Es gibt auch gar keine Spezialisierung für ADHS.
Neurologen und Psychiater dürfen Stimulanzien verordnen.
Buproprion dürfen auch Hausärzte verordnen. Als Indikation wird dann in der Regel eine Depression gewählt.
Es gibt auch gar keine Spezialisierung für ADHS.
Neurologen und Psychiater dürfen Stimulanzien verordnen.
Buproprion dürfen auch Hausärzte verordnen. Als Indikation wird dann in der Regel eine Depression gewählt.
Oh Danke für die Info! Mal schauen wie weit ich damit komme ![]()
Oh, auf der Homepage hatte ich das sogar mal gelesen, nur wieder vergessen. Danke, @Justine !
Eventuell das Bupropion im höherer Dosis testen? Zu niedrige Dosen können tatsächlich eine Rolle spielen. Mit 300mg wirkt es schon sehr abtriebssteigernd. (Nur ein Erfahrungswert)
Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Bupropion bei ADHS Erfahrungswerte / Tipps
Habe es 2 Jahre bekommen ohne Wirkung und dabei noch ein paar 100mg Quetiapin zur Ruhigstellung, würde ich nicht Empfehlen.
Meine Persönliche Erfahrung / Meinung
Schöne Grüße
David
Hänge mich mal an die Diskussion an & möchte meine Erfahrungen teilen.
Vor einigen Monaten wurde bei mir ADHS diagnostiziert, und ich habe mir einen Psychiater gesucht. Nachdem ich meine Probleme geschildert habe, wurde mir als erstes Atomoxetin verschrieben. Ich habe es einen Monat lang genommen, aber außer einer leichten Verbesserung bei Impulsivität hat es mir kaum geholfen.
Meine größtenProbleme sind:
Fehlende Motivation & Schwierigkeiten, Aufgaben zu beenden (ich starte 100 Dinge, bringe aber kaum etwas zu Ende), Leichte Ablenkbarkeit & Fokusverlust
Zusätzlich hatte ich mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen:
Innerhalb weniger Wochen fast 5 kg verloren, weil ich kaum Appetit hatte und mir fast tägl. übel war.
Ich musste mich mehrmals übergeben.
Mein Psychiater wollte trotzdem die Dosis erhöhen, aber das habe ich abgelehnt - ich wollte nicht noch mehr an Gewicht verlieren, zumal ich auch keine wirklichen Vorteile durch Atomoxetin gespürt habe.
Nun schlägt er mir Bupropion vor, und falls das nicht hilft, sollen wir auf Milnacipran wechseln.
Da ich mir unsicher war, habe ich mich intensiv eingelesen und kam zu dem Schluss, dass diese Medikamente nicht die evidenzbasierten Erstlinien-Therapien für ADHS sind. Also habe ich ihm eine E-Mail geschickt, in der ich meinen Wunsch nach einer Stimulanzien-Therapie begründet habe - mit Verweis auf die aktuellen Behandlungsleitlinien.
Seine Antwort:
Amphetamine, wie auch Elvanse eines ist, könmen psychische Erkrankungen und emotionale Imstabilitäten verschlechtern. In Bezug auf die Stimmung sowie die Impulsivität wäre Bupropion als Off-Label-Medikation sowohl für ADHS als auch zur Stimmungsverbesserung am besten geeignet.“
Das Problem:
Ich habe außer ADHS keine psychische Erkrankung & und auch sonst geht es mir psychisch gut.
Er geht nicht auf meine Hauptprobleme ein (Task-Switching, Fokus, Motivation), sondern konzentriert sich nur auf Impulsivität& Stimmung.
Bei unserem ersten Termin meinte er schon, dass Methylphenidat bei Erwachsenen nicht eingesetzt wird, weil es abhängig macht.
Jetzt bin ich natürlich verunsichert. Ich habe das Rezept mal eingelöst, aber frage mich: Soll ich es trotzdem testen, obwohl die Studienlage zur Wirksamkeit bei ADHS nicht gerade berauschend ist?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine Empfehlung, wie ich jetzt weiter vorgehen sollte? Man verlässt sich halt doch oftmals auf Ärzte weil man davon ausgeht, dass sie‘s am besten wissen.
Willkömmchen ![]()
Wenn Atomoxetin nicht den gewünschten Effekt bringt, probiere es vielleicht mal mit dem Bupropion aus, wenn das wirklich alles ist, was er dir anbietet.
Bupropion hat neben der noradrenergen Wirkung auch einen leichten dopaminergen Effekt.
Wenn es nichts wird, gibt es beim Absetzen in der Regel zumindest keine oder kaum Nebenwirkungen. Also anders als andere Antidepressiva.
Und während du es damit probierst, würde ich mich nach einem anderen Arzt umsehen, denn der aktuelle scheint sich nur so semi-optimal auszukennen. Sofern er sich nicht doch noch auf Stimulanzien einlassen sollte natürlich.
Selbst in den Leitlinien wird die Behandlung mit Stimulanzien bevorzugt und erst bei Nichtansprechen auf die Nicht-Stimulanzie Atomoxetin ausgewichen.
Die Nebenwirkungen, die man dir genannt hat, stehen genau so auch im Beipackzettel von Atomoxetin und das Thema mit der Abhängigkeit entspricht auch nicht dem wissenschaftlichen Konsens.
