Diagnostik lässt mich an meiner Wahrnehmung zweifeln

Hallo @Traumfresserchen ,

bezüglich

möchte ich Dir sagen, dass zumindest ich mich nur dann einschalte, wenn ich der Meinung bin, etwas Sinnvolles beitragen zu können. Das hat nichts mit ignorieren zu tun. Ich schätze viele Deiner Beiträge sehr. Wolle ich hier einfach mal sagen.

Liebe Grüße

Ich hab irgendwie niemanden mit dem ich sowas teilen könnte, deshalb jetzt hier: ich sitze gerade im Bus und hier sind zwei von diesen Duftbäumen für’s Auto aufgehängt, mit dem Geruch „neues Auto“. :skull::joy:

Das ist eigentlich was für den „Du hast ADHS, wenn…“ Thread. :rofl:

Aber was wäre denn dann das „wenn…“? :thinking:

Ich hab ja nichts damit am Hut.:joy:

Sorry für die späte Antwort. Hab grad nicht so viel Zeit.
Danke für Deine Offenheit.
Ich versuche mal auf das Meiste einzugehen.

Freut mich. Ich hoffe, es kommt was dabei raus.

Naja, diese ganzen Syndrome überschneiden sich teilweise und können Ursache oder Wirkung von was anderem sein. Muss man halt schauen, mit was man am besten arbeiten kann. Aber ich denke, wenn eine Behandlung nicht so richtig Erfolg zeigt, dann sollte man noch andere Aspekte in Betracht ziehen.

EDS kann ja eigentlich gar nicht wirklich behandelt werden. Es bildet einfach nur den genetischen Boden für andere Symptomkomplexe und kann als Argumentationshilfe herangezogen werden wenn man sturen Ärzten ausgesetzt ist.
Es lässt sich relativ einfach diagnostizieren (beim Orthopäden). Allerdings gibt es auch da ein Spektrum und wenn man halt nicht so ganz die Diagnosekriterien erfüllt dann kommt man da nicht weiter.
Bei EDS kommt MCAS aber sehr häufig vor, wie Du bestimmt weißt.
Denn durch das durchlässige Bindegewebe ist das allgemeine Entzündungsniveau erhöht, besonders mit zunehmendem Alter und eine MCAS kann sich bilden.

Nicht wirklich. Das wird durch die „entarteten“ Zellen ausgelöst, die autonom eigene Blutgefäse bilden und ins Bindegewebe bluten. Aber dass die Zellen überhaupt da hinkommen, könnte am EDS liegen.
Dadurch kann übrigens auch Fibromyalgie entstehen, da sich Nervenzellen gerne dort ansiedeln. Behauptet zumindest meine KI. Geprüft habe ich das nicht.

Ist bei mir genauso. Leider.
Sie nimmt auch nicht wirklich Rücksicht auf meine Tochter.
Als ehemalige Lehrerin denkt sie zu wissen, was ADHS ist, aber hat eigentlich keine Ahnung.

Ja, das ist verständlich.
Leider ist das in der Praxis glaube ich sehr schwer.
Ich kenne ein paar Leute, die ähnliche Probleme haben aber keinem wird an der Stelle geholfen.
Ich lese aber mehrfach raus, dass Du eine Burn-Out Problematik hast. Das wird klinisch als Depression gewertet und die Standard-Hilfe ist da eben Antidepressiva und Psychotherapie.
Ich glaube auch nicht, dass Du da groß Unterstützung bekommen wirst wenn Du da nicht erfolglos beides durchexerziert hast.
Da ich gerade auch eine Verhaltenstherapie mache, mag ich aber mal behaupten, dass das schon was bringt. Mir jedenfalls. Wenn Du Dinge selbst hinbekommst wirst Du Dich besser fühlen als wenn Du Dich quasi entmündigst. Ein passendes AD kann schon manchmal den entscheidenden Anstoß geben, dass sich etwas bessert und auch Therapien werden dadurch in der Regel wirksamer.
Ich will Dir das nicht aufschwätzen, ich glaube nur, dass Du unmittelbar wenig anderweitige Hilfe erwarten kannst. Gute Therapeuten können einen außerdem mit Prozessen wie GdB unterstützen und das, was ich hier tue, noch viel besser machen.

