich klappt das ach was sage ich da das wird auf jeden Fall klappen weiterhin noch alles gute mein Freund

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Vielen dank für deine Worte. Hat mich sehr berührt es ist schön zuhören, dass es anderen genauso ergangen ist und sie jetzt auch wieder Glück sind und voll im Leben stehen. Auch ich wünsche dir nur das beste für die Zukunft. Und nochmals vielen Dank für deine tollen Worte

Hallo,

Deine geschichte kommt mir sehr bekannt vor, ob würdest du mich beschreiben.

Elvanse ist ein gutes Medikament, ich bekomme drauf nur kein schlaf und bei längeren Behandlung bin ich zum zombi geworden.

Wie ist es bei dir mit dem schlaf?

Schlaf ist bei mir eiglt ganz gut. Ich wache nur öfters mal morgens auf und werde da unruhig.
Abends einschlafen geht super bei mir. Merke aber auch das ich vll abends nochmal eine Dosis bräuchte da die Wirkung gefühlt bei mir nicht die 10-12h dauert. Ich bin aber aktuell auch noch in der Dosierungs Phase bei elvanse. Habe mich von 40mg jetzt auf 55 gesteigert bin aber noch nicht ganz zufrieden, da ich noch eine ganz leichte Anspannung verspüre. Wie ist es bei dir mit der Unruhe? Wie hast du es mit der Dosierung gemacht?

Das mit den zombie ist bei mir nicht so fühle mich sogar geselliger und kommunikativer.

Ich muss sagen das ich gut 2 jahre elvanse genommen habe.

Am anfang war ich auch sehr begeistert von dem medikament, war am Anfang bei 30 und dann auf 60mg.

Ich habe gemerkt das mehr nicht wirklich mehr gebracht hat.

Wenn ich in der Früh aufgewacht war und Unruhe und Angst gespürt habe, nahm ich gleich eine Elvanse und in 15mim kam eine Ruhe in mir, alles schien einfach zu sein und ich habe keine Probleme mehr gesehen, alles war so einfach.

Dann mit der Zeit, so halbes jahr später, ist der schlaf immer schlechter geworden, ich konnte bis 4 uhr morgens nicht einschlafen oder teilweise ganze Nächte nicht. Tot müden im kopf aber nicht schlafen können.

Andere Tabletten haben mir nicht bei schlaf geholfen. Unruhe ist immer größerer geworden und der schlafendzug hat mich fertig gemacht.

Um etwas runter zu kommen, habe ich leider zu tavor gegriffen.

Der körper gewöhnt sich sehr schnell an elvanse und wenn man dann versucht zu reduzieren oder abzusetzen , ist es reine Hölle!

Ich habe es ohne klinikum nicht geschafft es abzusetzen. Leider bin ich jetzt genau wieder an dem punkt, den du beschrieben hast wie es bei dir vor elvanse war.

Ich suche jetzt auch noch nach lösungen.
Wenn elvanse nicht vormittags so extrem hoch fahren-nachmittag so extrem abflachen würde und ich normalen schlaf hätte wäre es perfekt.

Bin gespannt wie es bei dir ist. Können gerne in kontakt bleiben.

Kann man hier auch privat schreiben?

Vlg

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Ja war bei mir auch immer unter elvanse, nur nach längere Einnahme, wenigen schlaf, nachts gerade mal 1-3 stunden schlaf bekommen über längere zeit.

Am anfang war elvanse das beste was ich je genommen habe in jede hinsicht.

Zombi kommt von wenig schlaf!

Lg

Wie steigert ihr immer 10mg, 25mg, 55mg usw??

Elvanse gibt es dich nur in 20,30,50 und 70mg u d in eine kapsel!

Lg

1 zu 1 das selbe genau wie bei mir …

wie geht es dir momentan? Welche Medikation hast du ?
Habe mal versucht mit Venaflaxin bisschen nach unten zugehen von 225 auf 150 mg.
Leider nicht so erfolgreich wieder sehr nervös und Angespannt.