Lies dich hier und auf adxs.org erstmal in Ruhe ein.
Drüben im Kompendium findest du alles rundum die Medikamente, Effektstärken usw. ![]()
Dann scheinst du an jemanden geraten zu sein, der Stimulanzien aus DOGMATISCHEN Gründen grundsätzlich ablehnt und nicht aus medizinisch wissenschaftlichen Gründen im Einzelfall entscheidet.
Dann wäre ein anderer Arzt vielleicht hilfreicher.
Du berichtest von Erfahrungen mit einem Arzt / Therapeuten, die wir allen Betroffenen gerne ersparen würden.
Wenn du sicher bist, dass das nicht auf einem Missverständnis beruht, hilf bitte anderen Betroffenen, indem du unter dem folgenden Link deine Erfahrungen mit diesem Arzt / Therapeuten einträgst. Das kann anderen Schaden ersparen.
Herzlichen Dank!
Und natürlich freuen wir uns immer über jede Information zu ADHS-kompetenten Ärzten und Therapeuten.
So ein Bullshit!
Wechsle den Arzt.
Du hast ADHS und brauchst die vorgeschriebene Behandlung.
Und ja ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich habe solange gewechselt bis ich bei jemandem gelandet bin, der Pragmatiker ist.
Ich find das so anstrengend… Wie soll ich hier einsteigen bei dieser Fülle an Kommentaren… Was nützt es mir oder anderen überhaupt? Ich werfe jetzt auch mal eben in den Raum, dass ich seit ca. einem Dreivierteljahr Bupropion nehme. Hat bei mir Citalopram ersetzt. Ich nehme seit über 10 Jahren Medikamente gegen Angst (Generalisierte Angststörung) und Depression, beides rezidivierend. Und seit bald einem Jahr eben die ADS-Symptome.
Anfangs ca. 4 Wochen lang 150mg/Tag, davon ging es mir eine Woche richtig gut, sehr ruhig im Kopf, sehr fokussiert. Dann nichts mehr.
Der Doc setzte mich auf 300mg/Tag, und diesmal sogar gar kein deutlicher Effekt merkbar. Gegen Depression weiß ich nicht, ich bin derzeit stabil, kann am Medikament liegen, muss es aber nicht.
Derzeit hänge ich noch in der Diagnostik. “ADHS-Ambulanz” Uniklinik Bonn, wo ich mich überhaupt nicht gut aufgehoben fühle. Ende Oktober ist mein dritter Termin. Immer vier Monate dazwischen, es ist zum Kotzen. Ich habe mir die Adressen-gegen-Feedback-Arzt- und Therapeutenliste schicken lassen und versuche, jemand anderes zu finden. Habe einen niedergelassenen Psychiater, der aber nicht auf AD(H)S spezialisiert ist. Könnte ich schon in die Liste eintragen, er ist aber nur Teil einer Praxisgemeinschaft und steht nicht drin.
Der war scheinbar ganz angetan davon, dass ich in die Ambulanz gehe, frage aber beim nächsten Termin sicherheitshalber nochmal nach, nicht, dass ich das falsch verstanden habe.
Ich fühl mich so verloren und allein gelassen.
Darüber lass ich mich jetzt aber nicht aus, das hab ich in meiner Neuvorstellung geschrieben.
Also Bupropion wirkt für mich persönlich tatsächlich wie ein Pflaster auf einen Beinbruch.
Hallo zusammen, ich möchte gerne meinen Erfahrungsbericht zu Bupropion teilen.
Ausgangslage: seit ca 10 Jahren immer wieder Depressionen oder depressive Phasen. Escitalopram dämpfte mich und meine Symptome, half aber immer nur temporär. Aktuell bin ich in der Diagnostik ADS (die Klinik nennt es noch ADS) als Trigger der Depression.
Vor ca 6 Monaten erhielt ich durch eine Selbsthilfegruppenteilnehmerin den Hinweis auf meine ADS Symptome wie bei ihr und das ihr Bupropion half, aus der Depression heraus zu kommen und mehr Antrieb zu haben.
Seit vier Monaten ist Escitalopram ausgeschlichen und ich erhalte Bupropion (ersten drei Monate 150mg, seit 4 Wochen 300mg). Die erste Woche waren die Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, schwitzen recht deutlich, aber nach 5 Tagen kam ich morgens das erste Mal in zwei Monaten gut aus dem Bett und das blieb auch so. Da ich ab Mittag wieder in ein Loch rutsche, erhalte ich 300 mg, was mich gut ohne Depressionssymptome über den Tag bringt.
An den ADS Symptomen wurde nur die Prokrastination deutlich reduziert (und der Drang Social Media/PC Spiele zu konsumieren sowie von 10 Tassen Kaffee auf eine am frühen Mittag und eine Nachmittag).
Mehr Konzentration etc. habe ich nicht.
Hallo,
ich update mal: Habe die Diagnose. Soll jetzt eine Woche das Bupropion ausschleichen, also ab sofort nur noch 150 mg, danach soll ich mit Ritalin adult anfangen. Drei Wochen lang bis ich bei 50mg bin. Bin schon gespannt aber auch etwas nervös.
50 mg? Meinst du Tagesdosis?
Ja, im Endeffekt dann, also so in drei Wochen.
Sorry, dass ist alles Unsinn was dein Arzt gesagt hat. Bitte suche dir einen anderen Arzt.