Die ADxS-Amigurumi-Challenge

Bereit für eine Herausforderung?

Hintergrund: Da meine Handarbeit selbst bei entfalteter Mühe immer sehr authentisch nach Werken eines präpubertierenden Jungen aussieht, musste ich von jeher ran, um prokrastinierte geschwisterliche Kunst- und Werken-Projekte in der letzten Nacht über die Ziellinie zu bringen. So nun auch in der nächsten Generation. Ergebnis: Ich bin zurück im Häkel-Game!

Die Jugend von heute gibt sich nicht mehr mit Topflappen ab. Gehäkelt werden Amigurumi - Figuren:https://de.wikipedia.org/wiki/Amigurumi

Ich habe viel dabei gelernt:

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  • Zum Beispiel, dass es gute und schlechte Anleitungen gibt. Es lohnt sich, nach guten zu suchen.
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  • Zum Beispiel, dass man manche Technik einfach lernen und üben muss. So hat mich ein Video in kürzester Zeit wahnsinnig aggressiv gemacht: Ich wusste nicht (mehr?), wie man „Stäbchen“ häkelt. Jedes 3. Wort in dieser Anleitung war aber „Stäbchen“. Erst wollte ich mich durchmogeln. Dann wollte ich den Rechner an die Wand werfen. Irgendwann habe ich mich gefügt, und nun „kann ich“ Stäbchen. Ich kann sogar halbe Stäbchen. Also theoretisch/quasi-praktisch: Maschenzugaben muss ich z.B. nicht groß machen, weil ich so locker häkele, dass das Häkelgut von alleine jede Runde etwas größer wird.
  • [/list] Ihr könnt Amigurumis auch ohne Stäbchen häkeln. Kein Problem.

    Zudem: Diese Mischung aus mal repetitiv Strecke machen und mal konzentrieren usw.: Ich glaube, da ist wirklich was Therapeutisches für uns drin…. Vielleicht gibt es ja hier Profi-Häkler und -Stricker, wäre mal interessant. Ich mochte jedenfalls nach einer Weile diesen Glückskeks-Cocktail, den der Körper da anrührt. Und die Erfahrungen versuche ich gerade auf andere - wichtigere - Projekte zu übertragen, die mir anfangs nicht leicht von der Hand gehen und bei denen es echt häkelt.

    Und: Es findet offline statt! Und: Es gibt vergleichsweise schnell sichtbare Erfolgserlebnisse! Und: Es ist ein Jungbrunnen! Ich habe direkten Kontakt zu der Drittklässlerin in mir aufnehmen können, die damals gelb-braune Topflappen gehäkelt hat, und die damals schon merkte, dass die „irgendwie anders“ aussehen. Ich rede ihr heute besser zu als damals. Mal sehen, ob das so bleibt, wenn keine Über-Nacht-anderen-helfen-Rettungsaktion ansteht, sondern ein eigenes Vorhaben.

    Gebraucht werden Wollreste und eine Häkelnadel. Vielleicht kann man statt einer Häkelnadel auch eine Büroklammer oder einen Kleiderbügel zweckentfremden, noch nicht probiert.

    Anleitungen finden sich online bis an den Rand des Internets. Ich schlage vor, dass man - je nach Wollresten (Materialsport und sichtbare Impulskäufe werden - im eigenen Interesse der Betroffenen - disqualifiziert!) - in zwei Kategorien teilnehmen kann:

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  • A - wie Avatar: Häkele etwas, das Deinen Nickname widerspiegelt.
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  • B - wie Eichhörnchen: Häkele ein Eichhörnchen oder ein anderes Tier des Waldes.
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    Fristende: 16. März. Warum? Ohne Frist kriegen wir ja gerne mal gar nix gehäkelt. Noch wichtiger aber: Am 16.3. ist der „Alles, was Du machst, ist richtig“-Tag, und der gehört natürlich gebührend gefeiert.
    <LINK_TEXT text=„Alles-ist-scheiße-Tag - National That Sucks Day USA - 15. April 2021 … chtig-tag/“>Alles-was-Du-machst-ist-richtig-Tag in den USA - 16. März</LINK_TEXT>

    Dies hier bestätigt meine eigenen Beobachtungen:

    <LINK_TEXT text=„20+ 2015 Crochet Interviews – Crochet Patterns, How to, Stitches, Guides and more … d-profits/“>Erik Hansen Crochets for ADHD … And Profits – Crochet Patterns, How to, Stitches, Guides and more</LINK_TEXT>

