Ehemann mit 38 verstorben / Trauer mit ADHS

Hallo zusammen,

am 31.03.2026 ist mein Mann nach sehr kurzer, schwerer Krankheit unerwartet verstorben.

Er war die Liebe meines Lebens, mein Ein und Alles. Er war meine Familie. Meine Eltern sind 2011 und 2020 gestorben.

Während seiner Erkrankung habe ich viel geweint. Ich hatte Angst um ihn und es war schlimm ihn leiden zu sehen.

Auch als mir mitgeteilt wurde, dass er es nicht geschafft hat bin ich in Tränen ausgebrochen. Und auch an der Lebensfeier mehrmals.

Was mich so irritiert ist, dass ich unglaublich viel schaffe und erledige. Ich bin tagsüber gelegentlich wehmütig und verspüre leichten Schmerz. Ich hatte erwartet, dass es sehr viel schlimmer wird. Abends im Bett muss ich dann auch weinen.

Meine Freundinnen sind auch überrascht wie stark ich bin.

Liegt das am ADHS? Ich habe das Gefühl nicht genug zu trauern, denn meine Liebe zu ihm war unermesslich. Kommt das noch?

Hat jemand von euch eine so nahestehende Person verloren? Wie war das bei euch?

14 „Gefällt mir“

Mein Mitgefühl zu deinem großen Verlust

:broken_heart:

Na du hast eventuell auch gerade sehr viel zu erledigen, Dinge, die keinen Aufschub dulden und der Hyperfokus ist gerade dein Trauerbegleiter.

Du darfst nicht vergessen, du hast ihn bereits begleitet, es hat dich also nicht aus heiterem Himmel erwischt, was aber auch noch nicht bedeuten muß, daß da nicht noch etwas kommt, es ist ja auch noch nicht so lange her.

Was verstehst du unter “nicht genug trauern” oder ist das auch etwas, was dir von außerhalb signalisiert wird?

Trauer ist so persönlich, die Art & Weise, die Dauer, wen betrauere ich, nach wieviel gemeinsamer Zeit, sowieso was ist passiert etc.pp

Ich habe meinen Lieblingsmenschen letzten Sommer verloren, ohne Vorankündigung.

Es ist ein Lernprozess, manche Tage funktionieren gar nicht und dann sind einige wieder weniger Tränenreich.

Gerade in den ersten Tagen bzw Wochen habe ich sehr gut funktioniert, es war viel zu erledigen und es galt auch, Fehler zu vermeiden.

War ja ein Notfall, da funktioniert das ansonsten schon mal strubbelige Hirn einwandfrei, OK, Elvanse hat mir sicher auch beigestanden.

Okey, dann hoffe und wünsche ich dir, daß diese Menschen auch weiterhin an deiner Seite bleiben, falls du doch noch in ein Loch fallen solltest.

Sei nicht so streng zu dir, alles Gute für dich.

:people_hugging:

8 „Gefällt mir“

Lieben Dank für deine Antwort :heart:

Sein Tod kam sehr unerwartet. Selbst die Ärzte waren vor den Kopf gestoßen und können nicht erklären, was genau passiert ist. Sie haben gebeten eine Obduktion machen zu dürfen.

Ich hatte erwartet, dass ich permanent am Boden zerstört bin. Dass ich zu nichts zu gebrauchen bin. Was andere denken weiß ich nicht.

Meine Therapeutin hat gesagt, das sei eine normale Trauerphase. Die Psyche schützt sich erstmal und braucht Zeit um die Endgültigkeit zu begreifen.

Das tut mir sehr, sehr leid, dass du diese Erfahrung machen musstest :frowning:

Ich bin sehr, sehr dankbar um meine Freundinnen und auch um meine Schwiegereltern und kann mich auf sie verlassen :heart:

3 „Gefällt mir“

Dem hast du hoffentlich zugestimmt?

3 „Gefällt mir“

:folded_hands:Mein tiefes Mitgefühl :folded_hands:

Für Trauer gibt es keine Vorgaben und die Psyche lässt oft nur dass zu, was aushaltbar ist.

Einfach erstmal irgendwie klarkommen gibt auch Halt .

Ich glaube ADHS-Typisch ist, dass wir vermutlich selbst unter tiefer Trauer noch meinen das auch noch „normgerecht“ hinbekommen zu müssen.

