Durch Elvanse plötzlich vermehrte autistische Züge?

Dass da erst ein Medikament kommen muss🙈
Dich da so im Regen stehen lassen, echt unfassbar, einfach mal seinen Job machen…

Die Ärztin, die die Anamnese bei mir gemacht hat, meinte noch, ich hätte definitiv kein adhs, Abi und Studium hätte ich ja geschafft, Kindheitstrauma würde sie aber diagnostizieren.
Nach der Diagnose an PC sah es dann doch anders aus.

Geglaubt habe ich es erst als die Medis eine leichtere Welt eröffnet haben.

Geht aber vermutlich vielen so :smiling_face_with_sunglasses:

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Hallo @Amphe

um auf Deinen Ursprungspost zu kommen:
Ich bin ja noch in der Eindosierungsphase und damit wird auch ein wenig herumexperimentiert.
Meine Psychotherapeutin die bei mir auch die ADHS Diagnose machte, sagte ich solle mich mal auf Autismus checken lassen. Ich habe dem wenig Beachtung geschenkt.
Aber nun wo ich aktuell Kinecteen & Elvanse als Wirkverstärker nutze, schält sich tatsächlich immer mehr raus, das da im Hintergrund noch was schlummert.

Mit meiner aktuellen Kombi spüre ich zum ersten mal eine direkte Wirkung auf meine Symptome, vor allem das Gewusel im Kopf und die ungefilterten Geräusche die auf mich einprasseln. Ich habe es erst mit Watte im Kopf beschrieben weil ich zuerst nicht einordnen konnte was da passiert. Tatsächlich ist es die Welt um mich herum die leiser geworden ist. Zudem habe ich als indirekte Wirkung weniger soziale Ängste.

Und genau durch die Angstreduzierung kommt nun etwas zum Vorschein das ich so nicht kenne. Ich will unter dem Einfluss der Medikamente lieber alleine unter mich sein.
Normalerweise suche ich trotz meiner Ängste auf Arbeit immer Gesellschaft, auch weil ich viel Ausgrenzung erlebte und dies eigentlich nicht wieder will. Neurotypische Menschen sind nunmal meistens eher äh Rudeltiere. Habe mich nie als solches gesehen, musste aber irgendwie mitmachen.
Mit den Medikamenten dagegen und der Angstlösenden Eigenchaft suche ich Ruhe und Einsamkeit. Will mehr für mich sein, weil alles andere anstrengend ist.
Ist schwer zu beschreiben, aber ich hoffe Ihr versteht was ich meine. Ich glaube man sagt dazu in der Psychologie auch Zwiebelprinzip.

Ich weiß noch nicht was ich mit dieser Erkenntniss anfangen soll und ob es vielleicht was ganz anderes ist, evtl. eine Nebenwirkung der Tabletten oder so. Aber es ist mir halt aufgefallen und passt gut in die ASS.

Ok, wenn du aktuell kein Elvanse nimmt - wie nimmst du dich wahr bzw. wie nimmt dich dein Mann wahr? Bist du ganz anders als mit Elvanse oder hält sich das dann doch noch in Grenzen?

Ich bin mir halt einfach generell unsicher, ob das Medikament so wirkt, wie es soll. Mein Psychiater ist da leider keine Hilfe.

Naja, meine Eltern haben sich damals nicht drum gekümmert. Ernährung umgestellt (weniger Kohlenhydrate ab 15 Uhr und zuckerhaltige Lebensmittel deutlich reduziert) und mich an sämtlichen Sportvereinen angemeldet, sodass ich täglich Sport getrieben habe (Schwimmen, Turnen, Karate und Tanzen). Nur Sonntags hatte ich quasi „frei“, wenn kein Karate-Turnier war.

Damit war ich für meine Eltern leichter erträglicher, weil ich kaum noch Energie hatte, denen auf die Nerven zu gehen und das Thema war erledigt. Jo, danke dafür. :smiley: :smiley:

Ich denke schon, dass ADHS eine passende Diagnose ist. Ich schließe Autismus aber nicht aus, weil da eben auch diverse autistische Züge sind und nach dem positiven Kurz-Test sowieso.