    <LINK_TEXT text=„comments : ADHD … _focusing/“>https://www.reddit.com/r/ADHD/comments/3xaeri/knittingcrochetcrafting_to_help_focusing/</LINK_TEXT>

    <LINK_TEXT text=„https://www.facebook.com/SensaCalm/post … 512657740/“>Redirecting...</LINK_TEXT> (auch mit Hinweis auf erleichterte Sucht-/Gewohnheitsentwöhnungen…)

    Strickende / gestrickte Challenge-Einreichungen sind natürlich auch willkommen:

    https://www.knitmagic.com/how-it-works/

    „ADD & ADHD: Knitting is one of the few activities that activates both hemispheres of the brain simultaneously, thereby enhancing one’s ability to concentrate and retain information. Typically, those suffering from attention deficit issues are said to be “right-brained learners” which can often create difficulties in a traditional left-brained teaching system. Knitting’s simultaneous activation of both hemispheres facilitates the development of left-brained learning skills.“

    Ich vermute diesen Effekt hinter meinen neuen Glückskeksen am wollenen Faden.

    Habe mein Häkelgarn vor zwei Jahren beim Häkeln einer Kanalratte …äh… -maus verschossen. Ein Weihnachtsgeschenk mit ganz viel Liebe drin, das im folgenden Herbst fertig wurde.

    Die Topflappen in der zweiten Klasse hatten die Form und Farbe von Verkehrsschildern. Meins war ein akkurat angefertigtes Sackgassenzeichen. Was das nun wieder bedeutet?

    Heute häkel ich nur noch Boxhandschuhe.

    Alles besser als Völkerball.

    Cassiopeia

    Hihi, muss ich an unsere Sprüche von früher denken: „So gings meiner Omma auch mal - jetzt sitzt sie im Keller und strickt Heizkanister!“…
    Diese Topflappen sind irgendwie traumatisch. Meiner war ein Parallelogramm, aber kein Recht- geschweige denn ein Quadrat. :nothere
    Während meiner Schulzeit habe ich IMMER gestrickt. Die Lehrer haben es, denke ich, gedultet - damals wähnte ich mich besonders raffiniert :rotwerd. Die wandernde Hirnhälfte war beschäftigt. Heute bin ich zu faul. Ich denke das ist normal - als Waldorfmutti habe ich mein Motivationspotential diesbezüglich wohl erschöpft.

    Die Idee ist aber echt süß!!
    Hm. Und die Hände sind beschäftigt - man kann dabei nicht essen - und man muss sich drauf konzentrieren…
    Lass ma ein bisschen in mir arbeiten vielleicht bin ich ja doch dabei!

    :lovedumb

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    Oh, schaut: Das ist Überwiegend Unaufmerksam, ein betroffenes Eichhörnchen.

    (Zumindest am Perfektionismus-Problem haben wir wirklich gearbeitet.)


    Die Anleitung sah eigentlich so etwas vor:
    <LINK_TEXT text=„https://haekelnblog.blogspot.com/2016/1 … itung.html“>Kleines Eichörnchen - Häkelanleitung</LINK_TEXT>,
    aber bei neurodiversen Eichhörnchen ergeben sich unterwegs eben Abweichungen zum Bauplan. Nennen wir es Freestyle-Amigurumi. Jedenfalls verhäkeln sich die Gehirnhälften merklich. Ich kann es empfehlen.

    Mit nur wenigen Requisiten könnte das störungsbildgemäß recht wandelbare Eichhörnchen übrigens auch in der Kategorie A für einen befreundeten Avatar antreten. Wir werden sehen.

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    Spannend dazu auch die vorgeschlagenen ADXS-Beiträge „Kandidaten-Gene“ (Geboren für diese Challenge, bis in die DNA, in der Tat!) und Umweltfaktoren.

    Ich sehe hier eine neue Therapieschule im Werden. Häkelschema-Therapie? Amigurumi-Aufstellungsarbeit des Inneren Teams? Der rote Faden, der Ihre Hemisphären mit Stäbchen verbindet.

    Oh eine Eichkröte oder eher ein Schildhörnchen :wink:

    Danke für die wohlwollenden Deutungen.

    Der Innere Kritiker ist zwar - wie nicht anders zu erwarten - einigermaßen fassungslos, warum ausgerechnet in einer digital und buchhalterisch arbeitsreichen Woche ein Eichhörnchen mit mobilem Krötenpanzer als Gefährte für nötig befunden wurde.