Kann nur mutmaßen, aber das nicht zu forcieren (wie man es halt in einer Diagnostikphase tun muss) hat definitiv geholfen.
Ich habe aber auch ein Kind und da beschäftigt man sich automatisch auch mit der eigenen Kindheit. Vor allem wenn das Kind ähnliche Probleme hat wie man selbst.

Zellen aus der Gebährmutterschleimhaut, die über die Eileiter ins Bindegewebe wandern. In Verbindung mit einem fehlerhaften Immunsystem kann so Endometriose entstehen.

Es gibt dazu auch wenig Forschung und kaum Evidenz. Es handelt sich hier um eine kausallogische Verknüpfung, die aber wohl schon auch in der Medizin diskutiert wird.
Fakt ist, dass Endometriose das Entzündungslevel erhöht. Dadurch werden automatisch Mastzellen aktiviert, weil das zum Entzündungsprozess gehört. Generell. Wenn das lange genug passiert, also chronisch ist, dann werden die Mastzellen immer leichter getriggert (MCAS). Außerdem siedeln sich immer mehr Mastzellen an Entzündungsherden an (Mastozytose).
Deswegen können Medikamente, die gegen MCAS gegeben werden, auch bei Endometriose Besserung erzielen.

Okay, das ist dann eben ein Indiz für Lebensmittelunverträglichkeiten, die Mastzellen zusätzlich anfeuern könnte, über Salicylate, Histamin u.s.w.

Nicht gut. Kann die Endometriose verstärken, wenn es zu oft genommen wird.
Hat Dir Dein Arzt das nicht gesagt? Oder erzählt meine KI Mist?

Ja, so ist es bei mir auch. Seit ich so 20 bin habe ich verschiedene Lebensmittel gemieden um z.B. weniger Blähungen zu haben oder Sodbrennen. Also Symptome, die allgemein dem Reizdarmsysndrom zugeschrieben werden (was eigentlich eine ziemlich unsinnige Diagnose ist weil es einfach nur beschreibt, dass man Probleme mit der Verdauung hat ohne dass nach Ursachen geschaut wird.
So wie bei Neurodermitis, was ja auch nichts anderes heißt als „gerötete Haut“.

Es handelt sich dabei also um eine Faulheitsdiagnose von Ärzten, die keine Lust auf weitere Diagnostik haben.

Das passt ins Bild einer MCAS. Denn in Eiern ist kein/kaum Histamin, aber Eiweis triggert Mastzellen. Eigelb müsste gehen. Ich vertrage das auch nicht.

Weiß nicht wie alt Du bist aber früher hatte die Pille viel mehr Nebenwirkungen. Eine Hormonspirale ist eine oft wirksame „Medikation“ bei Endometriose und hat recht wenig Nebenwirkungen da die Hormone sehr gezielt frei gesetzt werden.
Weiß nicht was ich von Kupfer im Körper halten soll. Ist ja theoretisch „giftig“, bzw. Entzündungstreibend.

Antihistaminikan könntest Du relativ unbedenklich mal ausprobieren. Die anderen Medikamente muss man sich verschreiben lassen.

Ja, Essen kann zur Last werden. Aber es ist IMO einer der wirksamsten Hebel bei entzündlichen Erkrankungen. Könnte sich also lohnen, da mal wirklich systematisch ran zu gehen.
Ich konnte meine Symptomlast extrem reduzieren durch eine Auschlussdiät.

Womit leider viele Krankheiten sich selbst verstärken ist die Antriebslosigkeit, die damit einhergeht. Man hat einfach nicht die Kraft für Experimente und wenn es irgendwie geht dann arrangiert man sich mit dem Status Quo. Aber das ist extrem gefährlich, denn mit zunehmendem Alter wird der Körper empfindlicher und Entzündungsprozesse nehmen zu. Dadurch wird auch das Gehirn negativ beeinflusst was einen letztendlich handlungsunfähig machen kann.
Leider kannst Du nicht erwarten, dass ein Arzt dafür Verantwortung übernimmt. Du musst das selbst machen, so schwer das auch ist. Wenn Du Glück hast dann hast Du einen Arzt, der Dich nicht in die Psychoschublade steckt und Dich bei Experimenten unterstützt.

Alles, was ich hier sage, ist Pionierforschung und es gibt wenige Spezialisten und noch weniger, die solche Verknüpfungen untersuchen.

Äußerst verständlich. Ist ja eh schon gehäuft bei ADHS, wenn dann noch Körperstress dazu kommt …

Möglich, aber versteife Dich mal nicht zu sehr auf den Autismus.
Wenn man zu viel Körperstress hat dann ist man einfach „überreizt“.
Bei ständiger Überforderung können harte Strukturen (Routinen) helfen, so wie es ja üblich bei Autisten ist. Theoretisch könnten diese autistischen „Symptome“ aber weg gehen wenn der Körper wieder fit wäre.
Eine ADHS erschwert das aber massiv, da man sich leicht verzettelt und schwer neue Routinen etablieren kann, die einem helfen würden, gesünder zu leben.
Deswegen unbedingt Verhaltenstherapie und Psychoedukation bei ADHS und ADHS-Medikamente, wenn möglich.

Ja, absolut. Mir hilft da Claude enorm, denn er kann helfen, Gedanken zu strukturieren und zu priorisieren. Muss man halt mit einer Portion Skepsis verwenden durch das Sycophancy-Prinzip.

Ja ist bei mir auch so. Ich schiebe den Besuch beim neuen Hausarzt schon eine Weile vor mir her. Ich bin da traumatisiert und habe Angst wieder an so einen Idioten zu kommen, der mir das Leben zusätzlich schwer macht mit seinen Zuschreibungen.

Ich weiß ja, dass Körper und Geist nicht klar zu trennen sind und vermutlich jede systemische Krankheit zu 50% psychosomatisch ist, aber wenn einem die Behandlung auf körperlicher Ebene verweigert wird, dann ist es recht unwahrscheinlich, dass man mit einer psychologischen Behandlung weiterkommt.
Denn davon geht der körperliche Teil nicht einfach weg.

Klar, aber gleichzeitig hindert es dich daran, an der Verbesserung Deiner Symptome zu arbeiten.
Aber das Thema beschäftigt mich schon auch. Wo kommt die erhöhte Leistungsfähigkeit bei ADHS-Medikation her? Beutet man den Körper dadurch nicht aus?
Nun ja, ich möchte daran glauben, dass die Psyche dann doch einen so großen Einfluss hat, dass es nicht so ist.
Ich betreibe das jedenfalls nun seit über einem Jahr und glaube, dass es mir nicht schadet wenn ich meinen Organismus künstlich hochreguliere. Man sollte diese Hochregulierung aber nutzen um an anderer Stelle zu entlasten, z.B. durch Stressreduktion oder besserer Lebensführung.
ADHS-Medikamente wirken nicht zauberhafterweise von selbst. Man muss das als Werkzeug betrachten, besser an sich arbeiten zu können.

Naja, der Kommentar von mir ganz am Anfang war eher unnötig.
Ich sollte dazu vielleicht einen extra Thread aufmachen, aber ob´s was bringt außer meine Zeit zu verschwenden, weiß ich nicht.

Erstmal danke für alles was du geschrieben hast.

Ja, ich bin sicher dass sich das lohnen würde. Hatte das ja auch mal deutlich besser unter Kontrolle. Dann kamen immer mehr Anforderungen, und ich bin in eine Abwärtsstraße geraten. Es gab auch immer bessere und schlechtere Phasen. Und irgendwie hat sich auch immer wieder verändert, welche Symptome am belastendsten waren.

Ich habe eine lange Liste von Dingen, in die ich mich reinfuchsen müsste, die ich umsetzen müsste etc. Weil ich ja eigentlich viel Wissen habe, was mir helfen könnte. Aber die Handlungsfähigkeit ist nicht ausreichend.

Ich habe einen riesigen Berg an Dingen, die erledigt werden müssen, und ständig kommt noch irgendwas oben drauf, was eben nicht warten kann.

Ich bin gerade auf einem sehr guten Weg, Stückchen für Stückchen aufzuholen und auch motivierter als mein Körper mitmachen möchte. (Btw auch gerade jetzt, wo ich keine Termine habe, um Hilfe erhalten zu können) Aber ich kann halt auch keine Berge versetzen.

Vor allem fällt es mir total schwer, mich mit mehreren Themen gleichzeitig auseinander zu setzen bzw mich darum zu kümmern.

Jetzt gerade ist das Autismus Thema auch schon wieder „irrelevant“ für mich geworden, das war halt kurzfristig in den Vordergrund gerutscht, weil ich überraschend den Termin bekommen habe.

Jetzt gerade versuche ich einen Speckkäfer Befall bei mir in Ordnung zu bringen und gleichzeitig auszusortieren und zu ordnen, damit sich eben nicht mehr so schnell ein Berg an Aufgaben ansammeln kann, und Routinen auch an schlechten Tagen noch funktionieren können.

Während ich aber eigentlich auch nach Jobs suchen müsste, weil ich noch nicht sicher weiß ob mein Vertrag in weniger als zwei Monaten abläuft oder verlängert wird.

Und das sind halt nur die zwei größten Themen die gerade akut sind.

Und beim Thema Gesundheit gibt es ja auch so viele Möglichkeiten, die helfen könnten, das schaffe ich einfach nicht noch obendrauf.

Muss jetzt erstmal ins Bett, gehe morgen noch weiter auf deine Nachricht ein.

Ich nehme an, in der Theorie. Und in der Praxis will dann niemand die Diagnose stellen und man muss zu jemandem gehen der darauf spezialisiert ist?

Also das ist mir irgendwie neu. Hab ich entweder noch nicht gehört, oder wieder vergessen.

Was ich hingegen gehört habe, ist dass bei heds die Venen eben auch zu elastisch und somit gewissermaßen instabil sein können.

Das tut mir sehr leid für euch zwei.

Ja vermutlich irgendwas in die Richtung. Wobei es ja auch immer wieder bessere oder sogar gute Phasen oder Tage gibt. Da sind dann die körperlichen Symptome natürlich immer noch vorhanden, aber eben nicht diese heftige Überforderung.

Damit wirst du wahrscheinlich leider Recht haben.

Wüsste bloß nicht warum ich es nehmen sollte, wenn ich (zumindest in meinem Empfinden) keine Probleme mit Antrieb oder Stimmung habe.

Und eine Therapie, zumindest Verhaltenstherapie, möchte ich nicht mehr machen. Bin offen etwas anderes auszuprobieren, um die Themen aus meiner Kindheit anzugehen. Aber dafür muss man halt auch erstmal in einem Zustand sein in dem es überhaupt funktionieren kann.

Okay. Das macht es bei mir ja gefühlt nur schlimmer. Irgendwie glaube ich, dass ich mich mal richtig damit auseinander setzen müsste und eine Zeitschiene erstellen mit allen Ereignissen.

Klingt durchaus schlüssig.

Beides möglich. Hab jedenfalls noch nie davon gehört. Was erzählt denn deine KI, warum das so ist?

Interessant. Ich habe das noch nicht ausprobiert, aber ich meine dass meine Mama auch mal meinte dass sie glaubt dass es vom Eiweiß kommt, und Eigelb okay ist.

Ich bin 27.

Weiß ich jetzt ehrlicherweise auch nichts drüber.

Mir wurde bloß gesagt dass meine Blutung und die Schmerzen dadurch stärker werden könnten. Aber das Gegenteil war ja dann zum Glück der Fall.

Ich weiß gar nicht ob ich dann überhaupt einen Unterschied feststellen könnte, den ich sicher irgendwas zuordnen könnte. Weil alles generell so viel schwankt, da weiß man nie so recht woher jetzt was kommt.

Ja richtig. Bin mir auch nicht mehr sicher ob ich überhaupt ADHS habe, das kann ja auch andere Gründe haben.

Gestern meinte meine Mama jedenfalls, dass sie bei mir nie Anzeigen gesehen hat. Mein Bruder ist über Tische und Bänke gesprungen etc. Aber ich konnte mich wohl auch sehr lange mit einer Sache beschäftigen. Mich konzentrieren, also alleine Hausaufgaben machen. Abgesehen von Mathe, was der Horror war.

Ich nehme ja Elvanse.

Die tiefenpsychologische Therapie wurde seitens zwei Therapeuten abgelehnt, weil man wohl einfach nicht an mich ran käme.

Kann ich total verstehen.

Ich hatte bisher auch noch keinen Hausarzt der nicht in diese Kategorie passt. Es waren immer andere Ärzte, wenn überhaupt. Das ist natürlich doof, weil der Hausarzt ja eigentlich die Stelle sein sollte die dann alles verknüpft.

Solche Fragen stelle ich mir auch.

Ich weiß nicht welchen du meinst. :sweat_smile:

Du meinst Naproxen kann Endometriose verstärken?

Das habe ich noch nie gehört.

Naproxen und Ibuprofen sind Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken und bei Endometriose verordnet werden.

Ja, hast Recht. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Sorry

Macht ja nichts. :relieved_face:

Hallo!

Hmmm… keine Ahnung, an sich ist die Diagnose nicht so schwer zu stellen.
Es handelt sich allerdings um ein Spektrum, so dass man eventuell durchs Diagnoseraster fällt, wenn die Ausprägung nicht so extrem ist.
Man muss sich natürlich auch fragen, was man mit so einer Diagnose will.
Medikamente gibt es ja, glaube ich, eh nicht dagegen.

Der Orthopäde meiner Tochter hat sie jedenfalls spontan untersucht, als ich den Verdacht äußerte, und hatte durchaus Ahnung von der Erkrankung.

Aber da sie vor allem überbeweglich ist und nicht so sehr die anderen Symptome zeigt, gab es keine Diagnose.

Da sie aber wie ich in der Jugend starke Akne hat, vermute ich da schon eine genetische Disposition zu Mastzell-Überempfindlichkeit, die eventuell auf dem Boden einer EDS steht.
Zumindest wissen wir, wo man ansetzen kann, wenn sie irgendwann weitere Symptome entwickelt.

Hier mal, was Claude darüber schreibt:

Zusammenfassung

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnelt, außerhalb der Gebärmutter vorkommt – typischerweise an Eierstöcken, Eileitern, Bauchfell oder Darm.

Dieses ektope Gewebe reagiert wie normales Endometrium auf den Hormonzyklus: es baut sich auf, blutet – kann aber nicht abfließen. Das führt zu Entzündung, Vernarbung und oft starken Schmerzen.

[…]
Mastzellen (= gewebeständige Immunzellen, die Histamin und andere Mediatoren freisetzen) spielen bei Endometriose eine aktive Rolle:

  • Sie sind in Endometrioseherden selbst angereichert und fördern dort Angiogenese (= Neubildung von Blutgefäßen), Nervenwachstum und Entzündung

  • Sie kommunizieren bidirektional mit Nervenfasern in den Herden – was die Schmerzchronifizierung erklärt

Systemische/entfernte Mastzellaktivierung:

Das ist der interessante Teil. Es gibt Hinweise auf

  • Peritonealflüssigkeit als Vehikel: Mediatoren aus den Herden gelangen systemisch und können Mastzellen anderswo sensibilisieren

  • Darm: Mastzellaktivierung im Darmgewebe, was die hohe Überlappung mit Reizdarmsyndrom (IBS) erklären könnte – viele Endometriose-Patientinnen haben GI-Symptome auch ohne direkte Darmbeteiligung

  • Blase: Ähnliches Muster, Überlappung mit interstitieller Zystitis (= chronische Blasenentzündung nicht-infektiöser Ursache)

  • Systemische Mastzellaktivierung im Sinne eines MCAS (Mastzellaktivierungssyndrom) wird bei Endometriose-Patientinnen gehäuft berichtet – allerdings ist die Datenlage noch nicht robust genug für kausale Aussagen

Weiß nicht, aber die Venen grenzen ja direkt ans Bindegewebe. Ist also plausibel.

Danke, aber ich kann damit leben. Meine Mutter ist eine sehr komplizierte Frau, die auch einige chronische und degenerative Erkrankungen hat. Für Input von mir ist sie aber auch da nicht offen und vertraut ihren Ärzten, die sie eben gerade so am Laufen halten.

Es ist aber ihre Entscheidung.

Auch, dass sie kein Interesse an meinen Beweggründen hat, warum ich mir die ADHS-Diagnose geholt habe oder wie es mir damit geht und an Verständnishilfen im Umgang mit ihrer Enkelin, die eine sehr ambivalente Beziehung zu ihrer Oma hat, weil die sich kaum Mühe macht, ihre Eigenheiten zu akzeptieren.

Ich weiß nicht, ob das damit zusammenhängt, aber ich vermute eine leichte ASS Ausprägung + ADS bei meiner Mutter. Sie ist extrem stur und auch immer so verpeilt und mega empfindlich. Schon immer. Und sie maskiert extrem.

Also, so gemein das klingt, ich bin gar nicht so traurig, dass wir so wenig Kontakt mehr haben, weil sie mich ziemlich belastet und ich das einfach nicht auch noch leisten kann. An der Stelle muss ich egoistisch sein, bzw. liegt da meine Priorität bei meinem Kind.

Deswegen formuliere ich das so „vage“
Was Du beschreibst, ist ja sehr häufig bei ADHSlern und ist eine Mischung aus Stimmungslabilität und chronischer Überforderung.

Also in dem Punkt erscheinst Du mir jetzt nicht so kohärent.
Das klang teilweise schon recht drastisch.

Ich habe auch mal ein AD genommen, obwohl ich mir sicher war, dass ich keine Depression hatte, und es hat meinen Antrieb deutlich verbessert. Jedenfalls eine Zeit lang, bis dann eine komische Entpersönlichung eingesetzt hat, die mich extrem verängstigt hat.

Also das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber ich finde, solange man Probleme mit der Funktionalität hat, ist tiefenpsychologische Therapie mit Vorsicht zu genießen. Ich erlebe doch, wie allein die Diagnostik psychisch an mir gezehrt hat und immer noch tut, da ich viel mit mir in Einklang bringen muss, die ADHS betreffend. Man setzt sich da ja automatisch mit seinen Schwächen auseinander.

Es mag ja auch sein, dass dir die Verhaltenstherapie in der Vergangenheit nicht geholfen hat, aber wie schon gesagt, ist das ja auch kein Wunder, weil Du zu dem Zeitpunkt, glaube ich, keine ADHS-Medikamente genommen hast.

Ich habe das zigfach gelesen und auch meine Therapeutin sagt, dass eine solche Therapie fast nur unter Medikation funktioniert.

Man sieht es auch an den Gruppenteilnehmern in meiner Therapie, die keine Medikamente nehmen. Da sind so gut wie keine Fortschritte zu sehen, während ich das Gefühl habe, dass es mir viel bringt. Die ohne Medikamente kriegen oft auch wenig mit.
Ich sammle einen Werkzeugkoffer an Tools an, mit denen ich mit verschiedenen Problemen umgehen kann. Allein die Psychoedukation ist ebenso wichtig, um sich und die Symptome besser zu verstehen.

ADHS greift in die tiefsten Schichten der Seele und beeinflusst das Leben fundamental. Ich habe aber auch Glück, eine sehr erfahrene und intelligente Therapeutin zu haben.

Ich habe grundsätzlich auch Interesse, eine Tiefentherapie zu machen.
Aber finde da erst mal jemanden, der sich auch mit ADHS auskennt.

Bei ADHS funktioniert nämlich die Schema-F-Vorgehensweise nicht. Sagt Edward Hallowell und habe ich selbst erfahren.

Wozu denn?
Krieg doch lieber Deinen Alltag hin. Du musst nicht in Deiner Psyche buddeln.
Du solltest aber, wenn etwas hochkommt, es auch zulassen. Auch wenn es von Angst begleitet wird. Diese Ängste will man instinktiv nicht haben und verdrängt das dann oft. Dadurch bleiben auch die Erinnerungen verborgen.
Ängste erhalten Macht, wenn man sie nicht zulässt und zu Ende denkt.
Vielleicht denkst Du jetzt, dass Du gar keine Ängste hast, aber es kann auch gut sein, wie bei mir, dass man sie einfach nicht bewusst wahrnimmt. Sie können sich auch unbewusst äußern, was dann z.B. zu subjektiv als Emotionslosigkeit wahrgenommen werden kann.
Es muss übrigens auch nicht immer eine Therapie sein. Manchmal macht auch ein gutes Sachbuch den Ausschlag.

Merkst Du, wie Du bei dem Thema Dich selbst unter Druck setzt? Du willst Dich reparieren. Das ist verständlich. Aber man kann das nicht forcieren. Und vielleicht ist es ja auch das Selbstbild. Musst Du Dich überhaupt reparieren? Vielleicht bist Du ja auch gut so, wie Du bist - mit all Deinen Schwächen.

Du bist Kindergärtnerin?
Die Kinder lieben Dich bestimmt.

Denk mal drüber nach mit der Hormonspirale.

Das wirkt sehr schnell. Innerhalb einer Stunde. Das wirst Du merken. Oder halt nicht. Dann bringt es eben nix. Mehr als müde sein kann auch kaum passieren.

Ach ja, das Gefühl kenne ich. Aber aus diesem Zweifel bin ich herausgekommen durch:

A: Dem Glaube, dass ADHS einfach nur eine Beschreibung eines Symptomkomplexes ist (Das ist die Definition eines Syndroms). Die Ursache ist dabei eigentlich egal.

B: Wenn die Medikamente wirken, dann ist es auch egal, ob Du ADHS in Wirklichkeit hast oder nicht

C: ADHS Therapie hilft trotzdem, auch wenn es in Wirklichkeit vielleicht gar keins ist, denn die Probleme hast Du ja.

D: Im Austausch mit anderen ADSHlern gibt es bei mir so viel Familiarität. Ich gehöre wirklich dazu, auch wenn mein ADHS in Teilen wirklich extrem viel stärker ist als das der anderen und in anderen Teilen kaum vorhanden. Es gibt so viele Arten von ADHS wie es Menschen mit ADHS gibt.

Och, Eltern :face_with_peeking_eye: Die wollen oft vieles nicht sehen.

Ich könnte Dir jetzt Stories erzählen, da schlackerst Du mit den Ohren.

Ich beobachte das Thema mit viel Verzweiflung in meinem Freundeskreis.
Was die nicht alles machen, um ein Gefühl von Normalität aufrecht zu erhalten.
Auf Kosten ihrer Kinder. Aber von Diagnosen wollen die alle nix wissen.

Meine Mutter genauso. Ich war laut ihr auch völlig normal.
Hatte halt das „Pech“, dass ich mich, obwohl ich männlich bin, gut genug anpassen konnte, dass ich nicht groß auffiel. Jedenfalls nach meinem Schulwechsel in der 1. Klasse, wo ich gar nicht klar kam.

Meine Mutter (alleinerziehend) hat aber auch einfach kaum was von mir mitbekommen. In den 80/90ern haben die Lehrer den Eltern auch nicht viel erzählt und solange man gut in der Schule ist, ist alles paletti.

Dass ich vom Intellekt, wie ich später bewiesen habe, auch aufs Gymmi hätte gehen können mit 1er-Schnitt tut dabei ja nix zur Sache. Oder dass ich solche Probleme mit der Berufsfindung hatte und ständig mit den Chefs aneinandergeraten bin.

Dyskalkulie? Sehr häufig zusammen mit ADHS.

Schönen Abend noch!

Das hat ja leider nichts zu bedeuten. Die meisten Ärzte trauen sich trotzdem nicht Diagnosen zu stellen, so zumindest meine Erfahrung.

Vielleicht hab ich mir auch nur die vereinfachte Darstellung gemerkt.

Kann ich gut verstehen. Meine Mama hat ähnliche Probleme wie ich mit der Gesundheit. Aber sie vertraut auf die andere Richtung. Schamanenzeugs und so.

Wenn ich es richtig anbringe ist sie aber immerhin nicht ganz verschlossen dem gegenüber was ich ihr sage.

Tat es das?

Hab ich auch mal, ganz niedrig dosiert wegen chronischer Schmerzen.

Das kann gut sein.

Meine Praxis kennt sich ja aus mit ADHS.

Aber ich fühle mich jetzt nicht wirklich verstanden dort.

Ich sag ja nicht dass das jetzt sein muss, meine bloß dass das wahrscheinlich das sein wird was ich machen müsste, um ein paar Erinnerungen wieder hoch zu holen.

Ich versuche mich so gut wie möglich damit auseinander zu setzen.

Glaube dass ein ganz großes Thema bei mir Scham ist.

Das ist wohl auch Resultat der Scham.

Nicht ganz. Alltagshelferin. Habe keine Ausbildung.

Ich habe es mal ne Zeit lang genommen. Es ist einfach zu viel durcheinander, ich kann oft nicht sicher sagen ob etwas hilft.

Ja das ist definitiv ein Problem dass mir auch auf der Arbeit begegnet.

Laut Online-Tests habe ich keine.

Dir auch! :relieved_face:

Zumindest nicht die bedeutsamen Diagnosen. Das stimmt schon.
Aber so Diagnosen wie Neurodermitis, Reizdarm, oder Somatisierungsstörung, da sind die ganz wild drauf.

Haha, ja meine Mutter hat auch so ihre Gurus und es hilft auch nicht, ihr wiederholt zu sagen, dass Kot- oder Blutuntersuchungen keine verlässlichen Mittel sind, um Lebensmittelunverträglichkeiten zu enttarnen.
Von Homöopathie ganz zu schweigen.
ich weiß auch nicht, denkt die, das ist alles irgendeine Verschwörung?
Wenn diese Mittel funktionieren würden, dann könnte man das doch in Studien zeigen und dann würden Ärzte diese Mittel benutzen.

Sie hängt auch seit Jahrzehnten an ihrer Psychotherapeutin, aber hat es in der Zeit geschafft, sich mit so gut wie allen zu verstreiten und eine depressive Episode nach der anderen durchzumachen.
Laut der Therapeutin, die ja gar nichts von mir weiß außer das, was meine Mutter ihr erzählt hat, habe ich ja auch auf keinen Fall ADHS. Schön, dass die das aus der Ferne so sicher sagen kann. Dann ist ja alles gut bei mir.

So wirkt es bei meiner Mutter auch manchmal, aber sie folgt trotzdem nie meinen Tipps.
Ich würde mich sogar für sie voll ins Zeug legen und mein Recherchetalent für sie verwenden, aber wenn da kein Interesse besteht, kann ichs ihr ja auch nicht aufzwingen.

Tut sie das?
Ich hatte ja schon einige, die das behauptet haben, aber da funkt trotzdem oft eine Menge gefährliches Halbwissen rum. Würde sogar soweit gehen zu sagen, dass man sich in Deutschland generell nicht wirklich gut mit ADHS auskennt.

Aber man kann natürlich auch immer Glück oder Pech haben an wen man gerät.
Ich bin jedenfalls auch in einer Schwerpunktpraxis zu ADHS und ich kenne mich trotzdem besser aus. Auch da gibt es immer mal wieder Falschaussagen, zu denen ich dann aber meistens schweige, weil ich nicht besserwisserisch rüberkommen möchte.

Laut meiner Therapeutin ein sehr mächtiges Gefühl. Kann bei mir schon auch sein.
Und Scham schiebt man wirklich lieber von sich weg. Das ist ein ekliges Gefühl.
Vielleicht ist Ekel damit sogar sehr verwandt.

Ja das ist leider einfach auch so. Wenn man wirklich Triggern auf die Spur kommen will, dann muss man systematisch an die Sache rangehen und die Komplexität gerade bei Lebensmittelunverträglichkeiten in Verbindung mit MCAS oder Ähnlichem ist enorm.

Antihistamin sollte trotzdem einen Effekt haben, wenn Histamin an Deinen Symptomen beteiligt ist.

Vermutlich, ja.

Das tut meine Mama leider auch nicht, glaube ich zumindest.

Naja, zumindest wirbt sie damit. Muss aber auch sagen dass ich mir nicht wirklich einen Eindruck davon machen kann. Bin dort ja nur um die Stimulanzien zu bekommen, dementsprechend kurz und selten sind die Termine.

Ja das ist gut möglich. Schon belastend.

Also vor ein paar Tagen hab ich’s genommen nachdem mir alles gejuckt hat. Ob es dadurch besser wurde oder etwas anderes, wer weiß. Das ist so schwer.

Schau Dir doch mal die Wirkstoffkurve an, sollte in der Regel nach 1h Effekt zeigen.
Mach es halt immer, wenn Du Symptome hast. Wenn es dann meistens weg geht dann weißt Du, dass es wirkt.

Manchmal muss man auch ein bisschen ausprobieren.
Bei mir wirkt z.B. Cetirizin kaum, aber Levocetirizin ganz gut.
Akut nehme ich Fenistil, macht aber eher müde

Ist halt total schwer zu sagen. Heute hat’s mich auch wieder überall gejuckt, hab aber nichts genommen weil ich gelesen habe dass Antihistaminika durch heißes Wetter beeinflusst werden können.

Und dann ist es halt auch wieder weg gegangen.

Will ja auch nicht unnötig Medikamente nehmen.

Damit bist Du bestimmt gut beraten.
Die H1-Blocker machen ja auch was im Gehirn. Manche mehr, manche weniger.
Muss man halt für sich testen.

Das mit dem Wetter wusste ich jetzt nicht, aber grundsätzlich können alle möglichen Reize bei Immungeschichten beitragen.

"Ein mehr oder minder großes Risiko für eine Hyperthermie - also eine

Überwärmung des Körpers - stellen Schilddrüsen-Hormonpräparate, trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika, Anticholinergika, Atropin und Hyoscyamin dar."

Steht auf der Website der TK

Ah, also wegen der Hitze von außen also. Gut zu wisen.
Ich hatte heute aber ordentlich H1-Blocker drin und hatte keine Probleme.
Aber kann ja bei jedem anders sein.