Nur weil du ein Abi und dein Studium abgeschlossen hast, heißt das doch nicht automatisch, dass du kein ADHS haben könntest. Nicht jeder ADHSler ist gleich. Dass die Leute das heutzutage immer noch nicht begreifen - insbesondere Ärzte - ist echt ätzend und frustrierend.

Soweit ich weiß, „darf“ kein Kindheitstrauma vorliegen, weil sich die Symptome von ADHS und Autismus mit denen einer PTBS oft überschneiden. Ich habe aber auch schon gehört, dass alle drei Diagnosen vorliegen können. Das ist alles ein wenig verwirrender und komplexer als ich dachte.

Heyjo @Hamburgerin

Also ist das Gewusel im Kopf deutlich verbessert und du hast einen Reizfilter - hab ich das richtig verstanden?

  • Das ist bei mir nämlich exakt umgekehrt. Ich nehme Geräusche, Gerüche und Lichter ohne Medis schon ziemlich intensiv wahr. Mit Medis ist es aber noch extremer und kaum auszuhalten, gerade wenn ich mich konzentrieren muss (im Homeoffice zum Beispiel). Ohne Noice Cancelling Kopfhörer klappt das so gut wie gar nicht, weil mich viel zu viel ablenkt. Versuch das mal deinem Vorgesetzten zu erklären, wenn er noch gar nicht von deinen Diagnosen weiß. Bisher hat er nur komisch geschaut, wenn er mich mit Kopfhörern gesehen hat.

Warte. Du hast durch die Wirkung der Medis weniger soziale Ängste, willst aber trotzdem lieber alleine für dich sein?

  • Generell hast du also weniger Probleme auf Menschen zuzugehen, weil du dir weniger Gedanken darum machst, was die andere denken könnten und du dich generell weniger verkopft fühlst?

Gleichzeitig sind (viele) Menschen bzw. soziale Kontakte für dich anstrengend, weswegen du lieber für dich bist.

  • Teile ich mit dir, obwohl ich ohne Medis eigentlich gern ein geselliger Mensch bin, nur muss ich halt maskieren und kann auch nur „echt“ sein, wenn ich mich unter Menschen befinde, die mich lange kennen und mögen wie ich eben bin. Bei denen ich mich nicht verstecken muss oder das Gefühl habe, unangenehm aufzufallen.

Wenn ich irgendwas durcheinander geworfen habe, tell me.

Genau wegen dieser „Nebenwirkungen“ bin ich eben auch auf ASS gestoßen. Unter anderem auch, weil ein autistischer Arbeitskollege mir diverse Male sagte, dass er bei mir kein ADHS sieht, sondern ASS. Wäre erklärbar, weil die Medis die ADHS Symptome ja lindern sollen. Die Dinger scheinen also schon zu funktionieren, aber heben andere Symptome hervor. Quasi ein „Problem“ gelöst, ein anderes tritt auf.

Wat macht man damit? Lieber keine Medis nehmen und so sein wie man eben ist - mit dem Leidensdruck, ständig überall anzuecken und als „merkwürdig“ wahrgenommen zu werden? Beruflich nicht so leistungsfähig zu sein, wie man könnte? Oder damit leben, dass man wichtige Eigenschaften wie z. B. Empathie und Humor irgendwie verliert oder auf ein Minimum reduziert und man dadurch „unecht“ für die Liebsten wirkt? I don’t knooooooow.

Übrigens tut es mir unfassbar gut, mich hier mit euch auszutauschen. Das gibt mir das Gefühl von „du bist damit nicht alleine“ und bestätigt mir meine Sicht der Dinge ein wenig.

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Hab jetzt 4 Tage um 10 mg erhöht.

Die Reize, insbesondere Geräusche, Gerüche und Lichter, sind immer noch teils unerträglich.

Ich befürchte, dass eine Erhöhung nicht unbedingt die Lösung ist. Aber ich teste noch ein paar Wochen weiter um dann wirklich sagen zu können, ob das eine Verschlechterung oder eine Verbesserung der Symptome zur Folge hat.