    Aber manchmal machen sich Leerstellen wohl am effektivsten in 3D verständlich, wenn sie etwas Umhäkelung und Füllwatte abkriegen. Mal sehen, ob sich noch jReisebegleiter anschließen.

    Weiter geht es also erstmal für und mit Eichkröte Erik Erfahrungssammler. („Überwiegend Unaufmerksam“ wurde als Name abgelehnt. Aber da mein Auto nach dem Parkhausvorfall Kevin heißen wollte, dachte ich, das wäre ok, Diagnosen als Rufname zu vergeben. Das Bundesamt für Häkelwesen spielt da nur nicht mit.)

    Wer davon nicht inspiriert ist, findet hier (statt Nr. 62: Häkeln) auch noch über 100 Alternativen in Sachen Self Care Bingo:

    90 Ideen für das Selfcare-Bingo - Cayaline

    Aber es bietet sich schon an, denn „Mit dem Haustier spielen“ und „Kreative Experimente ohne Ziel“ sowie „Etwas Neues lernen“ habe ich gleich miterledigt.

    Tolle Idee @Elementary

    Ich habe einen Amigurumi-Pinguin mit Schal und Mütze gehäkelt, als ich immer bei den Hausaufgaben neben meinem Zweitklässler-ADS-Sohn saß, als er noch nicht nicht sehtherapiert, nicht ASs-diagnostiziert und noch unmedikamentiert war. Wenn er aufhörte zu schreiben, hörte ich auf zu häkeln… es war die einzige Möglichkeit, diese unerträgliche Phase durchzustehen… in der ersten Klasse habe ich das ohne Hilfsmittel ertragen, aber in der b zweiten Klasse war Amigurumi das allerbeste für mich… aber als der Pinguin fertig war, war es meinem Sohn dann egal, ob ich weiter häkele oder nicht… da habe ich es dann doch wieder gelassen… und in der dritten Klasse habe ich keine b zeit mehr gehabt wegen des aufwändigen täglichen Seh- und Rechentrainings, dass ich mit ihm machen musste… ein ganzes mühsames Jahr… danach fühlte ich mich ausgebrannt… haha… dabei war ich doch noch relativ topfit… hmmm…

    Danke für die Solidarität, @Nono.

    Ist so ein Thread, der sich zu Beginn ganz bahnbrechend zwingend anfühlte und mir jetzt aufzeigt, dass nicht mal ich meine Ideen von vorgestern noch uneingeschränkt feiere.

    Auch eine Erkenntnis.

    Wobei: Erik E. hat zwar inzwischen ein Mützchen, aber einen Schal braucht er wohl noch. Diesen könnten wir dann, wenn es etwas lieblicher wird, auf jeden Fall auch als @Raupi-Amigurumi aus Luftschlangen… bzw. Luftmaschen zur Verfügung stellen, falls Dein Pinguin zu schüchtern ist, hier teilzunehmen.

    Nun ja ich hätte gerne mitgefeiert , aber alles in mir sagte und warnte mich :
    Vorsicht , Prokrastination lass dein Häkelenadel bloß im Schrank!
    Lass dich bloß nicht hier inspirieren , sonst wirst du Zeit für andere Dinge verlieren !

    Somit war dieser Thread , obwohl es mir in den Fingern juckte quasi ein Antiprokratsinationstraining :wink:

    And the winner is… @Nelumba_Nucifera.

    Natürlich ging es in diesem Thread niemals um so etwas Profanes wie häkeln. @Krasti geht es ja immer nur um Prokrastination bzw. Anti-Prokrastinations-Training. Und ich bin nur eine ihrer Handlanger*innen bzw. ihre Häkelnadel, um diesen Faden wieder aufzunehmen in verschiedenen Mustern. Manchmal eben linksgestrickt, weil Ihr natürlich Profis mit zu großem Erfahrungsschatz seid, um durch offensichtliche Prüfungen wie Netflix oder Forenspaß am Haken zu landen. Das ist gut.

    Ich selbst hing tatsächlich 2 Tage an der Nadel und mein Seelenheil am wollenen Faden. Gerade das ungehinderte Nachgeben hat mir aber zu der Einsicht verholfen, dass noch lange nicht alles „Selbstfürsorge“ ist, bei dem „Selbstfürsorge“ draufsteht. Maßgeblich ist wohl eher, was man auch noch am nächsten Tag dafür hält. Wenn hinterher alles noch mehr unter Druck ist und man selbst nicht zumindest etwas gekräftigt an Leib oder Seele, war es wohl eher Eskapismus oder jedenfalls zu viel des Guten.

    Die Schlangen der Verführung tarnen sich heute geschickter. Manchmal kommen sie in pastelligen Farben daher mit Affiliate-Links zu kreativ wirkenden Bastel-Shops, Buchstabenmalereien in hochvernünftig erscheinenden Bullet Journals, der endlich ultimativen To-do-Technik, dem Simplify-Planer zum Gadget-Glück, Sockenfalten für Minimalismus- oder gar Meditationsmumumimimi.

    Viele Wege führen zum Baum der Erkenntnis. Manchen erweist sich eine Polyacryl-Eichkröte als Lotse dorthin. Kein Schaf wird verlorengegeben, bis dareinst ein Amigurumi-Lamm und ein Amigurumi-Löwe in Eintracht miteinander wohnen in der WG der pinken Rollatoren. Sie zeigen einander ihre Füllwatte und sind sich trotzdem in Wohlwollen zugetan.

    Von Luft"schlangen" habe ich ja im letzten Beitrag schon begonnen. Als nächsten Tipp hätte ich einen Apfel mit einem Schoner umhäkelt als Zeichen der Versuchung, aber da waren wir schon enttarnt. Jetzt habe ich den dringenden Impuls, Krasti mit Häkelnadel und Lilie abzubilden, aber natürlich gebe ich dem nicht nach. Ihr habt ja alle schon genug Bilder im Kopf. Und es heißt ja nicht umsonst in der heiligen Spülschrift der Evangelisten Tilly und Palmolive „Du sollst Dir kein Bildnis von Krasti machen noch irgendeinen Haiku.“ Meine Bilder wären nie Eure Bilder. Dennoch badet Ihr gerade Eure Augen darin. In Geschirrspülmittel? Nein, in mit festen Maschen erhäkelter Erkenntnis.

    Das heilige pinke Spüllamm nimmt also protest-anti-sch nüchtern seine goldene Häkelnadel und schlägt Dich damit zur Ritterin des Antikrastinationsordens, Lumbi, und Euch alle anderen auch, die Ihr der Häkelversuchung widerstanden habt.

    Die Challenge ist siegreich geschlagen. Wir sind erlöst. Gehet hin und häkelt hinfort nicht mehr, wenn Ihr Wichtigeres zu tun habt!

    I am the Winner :juhuu

    aber ich war äußerst verlockt von deinem Thread einfach diesen Spass mitzumachen und ins Häkelland mit abzutauchen und lustige Ergebnisse zu liefern.
    Denn das was ich kann sind eben so Häkelergebenisse weit ab von der Norm. Sie fallen dann in der Reihe der „neurodivers“ gehäkelten kopierten Vorlage auf, so wie ich halt immer mal wieder auffalle :wink:


    Oh dieser Satz trifft mich wie ein Schlangenbiss in der Wunde meiner größten Prokrastifalle :mrgreen:

    Ach ja un dim Bezug zu der Drittklässlerin… Da hab eich erst gedacht du wärst auf einer Häkelplattform und würdest dich wirklich nett mit einer rellen Drittklässerin austauschen :lol:

    (@Elementary, deinen obigen Post habe ich erst jetzt gelesen)

    Ich würd jetzt am liebsten eine Regenbogen Raupi häkeln… soo viele Projekte… alles Prokrastination???

    In Kuren und Rehas lernt man doch, dass das Kreative unbedingt dazu gehört…

    Also… nagut… nicht schon morgens um Neun…

    @Nelumba_Nucifera
    Ja der Bullet Journal Hieb traf auch mich :smiley:

    Übrigens habe ich eine - für mich - wirklich hilfreiche App gefunden, sie sich sogar Bullet Journal App schimpft… Elisi…

    Also toll ist an Elisi, dass man so schön unkompliziert Tasks schieben kann… :rotwerd

    Vereint im Widerstand gegen Versuchungen, morgens um 20 nach 9. Wie schön. Sind wir nicht alle Gewinner.

    Als ich da im drittklassigen Dialog war auf meiner inneren Häkelplattform, erinnerte ich mich daran, dass ich vor einer wichtigen mündlichen Prüfung schon mal so einen Bastelanfall hatte. Damals war dieses Internet gerade für die breite Masse zugänglich geworden. Ich war nach langen Prüfungsvorbereitungen irgendwie verödet. Bastelvorlagen waren frei verfügbar wie ein Bonbonladen… Und ich dachte, ich bin ja kreativ. Ich konsumiere ja nicht nur. Es kostet (vermeintlich) auch nichts. Ich habe ein sicht- und anfassbares Erfolgserlebnis. Ich verdiene eine Auszeit. Flow, here we go.

    Sagen wir es, wie es war: Ich bastelte ein Partyhütchen für ein Glücks-Maskottchen. Ein Partyhütchen? Es mögen auch mehrere Partyhütchen gewesen sein. Sie waren pastellfarben.

    Damals reichte ein Blick eines älteren Geschwisters, um mich zu ernüchtern.

    Diese „Demarkationslinie zum Partyhütchen, das gebastelt wird, bevor es Anlass zur Party gibt“ - so lautet die Eintragung auf meiner Seelenlandkarte seither, kurz „Partyhütchen“ - ist aber ohne geschwisterlichen Blick im Haus schwerer zu erkennen… Sie wird auch immer verwaschener, scheint mir. Zumal das „Tal der Unkreativen“ in meinem Elternhaus verpönter war als der Übertritt zum Partyhütchen. (Jedenfalls, wenn man die Prüfung trotzdem unerwartet gut bestand. Sonst, nun ja… Koo kommt ja nicht von ungefähr.)

    Jedenfalls habe ich die Bedeutung dieses „wohlwollend-maßvollen“ Kontrollblicks nochmal erkannt und war dankbar, ihn in mir angelegt zu wissen und ausgraben zu können.

    Flow und Hyperfokus und Zeitvergessen und Zeitblindheit liegen nah beieinander. Es ist sicher gut, wenn da auch ein Timer liegt. Oder zwei: ein Insight Timer und ein sehr, sehr externer Timer mit unfreundlichem Weckton.

    Wenn es nicht mehr das Geschwister ist, dann das Ich von Übermorgen, das schon mal über die Schulter guckt. Es trägt derzeit kein Partyhütchen.

    (… weiterhin prokrastinierend…)(shh…) :aufsmaul

    Ach ja, die App Any Do, die bloß auf meinen Google Kalender zugreift, sagt mir immer morgens, ich sollte mir nicht immer so viel vornehmen… mehr als 8 Tasks wären ungut… häääääääää???

    Also dazu bin ich viel zu entscheidungsunfähig, was jetzt und was später, woher soll ich denn wissen, ob ich auf den Task, der morgen auf der Liste stehen würde, auch morgen Lust habe? Vielleicht habe ich heute grade Schwung und dann schaffe ich 10 Tasks und wenn ich die abgehakt habe, krieg ich Energie für noch paar weitere Tasks…

    Ja ich weiß auch nicht… :fischglas

    Also ich bin von der Idee sehr begeistert!
    Kommt auf meine Skills-Liste…
    Nicht zum Prokrastinieren - das ist idR. durch, sobald die erste Häkeleuphorie durch ist.
    Aber zum Runterkommen, beruhigen, wenns für die Achtsamkeitsmeditation oder zum Stress-Wegatmen noch nicht reicht. sprich: für meinen momentanen Aggregatzustand. Und ja: man sieht Fortschritte und hat schnell Ergebnisse.
    Oder als Gegenprogramm zur Glotz-Prokrastination.
    (Aus demselben Grund habe ich mich über Facebook bei domestica.org für Zeichenkurse „eingeschrieben“. Da freue ich mich drauf! Geht ja in eine ähnliche Richtung. Doodeln, häkeln, … alles händisch, alles nutzlos. Fein.)

    Allerdings sind mir die Kleinlinge etwas zu fipselig - und nachdem ich schon ganze Bauernhöfe gestrickt, gehäkelt und gefilzt habe (pefekte Hühner, sag ich Euch!!), ist die Luft ein wenig draußen.

    Aber: die Wolle aus meinem Keller (die sicher schon leicht möffelt) - würde für ein Groß-Amigurumi, also eine Amigurumi-Mutante für grobmotorische Amigurumi-Häkelnde häkeln: ich dachte da an einen Zugluft-Dackel :lol:

    Kaiserin Nono, könnte die Liste vielleicht so etwas sein wie eine Speisekarte?

    Aus der würdest Du ja eher auch nicht nur Dessert auswählen, sondern auch eine Sättigungsbeilage, etwas Gemüse, etc. Aber niemand zwingt Dich, die ganze Karte zu essen. Das muss Any Do einsehen.