Die Menge an Tränen und wie tief der Kopf hängt oder auch nicht, da gibt es keine Vorgaben, du dürftest auch auf Party gehen und lachen wenn es dir helfen würde.

Stress dich nicht mit dem wie du meinst, wie es zu sein hat.

Und selbst wenn es zunächst Verdrängung ist, ist es ok und wenn es nur 10 Tränen sind die rollen , die dir zur Verarbeitung reichen, ist es deine Form der Verarbeitung. Es müssen nicht 10 Liter sein.

8 „Gefällt mir“

Das berührt mich gerade sehr. Mein herzlichstes Beileid.

Ich denke, dass sowieso jeder auf seine Art trauert. Ich lächle immer, wenn ich an meinen Vati denke, geweint habe ich nur bei der Beisetzung. Es ist eine Menge Trost in den Erinnerungen.

Das nenne ich „Katastrophenmodus“. Ob das was mit ADHS zu tun hat, weiß ich nicht. Aber ich kann in solchen Situationen auch sehr kühlen Kopf bewahren. Du hast ja jetzt auch wirklich viel zu erledigen.

Was bestimmt was mit ADHS zu tun hat, ist die Idee, dass wir „normal“ reagieren wollen und dadurch vielleicht weinen, weil wir denken, dass das so gemacht wird… Darüber solltest du dir keine Gedanken machen…

4 „Gefällt mir“

Ich weiß gar nicht wieso immer alles mit Adhs sein soll.

Ich würd das einen Traumamodus nennen. Es läuft wie im Stummfilm der Schock ist groß und ich würde mich nicht wundern, wenn plötzlich irgendwann der dicke Korb der Gefühle da ist und dann extrem die Trauee durchschlägt.
Vielleicht verarbeitest du Ereignisse und Gefühle anders und ggf. auch langsamer.

Ich will hier ja keinen blöden Vergleich Mensch Tier machen, doch mit meinem hochfunktionalem Autismus war Kathy mein Leben und mein ein und alles. Es gibt und gab nie einen Menschen oder ein anderes Lebewesen was mir emotional so nahe kommen konnte.

Krebsknötchen Ostern 2024, Angst und Kopf fährt hoch. Es ging zum Tierarzt am 03.04. und dann am 04.04. zur großen Op am 05.04. und extrem lange wenn morgens abgegeben bis dann der Anruf kommt das alles git ist und man sie abholen darf und ab dann war es eine Mischung aus nem Modus - hier muß jetzt viel versorgt, gepflegt, aufgepasst und gepimpert werden.

Da 6 der 8 Gesäuge komplett entfernt wurden war das schon ein riesen Akt zwischen leiden, versorgen, pflegen und einfach nur pflichtbedingt laufen und tun was zu tun ist.
Dazu halt Untersuchungen, Patologiebefund, Screenings, nächste Op 3 Wochen später für die letzten beiden Gesäuge → doch da war Hoffnung, Kampfgeist und Kampfmodus mit Zuversicht auch bei den nächsten 3 Screenings in 6 Wochen und dann kommt der Superknaller das absolute Gameover

Krebs hatre innerhalb von 2 Wochen gestreut und schnellwachsende Lungenmetastasen *Ärzte in dem Moment genauso verzweifelt und das war wirklich der Moment wo FÜR MICH DIE WELT UND DIE EMOTIONEN STILL STANDEN es riß mir wirklichden Bodenunter den Füßenweg und ich bin aber gelaufenund hab wirklichalles getan und gemach. Prognosewaren 44 Tage → ich hab es mit einem Professor der Neurologieund vielen anderen berateden Ärzten Chemotherapie und Cortisontherapie mit fundierter guter Schmerztherapie 1 Jahr und 29 Tage zu machen mit voller Lebensqualitätund einem extremglücklichem Tier.

Gefühlt hab ich mich da aber schon nicht mehr und mit ihrem Tod und dem Einzug der neuen Dame zur Gesellschaft habe ich definitiv das erdre halbe Jahr ohne Gefühle und in einem sehr speziellen taub funktionalen Zustand vegitiert und nach gut 6 fast 7 Monaten kam dann der Knall mit viel zu viel Emotionen und extremen Leiden.
Bei mir sind das definitiv Traumafolgestörungen die ihre Ursache und Mechanismen in der frühen Kindheit schon haben.

