Diese Selbstfindung macht mir Angst

Hallöchen,

Ich leide momentan sehr unter meinem Adhs,

mir ist so schlecht, völlig erschöpft ,anscheinend auch Sehprobleme obwohl ich dachte das sie vom auschleichen des Escitaloprams kommen.

Heute habe ich nun wieder Medikinet ausprobiert, muss dazu sagen, habe die Nacht vielleicht nur 4h geschlafen.

Ich habe mich wirklich gezwungen zu essen.Eine Stulle mit gesalzener Butter und ordentlich Lachs darauf um 8.45 Uhr.

Hatte wirklich auch einen stressigen Tag aber mal keine Ängste es nicht zu schaffen.

Jetzt liege ich seit halb 3 da ,total fertig Kopfschmerzen, schlexhte Sicht ein bisschen das Gefühl erkältet zu sein, müde konnte aber nicht schlafen.

Ich hatte elvanse auch probiert, weil man da erst später essen kann ,nur leider habe ich am 2tag nach 3h gegessen und mich fast übergeben, Durchfall 1mal und dann nich Oberbauchschmerzen, somit habe ich es nicht mehr genommen. (Übergeben ist meine grösste Angst).

Ich bin so ratlos und bewundere euch so so sehr ,dass ihr alle euren Weg gefunden habt.

Wird der Rebound bleiben und das Gefühl Hunger zu haben aber nichts runter zu bekommen?

Wie macht ihr das ,wenn ihr noch nachlegen müsst zum Mittag, da muss man ja dann auch essen.

Und könnt ihr Abends weggehen ohr völlig erschossen zu sein davor oder danach?

Liebste Grüsse

Wieso meinst du das es denn eine Grippe ist oder grippeähnlich?

Nimmst du nur 1 Dosis Medikinet???

Was denkst du denn wie lange hat das Medikinet bei dir gewirkt??

Ich würde dir knallhart bescheinigen daß du wahrscheinlich an starkem Rebound leidest. Wenn du seit 8.45Uhr nichts mehr gegessen hast würde ich alles darauf verwetten, daß du zu dem Rebound auch noch stark unterzuckert bist weil du so lange nichts gegessen hast. Was du gegessen hast war ja nicht besonders viel und du mußt bedenken das grundsätzlich mit Stimulanzien der Stoffwechsel beschleunigt und vervielfacht ist.

Versteh das jetzt nicht falsch aber ich denke es ist wichtig deutlich zu sprechen:

Wenn du das so immer oder dauerhaft mit dem Essen und Stimulanzien handhabst/ handhaben willst wirst du dich zu grunde richten, weil dein Körper dir ganz deutlich und klar sagt "

**Lass mal den scheiß! das schaffe ich so nicht! ich brauche Energie und Kraftstoff um arbeiten/ funktionieren zu können!"

Wenn dir morgensEssen schwer fällt könnte Medikinetdas falscheMedikamentsein und Ritalinund Generikabesser passen weil essensunabhänig einnehmbar Doch ich fürchte dann richtest du dich noch mehrzu Grunde weil du 1000% genausokeinen Hunger haben wirst und dann überhauptnichts ißt. Dann wird dein Körpernochmehreskalieren - ich hab zu den Stimulanzieneinen Magenbypassund seit 2016 habe ich nie mehr Hunger gehabt. Essen kann man sich in kleinen Mengendauerhaft und kontinuierlich beibringen und mit der Zeit erweitern sich dann auch die Mengen etwas. Wenn du zu Beginnalle 15 min 1 Bissen Brot ißt sind das Mengendie vertretbar sind und auch nicht mehr solche harten Unterzuckerungen verursachen. Wenns schlechtgeht kan man das mit Traubenzucke, nem kleinen Riegel Mars, Sneakers etc. auffangenund dann gehts nicht mehr ganz so schlecht, doch ohne Essen wird es dir dauerhaftmindestensso schlechtwie heute gehen und wenn du zu viel abnimmst kann der Arzt irgendwannauch nicht mehr verantworten Stimulanzienzu verschreiben. Das kann wenn er sehr nett ist bedeutendas du erst wiederStimulanzienbekommst wenn du eine Gewichtszunahmevorgabe vom Arzt erreicht hast und wenn der Arzt nicht so nett ist kann es passierendas er dir lange keineStimulanzienmehr verschreibt weil er das nicht verantwortenkann und du ihm über einen recht langenZeitraumbeweisen mußt das du regelmäßigißt und ein vernünftiges Körpergewichtaufbaust und erhälst und wenn er dann normalStimulanzienverordnetwird er dich ggf. dann längere Zeitmit der Vorgabe das Gewichthalten zu müssen und nicht abzunehmen wenns schlechtläuftwöchentlichzum Wiegen vorbeischauen - denn auch dann kann er ja keine annorectische Zuständezulassen oder fördern sondern muß Sorge tragen das du dich nicht mit einem krankhaften Gewicht selbst dauerhaft schädigst**