Danke für den Tipp :slight_smile:

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Ach, in Bezug auf Kinecteen & Elvanse:
Du nimmst zwei ADHS Medikamente gleichzeitig? Nur um das zu verstehen - wieso?

@ZappelPhilipp
Ich habe gestern stumpf ein ASS Screening auf ADXS.org gemacht - eindeutig positiv (so wie der Kurz-Test beim Psychiater und ein Selbsttest auf embrace-autism.com)

Nun steh ich auf ein paar Wartelisten, aber das wird sicherlich 1-2 Jahre dauern, bis ich eine offizielle Diagnose habe.

Die Frage ist jetzt nur, was ich damit mache bzw. wie ich damit umgehe. Ich will nicht unangenehm auffallen, also vermeide ich neue Kontakte (aber schon immer irgendwie).

Wie machst du das?

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Hallo @Amphe
Ja schon merkwürdig das es bei Dir umgekehrt ist. Da hab ich leider auch keine Idee woran das liegen könnte :woman_shrugging:
Ich weiß nur, das bei Autismus Medikamente völlig unterschiedliche Wirkungen verursachen können. Z.b. was bei einen eher beruhigend wirken kann, kann bei Dir das Gegenteil bewirken - oder einfach komplett verpuffen. AuDHS ist eine echte Wundertüte.

Aber das mit den Kopfhörern kenne ich, diese waren bislang immer mein Schutzschild gegen Reizüberflutung. Mit einem kleinen Haken: Durch die soziale Phobie war das bislang so, das Kopfhörer tragen unter Menschen mich teils noch mehr stresste, weil so mein „Radar“ um mich rum nicht mehr gut funktioniert. Ist halt alles nicht einfach…

Genau. Klingt komisch, ist aber so :woman_shrugging: Zumindest ist es so aktuell und das was mir auffällt. Aber ich weiß nicht wie es sich in Zukunft entwickelt. Ich bin gespannt. Es kann alles passieren, auch das die Dämpfung der Phobie wieder nachlässt und ich in alte Muster zurückfalle. Oder aber mein Rückzug nur ein Symptom meiner Depression ist.
Es ist sehr schwierig für mich meine Gefühle richtig zu deuten, weil das oft nur Nuancen sind, ich bin das auch nicht gewohnt. Sonst habe ich immer einfach nur funktioniert und meine Bedürfnisse und Gefühle verdrängt. Noch schwieriger ist es für mich in die Zukunft zu sehen.
Ich weiß nur das ich Bock darauf habe mehr über mich zu erfahren :smiley:

Details hab ich dazu in meinen Tagebuchthread geschrieben.

Liebe Grüße

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@Hamburgerin

Ja, habe ich auch schon mal gehört/gelesen. Medikinet wirkt bei mir z.B. gar nicht, außer dass ich übermäßig wach bin (hab es ausgetestet bis 70 mg). Meine damalige Psychiaterin meinte dann, dass ich kein ADHS haben könne, wenn die Dinger nicht wirken und hat mir Antidepressiva verschrieben.
Antidepressiva wirkt bei mir allerdings auch nicht, wie es soll. Entweder bin ich wie ein Roboter und fühle auch keine Schmerzen oder ich bekomme Panikattacken, Albträume und Angstzustände. Ich habe übrigens einige davon in den letzten 5 Jahren getestet (Opipramol, Citalopram, Sertralin, Bupropion und Tianesan). Offensichtlich nicht die richtigen Medis für mich und scheinbar auch keine „echte“ Depression.

Verstehe ich. Man ist es ja gewohnt, alles um sich herum zu bemerken und kann sich dann auch entsprechend drauf einstellen bzw. reagieren. Mit Kopfhörern sind die Reize zwar angenehmer, aber ich persönlich erschrecke mich dadurch extrem, wenn dann irgendwas „plötzlich“ passiert (am besten hinter mir), weil ich es ja nicht gehört habe. Versteht man das? :smiley:

Ohja, kann ich sehr gut nachvollziehen. „Was fühlst du dabei?“ löst bei mir immer ein riesiges Fragezeichen im Kopf aus, weil ich Schwierigkeiten habe, meine Gefühle und Bedürfnisse zu äußern. Vielleicht weil ich das eh nie konnte, vielleicht aber auch durch Verdrängung - I don’t know.

