Diagnostik an upk basel durch praktikanten

danke, ja körperliches wurde ausgeschlossen. die vorherigen diagnosen waren bekannt.

zur kindheit: schulische probleme begannen erst ca mit 12 jahren, davor war ich schulisch „unauffällig“. ein naher verwandter wurde befragt und seine erinnerungen deuteten anscheinend auf adhs im kindesalter hin.

wir hatten eine kühle und lieblose kindheit, nichts dramatisches, aber auch nicht gerade schön. und wie gesagt, das weiss ich nur aus erzählungen der geschwister. ich denke, ich wurde sehr sehr früh zurechtgebogen, bzw wurde das versucht. mit 13 jahren begannen die depressionen und auch meine erinnerungen:( tja, that’s it hier von meiner geschichte!

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Das ist doch gut und vielleicht weil ASS komplizierter ist , ist die Diagnostik auch umfangreicher und für dich dann hoffentlich auch hilfreicher.
Lass es uns wissen wie es war.

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Vielleicht kommt so ein absichtsvolles Erschleichen von ADHS auch gar nicht so oft vor, wie wir uns das manchmal vorstellen. Wahrscheinlich gäbe es für Leute, die unbedingt irgendetwas brauchen, weil sie das Hilfesystem ausnutzen wollen, bessere, kaum prüfbare Diagnosen, wie z. B. kPTBS, Fatigue (ME/CFS) oder ganz einfach orthopädische Diagnosen usw.

Ich meinte eher, dass diagnostische Verfahren, die überwiegend auf Fragebögen basieren, nicht funktionieren können. Die Patienten wollen sich aufgrund der (sehr) langen Wartezeiten, leicht zugänglichen Informationsquellen und teilweise zu vorteilhaft präsentierten Erfahrungen von Betroffenen zu sehr in der Sache wiedererkennen – im Sinne einer optimistischen Voreingenommenheit.

Man nennt das auch kognitive Verzerrung. Die Identifikation mit dem politischen Konzept der Neurodiversität oder verständnisvollen, schuldbefreienden Sachbüchern o. Ä. kann alles dazu führen, dass man eine Neigung entwickelt, Erinnerungen und selbstwahrgenommene Verhaltensweisen so zu interpretieren, dass sie zu den eigenen Erwartungen passen. Oder dass man glaubt, aus sehr vielen Lebensereignissen mit vielen zufälligen Situationen Muster zu erkennen, die es in Wirklichkeit nie gab und für die es viele andere, einfachere Erklärungen gibt.

Vielleicht hat sich jemand auch schon so lange mit ADHS identifiziert, dass er gar keine objektiven Argumente mehr für real halten kann, die gegen die Richtigkeit der Diagnose sprächen. Damit meine ich, dass gar keine böse Absicht hinter den falsch ausgefüllten Fragebögen stehen muss, sondern einfach nur eine verzerrte Selbsteinschätzung. Vor 20 Jahren galt ADHS noch als „Asi-Krankheit“, da musste man die Ergebnisse eher aufrunden, während inzwischen solche Stigmata nicht mehr existieren, was ja auch gut ist.

Ich habe auch schon von Psychologen/Psychotherapeuten gehört, die aus diesem Grund Fragebögen nur noch für die Abschlussberichte machen, ihnen aber für das Diagnoseergebnis keine große Bedeutung mehr zukommen lassen.

Stimmt, das gilt aber auch für die Vorgehensweise, die z. B. in der aktuellen S3-Leitlinie empfohlen wird: strukturierte Interviews und Verhaltensbeobachtungen. Alles sehr subjektiv und in wenigen Minuten in einem unnatürlichen Setting kaum seriös zu beurteilen, oder?

Ich meine, das ist wichtig, aber letztlich basiert in der psychologischen Diagnostik doch alles „nur“ auf Wahrscheinlichkeiten. Je mehr Wahrscheinlichkeiten und Korrelationen man sammelt, desto mehr Kausalität lässt sich erkennen.

Denkbar wäre auch, dass viele Leute ihre ADHS-Diagnose in der Zukunft bei Nachprüfungen verlieren werden, weil die klinischen Symptome in der heutigen Diagnostik zu dünn waren und Nachweise, wie beispielsweise Zeugnisse aus der Kindheit gefehlten. Dann wären weitere Parameter eher hilfreich um die ADHS zu belegen. Ich finde, es müsst mehr Forschung für Biomarker geben und ich bin auch zuversichtlich, dass man sie nicht erst in 50 Jahren finden wird.
Big Data und KI werden ganz neue Möglichkeiten bieten.