Wie gesagt über Mengen beim Essen mäßt sich anfangs reden und sowas kann man teainieren, denn das ist für deinen Körper und deine Gesundheit essenziell von Bedingung.

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Na die Nase ist verstopft ,so wie als ob man einen Schnupfen bekommt.

Ich bin dir allerdings sehr dankbar für deine ehrlichen Worte,ichvhabe vorgin gemerkt ich habe Hunger und dann wollte ich von meinem Sohn ein Stück Apfel knabbern, hab es nicht runter bekommen.

Der Neurologe sagte das sich das mit der Appetitlosigkeit legt,wenn ich allerdings die Kinder in der Klasse meines Sohnes frage ,sagen die mir was anderes.

Man das ist alles kacke, ich kann einfach nicht mehr.

Habe 14jahre Antidepressiva genommen und bin immer wieder in ein Loch gefallen und mich gewundert warum das passiert obwohl das ja dann nicht mehr passieren sollte und das nun ausgeschlichen und gleichzeitig ja Medikinet angefangen .Die ersten Tage waren ein Traum und dann kam ich gar nicht mehr klar,weil ich nicht wusste, wo kommen die Symptome jetzt her,einschleichen oder auschleichen.

Also mit medikinet aufgehört, ich leide so stark an diesem Magen ,darmproblemen und diesem Kopfkino das ich keine Kraft mehr habe, wie soll ich das denn ohne Medikamente hinbekommen?

Ich wurde vom Neurologen mit 2 Fragebögen auf Adhs diagnostiziert und alle meine Freunde sagen, als sie die Symptome lasen,ahh krass ,das klingt total nach dir.

Jetzt sagte mur die Pia (bei der ich anrief ,weil ich mit diesen ganzen Hin und her nicht klar kam),dass dieser Test fürn A… ist.

Der Termin für die Sprechstunde dort ist allerdings erst im März.

Naja, den Rebound habe ich immer noch, nach einigen Jahren Medikinet… Ich mache da einfach eine Pause, es ist ja ziemlich exakt die gleiche Zeit…

Zum Essen, besonders Frühstück… habe nie gefrühstückt, und wenn, dann nur Brötchen mit Marmelade… inzwischen habe ich die Routine, dass ich morgens drei gekochte Eier esse, manchmal mit, manchmal ohne Brot, je nachdem… man kann sich das antrainieren, langsam und in kleinen Schritten… auch mittags esse ich was Kleines, unsere Hauptmahlzeit gibt es abends… auch eine Gewohnheit… Achja… man kann sich auch flüssig ernähren, wenn feste Nahrung das Problem ist…

Aja, die PIA, bzw. die Mädels am Telefon, sind keine Ärzte… die reden auch schon mal schlau daher… wenn da eine Person dabei ist, die ADHS für eine Modeerscheinung oder falsche Erziehung hält, kann man schon mal einen seltsamen Satz hören… Ich mache das inzwischen so, dass ich gar nichts sage - ich brauche einen Termin und fertig, alles andere kläre ich mit dem Arzt… Und ein Neurologe ist ein Arzt, der vielleicht nicht nur wegen der Fragebögen zu seiner Diagnose kommt…