Geht mir genauso. Ist eine spannende Reise, kann einem aber auch unfassbar viel Zeit rauben - Hyperfokus lässt grüßen.

Schaue ich mir direkt mal an, danke dir :slight_smile:

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Wir sind gerade beide absolut gestresst (vermutlich weil einfach wenig Struktur durch zwei ADHS ler+ ADHS Kind+ ein vermutlich normaler es kind) und ich quassle ihn manchmal mit meinen 1000 Ideen voll was zu ändern ist, damit wir es uns leichter machen.

Das nervt ihn , aber ich kann es nicht abstellen.
Mich macht dann auch noch die grubelei und Unordnung fertig, letzteres sieht er garnicht.

Aber er übernimmt ruckzuck meine Stressgefühle und ich dann seine. Wir lernen gerade aber auch neue Fehler/stärken kennen.

Meine " toll" erlernte kompensiererei kann dazu führen, dass ich sogar manchmal meine Kinder meckern lasse , weil ich es so gewohnt bin , durchzuziehen bevor die Motivation oder Kraft weg ist. Bzw ich bin hinterher so fertig, dass ich echt nicht die spielerische Mama bin, die ich sein möchte bzw vermutlich natürlicherweise bin.

Mein Mann sieht insofern Experimente kritisch, aber wenn es zum Wohle unserer Familie ist und es mir besser geht, dann auf jeden Fall.

Er ist auch einer von zwei Menschen (die beide ADHS haben), die mir glaubten, dass die vom Psychiater anhand Anamnese und EEG (? Bin mir nicht sicher wie das hieß) . Nachdem meine Schwester allerdings ADHS Probleme mit ihrem Kind hat und sich die Symptome einfach mal durchgelesen hat, glaubt sie mir das auch.

@Amphe
Zum Thema Eltern: meine Eltern haben das , was du beschreibst von Anfang gemacht: alle Kinder in den Leistungssport und Musik gesteckt , es gab immer vollkorn,viel Gemüse, abends Eiweiß, viel wandern.

Bei mir aber dasselbe wie vermutlich bei dir: abends fertig, Freundschaft und Schule blieb auf der Strecke.
Bin zb heute extrem schlecht gelaunt und nervös, wenn mal ein freier Tag ohne Plan ist .
Ist aber auch leichter bzw kein Thema mit Medis.

Vermutlich brauchen wir keine Struktur im außen,weil Medis das im innen erledigen.

Ptbs: schließe ich aus, weil ich weder flashbacks noch Vermeidung habe, noch mich besonders gestresst fühle.
Wurde damals nur nicht gehört.

Sorry lerne gerade den Umgang im Forum.

Aber das kann ich auch so unterschreiben.
Mit dem Strom schwimmen ist auch leichter, weil man muss nichts erklären. Ich dachte irgendwann ich bin ein Rudeltier, aber eigentlich will ich garnicht soviel reden oder zusammen sein wie zb die meisten meiner exKollegen. Ich dachte auch lange immer ich mache nur zuviel und schlafe Zuwenig, als dass es diese dnall Talk Dinger sind oder sozialer Stress.

Aber auch deine medi Beschreibung mit selbewusst genug um Menschen zu meiden, aber gleichzeitig auch besser klarkommen ist bei mir auch so.
Habe Menschen dann halt differenzierter und gleichzeitig anstrengend bzw zu laut und einfach unnötig für mich wahrgenommen.

Das mit dem reizfilter kenn ich idR aber nicht so extrem wie ihr. War eher ein Geplänkel im Hintergrund und eine Konzentrationsubung an lauten Orten.
Wenn es aber so extrem wurde, dass ich richtig Probleme bekommen habe, war es immer Vit D Mangel und vermutlich auch mehreres andere (tippe mal auch auf b Vitamine, Magnesium, Eisen). Mit Behebung (hattezb einmal Infusion) war es sofort besser bzw wenn Speicher wohl wieder OK.
Meine darüber hier auch bei den Infos gelesen zu haben.

Antidepressiva etc. waren bei mir auch kontraindiziert, erinnere mich mit Horror ua an seroquel.

Ich wünsche euch aufschlussreiche Tage :blush:

Freue mich auch auf

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Das klingt turbulent. Eröffnet aber auch neue Chancen und Wege.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das ziemlich belastend ist. Solange ihr zusammenhaltet, findet ihr aber sicherlich gemeinsam eine Lösung. Ich würde es mir für euch jedenfalls wünschen.

Die dir nicht glaubten oder glaubten?
Anamnese und EEG klingt logisch. Ein EEG wurde bei mir auch durchgeführt. Hab irgendwo mal gelesen, dass man das eventuell an einem EEG sehen könnte.
Nicht jeder ADHSler ist gleich, das macht die Sacher halt komplex.

Ich finde es mühselig sich erklären zu müssen und andere davon zu überzeugen, dass man diese Diagnose auch wirklich hat. Hört man halt überall, erlebe ich selbst auch.
Aber schön, dass deine Schwester dir nun noch glaubt.

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Ich weiß ohne Plan halt nur nichts mit mir anzufangen und suche mir irgendwas, was ich tun kann. Ein bisschen Struktur braucht jeder (glaube ich). Mit den Medis allerdings schlimmer als ohne. Ohne Medis komme ich kaum aus den Puschen und bin so antriebslos, dass ich vermutlich den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen würde. Bis mir dann abends, weil ich dann komischerweise Tatendrang verspüre, auf irgendwelche Ideen komme.

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Die Antwort darauf ist einfach und kompliziert zugleich:
Mach das, was dir gut tut und was dir dein Bauch sagt.

Ich versuche weitestgehend Menschenmengen / -massen zu vermeiden, ein möglichst stabiles und Reizarmes Umfeld zu schaffen / zu erhalten sowie alles möglichst durchplanen und strukturieren, damit es so wenig wie möglich zu unerwarteten Situationen kommt.

Sprich, keine / wenige laute Geräusche in der Umgebung usw…

Dazu kommt noch, dass alle Termine für 2 Wochen zusätzlich auf einem Whiteboard geschrieben sind, sodass meine Partnerin und ich die jeweils direkt im Blick haben und uns darauf einstellen können.

Zusätzlich noch die „üblichen Alltagshelfer“ wie Spülmaschine und Saugroboter, um den Stress weiter zu reduzieren (hilft echt ungemein!).

Mit anderen Worten:
Bei mir ist es eine Gemeinschaftsleistung von mir und meiner Partnerin (ADHS), da auch mal Aufgaben abgegeben werden können wenn es nicht mehr geht (wg. Überforderung / Überreizung / Meltdown /whatever).
Dazu eben noch Selbstakzeptanz, dass es Situationen gibt, die an manchen Tagen einfach zu viel sind.
Da bringt es nichts, sich Vorwürfe zu machen. Das ist nur Kontraproduktiv :slight_smile:

Btw:
Glückwunsch zum positiven Screening :wink:

Kritisch. Beruflich bin ich besser dran mit Medikamenten, weil weniger zerstreut, stammel nicht rum durch Unsicherheit, etc.
Privat bin ich ohne Medis in meinem Umfeld besser dran (die haben mich ohne Medis kennengelernt und sind jetzt eher verwundert, wie verändert ich bin - im negativen Sinne, weil wenig empathisch, humorbehindert, etc.).

  • It’s complicated.

Finde ich sehr gut! Ich habe mir mittlerweile auch ein Whiteboard in die Küche gehängt und schreibe mir wichtige Termine direkt drauf. Allerdings schreibe ich mir auch alles in meinen Handy-Kalender, damit ich bloß nichts vergesse. Hab auch schon bei ADHSlern überall in den Wohnung Post-its gesehen, aber das ist für mich wegen meinem Drang zur Ordnung keine Option. :smiley:

Das ist so unfassbar schön zu lesen. Behalte ich mal im Kopf für die Zukunft - danke :slight_smile:

Ist für mich nicht überraschend. Der Kurz-Test beim Psychiater war auch eindeutig und die Selbsttests ebenfalls. :smiley: Glaube es war einfach so’n - ey, da gibts noch nen Test und irgendwie eine Bestätigung? Machen wa.

Ach shit. Apropos Termine:

Was schenkt man zu einer Einweihungsfeier, die heute Abend ist?
Einkaufen und generell in irgendwelchen Läden gehen, schiebe ich so lange auf, bis es nicht mehr geht. Hier beim Geschenk scheinbar auch. Immer auf den letzten Drücker.

Blöd gelaufen. Ich mach mich mal fertig und fahre los. Vielleicht kommen mir dann ein paar Ideen, die auch sinnvoll sind. Einfach irgendwas ist für mich Geldverschwendung und wenn es nicht gefällt, auch blöd. Maaaaaaaaaaan :smiley:

Mein bester Kumpel hat damals (kennen uns jetzt seit über 25 Jahren) gefragt, ob ich die Medikamente denn wirklich brauchen würde. Ich sei dadurch so verändert und irgendwie ruhiggestellt.

Habe ihm dann sehr deutlich erklärt, dass ich nun endlich der Mensch sein kann, der ich sein will.
Und auch, was ich vorher für Probleme damit hatte, dass ich eben NICHT so Ruhig war / sein konnte.

Den Teil mit den Depressionen, dem Selbsthass usw. sehen halt die wenigsten.
Da war er dann auf einmal Ruhig und hat es akzeptiert.
Also so nach dem 20.000 mal wiederholen :see_no_evil_monkey:

Aber klar, wenn man jemanden so lange kennt und plötzlich tauchen bei der Person so n paar Lebensverändernde Diagnosen auf (gleiches Verhalten nach der Diagnose meiner Autoimmun Erkrankung)…
Das kann schon mal etwas verunsichern.

Und ja, das mit dem Humor nicht so ganz verstehen kenne ich irgendwoher…
Einfach weil vieles auch einfach keinen Sinn macht (ASS lässt Grüßen? :wink: )

Btw:
Wenn Aussagen nicht eindeutig und korrekt formuliert werden, laufe ich im Zweifelsfall wie vor eine Wand. Insbesondere in ungewohnten Situationen / bei unbekannten Personen.

Dito :rofl:

Passt halt irgendwann einfach ins Bild ne.
Alles andere macht dann auch keinen Sinn mehr.

Wäre halt nur schön, wenn es mehr Möglichkeiten zur Diagnose geben würde ohne mehrere Jahre warten zu müssen…

Und, noch ne Idee gehabt? :wink:

Ich kenne das zu gut. Sich ständig erklären und rechtfertigen müssen ist so ätzend.
„Brauchst du das wirklich?“
„Das sind doch Medikamente, die schaden dir auf Dauer doch.“
"Du bist für mich ganz gesund, nur ein bisschen merkwürdig. "
„Du hast doch kein ADHS! Ich kenne ADHSler, die sind anders.“

Bla bla bla. -.-

Aber schön, dass du dann doch noch auf Akzeptanz gestoßen bist. Ich kann mir gut vorstellen, dass dein Kumpel schlichtweg überfordert mit der Situation war.

Gut möglich. Obwohl ich immer fand, dass ich einen klassischen Humor habe. Oder mein Umfeld hat auch einen am Helm :smiley:

Ständig! Weiß dann auch nicht was ich antworten soll und stammel mir irgendwas zusammen. DANN wird’s komisch.

Würde jedenfalls hier und da Erklärungen bieten. Aber ja, wäre schön. Wir sind hier leider nur nicht bei „wünsch dir was“ und solange der Fachkräftemangel so enorm ist, bleibt das wohl auch so :frowning:

Yes! Hab mein Hirn mal etwas angestrengt und ein Geschenkpaket fertig gemacht. Mit Kerzen, Pflanzen, einer Kuscheldecke, bisschen was zu Trinken und Krimskrams. Kam gut an (da habe ich nämlich immer Schiss vor). :smiley: