Eingewöhnung Elvanse und Müdigkeit

Hallo @Radiohead85 , ich habe gesehen, es hat noch keiner geantwortet.

Leider kann ich dir nicht helfen. Ich kann dir nur erzählen, dass es mir ähnlich geht.
Ich bin zwar erst am 10. Tag mit 30 mg Elvanse, aber mir fehlt der Antrieb und ich bin dauermüde.

Seit 8 Monaten probiere ich Medikamente aus und nichts hilft.

Wie geht es dir jetzt?

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Hey Leute schaut mal.bei Winkler findet ihr Infos zur paradoxen Wirkung (Stimulanz vs Müdigkeit).
Der Beitrag hat mir die Augen geöffnet

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Ich habe den Beitrag erst heute Morgen gelesen. Aber um so schwerer ist es, trotzdem die richtige Dosis zu finden.

Wie ist es mittlerweile bei dir?

Mir geht es ähnlich, bin zwar zuper entspannt und kann mich konzentrierern, habe aber keinen antrieb und könnte noch mehr rumliegen als sonst! nehme 30mg in der ersten Woche, ich probiere morgen mal mehr!

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Hallo ihr lieben, :blush:
gerne möchte ich mich auch mal hier beteiligen.

Ich bin 31 und habe vor einigen Monaten meine Diagnose erhalten. Gestartet habe ich mit Medikinet, erst das normale10mg, 20mg und dann 20mg x2 dann das retardierte 20mg x2 am Tag.

Da die Wirkdauer wirklich nicht sehr lang ist, hat mich mein Arzt auf Concerta umgestellt, hatte sehr starke Nebenwirkungen. Bin dann ziemlich sofort wieder zurück zum retardierten Medikinet.

Jetzt versuche ich es mit Elvanse 30mg. Bin jetzt schon bei einer Woche, komme aber von den Nebenwirkungen nicht weg.

Ich trinke weder Kaffee, Alkohol noch rauche ich.

Die Nebenwirkungen sind:

-Innerliche Unruhe
-Mehrere Kleine Ticks ( ständig am Bart ziehen oder mit Bein wippen)
-Nach Mittagessen, extreme Müdigkeit für einige Stunden
-Sehr schnelle wieder ängstlich(bei Medikinet nicht)
-Leicht gereizte Stimmung
-Antriebslos

Was würde ihr vermuten, eher unter oder überdosiert ? Neues Medi probieren ?

Vielen Dank für eure Unterstützung
Das Forum ist super :raised_hands:

Gerne auch PN wenn sowas hier geht :joy:

p.s ich hoffe ich hab das richtig gemacht :joy:

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Hallo @El-Mar93

Da deine Frage nun schon ein paar Tage her ist, hoffe ich, dass es dir zwischenzeitlich besser geht.

Es ist sehr schwierig zu sagen: „es liegt an dem!“ oder „du bist unter- oder überdosiert“

Ich kann dir nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffen, dass sie dir in irgendeiner Weise behilflich sein konnte.

Ich habe mit Elvanse 30 mg gestartet und dann das gleiche Problem wie du. Vor allem die extreme Mündigkeit nach dem Mittagessen hat mich zerstört. Daraufhin habe ich Elvanse wieder abgesetzt und bin wieder zu Concerta zurück. Da dieses so wie auch Focalin, Ritalin und Medikinet nicht passte wollte ich es nochmals im Elvanse versuchen. Hab dann direkt auf 70mg dosiert, was kurz auch klappte, bis dann wieder die Müdigkeit einsetzte. Hab dann auf 50mg Morgens und 30mg Mittags gesetzt, was gut klappte aber ich konnte nicht mehr einschlafen.

Lange Rede kurzer Sinn: Die zwischenzeitliche Wirkung von Elvanse war top, aber halt nicht von Dauer.

Da ich unbedingt wollte, dass Elvanse funktioniert habe ich begonnen mich einzulesen.

Nach intensiver Beschäftigung mit diesem Medikament, in Berichten, Foren, Studien, Podcasts, Rediz etc., hat sich für mich unter vielem anderem vor allem herausgestellt, dass die Ernährung viel wichtiger ist als man zuerst annimmt. Da Elvanse die Dopamin Produktion im Hirn anregt, wird viel mehr Glucose benötigt als ohne Medikament.

Als ich damit begonnen habe ein reichhaltiges Frühstück einzunehmen, blieben die üblichen Symptome wie starkes Gähnen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Probleme klare Gedanken zu fassen, kalter Schweiss welche normalerweise gegen die Mittagszeit auftauchten, aus.

Zusätzlich, habe ich begonnen auf raffinierten Zucker zu verzichten, da kurz nach dem Essen von z.B.
Cheeseburgern vom Mc einen schlagartigen Abfall des Blutzuckers bemerkte und die üblichen Symptome wieder einsetzten.

Die Nebenwirkungen welche ich dann noch hatte, waren in meinem Fall, die einer Überdosierung. Also ich ging einfach davon aus, da ich ja bereits bei der Maximaldosis von 70mg angekommen war.

Mit 60mg habe ich für mich die richtige Dosis gefunden.

Nachfolgend findest du eine Auflistung meiner Unter- und Überdosierungssymptome und wie es mir mit meiner passenden Dosierung geht.

Unterdosierung 50mg

Bleierne Müdigkeit
Konzentrationsschwierigkeiten
Probleme klare Gedanken zu fassen
Schlechtere Impulskontrolle
Übelkeit
Unruhe
Zittern
Erhöhte Reizbarkeit
Lasse mich schnell ablenken
Depressive Verstimmung
Existenz und Zukunftsängste
Erhöhte Soziale Ängste
Lustlosigkeit
Antriebslosigkeit
Wesentlich Emotionaler
Weinerlich
Nehme vieles Persönlich
Weniger Interesse an anderen

Überdosierung 70mg

Hyperfokus
Übermotiviert
Kopfschmerzen
Einschlafprobleme
Stärkere Nervosität und innere Unruhe
Stärkeres Schwitzen auch ohne Körperliche Anstrengung
Hoher Antrieb
Spürbar höherer Puls
Übelkeit
Zittern
Erhöhte Reizbarkeit
Erhöhte Impulsivität
Erhöhter Redebedarf
Lasse mich schnell ablenken
Zu objektive Betrachtungsweise
Höre weniger zu
Fingernagel kauen

Abends extremer Appetit (kann easy 2 Megakebab essen, normalerweise reicht ein normaler…)

Optimale Dosierung 60mg

Wenig bis keine Unruhen
Sehr gute Konzentration
Guter Antrieb und Motivation
Sehr gute Laune
Hirn erlaubt wieder komplexe Gedankengänge
Sehr gute Impulskontrolle
Fühle mich entspannt und kann auch einfach mal nichts tun
Blicke entspannt in die Zukunft
Keine Existenzängste
Habe Vertrauen in mich selbst
Normal Emotional
Gesunde objektive Betrachtungsweise
Nehme beim gegenüber wahr und verstehe was wirklich „gesagt“ wird.

Wie du siehst, überschneiden sich meine Symptome. Dies macht es umso schwerer die korrekte Dosierung zu finden.

Ich hoffe das du dich vlt. in meinen Erfahrungen wieder siehst oder für dich etwas nützliches daraus ableiten kannst.

Bitte beachte, dass ich hiermit keine Empfehlungen abgeben, sondern lediglich meine Erfahrungen teilen möchte.

Lg

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Vielen Dank

Ich hab Elvanse Mal abgesetzt und bin jetzt wieder zurück zu Medikinet. Werde es aber wirklich noch einmal mit einer Höheren Dosis versuchen und dann ein Feedback hinterlassen.

Das Forum hier ist wirklich sehr gut

Danke

Hi @El-Mar93 und herzlich Willkommen! :adxs_wink:

Mich erstaunen die Nebenwirkungen von Concerta, wenn Du Medikinet retard klar kommst. Ist ja der gleiche Wirkstoff. Da schleicht sich mir der Verdacht auf, dass nicht das Medikament Dein Problem ist, sondern Deine Essgewohnheiten?
Welche Nebenwirkungen hattest Du denn bei Concerta und welche Dosis?

Was @Bedexx schon angedeutet hat, gilt für alle ADHS-Medikamente - auch wenn es nicht explizit im Beipackzettel steht (außer bei Medikinet adult/retard):
Isst Du regelmäßig und ausreichend?
Trinkst Du genug?

Wenn ich nicht innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme von Elvanse etwas esse, dann geht es mir auch nicht gut. Bei Methylphenidat war das ähnlich. Die Symptome sind denen ähnlich, die Du beschreibst. Wenn ich was esse, habe ich die Probleme nicht.

Also wäre es vielleicht gut, bei einem Neustart erst Mal die Essgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und die ggf. anzupassen, bevor Du die Dosis erhöhst. Vielleicht klappt es dann auch mit einem länger wirkenden MPH-Präparat wie Concerta, falls Elvanse tatsächlich nicht „Dein“ Medikament ist.

Viel Erfolg!

Deine Erklärung und die Erfahrung mit der Unterdosierung ist für mich gerade wahnsinnig hilfreich.
Danke!

Genau die Wirkung deiner Unterdosierung hatte ich jetzt mit 30 mg auch.
Ich wollte das so keine Woche oder länger aushalten!
Vor allem die negativen Gedankenspiralen und Depersonalisierung hat mir total zu schaffen gemacht.

Ich hab’s mal mit 60mg versucht und das fühlte sich schon richtig gut an. Evtl. nen Ticken zu hoch. Dabei bleib ich jetzt ne Zeit und schaue, ob es so bleiben kann.

du bist insulinresistent, zu einem gewissen grad.

dann erhöht elvanse den blutzucker, du kannst ihn nicht in die zellen schieben, dann isst du was wovon dein bklutzucker noch mehr steigt.

ergebnis ist, daß du fast sofort zusammenklappst. dein körper schiebt dich in ein notprogramm, damit du auf gar keinen fall NOCH MEHR blutzucker erzeugen kannst. er schaltet dich ab, damit du keinen unsinn anstellst. es ist ein schutz.

(durch bewegung, zum beispiel… du kannst dich noch so viel bewegen, der blutzucker steigt weiter und weiter, wird eben gerade nicht verbannt, sondern immer mehr angefordert. liegt daran, daß das gehirn kein rückmeldungssystem für die verbrauchte menge an blutzucker hat… er merkt nur, daß er keine energie hat, folgert, daß zu wenig zucker im blut ist, und schiebt immer mehr und mehr nach. )

das kannst du vermeiden, indem du das zeug, was dich so müde macht, auf keinen fall isst. also kohlenhydrate.

wenn du NICHT insulinresistent bist, dann steigert elvanse ebenfalls die zuckerproduktion deines körpers, aber du kannst den zucker unmittelbar verbrennen, hast energie, und dein blutzuckerspiegel bleibt stabil, auf immer einem level.-

joa, das hat dir kein arzt gesagt, daß muß dir ein bekloppter aus dem internet sagen.

ich hab dich gerade ferndiagnostizeirt auf prädiabetis, wie kann ich es wagen?

die Diagnose ensteht aus der logik der situation. biochemie lügt nicht, Insulin ist King im Biochemie unsiversum.

ok hau rein.

das ist wiederrum der Unterzucker :wink:

es ist zum reihern, ich weiß. aber jetzt weißt du was sache ist. Glucosestoffwechsel muß in ordnung kommen.

viel glück :wink:

@ppaul

Besten Dank für deine Ferndiagnose. Sie ist sicher gut gemeint. Auch wenn ich es völlig verantwortungslos finde einfach aufgrund von meinen Erzählungen als Tatsachen verpackte Annahmen rauszuschleudern.

Wie du aus meinem Post entnehmen kannst. Habe ich meine Ernährung bereits angepasst und komme ziemlich gut zurecht. Wie du merkst habe ich diesbezüglich auch keine Fragen gestellt, da es lediglich eine Antwort auf eine Frage von jemandem anderem war welche bis dahin unbeantwortet blieb und meine Erfahrungen als Unterstützendes Beigemüse dienen sollten.

Liebe Grüsse

Du musst dir das wie eine Rechenformel vorstellen, wo du verschiedene Werte einsetzt.

Ich habe eine allgemein annerkannte Rechenformel genommen, und da deine Daten hinein gegeben.

Am Ende kam heraus, daß du insulinresistent bist.

Das ist nicht mein Idee.

Ich setze nur Dinge zusammen. Ich hab mir die Formel nicht ausgedacht. Ich hab ir deine angaben nicht ausgedacht.

Also, die rechenformel ist mehr wie ein algorythmus mit angeschlossener Datenbank, sehr kompliziert.

Ich verstehe daß du indigniert bist. ich unterminiere die anstrengungen, die du mit viel disziplin und willenskraft unternommen hast.

Es tut mir leid daß ich deine Urteilsfähigkeit in deiner eigenen situation in Frage gestellt habe, und mich aufgedrängt habe. Ich wäre froh, wenn du mir das in Zukunft nicht krumm nehmen würdest,

Ich bitte um entschuldigung.

lg paul

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@ppaul oke, oke, oke… Danke das du mein Leben verändert hast, da ich nun alles weiss was ich wissen muss. An dir ist ein Arzt verloren gegangen.

Gehts dir jetzt besser?

Ist das tatsächlich so? Ich kenne das unter dem Phänomen „Schnitzelkoma“. Nach dem Mittagessen ist man erstmal platt… sind so viele Menschen Insulinresistent? Eine Tante von mir ist das, aber da sind noch ganz andere Problem sichtbar!
Ich kenne das Problem nämlich auch, dass ich nach dem Mittagessen kurz ein Tief habe. Abend und Morgens aber seltsamerweise nicht. :thinking:

Ich kann mich zu Bedexx Zustand nicht mehr äußern, da ich sonst meine Entschuldigung unwirksam mache - ich kann das also nicht beantworten, tut mir leid.

@Bedexx

Ja, vielen Dank, mir geht es jetzt besser.

Berühmtes Schnitzelkoma:

Ja und Nein. Nichts kann und alles muß, es kommt drauf an…

Was ich dir aber mit Bestimmtheit sagen kann:

Daß du so eine Menge Blut zur Verdauung brauchst, daß du fast umkippst, ist völliger Blödsinn.