Übrigens kann es durchaus sein, dass du trotzdem weiter Antidepressiva nehmen solltest… Medikinet tut nichts für den Antrieb und die Stimmung… Das wird möglicherweise nur deshalb besser, weil du es besser hinbekommst…

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Also ich muss sagen ,dass ich schon Antrieb habe durch das medikinet, sonst liege ich den ganzen Tag und quäle mich mit meiner übelkeit und dem Gedanke ich kann nicht mehr, dass habe ich durch medikinet nicht.

Ich konnte Sachen auf einmal angehen,ohne zu denken ,nee keine Lust mehr und alles bleibt liegen, ich habe durchgezogen,das war auch mit Antidepressiva nicht möglich.

Ich habe keine Ängste und bin ausgeglichener,allerdings ist das Essen natürlich in beiden Situationen der Schwerpunkt. Ich habe angefangen Sachen einfach zu machen anstatt darüber nachzudenken, ob mir das dann zuviel ist oder gleich Amgst bekommen, dass es mir zuviel wird und bin in dir Vermeidung gegangen.

Ich habe mehr als 10 Jahre Therapie ohne Erfolge und kaum nahm ich medikinet, war alles so klar und ich habe verstanden, was die Therapeuten von mir wollten.

Alllerdings wenn ich mit meiner übelkeit und den durchfall so zu kämpfen habe, dann geht erst recht nichts mehr.

Es ist verflixt

Hallo Liebe @Melanie55 , Unsere Liebe @Seven hat ja bereits ehrlich gesagt schon vieles beantwortet worüber ich ähnlich denke, und nach meiner eigenen Lebenserfahrung beurteilt trifft deshalb zumindest auch in meinem eigenen Fall auch „extra“, oder man könnte auch sagen „besonders“ der Hinweis von ihr betreffs der Einnahme von Antidepressiva zu.

Heisst wie gesagt z.B. in meinem persönlichen Fall, dass ich aufgrund meiner Depressionen „zusätzlich“ zu meinem ADHS Stimmulanz auch jeden Tag mein Antidepressiva Medikament schlucken muss, zumindest wenn ich will das es mir wirklich und ganz sicher jeden Tag gut geht.

Und zu dem was Du über die Selbstfindung geschrieben hast kann ich persönlich Dir höchstens schreiben das dieses Thema denke ich wirklich für KEINEN einzigen von uns betroffenen „einfach“ ist, oder geschweige denn das irgend jemand von uns „eine entgültige Antwort“ für sich gefunden hat, sondern wenn überhaupt, dann vielleicht „langsam lernt“ weniger hart mit sich selbst umzugehen, oder zu versuchen sich in Achtsamkeit zu üben.

Aber das hier im Adxs Forum jeder einzelne ADHS Betroffene, oder ADHS/ASS Betroffene, oder alle anderen die ansonsten von anderen Dingen in ihrem Leben Betroffene sind, Quasi Reihenweise bereits ihren eigenen Seelenfrieden mit ihren Schwierigkeiten die sich für sie in ihrem Leben ergeben „entgültig“ gefunden haben, wage ich persönlich jedenfalls ehr zu bezweifeln.

Und ich selbst jedenfalls, bin von einem Zustand „wie von wegen Seelenfrieden“ wirklich noch sehr weit entfernt, und bezeichne mich auch deshalb, wenn überhaupt, höchstens „als Suchende“.

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Genau was ich immer sage. Ohne habe ich auch nur Bahnhof verstanden.

Ja, genau diesen Effekt meine ich. Dieses ewige Hin- und Hergedenke hat schon eher was mit ADHS zu tun, als mit Depressionen und ist eigentlich auch keine echte Antriebsschwäche. Es ist einfach anstrengend.

Und es ist toll, wenn du wirklich keine ADs mehr brauchst. Bei mir hat es nicht gereicht, die Depression ist chronifiziert… ich hatte versucht, ganz ohne auszukommen, hat nicht funktioniert.

