Einschulung - positive Erlebnisse

Hi, bei uns steht die Einschulung an und ich kese gefühlt überall nur, wie schrecklich und traumatisch die Schulzeit für Kinder mit ADHS ist. Und das treibt mich regelrecht in den Wahnsinn. Ich kriege richtig Panik und könnte nur noch heulen.

DDaher wollte ich mal fragen , ob es hier auch positive Erlebnisse gibt. Also, wo das richtig gut geklappt hat und die Schule den Kindern vielleicht sogar gut getan hat.

Die gibts doch im Forum :adxs_gruebel:

Dann muss ich wohl noch etwas üben, mit dem Forum umzugehen. Wenn ich nach Einschulung suche, finde ich nur Beiträge wie “Trauma Einschulung”, “Probleme nach der Einschulung” etc.

Du liest deswegen dass Negative, weil es die sind , die nach Hilfe suchen, weil es negativ war. Dort wo es kein Problem war, habe die meisten ja keine Bedürfniss groß darüber zu schreiben.

Der Tag der Einschulung hängt von so vielen Faktoren ab, aber ADHS ist keine Indiz dafür , das es schlecht werden kann und kein ADHS ist keine Indiz dafür das es grundlegend immer positiv verlaufen wird.

Dein Kind ist eine sehr individuelle Persönlichkeit und nicht pauschal das was du irgendwo liest was negativ sein könnte.

Eine negative Einstellung von Eltern kann schon den Schulaltag erschweren. Ich spürte damals einerseits die Freude aber auch Anspannung und auch Angst meiner Mutter und fand das sehr verwirrend und belastend.. Ich habe aber keine negative Erinnerung an meinen ersten Schulaltag.

Wenn es negativ wird kannst du immer noch reagieren , aber gehe bitte nicht pauschal davon aus, dass es so sein wird. Wenn dein Kind die ADHS Diagnose schon hat, habt ihr vielen Eltern was voraus.

Fakt ist, das egal für welches Kind und Eltern , Schule ist nicht immer Friede, Freude , Eierkuchen.Mit der Einschulung kommen auch neue Herausvorderungen auf Eltern zu. Dein Sorge , ist deine Sorge und darf nicht zur Sorge deines Kindes werden.

Andersherum ist deine Sorge natürlich nachvollziehbar, aber du bist in dem Falle ja schon nicht mehr alleine, weil du dir Unterstützung suchst. Mach was tolles aus dem, Tag pack schöne Dinge in die Schultüte und Mittags gibt es Wunschessen.

Ich habe zwar keine Kinder, aber ich hätte bei der Einschulung mehr Sorge darum, ob ich der Sache verlässlich gewachsen wäre und in dem Falle unabhängig dazu, ob mein Kind ADHS hätte oder nicht.

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Ich habe den Tag meiner Einschulung auch als sehr schön und aufregend in Erinnerung. Habe aber, sofern überhaupt, sehr mildes ADHS. Wir hatten eine liebe Lehrerin, es gab eine geile Schultüte, und mit Kindern in dem Alter war es noch eher unkompliziert, und für die war es ja auch eine neue Situation.

Ich will dir jetzt nicht doch wieder Angst machen, aber um ehrlich zu sein würde ich eher empfehlen, den Verlauf in der Grundschule zu beobachten und subtile Zeichen zu beachten, ob sich Probleme einschleichen. So ab der dritten Klasse kommen meinem Eindruck nach ggf. die Herausforderungen, die man meistern muss. Da wird dann allmählich mehr von einem verlangt in Sachen Aufmerksamkeit und Ausdauer, gleichzeitig werden Kinder im Sozialen „anspruchsvoller“, und wenn es gleichzeitig sehr lärmig oder sehr stumpf und repetitiv wird, könnte es schwierig werden.

Also kurz gesagt: Wegen der Einschulung würde ich mir keine Sorgen machen und versuchen, einen schönen Tag draus zu machen. Auf den weiteren Verlauf würde ich aber ein Auge haben, damit sich Probleme nicht verfestigen.

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nicht positiv aber mit ratschlag zur besseren einschulung, öffnen auf eigene gefahr.

Ich kann erzählen warum es negativ werden kann, wenn man dies dann versucht gegenteilig zu machen, mit heutiger zusätzlicher unterstützung von ausserhalb, könnte aus der einschulung eine in teilen normale oder gar erfolgsstory werden. leider ist es mit der unterstützung von ausserhalb auch heute noch recht schwer wie man im forum sehr häufig liest.

ich habe anfangs noch im kleidergeschäft, wo meine mutter gearbeitet hatte, im hinterzimmer nach der schule, modellbausätze für 12 jährige zusammengebaut. hatte anfangs recht gute noten in der grundschule, unteranderem eine 1 in mathe, in deutsch hats aber immer gehakt und auch im ?kunstunterricht?.

dann wurden alle überfordert weil sie nicht medikamentiert waren und das leben nun mal kein “ponyhof” ist, dazu die lehrer unzureichend ausgebildet und strikt nach lehrplan gepolt, ohne duldung von anders sein und so endete meine schullaufbahn erstmal in der 8 klasse realschule nach zweimaligen sitzenbleiben. jetzt bin ich 43, zeitweise ein” kevin”, dann mal ein “malte” und was auch immer für lustige namen, die scherzhaft etwas über einen menschen aussagen sollen, no front. versuche trocken zu bleiben, bin in behandlung und therapie seit 3 jahren. naja ein bisschen “schuld” habe ich beim späteren verlauf natürlich selber.

was man für einen guten start tun kann ist vermutlich:

  • alle sollten wenn möglich ihre adhs vernünftig behandeln lassen falls vorliegend.
  • hilfen in anspruch nehmen wie lernbegleitung, pg und sonstiges.
  • den lehrern vielleicht auch mal auf die finger schauen, wobei das die lernbegleitung bestimmt auch tut, hoffentlich. passende schule finden was wohl unmöglich scheint.

ohrstöpsel und sonnenbrille nicht vergessen, falls bedarf. :grin: :+1:

viel erfolg und ich drücke euch ganz fest die daumen, dass es reibungslos verlaufen wird. ernst gemeint

:people_hugging:

edit: :high_voltage::rocket: :ringed_planet:

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Zugegeben, die Such-Option in Discourse könnte besser sein, um noch spezifischere Suchanfragen zu ermöglichen. Mal schauen, ob es sich lohnt, einen User Guide zu basteln, wie man bei der Suche am effektivsten filtert :slight_smile:

Die negativen Erfahrungsberichte fallen beim Suchen natürlich eher ins Auge, da neue Themen in der Regel von Hilfesuchenden erstellt werden, wo es Bedenken / Sorgen / Probleme gibt.

Daher findet man die positiven Erfahrungsberichte meistens erst im weiteren Verlauf eines Themenstrangs in den Antworten.

Je nach Anzahl an Antworten muss man dann eventuell erstmal einiges durchlesen oder zumindest überfliegen.

Dieser hier wäre z.B. so ein Themenstrang, in dem positive Erfahrungsberichte zu finden sind. Wenn auch nicht ausschließlich auf die Einschulung bezogen - aber in der Regel gehts um die Klassiker wie Medikation, Schule, Hausaufgaben und Sozialverhalten am Nachmittag:
Unser Sohn (6 Jahre) – auf der Suche nach Austausch und Verständnis

Oft findet man solche Themen in der Kategorie „ADHS nach Alter und Geschlecht“ oder über die Schlagwörter. Aber nicht alle verwenden beim Erstellen eines Themas Schlagwörter, also würde die Suche mit Schlagwörtern die Anzahl der Suchergebnisse eher nur begrenzen.

Bei der eingeschränkten Suche in bestimmten Kategorien leider genauso, da Medikamenten-Themen ebenso in der Kategorie „ADHS Medizinisch / Therapeutisch“ oder da dann in der Unterkategorie „Medikamentöse Behandlung“ zu finden sind.

Wie auch immer - da oben wurden ja mittlerweile schon hilfreiche Tipps gegeben.

Bin zwar kein Papa, aber war mal verheiratet und ihr Sohn bekam mit 6 oder 7 die Diagnose ADHS.

Die Einschulung war allerdings vor Beginn mit Medikamenten (zudem wurde da damals mit Strattera (Atomoxetin) eingestiegen, was in seimem Fall - und aus meiner heutigen Sicht und als mittlerweile selbstbetroffener Spätdiagnostizierter - der falsche Weg war.

Also die Einschulung verlief auch ohne Medikamente soweit problemlos. Das war für ihren Sohn ein aufregendes Event und auch eine Mischung aus „still auf der Bühne stehen“ und anschließend Spielspaß + Action mit den neuen Klassenkameraden auf dem Schulhof.

Während die Eltern fleißig Kuchen mampften und zwischendurch bloß mal Wertmarken an ihre Kids verteilen mussten, weil Grillwurst im Brötchen + Hela Curry Ketchup, oder Kuchen nach dem ganzen Getobe einfach ein Renner ist.

Hier und da gabs natürlich auch mal ein „mimimi“ und bisschen Geheule, weil einer auf dem Schulhof beim Fussballspielen etc. den Asphalt geknutscht hat… aber insgesamt verlief der Tag ohne größere Probleme.

Gut - das war die Einschulung auf dem Dorf.

Wie es bei meiner eigenen Einschulung in einer Stadt lief, weiß ich kaum noch, aber ich glaube, es war ganz schön. Wurst + Hela Ketchup gabs da bestimmt auch. Glaube, ohne das Zeug hätten wir die 80/90er gar nicht überlebt. Bei jeder Veranstaltung .. überall Hela-Ware :adxs_gruebel:

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Ich möchte dir ein wenig die Angst nehmen.

Unser Sohn kommt jetzt in die 2. Klasse und wurde letztes Jahr eingeschult. Er hat sich schon b sehr darauf gefreut und obwohl er nicht in die Klasse mit seinen Freunden kam, hat alles soweit gut geklappt.

Wir hatten tatsächlich schon nach weniger als 2 Monaten das erste Elterngespräch und standen dann auch immer im Austausch mit der Lehrerin, da er sich eben sehr schwer tut mir der Konzentration. Er lief oft durchs Klassenzimmer, machte immer Geräusche und störte einfach den Unterricht. Deshalb musste er ein paarmal dann raus und um Sekretariat sitzen und solche Geschichten.

ABER: man darf das nicht zu negativ sehen. Es kommt darauf an wie der Lehrer damit umgeht und ich muss jetzt, nach erster großer Skeptik der Lehrerin gegenüber, sagen, dass es wirklich gut war wie es gelaufen ist da sie NIE anklagend war, sie wollte ihn immer unterstützen, ihm immer helfen und hat sich zu keiner Zeit negativ über ihn geäußert sondern war hochprofessionell.

Wir arbeiten mit ihr zusammen und ziehen an einem Strang. Ich habe keine Angst mehr wenn online das Nachrichtenzeiten aufblinkt :grin: trotz der natürlich auch vielen negativen Rückmeldungen sagt unser Sohn immer wieder, dass er eine super Lehrerin hat.

Wir haben jetzt gegen Ende der 1. Klasse mit der Medikation begonnen und sind gespannt wie es sich in der zweiten Klasse entwickelt.

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Ich habe meine Einschulung 1972 trotz meiner viel später festgestellten ADHS nicht als traumatisch in Erinnerung. Im Gegenteil, ich fand den Kindergarten sehr sehr langweilig, in der Schule wurde es endlich mal interessant.

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Vielen Dank für deine Erzählung, @sanman ! Ich habe gestern den Lehrer zum ersten Mal getroffen, nur ganz kurz aber der erste Eindruck war zumindest schon mal sympathisch.

Wir sind auch bereits bei der medikamentösen Einstellung.

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@Falschparker Meinem Sohn war es im Kindergarten auch sehr langweilig und vor allem zu chaotisch. Ich hoffe ja, dass es ihm guttun wird, dass es in der Schule (hoffentlich) etwas strukturierter zugehen wird, also nicht so nach dem Motto “mach, was du willst”, wie es oft im Kindergarten war.