Du hast aber letztlich das gleiche auf eine andere Art mitgemacht und bist in einem emotionalen Ausnahmezustand geraten. Es kann gut sein sas durch Schock und Schmerz dein Körper und Geist in den Überlebensmodus geschalten hat und dann kann der Mensch grundsätzlich gut abspalten, verdrängen etc. und sehr gut einfach nur funktionieren..

Der einzige Nachteil ihne spezielle Traumatherapie und Traumamechanismen, das du wahrscheinlich nicht den Zeitpunkt bestimmen kannst wann der Schmerz kommt und wahrscheinlich auch ein Teil der Ereignisse dich dann überrollen könnten.

Dieser Mechanismus ermöglicht es aber das Menschen im Krieg, nach schweren Katastrophen und vielem mehr sehr gut funktionieren und handlungsfähig bleiben und so auch z.B. in der Lage sind ihr Leben und ihr körperliches Überleben zu sichern. Das ist für Geist und Körper das größte Ziel und wenn es dann vermeindlich sich und einfach ist holt der Geist dann irgendwann diese verdrängten Ereignisse zurück.

Solche Ereignisse können mir passieren und ich wette mit dir das es nicht passiert ist weil mein Geist das so verdrängen kann das es vergessen und nie geschehen ist.ö

Such mal im Netz nach Trauma, Funktionsmodus bei starken Verlusten etc.

Vielleicht hilft dir das deinen Mechanismus zu verstehen

4 „Gefällt mir“

Ich danke euch allen sehr für eure Worte.

Ich glaube ich suche nach Absolution dafür, dass ich meinem Gefühl nach nicht angemessen trauere.

Ich hätte mir vorstellen können, dass es was mit adhs zu tun hat. Während ich andere Dinge tue, fällt es leicht nicht an den Verlust zu denken. Das halte ich tatsächlich für typisch adhs - „aus den Augen aus dem Sinn“.

Habe jetzt noch einiges recherchiert und glaube auch, dass es ein Schockzistand ist, um zu funktionieren. Zu allem Überfluss hatten wir kurz bevor mein Mann krank wurde angefangen die Wohnung zu renovieren. Um hier leben zu können muss ich gezwungenermaßen anpacken. Dazu die ganze Orga der Bestattung, das Kümmern um seinen Nachlass, um unsere Katzen und den Hund. Um seine Eltern.

6 „Gefällt mir“

…auch um dich, hast du in deiner Aufzählung bestimmt bloß vergessen…

:four_leaf_clover:

7 „Gefällt mir“

Du hast mein Mitgefühl. Ich erlebte 2021 Gleiches mit meiner Mutter (zwei Jahre später dann mit meinem Vater). Bei Ihr: Schockmoment und Sterbebegleitung. Bei Ihm Demenzbegleitung. Zumindest konnte ich den organisatorischen Teil an meinen Bruder abgeben.

Ansonsten habe ich einfach nur noch funktioniert um meiner Mutter zumindest ein behütetes Sterben und meinem Vater ein Sorgenfreies Verabschieden zu ermöglichen. Da war der ADS-Hyperfokus durchaus hilfreich.

Wichtig während dieser Zeit: Gute Freunde die mir ihr Ohr liehen.

Danach begann die eigentliche Trauerarbeit. Ich wählte den bildhauerischen Weg. Ich setze meinen Eltern ein gebührendes Denkmal https://adhs-forum.adxs.org/t/unregelmaessige-gedanken-zum-tag/27750/344?u=gartenpirat

Trauer braucht Zeit.

:people_hugging:

3 „Gefällt mir“

Wie schön du das gemacht hast :heart:

Danke, dass du deine Erfahrung mit mir geteilt hast!

Du hast recht. Ich werde nächste Woche vllt mal zur Massage gehen.

1 „Gefällt mir“

Liebe Fienson,
auch von mir herzliches Beileid!

Trauer und Trauerreaktionen sind ausgesprochen individuell. Es gibt da überhaupt kein allgemeingültiges Maß. Jeder Mensch und jede Beziehung und jede Trauer sind anders.

Bei mir persönlich war es bei beiden Eltern so, dass ich vor und nach ihrem Tod (es waren schwierige und teils dramatische Krankheitsverläufe) sehr viel geschafft habe. Man funktioniert; oft kommt noch eine ganz andere Trauerphase später nach, wenn alles Nötige mit Beerdigung und Formalitäten abgewickelt ist.

