Hallo @El-Mar93
Da deine Frage nun schon ein paar Tage her ist, hoffe ich, dass es dir zwischenzeitlich besser geht.
Es ist sehr schwierig zu sagen: „es liegt an dem!“ oder „du bist unter- oder überdosiert“
Ich kann dir nur meine Erfahrungen mitteilen und hoffen, dass sie dir in irgendeiner Weise behilflich sein konnte.
Ich habe mit Elvanse 30 mg gestartet und dann das gleiche Problem wie du. Vor allem die extreme Mündigkeit nach dem Mittagessen hat mich zerstört. Daraufhin habe ich Elvanse wieder abgesetzt und bin wieder zu Concerta zurück. Da dieses so wie auch Focalin, Ritalin und Medikinet nicht passte wollte ich es nochmals im Elvanse versuchen. Hab dann direkt auf 70mg dosiert, was kurz auch klappte, bis dann wieder die Müdigkeit einsetzte. Hab dann auf 50mg Morgens und 30mg Mittags gesetzt, was gut klappte aber ich konnte nicht mehr einschlafen.
Lange Rede kurzer Sinn: Die zwischenzeitliche Wirkung von Elvanse war top, aber halt nicht von Dauer.
Da ich unbedingt wollte, dass Elvanse funktioniert habe ich begonnen mich einzulesen.
Nach intensiver Beschäftigung mit diesem Medikament, in Berichten, Foren, Studien, Podcasts, Rediz etc., hat sich für mich unter vielem anderem vor allem herausgestellt, dass die Ernährung viel wichtiger ist als man zuerst annimmt. Da Elvanse die Dopamin Produktion im Hirn anregt, wird viel mehr Glucose benötigt als ohne Medikament.
Als ich damit begonnen habe ein reichhaltiges Frühstück einzunehmen, blieben die üblichen Symptome wie starkes Gähnen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Probleme klare Gedanken zu fassen, kalter Schweiss welche normalerweise gegen die Mittagszeit auftauchten, aus.
Zusätzlich, habe ich begonnen auf raffinierten Zucker zu verzichten, da kurz nach dem Essen von z.B.
Cheeseburgern vom Mc einen schlagartigen Abfall des Blutzuckers bemerkte und die üblichen Symptome wieder einsetzten.
Die Nebenwirkungen welche ich dann noch hatte, waren in meinem Fall, die einer Überdosierung. Also ich ging einfach davon aus, da ich ja bereits bei der Maximaldosis von 70mg angekommen war.
Mit 60mg habe ich für mich die richtige Dosis gefunden.
Nachfolgend findest du eine Auflistung meiner Unter- und Überdosierungssymptome und wie es mir mit meiner passenden Dosierung geht.
Unterdosierung 50mg
Bleierne Müdigkeit
Konzentrationsschwierigkeiten
Probleme klare Gedanken zu fassen
Schlechtere Impulskontrolle
Übelkeit
Unruhe
Zittern
Erhöhte Reizbarkeit
Lasse mich schnell ablenken
Depressive Verstimmung
Existenz und Zukunftsängste
Erhöhte Soziale Ängste
Lustlosigkeit
Antriebslosigkeit
Wesentlich Emotionaler
Weinerlich
Nehme vieles Persönlich
Weniger Interesse an anderen
Überdosierung 70mg
Hyperfokus
Übermotiviert
Kopfschmerzen
Einschlafprobleme
Stärkere Nervosität und innere Unruhe
Stärkeres Schwitzen auch ohne Körperliche Anstrengung
Hoher Antrieb
Spürbar höherer Puls
Übelkeit
Zittern
Erhöhte Reizbarkeit
Erhöhte Impulsivität
Erhöhter Redebedarf
Lasse mich schnell ablenken
Zu objektive Betrachtungsweise
Höre weniger zu
Fingernagel kauen
Abends extremer Appetit (kann easy 2 Megakebab essen, normalerweise reicht ein normaler…)
Optimale Dosierung 60mg
Wenig bis keine Unruhen
Sehr gute Konzentration
Guter Antrieb und Motivation
Sehr gute Laune
Hirn erlaubt wieder komplexe Gedankengänge
Sehr gute Impulskontrolle
Fühle mich entspannt und kann auch einfach mal nichts tun
Blicke entspannt in die Zukunft
Keine Existenzängste
Habe Vertrauen in mich selbst
Normal Emotional
Gesunde objektive Betrachtungsweise
Nehme beim gegenüber wahr und verstehe was wirklich „gesagt“ wird.
Wie du siehst, überschneiden sich meine Symptome. Dies macht es umso schwerer die korrekte Dosierung zu finden.
Ich hoffe das du dich vlt. in meinen Erfahrungen wieder siehst oder für dich etwas nützliches daraus ableiten kannst.
Bitte beachte, dass ich hiermit keine Empfehlungen abgeben, sondern lediglich meine Erfahrungen teilen möchte.
Lg