Eindosierung Intuniv Kind 4.5 Jahre

Hallo Zusammen

Gerne möchte ich um Rat/Erfahrung bei Eindosierung mit Intuniv bei Kind mit 4.5 Jahren bitten. Unser Kind ist sprachlich und motorisch gut entwickelt aber seit es zwei Jahre alt ist haben wir Probleme mit dem Sozialverhalten (starke Wutanfälle, oppositionelles Verhalten, im Kindergarten häufig Streit). Da sowohl Opa als auch Tante ADHS haben, hatten wir früh den Verdacht es könnte ADHS (impulsiv-hyperaktiver Typ) sein. Die Hyperaktivität haben wir mit viel Bewegung am Nachmittag und vor dem Kindergarten ganz gut im Griff aber die Wutanfälle sind seit 6 Monaten ganz extrem mit Schlagen etc. Wir werden Kindergarten wechseln (Waldkindergarten) und haben parallel nach Absprache mit Kinderneurologin vor 8 Tagen die Eindosierung mit Intuniv (1 mg pro Tag, Kind wiegt 18 kg) gestartet. Wir hätten lieber mit Methylphenidat gestartet aber die Ärztin meint, das würde nur bei Fokus helfen und nicht gegen die Aggressivität (hatten wir anders recherchiert). Aktuell wird die Müdigkeit langsam besser aber Verhalten noch keine großen Fortschritte (wahrscheinlich noch zu früh). Habt ihr Erfahrung mit Monotherapie Intuniv gemacht?

Liebe Grüße

Simone

Hallo,

mein Sohn ist 6 und hat auch hyperaktiv impulsivem Adhs Typ. Er bekommt Equasym und das hilft ca. 6 Stunden ganz gut um im Kindergarten klar zu kommen. Er kann länger sitzen und die Frustrationstoleranz ist deutlich besser. Vorher hatte er ständig Streit mit anderen Kindern. Wutausbrüche hatte er nicht . Jedoch ein starkes Trotzverhalten, auch gegenüber Erziehern. Nun ärgert sich nicht mehr so schnell und verhält sich kontrollierter. Intuniv hatte bei ihm leider keine Wirkung. Er war einfach nur müde und noch gereizte.

Liebe Grüße

Bei Intuniv kommt die volle Wirkung nach 3 Wochen, also Geduld…

Herzlich willkommen, liebe Simone!

Das verstehe ich auch nicht. Doch, Methylphenidat hilft auch bei Impulsivität gut, und es kann auch bei Vierjährigen verordnet werden.

Durch das Intuniv verliert ihr wertvolle Zeit, ihr braucht ja etwas bald Wirkendes.

Alles Gute euch!

Vielen Dank für das Feedback :slight_smile:

Wir haben das Problem, dass wir in unserer Region keine gute Versorgung mit Kinderpsychiatern haben. Vor knapp einem Jahr haben wir die ADHS-Diagnose bekommen. Damals war Medikation kein Thema, da die Wutanfälle nicht auf dem aktuellen Level waren und wir den Alltag mit viel Bewegung und klarer Struktur meistern konnten. Die damalige Psychiaterin ist nicht mehr in der Klinik und die Neurologin will kein Methylphenidat verschreiben, da sie sich darauf versteift, dass es nur bei Konzentration/Fokus hilft und das nicht unser Hauptproblem ist. Sie hätte noch Risperidon vorgeschlagen, was für uns nicht in Frage kommt, da es einfach nur ruhig stellt.

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Vielen Dank für die Antwort :slight_smile: die Ärztin meinte wir sollen nach zwei Wochen von 1 mg auf 2 mg hochgehen - wir haben uns überlegt erst nach 3 Wochen zu steigern um nicht “überzudosieren”. Wie habt ihr das damals gemacht? Liebe Grüße

Vielen Dank für den Erfahrungsbericht :slight_smile:

wir befürchten eben auch, dass Intuniv bei uns als Monotherapie nicht reicht.

Vll. nehmen die Wutausbrüche ab, wenn er selbst wieder positive Erfahrungen im Kindergarten usw. macht. Mein Sohn geht zb wieder gerne in den Kindergarten. Vorher gab es immer nur Ärger und die Erzieher haben geschumpfen, kritisiert usw. Ich würde euch zu Methylphenidat raten.

Alles Gute

Wir haben erst nach mehreren Wochen (6 oder so) aufdosiert. Mein Sohn hat aber 2 mg nicht vertragen (er lag flach und ist kaum hochgekommen), wir sind relativ schnell wieder zurück gegangen. 1 mg hat aber auch schon gewirkt.

Ich würde jetzt erst mal beim Intuniv bleiben. Das kann gut helfen gegen Aggressionen und Wutausbrüche.

Es hilft eher weniger bei der Konzentration. Bei meinem Sohn zumindest.

Wir kombinieren inzwischen Intuniv und Ritalin. Nach vielem rumprobieren und justieren ist das jetzt die beste Lösung.

Ich würde auch länger bei einer Dosis bleiben und nicht so schnell aufdosieren. Es braucht Zeit. Und Geduld.