@qree, ich wollte dich nicht verunsichern. Ich dachte es ginge dir um eine Diskussion.
ADHS steht übrigens nach den neusten Studien in engerem Zusammenhang mit Depressionen und Dopamin, Noradrenalin mit Serotonin - sozusagen ein Missing Link.

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du hast mich gar nicht verunsichert, keine sorge, bin sehr froh um die diskussion hier! hoffentlich habe ich nichts missverständliches von mir gegeben, das passiert mir leider auch per text oft! :face_with_peeking_eye:

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Andersrum gibt es Menschen mit ADHS dem jeder , selbst ohne Ahnung, das zuschreibt, weil so auffällig.

Mir hat man schön öfter nachgesagt , dass ich als Kind bestimmt Medis bekommen hätte,

Und aufgedrehte Menschen mit ADHS können mich mit hochfahren, also man könnte mich als Indikator nutzen , aber es wäre auch nur ein Marker für die ganz aufgedrehten. :sweat_smile:

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Das hab ich mir auch gedacht.

Eine Depression, oder eine Schizophrenie könnte man sicherlich auch als nicht betroffener, der sich gut eingelesen hat, „faken“.

Und trotzdem gibt es diese Krankheitsbilder natürlich.

Bei ADHS sollte ja auch, nicht umsonst, Zeugnisse, Lehrpersonen/ verwandte und/oder Freunde hinzugezogen werden. Soweit wie das halt möglich ist.

Ohne Nachweis, dass die Symptomatik schon seit Kindesalter besteht, darf man die Diagnose doch gar nicht stellen oder?

Natürlich könnten die auch lügen.

Zeugnisse könnte man fälschen.

Unauffällige Zeugnisse, müssen nicht heißen, dass ADHS nicht vorhanden ist, weil’s auch Anpassung und masking gibt.

Das als Beweis für eine „Modediagnose“ zu nehmen ist trotzdem schwach.

Ich habe meine Diagnostik online gemacht, weil ich als Kassenpatient über Monate nicht mal auf eine Warteliste gekommen bin.

In der Anamnese und den Fragebögen hätte ich sicher auch lügen können.

Da wäre die Frage gewesen, ob ich mit unauffälligen, oder nicht vorhandenen Zeugnissen die Diagnose bekommen hätte (oder ob dann Verwandte vielleicht noch befragt werden würden).

Ich finde es schade, und irgendwie teils auch belastend, dass es so viele Skeptiker und keiner gibt (daher rede ich auch mit kein jemandem über meine ahds) habe mich aber irgendwie auch damit abgefunden, dass es immer Leute gibt, die nicht daran glauben.

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Geht mir auch so. Aber es gibt auch welche die nochmal umschwenken. Bei mir sind es zwei Heilpraktikerinnen, die bei mir, nachdem sie einiges versucht haben, die Medikation als sinnvoll sehen.
Meine Hausärztin (Ernährungsmedizinerin) war wohlwollend nicht von meinem ADHS überzeugt und dachte wir bekommen es mit Ernährung in den Griff. Nach ein paar Einzelgesprächen mit Sprechdurchfällen und Schreibdurchfällen , war sie sogar betroffen darüber wie sehr ADHS mich einschränkt und mir ein „gesundes handeln“ erschwert.
Aber mit einer Ernährungsumstellung, konnte wir die fiesen Spitzen vom ADHS rausgekommen und die Verträglichkeit der Medikamente verbessern.

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Der „richtige“ weg wäre vermutlich auch,darüber dazu sprechen und somit Aufklärung zu betreiben. Da bei ADHS in der breiten Masse nur Klischees und Vorurteile, aber keinerlei fundiertes Wissen herrscht.

Ich hab aber einfach auch keine Lust und keine Energie mich ständig zu rechtfertigen und zu erklären.

Weil es auch in sehr personliche Bereiche geht, wenn ich erklären muss/will wie sich das bei mir zeigt und auswirkt.

Ich unterdrücke meine Hyperaktivität und meinen „Sprachdurchfall“ nicht mehr.