Ich denke, dass bei uns noch eine ADHS-Besonderheit dazukommt:

Unter Stress laufen typischerweise unsere exekutiven Funktionen, die sonst eher Dysfunktionen sind, zu Hochform auf. Das ist bedingt durch die Stresshormone, die den sonstigen Mangel an Neurotransmittern ausgleichen. Darum glänzen auch viele ADHS-ler als Notfallretter u. ä.
Das erklärt deine vergleichsweise besonders hohe Leistungsfähigkeit in dieser Situation.
(Vergleiche die Vorträge von Heiner Lachenmeyer zu ADHS und Beruf)

Sei stolz auf dich, aber pass auch unbedingt auf, dass du dir kleine Pausen setzt, damit du nicht irgendwann vor Erschöpfung zusammenklappst, und lass dir helfen, wo es eben geht.
Alles Liebe!

7 „Gefällt mir“

Gute Idee, geht das auch ohne Termin oder wann soll ich dich erinnern bzw nachfragen, ob das mit der Massage funktioniert hat…

:adxs_zwinker:

Bloß so wegen, aus den Augen - aus dem Sinn…du verstehst schon…

:four_leaf_clover:

4 „Gefällt mir“

Lieben Dank für deine Antwort :heart:

Ja, das leuchtet mir total ein. Denke das hat auch dazu geführt, dass ich bei der Mitteilung seines Todes so klar antworten konnte bezüglich Organspende. Danke, dass du mich daran erinnert hast!

:heart:

Ich rufe Montag dort an. Samstag ist noch die Urnenbestattung im Ruheforst. Bis dahin kann ich nicht zur Massage, vom Kopf her.

2 „Gefällt mir“

Es wird leider viel zu oft gar nicht wahrgenommen, daß der Körper und die Psyche extrem viele Mechanismen zum ÜBERLEBEN UM JEDEN PREIS mitbekommen/ entwickelt haben.

Schuldgefühle sind auch normal, sieht man ganz krass bei Menschen die warum auch immer einen Flugzeugabsturz überlebt haben wo sie die einzigen oder einer von ganz wenigen ist.

Sie verzweifelt so sehr daran warum gerade sie überlebt haben…ob sie auch überlebt hätten, wenn sie auf einem anderen Sitz gesessen hätten und fehen fast dran kaputt. Auch das ist leider ein Mechanismus der analysiert was auch zukünftig Überleben garantieren kann etc.

Am besten du suchst dir zeitnah einen Pfarrer/Pastor/Seelsorger/Trauerbegleiter die dich etwas unterstützen mit dir, so wie du gerade bist und den vermeintlichen Schuldgefühlen sowie emotionalen Schock zurecht zu kommen und verarbeitet zu bekommen. Alternativ kannst du als Frau immer in eine Frauenberatungsstelle gehen und um Hilfe bitten. Frauenberatungsstellen helfen Frauen grundsätzlich in allen für sie schwierigen lagen nicht nur bei häuslicher Gewalt sondern immer in jeder schweren/Kriesenzeit für Frauen.

Frauenberatungsstellen werden zu wenig von Frauen wahrgenommen, leider

1 „Gefällt mir“

Übrigens egal wie schwer krank, egal wie vorbereitet man ist

**es kommt immer plötzlic, es kommt immer unerwartet, es hajt immer aus der Bahn…

Das muß was mit uns auch mit Verdrängunsmechanismen etc. zu tun haben. Das passiert nur mit dem der betroffen ist**

alle die weiter weg sind ist es eben nicht so => mu ß auch ein Schutz und Verdrängungsmechanismus sein um auch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig zu bleiben

:four_leaf_clover:

Herausfordernd, endgültig, unfassbar, alle Kraft der Welt, für diesen schweren Gang.

:people_hugging:

1 „Gefällt mir“

Erstmal, mein herzliches Beileid. 38 ist ja wirklich kein Alter, aber egal wie alt man ist, ich glaube wenn der Partner stirbt, ist man nie wirklich bereit dafür ihn/sie gehen zu lassen…:black_heart:

Ich bin vielleicht nicht unbedingt die richtige Person was das angeht, denn ich habe noch nie jemand nahestehenden an den Tod verloren. Alle Tode in meinem Umfeld waren eher Bekannte (Ja, auch meine Großeltern und andere Verwandte, da ich zu ihnen einfach keinen engen Draht hatte). Ich habe nicht mal bei der Beerdigung meiner Oma vor einigen Jährchen geweint…ich war betroffen, aber das war´s auch wieder.

Trauer kenne ich aber zum einen durch den Tod von geliebten Tieren, und zum anderen durch Trennungen von Ex-Partnern. Ja, mir ist klar, dass man eine Trennung bestimmt nicht unbedingt mit dem Tod seines Ehemanns vergleichen kann. Aber wenn ich meinen Senf dazugeben darf:

Ich trauere auch eher kurz. Die ersten Tage geht´s mir räudig, ich vegetiere so vor mich hin, esse kaum. Wie ein Zombie. Aber nach 5-7 Tagen geht´s auch wieder. Ich komme wieder in den Alltag, ich gehe den To do´s so nach. Mir wurde auch schon gesagt, dass ich die Trennung / den Tod meines Tieres etc eigentlich echt gut wegstecke. Jain. Wie bei dir, kommt es meistens auch Abends im Bett. Dann wird nochmal geweint. Aber tagsüber hält es sich sehr in Grenzen.

Liegt am ADHS oder Autismus ? Möglich. Ich bin (wahrscheinlich durch Autismus) keine besonders…emotionale ? Person. Das sage ich, weil ich bei meinem Bruder & Vater (sehr tief im Autismus-Spektrum) auch eher weniger Emotionen sehe. Wir sind eher…praktisch/logisch/funktional veranlagt (oft zum Unmut unseres Umfeldes). Gefühle werden natürlich zugelassen & dürfen sich zeigen, aber da sind wir wirklich nicht überschwänglich.
Deswegen gehen wir mit dem Tod vielleicht auch eher…rational um, statt emotional. So nach dem Motto “Man muss gar nichts, außer sterben” also gehört halt dazu.

Vielleicht ist es auch einfach eine Ablenkungs Strategie deiner Psyche. Wenn du viel zu tun hast, kommst du nicht zum trauern. Du beschäftigst dich also, damit dich die trauer nicht auffrisst.

3 „Gefällt mir“

Ich hatte das Glück, dass meine frühere Psychotherapeutin mir spontan einen Termin gegeben hat. Letzte Woche. Nächste Woche habe ich wieder einen. Sie ist Verhaltenstherapeutin und hatte mir z.B. gesagt, ich kann weiterhin mit Michi sprechen.

Hatte ihm ein Tagebuch personalisieren lassen, worin er seine Gedanken während der Erkrankung hätte schreiben könne. Es kam zu spät. Jetzt schreibe ich darin an ihn.

Wenn ich lese, was ich die letzten Tage reingeschrieben habe, wird es ziemlich offensichtlich. Ich schreibe permanent, dass ich es nicht wahrhaben kann. Nicht wahrhaben will. Dass er zurück kommen soll. Dass ich der irrsinnigen Hoffnung verfallen bin, das alles sei ein riesengroßes Missverständnis.

Ich glaube ich bin noch nicht so weit seine Abwesenheit als endgültig zu begreifen.

4 „Gefällt mir“

Und klar das doch in diesem Zustand Trauer gar nicht so gespürt wird.

Ich spreche heute noch mit Oma das ist auch 13 bis 15 Jahre her. Sie hat mich entweder verstanden definitiv aber so genommen wie ich bin und nicht rumerzogen lder kritisiert…

Er war wohl dein Seelenbund da kann es lange dauern bis es betrauert ist und wirst wahrscheinlich täglich an ihn denken…

Aber du hattest so jemand vertrauten, so viel Glück hat auch nicht jeder…

Und khr hattet wohl ein sehr schönes gemeinsames Leben (Krankheit war sicher anstrengend und schwer…)

Das ist alles in Ordnung und auch wichtig, denn so bist DU

Wahrscheinlich könntest du es anders nicht verarbeiten. ..

Das mit deiner Therapeutin ist doch gut aber auch Glück das sie dir Zeit gibt damit du verarbeiten kannst, gerade bei diesem so unterversorgten Therapieangebot

1 „Gefällt mir“