Naja, mit der Esserei bin ich auch ratlos. Da kann ich Kathy nur zustimmen - kleine Häppchen über den Tag verteilt… vielleicht ist dir schlecht, weil du zwischendurch unterzuckert bist… oder auch zu wenig trinkst…

Was auch noch ein Gedanke ist - vielleicht denkst du zu viel darüber nach… Essen sollte ein natürliches Bedürfnis sein… man sollte darüber nachdenken, was man isst, nicht ob überhaupt.

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[quote=„Seven, post:7, topic:36536“]

Und es ist toll, wenn du wirklich keine ADs mehr brauchst. Bei mir hat es nicht gereicht, die Depression ist chronifiziert… ich hatte versucht, ganz ohne auszukommen, hat nicht funktioniert.

[/quote]Hey, tja das ist die Frage,wissen kann ich das noch nicht.

Es kam die Diagnose und dann hiess es, sie nehmen jetzt mal medikinet und schleichen escitalopram aus und jetzt versuche ich,mein Alltag, (bin aber aktuell krank geschrieben)irgendwie zu meistern,bis ich einen Arzt gefunden habe,der mir weiterhelfen kann.

Ich leide nicht alleine, mein Sohn leidet auch bei ihm steht die Diagnose noch aus.Bei uns beiden wurde es durch Traumata ausgelöst .

Meine geliebte Omi starb und bei ihm lag es daran das unser Hund mit 2jahren schlimm von uns gegangen ist.

Wir kämpfen jeden Tag mit Ängsten, übelkeit, Bauchschmerzen uvm.

Es kann so einfach nicht weitergehen

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Liebe @Melanie55 , da ich selbst schon lange Antidepressiva wegen meiner Depressionen einnehme und selbst schon einen Versuch hinter mir habe wo ich diese absetzen wollte, kann ich persönlich Dir jedenfalls nur sehr dringend raten das Du Dir diesbezüglich unbedingt, und wenn möglich so schnell wie möglich die Hilfe von einem/einer Psychiater/in suchen solltest wo bereits in seiner Laufbahn mit ADHS Patienten/innen Erfahrungen gesammelt hat.

Heisst in Deinem Fall einerseits was den Umgang mit ADHS Stimmulanzien angeht, als auch andererseits was die Möglichkeiten von möglichen und hilfreichen Therapieansätzen bei ADHS angeht.

Also ich habe am 9.3 einen Termin in einer pia.

Und dann muss ich schauen wie es weiter geht.

Antidepressiva habe ich jetzt absetzen können und ja, dass war alles andere als leicht.

Liebe @Melanie55

Ich halte mich kurz, denn ich glaube dass du gerade viele Worte nicht gut aufnehmen kannst. :people_hugging:

  • ADHS wird nicht von Traumata ausgelöst, die Symptome können davon schlimmer werden. Und ADHS Gehirne “beurteilen” Erlebnisse schneller als Trauma. ADHS ist eine angeborene neurologische Störung im Dopamin und Noradrenalinstoffwechsel im Gehirn.
  • Du musst nicht auf AD verzichten. Sprich mit dem Arzt, oder auch Hausarzt, der darf das auch verschreiben. Nicht auf Biegen und Brechen davon loskommen, das ist nicht nötig.
  • Krankschreibung = Super
  • Klinik (stationär mit Kind oder in Tagesklinik für dich) klingt meiner Meinung nach angebracht
  • Machst du aktuell eine Therapie? Langfristig wäre es das wahrscheinlich das richtige, jetzt unter Medikation.
  • Alternative zu Medikinet, die nicht abhängig von Essen ist. TROTZDEM brauchst du eine Essenstruktur, da finde ich ChatGBT sehr hilfreich.

Wichtig: hast du jemanden der dich unterstützt? Als ich tief in der Depression war, hatte ich keine Ressourcen die notwendigen Schritte zu gehen. Da braucht es Hilfe…. Freunde, Familie, Kollegen.

Wünsche dir von Herzen alles Gute

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Ja ,ich meinte auch das es dadurch erst schlimm wurde.es ist mir bewusst, daß ich es schon immer habe und er auch.

AD wurden mir vom Arzt abgesetzt, dass habe ich nicht selber entschieden und jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wie in Gottes Namen soll ich ohne Medikamente egal welche Richtung, das alles bewältigen.

Nun ist es natürlich so, daß das adhs bei mir diese Gedankenkreise auslöst.

Stationär geht leider nicht, da keiner von uns beiden stabil ist , das ist die Voraussetzung für eine Betreuung zumal mein Sohn ,dann auch seine stabile Bezugsperson verliert und mit mir, die kaum Kraft für irgendwas hat, nicht die beste Konstellation darstellt.

Ich glaube mit 5 Tropfen Escitalopram (20mg glaube ich),wäre es für mich um vielfaches einfacher gewesen.

Heute morgen war ich wieder dem Wahnsinn nahe,übelkeit Durchfall keine Kraft und dann fängt der Kopf natürlich an,zusätzlich zu den körperlichen Schmerzen zu rattern.

Ich mir jetzt Traubenzucker bestellt und heute nich mit meiner Therapeutin sprechen,mal sehen was sie sagt.

Warum? Ist die Depression geheilt?

Jetzt, wo ich das lese - ich hatte sehr starke psychosomatische Symptome, bevor jemand auf die Idee mit Depression kam. Das waren (wirklich) Schmerzen aller Art, immer ohne Befund und auch Durchfall ohne körperliche Ursache… Wurde damals sehr oft als Simulant angesehen…

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Er sagte, dass ich aufgrund des adhs diese psychosomatischen Störungen bekomme und dann die Depression.

Wenn ich also mit medikinet anfange soll das Antidepressiva weg denn das brauche ich da ja dann nicht.

Ich muss ganz ehrlich sagen das ich auch mit den Antidepressiva immer wieder in ein Loch viel und mich immer gewundert habe , denn genau das sollte ja nicht passieren eigentlich.

Ich finde allerdings, dass ich als ich medikinet mut escitalopram genommen habe besser klar kam,und der ganze struggle erst anfing als ich escitalopram abgesetzt habe.

Natürlich war ich als die Diagnose kam völlig euphorisch und vielleicht hat mich die positive Einstellung am Anfang auch so beflügelt, dass es da besser lief.

Und wenn das Medikinet nicht wirkt? Wenn die Depression noch andere Ursachen hat?

Finde die Strategie des Arztes seltsam.

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Liebe @Melanie55

Wer behauptet diese Reise sei einfach, hat entweder die golde Pille gefunden oder er/ sie lügt.

Die Vergangenheit zu akzeptieren, mit allen Miseren, schlechten Erfahrungen etc. ist ein Prozess und der braucht Zeit. Und Akzeptanz heißt ja nicht, dass man nicht dennoch traurig sein kann.

Also da darf ich dich, wie die anderen hier auch beruhigen - das ist kein Pappenstiel.

Ich bemühe mich gerade um eine neue ADHS Gruppentherapie. Was es auch gibt, und das habe ich bis vor kurzem gemacht, adhs spezifische Ergo Therapie. Da geht es ganz praktisch darum die bisherigen Alltagsstrategien zu betrachten und ggf. Anzupassen. Vielleicht wäre das etwas für dich?

Frage an dich: das AD einfach abzusetzen erscheint mir sehr radikal und so habe ich das noch nie gehört oder erlebt. Das sollte ausgeschlichen werden, auch wegen der Nebenwirkungen. Ich habe bisher nur Opipramol genommen in kleiner Dosis und auch dies durfte ich nicht von heute auf morgen absetzen.

Essen: ist ein Thema mit allen adhs Medis. Medikinet habe ich gar nicht vertragen, und dass ich dazu etwas essen sollte, was mein persönlicher Horror. Das klappt mit Elvanse besser.

Das kann auch mit dem Absetzen der AD + Nebenwirkungen und allgemeiner Lebenssituation (hohes Stresslevel = hoher Cortisolspiegel) bei dir ein ganz fieser Cocktail sein.

  1. Geduld haben

  2. was tut dir gut? Ggf. Im Wald spazieren etc. Dann tue dies.

  3. ggf. Die Ärztin wechseln?

  4. gezielte ADHS Therapie suchen - der direkte Austausch mit Gleichgesinnten ist so wertvoll.

Ich sende dir ganz viel Kraft und Energie. ADHS ist so individuell.

Und immer dran denken: der Weg geht nur nach vorne. Zurück ist keine Option, denn das hat dich krank gemacht :four_leaf_clover:

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Weniger kann mehr sein. Je höher die Dosis desto größer die appetitmindernde Wirkung quasi wie Appetitzügler

Kacke - es wird zwar etwas besser, doch du bist für dich verantwortlich und du mußt für dich einen Weg finden wie du es hinbekommst.

Ich kann nicht, ich kriege nichts runter darfst du in meinen Augen weder denken noch sagen - denn dummerweise behält sich auch der Kopf das bzw. es setzt sich fest. Vielleicht mußt du dir Hunger einreden Obst pürieren viel Milch ggf. mit Honig trinken oder was auch immer.

Ohne Essen und ohne Kalorien wird es dir immer schlecht gehen und auch ggf. ständig schlechter gehen.

Weißt du einen Weg zu finden ist schon eine Willenssache auf eine Art. Du kennst dich, du weißt wie du dichvggf. austricksen kannst, du bist die die den Löffel oder die Gabel zum Mund führt. Aktuell ist es ja noch nicht gefährlich und du mußt nicht sofort einen Grillteller mit Beilagen und Nachtisch in dich stopfen sondern kannst mit 4 Teelöffel von dem was dir besonders gut schmeckt oder mit einer Kuchengabel und 4 Gabeln voll beginnen und dann halt steigern.

Irgendwann wenn du das vorher nicht mit Ruhe und Zeit alleine hinbekommst kommt definitiv ein für dich und das Gewicht was erwartet wird kurzes und hartes Ultimatum…

Und wenn wir ehrlich sind ist das auch nachvollziehbar denn der Arzt muß es ja verantworten und auch verantworten können.

Würde das dann nicht komme ist das verantwortungslos, ignorieren der Fürsorgepflicht und sogar arbeiten gegen seinen Eid zu helfen

Von daher ist anfangen und am Ball bleiben doch etwas was du schon mal in Ruhe mit dir anfangen kannst.
Wegen mir hau dir jeden Teelöffel rein mit „Weil ich mich liebe und weil ich mein Leben liebe und noch ganz viel erleben will“

Vielleicht hilft dir das ja dabei

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Ja aber was soll ich denn machen , ich geb es natürlich in seine Hände weil ich keine Ahnung habe.

Und ich sollte es ja auch langsam ausschleichen und nicht von 100 auf Null.

Ich war ja nur bei 10mg

Hallo @Melanie55

Ich fasse mich kurz. Ich finde es voll okay so. AD ausschleichen oder absetzen. Danach ADHS-Medikamente.

Das hat meine Ärztin auch mit mir gemacht. Es war gut und richtig so.

So wie du war ich auch sehr erleichtert als ich meine ADHS Diagnose hatte. Endlich konnte ich verstehen warum ich in den letzten Jahren zunehmend so viele negative Erlebnisse hatte durch meine ADHS Symptome. Das kompensieren hat nicht mehr funktioniert. Das hat mich dazu gebracht negativ über mich und meine Verhältnisse zu denken. Das Ergebnis war eine üble Depression.

Jetzt geben mir ADHS Medikamente die Freiheit meine Denk- und Verhaltensmuster zu ändern. Die erste ganz wichtige Erkenntnis war , ich bin nicht schuld gewesen an meinem Verhalten und all dem für mich und mein Umfeld Negativen. In der Rückschau auf Vergangenes tauchen immer wieder Dinge auf die ich von heute aus anders sehen kann.

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