Das muss reichen :see_no_evil_monkey: momentan zumindest für mich.

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Geht mir genauso. Ich sehe das auch nicht als meinen Auftrag an. Und da 99% der Gespräche immer gleich (frustrierend) verlaufen und eher früh als spät der Satz kommt „Ja, das hab ich aber auch oft“, mache ich das auch nicht mehr. Sofern ich nicht im Gespräch diesen Vorsatz kurz mal vergesse :wink:

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Das kann man wohl nur mit denen besprechen , die auch offen dafür sind . Es gibt ja leider auch genug Fachexperten, die nichts davon wissen wollen.

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Hallo @qree , gerade eben habe ich Deine Antwort an mich zum ersten Mal durchgelesen, da ich vorher leider noch keine Zeit hatte um Dir zu antworten. Und auch jetzt gerade eben habe ich leider auch noch nicht genügend Zeit, um hier meine Gedanken zu Deinem Thema nieder zu schreiben.

Aber ich melde mich noch mal, also bis später. :white_heart:

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Okay @qree inzwischen habe ich nun endlich Zeit zur Verfügung um Dir zu antworten.

Auch wenn ich natürlich zuallererst gestehen muss das ich nicht „richtige Antworten“ für Dich liefern kann, sondern in Wahrheit oft auch nur „weitere Fragenstellungen“ in den Raum werfen kann.

Doch bevor ich anfange möchte ich gerne klarstellen das ich Deine Diagnose „nicht anzweifle“, und das womöglich „von wegen“ weil im Universitäts Spital Basel „Praktikanten*“ zur ADHS Testung angestellt wurden.

Sondern habe ich persönlich sogar ein grosses Vertrauen in das Universitäts Spital Basel, und das unter anderem weil dieses immer wieder in den Listen „der Besten“ regelmässig zu finden ist.

Von daher „kritisiere“ ich dieses Spital, oder seine Vorgehensweise nicht, sondern sogar im Gegenteil, zählen ich mich persönlich sogar zu den Menschen, die diesem Spital ihr Vertrauen aussprechen.

Und insofern ist es mir auch absolut wichtig, dass Du wissen sollst, dass ich Deine Diagnose, wie gesagt nicht „anzweifle“, denn wer wäre ich wenn ich mir sowas Dir gegenüber, oder womöglich dem Universitäts Spital Basel gegenüber „anmassen“ würde?, und von daher, sei bitte unbesorgt, denn das ist absolut nicht der Fall.

Und deshalb habe ich meine Fragen an Dich vor allem zuerst mal „aus reiner Neugierde gestellt“, heisst um in Erfahrung zu bringen „wie“ Deine ADHS Testung durchgeführt worden ist.

Und dann natürlich, um diese Methodik dann mit meiner eigenen ADHS Testung vergleichen zu können.

Jedenfalls soviel erst mal dazu, heisst damit Du weisst WARUM ich Dir zuvor meine spezifischen Fragen gestellt hatte.

Meine persönlichen Gedanken, heisst welche mich „im allgemeinen“ zum Thema ADHS „beschäftigen“, sind insofern höchstens als „meine persönlichen Gedanken im allgemeinen“ aufzufassen.

Und insofern nicht als „allgemein gültige Erkenntnisse“, oder womöglich „Ratschläge“, oder „als Klugscheisserei“, oder was auch immer sonst „aufzufassen“, und das weder Dir gegenüber, noch gegenüber irgend jemand anderem.

Sondern lediglich „als das was es ist“, heisst als „Gedanken die mir persönlich in meinem Gehirn rum schwirren“, und sind deshalb auch bitte nicht als immer „wirklich durchdacht“ aufzufassen.

Sondern wie gesagt, sind das dann „nur meine persönlichen Gedanken“, die mir in meinem Kopf „rum schwirren“.

Jedenfalls weiss ich aber auch, dass sowas manch andere Leute „überfordern“ kann, und diese sich dann z.B. irgendwelche Sätze raus picken, die sie dann „zitieren“, und dabei aber oftmals das grosse Ganze, „heisst das was ich eigentlich gesagt hatte“, bei ihren Zitaten z.T. bereits schon wieder „vergessen“ haben, oder je nachdem vielleicht auch nicht mal „wirklich verstanden haben“.

Aber wie auch immer, denn jetzt schweifen ich aus, hast Du hoffentlich verstanden, dass ich Deine ADHS Diagnose weder anzweifle, noch das ich Dich „belehren“ will, „noch das ich Dich nicht ernst nehmen würde“, sondern das Gegenteil der Fall ist.

:white_heart:

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P.s. Sorry für meine Ausschweifung, "aber meistens habe ich das Gefühl das ich mich bereits bevor ich eigentlich gesagt habe WAS ich sagen möchte" , mich Quasi schon mal „prophylaktisch“ gegenüber anderen verteidigen muss. :frowning:

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Jedenfalls, wir Menschen sind alle zusammen sehr komplizierte Wesen, und jeder einzelne Mensch hat auch immer seine eigene Geschichte.

Und trotzdem wird z.B. versucht, dass man „psychische Probleme“ von Menschen anhand von Fragebögen beantworten „könnte“, und das aber in der Realität eben so nicht umzusetzen ist.

Und das eben generell nicht funktioniert, und man aber trotzdem versucht auf diese Art „Probleme“ lösen zu wollen, die anhand von Fragebögen, und „Schnelldiagnosen“ einfach nicht zu lösen sind, sondern sogar im Gegenteil, die allgemeine Verunsicherung, sogar höchstens noch stärker befeuern, und sogar dadurch Misstrauen „schüren“.

Und das während eigentlich alle wissen "müssten", dass eine wirklich gründliche Untersuchung solange nicht möglich sein wird, solange es erstens am Willen fehlt, weil eine ernsthafte Aufdeckung von psychischen Problemen in der Bevölkerung natürlich mit erheblichen Kosten für den gesamten Staat verbunden sind, als das es natürlich auch an genügend Leuten fehlt, die z.B. daran interessiert sind um eine entsprechende Ausbildung, respektive Studium zu absolvieren, um heute und/oder in Zukunft, z.B. zu einer weiteren Abhilfe in diesem Bereich ihren Beitrag leisten zu wollen, oder leisten zu können, je nach eigenen Ambitionen, oder einer nötigen Bewilligung.

Weil es natürlich lieber gesehen wird, wenn „psychische Probleme“, wie bereits in der Vergangenheit, lieber als „eine Ausrede für Faulheit“, oder anderweitig negativ behafteten Vorurteilen, weiterhin genau so behandelt werden.

Jedenfalls, es fehlt an Geld, an Personal, und allem voran eben auch oft einfach am Willen, und das natürlich unter anderem wahrscheinlich von den Krankenkassen, da man die psychischen Probleme von Menschen eigentlich lieber nicht, oder zumindest nicht ausreichend behandeln will, weil das natürlich Unmengen an Geld mobilisiert.

Und andererseits gibt es eben auch Menschen denen es lieber ist wenn sie "ihre Diagnose" finden, statt sich wirklich, und ernsthaft, mit ihren wahren Problemen die sie in ihrem Leben haben „beschäftigen zu müssen“.

Und sich dann solche Menschen vielleicht eine ADHS Diagnose "wünschen", da sie dann alles auf ihre, oder die Diagnose eines ihnen nahestehenden Menschen abwälzen, oder abschieben können.

Oder weil sie sich erhoffen, dass ADHS Pillen dann ihre eigentlichen Problemen, denen sie sich aber nicht annehmen wollen, für sie lösen „könnten“.

Jedenfalls, bitte nicht ausrasten wegen dem was ich geschrieben habe, „da ich nur versuche Gedanken wiederzuspiegeln“ die vielleicht jeder von uns schon mal gehört oder gelesen hat. :sweat_smile:

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alles gut @AlienBirne :slight_smile: ich raste nicht aus und ich hab das auch gar nie so von dir gelesen, als ob du anzweifelst etc! vielen dank für die diskussion hier!

die ganze geschichte ist halt für mich sehr verworren, da ich sowieso und generell alles erstmal anzweifle und zu kritisch betrachte. und durch meine lange krankengeschichte habe ich vertrauen in psychiatrie und allgemein medizin verloren. somit ist diese diagnostik denkbar ungünstig verlaufen, egal ob sie nun stimmt oder nicht, die äusseren gegebenheiten sind allesamt sehr zweifelhaft für mich und um dies zu klären muss ich mich wohl oder übel nochmals anmelden. im grunde aber liegt das mehr an mir als an dem „skandal“.

nun ist es der 4. tag mit 18mg concerta und ich spüre leider nicht viel davon, vielleicht ein mü mehr energie nachmittags. ich bemerke vorallem, dass ich morgens nicht aus dem bett komm, das war vorher anders und definitiv wegen dem concerta…bloss warum? ich wache kaum auf und könnte ewig weiterschlafen…

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Das wäre echt eine Erleichterung, wenn man da endlich was finden würde, was vielleicht dann auch noch 100% verlässlich ist. Allerdings bin ich nicht so optimistisch im Moment, dass das bald der Fall sein wird.