Das war hier übrigens auch so. Unserem Sohn war es im Kindergarten langweilig und er wollte nie zurück, sagt immer, dass die Schule viel besser sei (obwohl er nicht gerade motiviert bei den Hausaufgaben oder beim Lernen ist).

Vermutlich gibt es auch einfach mehr Neues in der Schule, im Kindergarten kennen sie irgendwann alles - Thema Dopamin.

Wenn du das Gefühl hast, es passt sehr gut mit dem Lehrer, dann wirklich direkt mit offenen Karten spielen :smiling_face:

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Mein Kind kommt jetzt in die 4te Volksschule, er hat die adhs Diagnose erst seit wenigen wochen, aber schon vor Schulbeginn die Autismus Spektrum Diagnose. Daher hatte ich von Tag 1 eine Schulbegleitung organisiert/beantragt/darum gekämpft, und das war dass was uns gerettet hat, die Schulbegleitung hat sicher erst rein wachsen müssen, aber dadurch das er nahezu 1 zu 1 betreut wurde, hat mein Kind sich viel sicherer gefühlt. Auch die Lehrkräfte waren/sind extrem bemüht meinem Kind ein angenehmes umfeld zu schaffen. Was sehr viel informieren und bewusst machen gewesen ist. Aber irrsinnig geholfen hat, das ich dahinter geblieben bin.

Mir hatten damals die ersten Tage Schule gereicht und ich wollte lieber wieder zurück in den Kindergarten. :sweat_smile:

Es bleibt spannend. Die Einschulungsfeier fand er zu laut und chaotisch. Heute der erste richtige Schultag. Fazit: “war kacke und die “doofen Hausaufgaben mach ich auch nicht”. Aber den Lehrer findet er sehr nett und morgen ist Sport. Daher will er auf jeden Fall nochmal hin. Immerhin. Hat vermutlich auch nicht geholfen, dass der Bus Verspätung hatte und der Plan, pünktlich in der Schule zu sein, gleich am ersten Tag schief gegangen ist.

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Sport war für mich das Schlimmste. :adxs_cry:

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Das ist immerhin sehr positiv und eine wichtige Voraussetzung :four_leaf_clover:

Wie klappts denn mit der Medi-Einstellung?

Ist krass wie unterschiedlich dass ist, aber Sport war immer meine Rettung.

Mir tat es irgendwann leid wenn Mitschüler die kein Sport mochten und nicht so gut konnten oft irgendwie vorgeführt wurden.

Meine beste Freundin leidet heute noch unter diesem Scheiss aus der Schulzeit und das finde ich schlimm und traurig .

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Bei Sport würde ich sagen, sind es sogar mindestens zwei Faktoren:

  1. Klar, wie sehr es einem liegt und wie geschickt man sich dabei anstellt
  2. Selbst wenn man leidlich gut ist, bietet es erhöhte Chancen für Body-Shaming, wenn dein Ruf eh schon nicht so der Beste ist.

Beidem lässt sich entgegenwirken durch guten Sportunterricht, also wenn die Lehrperson nicht einfach nur sagt: „Spielt mal Ball“ und selber die ganze Zeit nur rumsitzt (nicht ausgedacht), sondern die körperlichen Abläufe auch wirklich geübt und gezeigt werden.

Ich war sicher keine Vollniete in Sport, wenn auch nicht spitze. Koordination sehr gut, Ausdauer naja. Die körperliche Exponiertheit ist aber bei ungünstigem Klassenklima ein Angriffspunkt. Da wäre es gut, noch einen eigenen Sport zu praktizieren, um sich SPort nicht vermiesen zu lassen.

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ich fand sport gut aber nur auf der ersatzbank, basketball fand ich aber ganz ok, konnte zwar nicht tribbeln, laufen mit ball sowieso nicht, war aber einer der größten, dass macht viel gut, wenn man manchmal den korb trifft. oh und so einen hinderniskurs wo man nicht von den matten und sonstigen gerät runterfallen drufte, weil der boden war sumpf, muss man wissen, da fand ich das schwingen am seil, wie tarzan ganz gut, bin aber trotzdem in den sumpf gefallen. :joy:

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