Das Ziel ist nicht, dich völlig „ruhig“ oder „perfekt konzentriert“ zu machen, sondern besser mit deinen Aufgaben klarkommen zu können und die Gedankensprünge zu reduzieren, insgesamt fokussierter zu sein. Perfektion ist nicht das Ziel, sondern eine spürbare Verbesserung im Alltag und natürlich, sich normal zu fühlen, nicht eingeschränkt.
Man soll genug Konzentration und Antrieb haben, ohne sich überdreht/unruhig zu fühlen. Alles in einem gesunden, normalen Maß. Meiner Meinung nach, kann man nicht erwarten 20h am Tag sich genau so gut konzentrieren zu können und sich genau so wach zu fühlen wie z.B. morgens.
Oder immer motivierter zu sein, wenn man z.B. gerade aus vielen anderen Gründen keine Motivation hat. Medikation hat auch seine Grenzen. Aber ich denke auch, dass es bei jedem anders ist.
Man muss an der Eindosierung und bei dem Ausprobieren der Medikation arbeiten. Schreib dir alles auf. So kannst du besser vergleichen. Es ist auch nicht verkehrt (meiner Meinung nach) auch andere Medikamente auszuprobieren. Vor allem, wenn das, was man zur Zeit nimmt, nicht „fast perfekt“ ist… Natürlich soll das Ziel sein, etwas zu finden was „besser“, länger und angenehmer wirkt, damit dein Tag so normal wie möglich ist.
Wenn nichts zufriedenstellend ist, z.B. Medikament wirkt zu kurz oder wirkt gut morgens aber abends nicht, oder führt zu Schlafstörungen, kann es manchmal sinnvoll sein auch ein anderes Medikament dann Abends zu nehmen. Einfach beobachten, ausprobieren, beobachten wieder… und mit dem Arzt die nächsten Steps besprechen.
Ich bin arbeite gerade auch daran, geduldig zu sein bei der Eindosierung etc. Ich finde das schwierig… wenig Unterstützung von Menschen die mir nahe stehen, viel zu tun im Studium, bei der Arbeit und im Haushalt… ich fühle mich ziemlich alleine gelassen, egal ob Mitmenschen oder selbst mein Arzt (auch wenn er nett ist)…
Ich hoffe, dass alles mit der Zeit besser wird.