Fragebögen finde ich aber auch schwierig. Ich habe neulich beim Arzt zwei Fragebögen ausgefüllt, so wahrheitsgemäß wie möglich, und lag in beiden dann unter dem Cut-off für ADHS. Wenn ich die Diagnose unbedingt gewollt hätte oder fest daran geglaubt hätte, hätte ich vielleicht hier und da ein Kreuz um eine Stelle versetzt, und in der Summe hätte ich dann über dem Cut-off gelegen. Dann stellt sich noch die Frage, wie gut die Fragebögen sind, und ob sie wirklich alle Betroffenen erfassen, auf dem aktuellen Wissensstand sind und Differenzialdiagnosen zumindest ein Stück weit unterscheiden können (meistens können sie das ja nicht besonders gut). Auf jeden Fall sollte eine Diagnostik nie nur aus Fragebögen bestehen, sondern die Fragebögen sollten nur ein Einstieg sein, ein erster Anhaltspunkt. Ich glaube an eine hohe Fehlerquote insgesamt in der Psychiatrie, sogar dann, wenn Ärzte und Patienten sich öfter persönlich sehen und gut kennenlernen. Umso mehr, wenn Arzt und Patient nur für eine oder zwei Stunden online miteinander sprechen.

Aber vielleicht spielt da auch bei mir eine Rolle, dass ich gerne klare Unterscheidungen mag, während andere mit Wahrscheinlichkeiten ausreichend zufrieden sind, und Wahrscheinlichkeiten können ja auch wirklich in vielen Fällen ausreichend sein, und es braucht gar nicht immer den „schwarz auf weiß“-Beleg, gerade bei den relativ klaren Fällen, wo es haufenweise Anzeichen gibt.

Letzten Endes muss jeder für sich selbst beurteilen, wie viel Sicherheit er braucht und ob eine Diagnose gut passt und weiterhilft oder nicht. Ich denke, wenn man eine Weile mit der Diagnose gelebt hat, merkt man das irgendwann schon. Oder?

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Die Fragebögen an sich sind nicht das Problem, sondern der Umgang damit .
Fragebögen können ein sehr hilfreiches Messinstrument sein.
Z.B brauche für die Psyche ein paar Tage Auszeit. Hausarzt denkt an Depression und ich merke wie er mich via Fragebogen am PC abfragt und ich konnte das meiste verneinen und somit musste er der Sache nicht weiter nach gehen und sich keine Sorgen machen. Aber es war schon so eine „automatisierte“ Abfrage. Die hätte er sich aber auch sparen können , weil wir uns lang genug kennen . Aber ich denke er wollte auf Nummer sicher gehen .

Damals In der Reha (null Ahnung hatten die dort von ADHS) wollte man ADHS mit Fragebögen ausschließen und der Junge Arzt (wenigstens mal was von ADHS bei erwachsenen gehört) bekam nur den Kindheitsbogen und das erst am letzten Tag . Dat Ding schnell ausgefüllt und bekam es kurz vor der Abreise mit Postit drauf ( ooops Sie haben dort doch auf AdHS gescort) in die Hand gedrückt .

Mein anschließender Psychotherpeut mit ADHS Expertise war Mega verwundert das in einer Reha (2017) überhaupt jemand das Wort ADHS in den Mund genommen hat. Aber somit hat dieser Fragebogen den intuitiven Verdacht meines Psychotherapeuten zur Diagnostik bestätigt.

In der richtigen PTBS Diagnostik in einer Traumaambulanz waren es auch sehr viele Fragebögen , die es nachweisbar gemacht haben.

Die blöde Kuh vorher hat ohne gezielte Diagnostik noch in der ersten Probatorik behauptet ich hätte es nicht, zugleich ADHS in Frage gestellt und mir ne andere Diagnose ohne Diagnostik angedichtet .
Und dass alles ohne Fragebögen.

Mein Psychotherapeut konnte genau belegen wie mit welchen Methoden und Bögen die Diagnose gemacht wurde . Ebenso meine Traumaärztin in einem Uniklinikum, hat im Bericht genau beschrieben anhand welcher Messinstrumente die PTBS sich bestätigt. Also auch noch vom Chefarzt gegengelesen und bestätigt.

Da es aber dabei um eine Kostenübernahme ging , nahm man lieber die Hobbyaussage der blöden Kuh vorher .

Wo ich mich dann gefragt habe wofür dann die Leitlinien überhaupt gut sind.

Ich habe im Rahmen von psychologischen Problemen leider auch viel sehr problematisches gar grenzwertiged Verhalten von Fachleuten erlebt und ich weiß was du meinst ,

Aber es gibt sie , die wirklich guten , die ihre Arbeit wertschätzend auf Augenhöhe ernst nehmen und wirklich helfen. Es hat sich mehr als gelohnt trotz Skepsis und Angst diesen Fachleuten eine Chance gegeben zu haben.

Gib nicht auf !

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weisst du noch, welche diagnostischen tools die für die ptbs diagnose verwendet haben? ich würde mich gerne selbst mehr informieren, und mehr sicherheit in meine adhs diagnose bekommen, indem ich da ne eigene differentialdiagnostik zu kptbs bastle…

Ich kann mal nachschauen ob ich noch was in meinen Unterlagen finde .

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@qree , Jeder Mensch ist einzigartig, und somit auch seine Reaktion auf Medikamente, und dabei spielen auch noch Umstände mit wie z.B. ob man körperlich als Mann oder Frau geboren wurde, und das jetzt unabhängig davon ob jemand in Wirklichkeit z.B. ein Transgender Mensch ist, da eben z.B. unsere natürlichen Hormone, aber auch Hormone die wir von Aussen unserem Körper zuführen, wie z.B. durch die Anti-Baby Pille, oder infolge einer Hormontherapie in der Menopause, oder um das ganze abzukürzen, im Prinzip egal warum man Hormone nimmt, spielen jedenfalls Hormone, schon immer eine sehr grosse Rolle in der Funktion unserer menschlichen Körper, und ausserdem verändert sich auch unser Hormonspiegel im Laufe unseres Lebens auch immer wieder.

Jedenfalls, und warum ich über den Hormonhaushalt schreibe, ist der Grund dafür jener, weil ich selbst (weiblich) z.B. heute mit inzwischen bald 60 J. ein anderes Erleben mit meinem ADHS habe als z.B. in meiner Kindheit, oder Jugend, oder in meiner mittleren Lebensphase, oder dann natürlich auch wieder z.B. vor oder nach meinen Schwangerschaften und Geburten, oder dann wieder als mein Körper langsam in die Menopause zu wechseln begann.

Jedenfalls der Grund warum ich Dir das erzählt habe ist der weil ich ja nicht weiss wie jung oder alt Du bist, oder wie es um Deinen Hormonhaushalt bestellt ist, und ich Dir eigentlich nur mitteilen wollte das z.B der Einfluss auf Medikamente, zumindest meiner persönlichen Ansicht nach, eigentlich vermutlich total unterschätzt wird.

Und das obwohl ja z.B. eigentlich bekannt ist, dass Medikamente bei Männern anders wirken können als bei Frauen, oder dann natürlich, dass je nach dem die Dosierung bei einem Mann anders sein kann, als bei einer Frau.

Und das schreibe ich natürlich aus meiner eigenen Erfahrung, und welche natürlich deshalb keine Allgemeingültigkeit besitzt, doch nicht destrotz hatte mein persönlicher Hormonhaushalt in meinem persönlichen Leben einen wirklich sehr starken Einfluss darauf wie stark meine ADHS Symtome bei mir ausgeprägt gewesen sind, respektive auch jetzt wieder, heisst in meiner Menopause anders sind als z.B. noch vor 10 Jahren.

Jedenfalls habe ich persönlich damals, als ich noch nicht in der Menopause war, dass Concerta relativ rasch erhöhen müssen, da ich bei nur 18mg eigentlich nichts gemerkt hatte, ausser so wie Du jetzt am Anfang, dass ich immer müde war. :white_heart: